PME-MP30DP Einführung In dieser Bedienungsanleitung werden nur diejenigen Funktionen beschrie- ben, die vom MP30 abweichen. Die Funktionalität des MP30DP entspricht der des MP30. Der TF-Verstärker MP30DP ist um eine Profibus-Schnittstelle ergänzt worden. Die Funktionalität auf der CAN-Schnittstelle bleibt erhalten; das Objektver- zeichnis wird um einige Parameter der Profibus-Kopplung erweitert.
Die Schritte zur erfolgreichen Anbindung an den Profibus: 1. Mechanischer Anschluss des Gerätes an den Profibus (siehe Seite 8 und Seite 9) 2. Profibusadresse am Gerät einstellen (kann auch mit der HBM-Software “PME-Assistent” erfolgen). 3. Konfiguration und Parametrierung des Profibus-Telegrammes mit einem Konfigurationswerkzeug (z.B.
2.1 Konfigurieren und Parametrieren • Starten Sie Ihr Konfigurationsprogramm (z.B. Step7; besitzen Sie kein Kon- figurationsprogramm, verfahren Sie nach Kapitel 6.2) • Laden Sie die HBM-GSD-Datei (PME-System-CD incl. GSD/GSE Files für PME) • Fügen Sie ein HBM-Gerät hinzu (Hardwarekatalog) • Wählen Sie aus dem Hardwarekatalog die Konfiguration, die Sie auf dem Profibus benötigen.
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PME-MP30DP • Öffnen Sie durch Doppelklicken der konfigurierten Einträge das Eigen- schaftsfenster und wählen Sie die gewünschten Parameter aus. Abb. 2.3: Parameter einstellen Hinweise für Nutzer der SPS Simatic S7: • Zum Übertragen konsistenter Daten von 3 Byte oder über 4 Byte müssen Sie den Sonderfunktionsbaustein SFC14 zum Lesen und SFC15 zum Schreiben benutzen.
PME-MP30DP Installieren • Modul MP30DP an 24 V Versorgungsspannung anschließen. • Schließen Sie die Profibus-Leitung an das Modul MP30DP an. Achten Sie darauf, dass am ersten und letzten Profibus-Teilnehmer ein Abschlusswi- derstand zugeschaltet ist (am Gehäuse des Profibus-Steckers befindet sich hierzu üblicherweise ein Schiebeschalter).
Beachten Sie vor der Inbetriebnahme des Gerätes die Sicherheitshin- weise. 4.1 Anschlussbelegung Die Anschlussbelegungen des Moduls MP30DP entnehmen Sie bitte der Be- dienungsanleitung “Industrielle Messelektronik PME mit Feldbusanbindung Modul MP30”. Auf der Frontseite des MP30DP befindet sich eine zusätzliche 9polige D-Sub-Anschlussbuchse für den Profibus-Anschluss. RS485-RTS RS485-A RS485-B...
BD_SEAR (Baudratensuche) WT_PARM (Warten auf Parameter) WT_CONF (Warten auf Konfiguration) DATA_EX (Zyklischer Datenverkehr) ERROR (Bus-Fehler) Die LED zeigt die Betriebszustände (Messbereit, Overflow etc.) des MP30DP an. Statt des CAN-Zustandes (wie beim MP30) wird jedoch der Profibus- Zustand angezeigt. Betriebszustand: LED-Farbe...
PME-MP30DP Einstellungen für Profibus 6.1 Parametrierung Die Verstärkerparameter werden wie beim MP30DP über Tastatur oder CAN- Schnittstelle eingestellt. Das Profibus-DP-Parametriertelegramm legt einige Parameter für die DP-Übertragung fest. Wenn Sie Profibus-Parametriertools verwenden, die GSD-Files der GSD-Revision 1 verwerten können, stehen folgende Parameter zur Auswahl: Parameter-Name mögliche...
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PME-MP30DP Die gezielte Freigabe der benötigten Steuerbits im Steuerwort bietet die Mög- lichkeit, alle nicht benötigten Funktionen im Fehlerfall gegen eine ungewollte Auslösung abzusichern, da sonst z.B. der einmal eingestellte Nullpunkt verlo- ren gehen könnte. Falls Sie ältere Parametriertools einsetzen, müssen die Parameterwerte in...
PME-MP30DP 6.2 Konfiguration Die Konfiguration legt fest, welche Dateninhalte im zyklischen Datenverkehr ausgetauscht werden. Für die Auswahl stehen folgende Daten zur Verfügung: Eingangswerte: Bezeichnung Bedeutung Länge Brutto Brutto-Messwert 1 oder 2 Worte Netto Netto-Messwert (Brutto abzüglich Tara-Wert) 1 oder 2...
PME-MP30DP 6.2.1 Definition eigener Konfigurations-Kombinationen Es steht nur ein Konfigurations-Eintrag zur Verfügung. Bei diesem muss das spezielle Kennungsformat (Spezialformat) verwendet werden. Die hersteller- spezifischen Daten spezifizieren die Inhalte und damit auch die Länge der Eingabedaten und haben eine Länge von 2 Byte.
6.3 Zyklischer Datenaustausch Abhängig von der Konfiguration werden folgende Dateninhalte ausgetauscht: 6.3.1 Eingänge (vom MP30DP an die SPS geliefert) Messwerte Messwerte können in unterschiedlicher Darstellung übertragen werden. Zur Auswahl stehen Float (2 Worte, 32Bit), 16 Bit Festpunktzahl (1 Wort, 16 Bit In-...
PME-MP30DP 6.3.2 Ausgänge (von der SPS an den MP30DP gesendet) Grenzwerte Grenzwertpegel werden im selben Format wie die Messwerte dargestellt (16 Bit Integer, 32 Bit Integer oder Float-Format). Die Schaltrichtung und Hysterese bleiben unverändert und werden über das Bedienfeld oder den CAN-Bus eingestellt.
PME-MP30DP 6.4 Diagnose Das Modul MP30DP stellt als externe Diagnose eine Geräte-Diagnose zur Verfügung, die über das Parametrier-Diagramm freigegeben werden kann. Die externe Diagnose hat eine Länge von 4 Byte. Das erste Byte enthält die Kennung für die Versionsnummer. Das zweite Byte enthält die Kennung für Geräte-Diagnose.