Verwendung des AT-50 Anoden Tester
Der AT-50 Anoden Tester ist ein multifunktionales Ano-
denprüfgerät, das folgende Aufgaben erfüllt:
Messung der Treibspannung (Gleichspannung) von
• isoliert montierten Mg-Opferanoden sowie
• Fremdstromanoden gegen Behälter/Tank.
Messbereiche:
• 2 V für Mg-Opferanoden und
• 20 V für Fremdstromanoden.
Messung von Schutzströmen (Gleichstrom) in den
Messbereichen
• 20 mA und
• 200 mA.
Messung der Netzspannungen
• 230 VAC bzw.
• 115 VAC
Vorbereitung & Inbetriebnahme
Einbau der Batterie und Batteriewechsel
Damit das AT-50 einwandfrei funktioniert, muss das
Gerät mit einer 9-V-Blockbatterie (Typ NEDA 1604 9
V oder 6F22 9 V) bestückt werden. Wenn die Anzei-
gensegmente verschwinden, ist ein Batteriewechsel
durchzuführen. Verbrauchte Batterien umweltge recht
entsorgen.
Inbetriebnahme, Messfunktionen und Messbereiche
Über den Drehschalter wird das Messgerät sowohl
ein- und ausgeschaltet („OFF"-Stellung) als auch die
verschiedenen Messfunktionen bzw. -bereiche ausge-
wählt
Achtung: Der Messfunktionsschalter darf während
der Messung nicht verstellt werden.
Messbereiche:
• Netz Wechselspannungsmessung zur Überprüfung
der Netzversorgung (230 V, 115 V) bei Verwendung
von Fremdstromanoden.
• Treibspannung Gleichspannungsmessung zum
Messen der tatsächlich zwischen Mg-Opferanode
und Behälter (►2-V-Bereich) bzw. zwischen ange-
schlossener Titananode und Behälter (►20-V-Be-
reich) anliegenden elektrischen Spannung.
• Schutzstrom Gleichstrommessung in den Mess-
bereichen 20 mA und 200 mA zur Messung der
tatsächlichen Schutzstromabgabe von Mg-Opfe-
ranoden bzw. von Fremdstromanoden
• Diode Diodentest.
• Isolation Widerstandsmessung zur Überprüfung
eines möglicherweise eingebauten Potentialab-
gleichwiderstandes (Wert in der Regel ~600Ω) zur
Isolierung von nichtemaillierten Einbauten gegen
Behältermasse.
• Widerstandsmessungen an Regelungsfühlern von
Kesseln und Speichern im Bereich bis 20 kΩ.
Einbau der Batterie, Batteriewechsel
Damit das AT-50 einwandfrei funktioniert, muss das
Gerät mit einer Blockbatterie bestückt werden. Wenn
im Display das Batterie-wechselsymbol erscheint,
muss die Batterie gewechselt werden. Dabei ist folgen-
dermaßen vorzugehen:
zur Überprüfung ausreichender Netzspannungsversor-
gung bei Verwendung von Fremdstromanodensyste-
men.
Messung des Potenzialabgleichwiderstands
bei Verwendung von Speicherwassererwärmern mit
isoliert montierten elektrischen Rohrheizkörpern oder
anderen mit Potentialabgleichwiderständen montierten,
nicht emaillierten Flachrohr- oder Rippenrohrwärme-
tauschern.
Messung der Funktionstüchtigkeit der Verpolungs-
schutzdioden
Messung des Innenwiderstands von Regelungsfüh-
lern an
Kesseln und Speichern Im Bereich bis max. 20kΩ.
• AT-50 vom Messkreis trennen und ausschalten.
• Die Messleitungen vom Messgerät entfernen.
• Mit einem geeigneten Schraubendreher (Kreuz-
schlitz) die auf der Geräterückseite (Unterseite) die
unterste Befestigungsschraube herausdrehen und
den Batteriedeckel abheben.
• Die gebrauchte Batterie vorsichtig vom An-
schlussclip trennen.
• Eine unverbrauchte Batterie gleichen Typs mit dem
Anschlussclip verbinden.
• Nach erfolgtem Wechsel die angeschlossene Batte-
rie in das Batteriefach einlegen.
• AT-50 wieder sorgfältig verschließen.
• AT-50 erst nach Schließen und Verschrauben des
Gehäuses wieder in Betrieb nehmen.
• Verbrauchte Batterien als Sondermüll entsorgen.
Sicherungswechsel
Beim Wechsel der Bereichssicherung für den
mA-Gleichstromeingang ist folgendermaßen vorzuge-
hen:
• Gehen Sie gleich vor wie beim Batteriewechsel bis
zum abheben des Battereideckels.
• Drehen sie die restlichen Schrauben an der Rück-
seite des Gerätes heraus und heben Sie die Gehäu-
sehalbschale vorsichtig ab.
• Die defekte Sicherung entnehmen und gegen eine
neue gleichen Typs mit Nennstromstärke 250 mA,
fiink, 250 V ersetzen.
• AT-50 wieder sorgfältig verschließen. Beachten,
dass die Leitung des Anschlussclips nicht ge-
quetscht wird.
• AT-50 erst nach Schließen und Verschrauben des
Gehäuses wieder in Betrieb nehmen.
Anschluss der Messleitungen
Nur die beiliegenden Messleitungen in unbeschädig-
tem Zustand verwenden. Die Messleitungen sind für
Spannungen bis 300 V zulässig. Besondere Vorsicht
ist bei Spannungen größer 25 V Wechsel-, bzw. 35 V
Gleichspannung geboten. Überschreiten Sie niemals
die maximalen Eingangsgrößen.