Die schwarze Messleitung gehört in die schwarze
COM-Buchse (Minusanschluss),
die rote Messleitung gehört bei Spannungsmessun-
gen (Netz / Treibspannung) in die rechte, rote V -
Buchse und bei allen anderen Messungen (Schutz-
strom / Diode / Isolation / Widerstand) in die linke,
rote mA/ - Buchse (Plusanschluss).
Messungen
Überprüfung der Netzspannungsversorgung
bei Fremdstromanoden
Zur Überprüfung der Netzspannungsversorgung wie folgt
vorgehen:
• Überprüfen ob die Rote Messleitung in die rechte
Buchse gesteckt ist.
• Den Drehschalter des AT-50 auf den höchsten
Spannungsmessbereich (230 V) im Schaltbereich
„Netz" einstellen.
• Die Messklemmen mit der Netzversorgung verbin-
den (Klemmen im Schaltschrank, Leitungsenden).
Der jeweils momentane Messwert wird im Display
angezeigt.
Warnhinweis: Auf keinen Fall die maximal zulässi-
ge Eingangsgröße von 300 V überschreiten, keine
380-V-Anschlüsse austesten! Keine Schaltungen oder
Schaltungsteile berühren! Es besteht die Gefahr eines
elektrischen Schlages!
Überprüfung des Schutzstroms zwischen
Anode und Behälter
Sicherheitshinweis: Möglicherweise montierte elektrische
Rohrheizkörper vor Ausführung dieser Messung span-
nungsfrei schalten!
Mit dieser Funktion lässt sich überprüfen, ob zwischen
Anode und Behälter noch Strom fließt. Im Falle aufge-
zehrter Mg-Opferanoden fließt kein elektrischer Strom
mehr. Fehlerhaft elektrisch isolierte, nicht emaillierte
Wärmetauscher sowie großflächige Emailfehler haben
in der Regel erhöhte Schutzstromanforderungen zur
Folge.
Zur Überprüfung des Schutzstroms von eingebauten
Mg-Opferanoden wie folgt vorgehen:
• Die Verbindungsleitung zwischen isoliert montierter
Mg-Anode und Behälter auf einer der beiden Seiten
lösen.
• Überprüfen ob die Rote Messleitung in die linke
Buchse gesteckt ist.
• AT-50in den Einstellbereich „Schutzstrom" bringen,
zunächst den höchstmöglichen Messbereich wäh-
len (200 mA).
• AT-50 in Reihe in den Messkreis zwischen Mg-Ano-
de und Behälterkonstruktion schalten, indem eine
der beiden Messleitungen mit der Mg-Anode, die
andere mit dem Behälter/Tank verbunden wird, so
dass die Verbindung zwischen Anode und Tankkon-
struktion wieder geschlossen ist.
• Ca. 1 Minute warten, bis sich die durch die ur-
sprüngliche Verbindungsauftrennung verursachte
Störung im System wieder abgebaut hat.
• Der jeweilige momentane Messwert für den Schutz-
strom (mA) wird im Display angezeigt. Wenn der
Wert kleiner 20 mA ist, kann für eine bessere Auf-
lösung das Messgerät auch in den empfindlicheren
Messbereich 20 mA geschaltet werden.
• Nach Durchführung der Messung den permanen-
ten Leitungskontakt zwischen Anode und Behälter
wieder herstellen.
Zur Überprüfung des Schutzstroms bei Verwendung von
Fremdstromanodensystemen gehen Sie grundsätz-
lich wie vorstehend beschrieben vor. Lösen Sie dazu
vorzugsweise die Steckverbindung zur Titananode und
schalten Sie das AT-50 wie unter vorstehenden Punk-
ten beschrieben, in Serie in den Stromkreis.
Der jeweilige momentane Schutzstrom wird im Display
angezeigt.
Beurteilung der Messergebnisse
Der tatsächliche Schutzstrombedarf hängt von ver-
schiedenen Parametern ab, beispielsweise Emailqua-
lität, Speichergröße, Wasserleitfähigkeit, Wassertem-
peratur, Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von
Messingtauchhülsen sowie zusätzlichen nichtemaillier-
ten Wärmeaustauschern und Betriebsdauer.
Dementsprechend lassen sich allgemeingültig exakte
Sollwerte für zu erwartende Schutzströme nicht ange-
ben. Folgende praktische Beobachtungen wurden über
Jahre hinweg gemacht und dienen der Orientierung:
• Erfahrungsgemäß liegen die Schutzströme für Spei-
cher von ca. 200 I bis 1.000 I im Bereich von 1 mA
bis einige wenige mA.
• Bei Verwendung kleinvolumiger Speicher sind auch
Werte kleiner 1 mA möglich. Als kritische Untergren-
ze kann ein Schutzstrom von etwa 0,3 mA angese-
hen werden.
• Hoch einstellige sowie zweistellige mA-Werte im
Zusammenhang mit Speichern, die mit zusätzlichen
nichtemaillierten Wärmeaus¬tauschern ausgerüstet
sind, können ein Hinweis auf mangelhafte Isolierung
entsprechender Einbauten gegen den Behälter/Tank
sein.
• Eindeutig ist die Schutzstrommessung: I = 0 mA. In
diesem Falle fließt kein Schutzstrom und es ist kein
kathodischer Korrosions¬schutz mehr gegeben.
Überprüfen Sie die Anlage! Im Falle des Schutzes
mit Mg-Opferanoden ist vermutlich der Austausch
der Anode erforderlich.
Hinweis: Bitte beachten, dass der gemessene Schutz-