Betrieb der und für die Erreichung der angegebenen Produkteigenschaften und Leistungsmerkmale. Für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die wegen Nichtbeachtung der Betriebsanleitung entstehen, übernimmt SEW-EURODRIVE keine Haftung. Die Sachmängelhaftung ist in solchen Fällen ausgeschlossen. Handbuch – MOVIDRIVE® MDX61B Synchronlaufkarte DRS11B...
Sicherheitshinweise Mitgeltende Unterlagen Sicherheitshinweise Mitgeltende Unterlagen • Nur durch Elektro-Fachpersonal unter Beachtung der gültigen Unfallverhütungsvor- ® schriften sowie der Betriebsanleitung "MOVIDRIVE MDX60B/61B" installieren und in Betrieb nehmen. • Lesen Sie diese Druckschriften sorgfältig durch, bevor Sie mit der Installation und der Inbetriebnahme der Option DRS11B beginnen.
Einleitung Systembeschreibung Einleitung Systembeschreibung Mit der Option "Synchronlaufkarte DRS11B" kann eine Gruppe von Motoren winkel- synchron zueinander oder in einem einstellbaren Proportionalverhältnis betrieben werden (elektronisches Getriebe). Als "Master" wird der Antrieb bezeichnet, der die Positionsvorgabe macht. Dies kann auch ein Inkrementalgeber sein. Als "Slave" wird der Antrieb bezeichnet, der dieser Positionsvorgabe zu folgen hat.
Projektierung Projektierungshinweise Projektierungshinweise Beachten Sie die folgenden Projektierungshinweise: • Setzen Sie den Synchronlauf nicht bei mechanisch starr gekoppelten Systemen ein. • Rüsten Sie den Slaveumrichter mit einem Bremswiderstand aus. • Sie dürfen einen neuen Offset nur dann aktivieren, wenn ein vorheriger Winkelver- satz abgearbeitet wurde.
Projektierung Synchronlauf mit Drahtbruch-Überwachung der Geberverbindung • Parameter P350 Drehrichtungsumkehr 1: Bei aktivierter Synchronlauf-Regelung muss P350 = NEIN eingestellt sein. Müssen Master und Slave mit entgegengesetzter Drehrichtung arbeiten, wird die Anschluss- reihenfolge der Spuren A/A und B/B am Slaveeingang (DRS11B:X42) paarweise getauscht.
Projektierung Synchroner Start / Stopp Synchroner Start / Stopp ® Beim Synchronlauf MOVIDRIVE ist folgender Mischbetrieb denkbar: • Master ist weniger oder gleich dynamisch als der Slave • Master ist ein Inkrementalgeber HINWEIS In beiden Anwendungsbereichen muss ein synchrones Starten / Stoppen zwischen Master und Slave(s) möglich sein.
Projektierung Synchronlauf mit Streckengeber Synchronlauf mit Streckengeber Bei allen Anwendungen, bei denen die Kraftübertragung zwischen Motorwelle und Maschine kraftschlüssig erfolgt und somit Schlupf zu erwarten ist, muss die Weg- messung über einen zusätzlichen Inkrementalgeber erfolgen. Dieser Inkrementalgeber wird formschlüssig an dem bewegten Maschinenteil montiert und im Folgenden als Streckengeber bezeichnet.
Montage- und Installationshinweise Montage der Optionskarte DRS11B Montage- und Installationshinweise Montage der Optionskarte DRS11B HINWEIS ® Die Optionskarte DRS11B kann nur in MOVIDRIVE MDX61B Baugröße 1 bis 6 eingesetzt werden. Bevor Sie Die Optionskarte DRS11B muss auf den Erweiterungssteckplatz [1] gesteckt werden. beginnen Beachten Sie die folgenden Hinweise bevor Sie mit dem Ein- oder Ausbau der Optionskarte beginnen:...
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Montage- und Installationshinweise Montage der Optionskarte DRS11B Prinzipielle Vorgehensweise beim Ein- und Ausbau einer Optionskarte (MDX61B, BG 1 - 6) 60039AXX 1. Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben des Optionskartenhalters. Ziehen Sie den Optionskartenhalter gleichmäßig (nicht verkanten!) aus dem Steckplatz heraus. 2.
Montage- und Installationshinweise Anschluss und Klemmenbeschreibung Option DRS11B Anschluss und Klemmenbeschreibung Option DRS11B Sachnummer Option Synchronlaufkarte Typ DRS11B: 824 672 6 HINWEISE ® Die Option DRS11B ist nur in Verbindung mit MOVIDRIVE MDX61B Baugröße 1 bis 6 möglich. Die Option DRS11B muss auf den Erweiterungssteckplatz gesteckt werden. Frontanicht Beschreibung Klemme...
Montage- und Installationshinweise Installationshinweise Installationshinweise • Die maximal zulässigen Leitungslängen betragen: – zwischen Masterumrichter und den Slaveumrichtern: 10 m – zwischen den Umrichtern und den dazugehörigen Gebern: 100 m • Verwenden Sie nur geschirmtes Kabel mit paarweise verdrillten Adern (A und A, B und B, C und C) zum Anschluss von: –...
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Montage- und Installationshinweise Installationshinweise • Wenn Master- und Slave-Antrieb mit entgegengesetzter Drehrichtung arbeiten (z. B. Abtriebswellen von Getriebemotoren mit gleicher Getriebestufenanzahl stehen sich gegenüber): – Vertauschen Sie paarweise die Anschlussfolge der Spuren A/A und B/B zwischen Masterausgang "Inkrementalgebernachbildung" und Slaveeingang "Masterge- →...
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Montage- und Installationshinweise Installationshinweise • Wenn zwei Slave-Antriebe mit entgegengesetzter Drehrichtung arbeiten (z. B. Abtriebswellen von Getriebemotoren mit gleicher Getriebestufenanzahl stehen sich gegenüber): – Vertauschen Sie paarweise die Anschlussfolge der Spuren A/A und B/B zwischen Slaveausgang "Inkrementalgebernachbildung (X43)" und Slaveeingang "Master- →...
Bemessungsleistungen der Motoren und der Umrichter sind gleich. Bei beiden Antrieben bedeutet Motorrechtslauf Aufwärtsbewegung am Hubwerk. Deshalb kann für die Verbindung Master X14 – Slave X42 das konfektionierte Master-Slave-Kabel (Sach- nummer 818 166 7) von SEW-EURODRIVE verwendet werden. 56513ADE [1] Inkrementalgeber...
Inbetriebnahme Kurzbeschreibung der Inbetriebnahme • Slave-Antrieb: Motor mit Geber und Bremse. • Slaveumrichter: ® MOVIDRIVE MDX61B mit Option Geberkarte, Betriebsart mit Geberrückführung und Synchronlauf, z. B. VFC-n-REGEL.&SYNC / CFC&SYNC / SERVO&SYNC mit Option Synchronlaufkarte DRS11B. Kurzbeschreibung der Inbetriebnahme Vorarbeiten • Verdrahtung, Klemmenbelegung und Sicherheitsabschaltungen prüfen.
Inbetriebnahme Vorarbeiten Vorarbeiten STOPP! Stellen Sie sicher, dass • die Verdrahtung, • die Klemmenbelegung und • die Sicherheitsabschaltungen korrekt und der Applikation entsprechend ausgeführt sind. Trennen Sie die Antriebe von der Maschine, so dass beide Antriebe mechanisch unabhängig voneinander betrieben werden können. Dadurch wird verhindert, dass bei der Inbetriebnahme des Synchronlaufs die Anlage durch unvorher- gesehene Fahrbewegungen beschädigt wird.
Inbetriebnahme Test des Synchronlaufs mit montierten Antrieben Parametrierung • Parametrierung der Master- und Slave-Getriebefaktoren (P221 und P222): der Synchron- – Bei identischer Antriebskonfiguration (Geber, Getriebe etc.) belassen Sie P221 lauf-Parameter und P222 in der werksmäßigen Einstellung. – Bei jeder anderen Konfiguration können Sie P221 und P222 gemäß folgender Formel ermitteln: P221 P222...
Weginformation aus dem Signal des Motorgebers [1] errechnet werden. 56514AXX Ziel der folgenden Berechnung ist das Verhältnis der Wegauflösung von Master und Slave zueinander. Die Angabe der Zähnezahlen der einzelnen Radpaarungen erhalten Sie auf Anfrage von SEW-EURODRIVE. Vorgaben Master-Antrieb: K87 DT100L4 BM ES1 (mit Motorgeber) •...
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Inbetriebnahme Beispiele für die Berechnung von P221 und P222 Berechnung Für dieses Beispiel müssen folgende Werte eingegeben werden: π P221 P222 π 1024 P221 85523200 P222 107071875 1024 P221 3420928 P222 4282875 56531AXX Ergebnis: • P221 = 3420928 • P222 = 4282875 Beispiel 2: In diesem Beispiel sollen zwei Gurtförderer im Synchronlauf betrieben werden.
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Inbetriebnahme Beispiele für die Berechnung von P221 und P222 Bei einer Anwendung mit Streckengeber müssen die Wegauflösungen von Slavemotor- geber und Streckengeber angepasst werden. Dies geschieht mit den Parametern P231 Faktor Slave-Geber und P232 Faktor Slave-Streckengeber. Vorgaben Slavemotorgeber: K47 DT100L4 BM ES1 •...
P6.. Parameter Verhältnis von Parameterwerten und Abtriebsdrehzahl P60. P600 Parameter ® Erläuterung der Die Parameternamen entsprechen der Darstellung in MOVITOOLS SHELL. Die Parameter Werkseinstellung ist jeweils durch Unterstreichung hervorgehoben. Symbol Diese Parameter sind nur bei Umrichterstatus GESPERRT (= Endstufe hochohmig) veränderbar.
P6.. Parameter Meldefunktionen P60. P600 Meldefunktionen Folgende Betriebszustände werden gemeldet: • Optische Anzeige über LED "SYNC" (grün) "Zähler LED-Anzeige" (P514): Mit der LED "SYNC" kann während der Inbetriebnahme die momentan auftretende maximale Differenz zwischen Master- und Slave-Antrieb visualisiert werden: – AN = Winkeldifferenz > Wert von P514 –...
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P6.. Parameter Meldefunktionen P60. P600 Folgende Parameter stehen für den Synchronlauf zur Verfügung. Parameter Name Einstellbereich / Werkseinstellung Synchronlauf-Regelung (nicht wirksam bei BG0) P-Verstärkung DRS 1 ... 10 ... 200 Master-Getriebefaktor 1 ... 3 999 999 999 Slave-Getriebefaktor 1 ... 3 999 999 999 Mode-Wahl Mode 1 ...
P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 Parameterbeschreibungen P22x Synchron- Synchronlauf-Regelung (nur in Parametersatz 1). lauf-Regelung P220 P-Verstär- Einstellbereich: 1 ... 10 ... 200 kung DRS Verstärkung des Synchronlauf-Reglers im Slave. Hierdurch wird das Regelverhalten des Slave in Abhängigkeit von den Winkeldifferenzen gegenüber dem Master bestimmt. P221 / P222 Mas- Einstellbereich: 1 ...
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P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 • Mode 5: Freilauf begrenzt durch P224 Slave-Zähler, neuer Bezugspunkt – Der Freilauf wird über ein "1"-Signal (>100 ms) an X40:1 aktiviert. – Während des Freilaufs werden die Eingangsklemmen und Sollwerte des Slave- Antriebs wirksam. –...
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P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 P224 Slave-Zähler Einstellbereich: –99 999 999 ... 10 ... 99 999 999 Inc Als Slave-Zähler wird der in Mode 3, 4, 5 und 8 aktivierbare Winkelversatz zum Master- Antrieb bezeichnet. Im Gegensatz zum Offset ist dieser Winkelversatz über die Funktion "Teach In"...
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P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 P241 Synchron- Einstellbereich: 0 ... 2 ... 50 s Rampe Betrag der Beschleunigungsrampe für die Synchronisation des Slave-Antriebs auf den Masterantreib. Einstellung Null bedeutet maximal mögliche Beschleunigung. HINWEIS Das Beschleunigen oder Verzögern des Slave-Antriebs vom Synchronlauf in den Freilauf stellen Sie mit den Parametern P130 ...
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P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 P516 X41 Geber- Einstellbereich: NEIN / JA überwachung • NEIN: Ein Drahtbruch zwischen Frequenzumrichter und einem an X41 angeschlos- senem TTL-Geber wird nicht direkt erkannt. Bei defekter Verbindung erfolgt im freigegebenen Zustand der Fehler F42 "Schleppfehler", falls dieser nicht deaktiviert wurde.
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P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 P6xx Klemmenbelegung P60x Binärein- Binäreingang DIØØ fest belegt mit "/REGLERSPERRE". gänge Grundgerät P61x Binäreingänge Option P610 ... P617 Die Binäreingänge können auf folgende Synchronlauffunktionen programmiert werden: Binäreingang DI1Ø wirksam bei ... DI17 Wirkung bei Umrichterstatus Funktion "1"-Signal freige-...
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P6.. Parameter Parameterbeschreibungen P60. P600 P83x Fehler- Folgende Reaktionen können programmiert werden: reaktionen Reaktion Beschreibung KEINE Es wird weder ein Fehler angezeigt noch eine Fehlerreaktion ausgeführt. Der gemeldete REAKTION Fehler wird komplett ignoriert. Der Fehler wird angezeigt (auf 7-Segment-Anzeige und SHELL), der Störausgang wird FEHLER gesetzt (falls programmiert).
Fehlermeldungen und Fehlerliste Option Synchronlaufkarte DRS11B Fehlermeldungen und Fehlerliste Option Synchronlaufkarte DRS11B Die folgenden Fehlermeldungen können speziell im Synchronlauf auftreten. In der Spalte "Reaktion (P)" ist die werksmäßig eingestellte Fehlerreaktion aufgelistet. Die Angabe (P) bedeutet, dass die Reaktion programmierbar ist (P83_ Fehlerreaktion). Feh- Sub- Reaktion...
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Reaktion ler- Bezeichnung fehler- Bezeichnung Mögliche Ursache Maßnahme code code Fehler "Option". • Fehler bei Kommunikation • SEW-Service zu Rate Fehler Watchdog-Timer zwischen Systemsoftware ziehen. von/zu Option. und Optionssoftware • IPOS-Programnm plus® • Watchdog im IPOS überprüfen Fehler "Option". Programm Fehler Watchdog IPOS.
Index Index Aktivieren des Synchronlaufs ......24 Mängelhaftungsansprüche ........4 Allgemeine Hinweise Meldefunktionen ..........30 Aufbau der Sicherheitshinweise .....4 Montage- und Installationshinweise ....14 Haftungsausschluss ........4 Montagehinweise vor dem Ein- oder Ausbau einer Mängelhaftungsansprüche ......4 Optionskarte ............14 Anschluss-Schaltbild Inkrementalgeber als Master ......21 Parameterbeschreibungen .........
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Adressenliste Adressenliste Deutschland Hauptverwaltung Bruchsal SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG Tel. +49 7251 75-0 Fertigungswerk Ernst-Blickle-Straße 42 Fax +49 7251 75-1970 Vertrieb D-76646 Bruchsal http://www.sew-eurodrive.de Postfachadresse sew@sew-eurodrive.de Postfach 3023 • D-76642 Bruchsal Service Mitte SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG Tel. +49 7251 75-1710 Competence Center Ernst-Blickle-Straße 1...
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16, rue des Frères Zaghnoun Fax +213 21 8222-84 Bellevue El-Harrach reducom_sew@yahoo.fr 16200 Alger Argentinien Montagewerk Buenos Aires SEW EURODRIVE ARGENTINA S.A. Tel. +54 3327 4572-84 Vertrieb Centro Industrial Garin, Lote 35 Fax +54 3327 4572-21 Service Ruta Panamericana Km 37,5 sewar@sew-eurodrive.com.ar...
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Dallas, Texas 75237 csdallas@seweurodrive.com Weitere Anschriften über Service-Stationen in den USA auf Anfrage. Venezuela Montagewerk Valencia SEW-EURODRIVE Venezuela S.A. Tel. +58 241 832-9804 Vertrieb Av. Norte Sur No. 3, Galpon 84-319 Fax +58 241 838-6275 Service Zona Industrial Municipal Norte http://www.sew-eurodrive.com.ve...