Arbeiten mit dem Rollkopf
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Bedienungsanleitung RAR 16-VB
6.
Arbeiten mit dem Rollkopf
6.1. Rollgeschwindigkeit
Um beim Rollvorgang ein Fließen des Werkstoffes zu erreichen, sollte eine Rollge-
schwindigkeit von 30 m/min nicht unterschritten werden. Wirtschaftliche Geschwin-
digkeiten liegen im Bereich 50 bis 80 m/min.
6.2. Leistungsbedarf
Die Leistung ist abhängig von der Rollgeschwindigkeit, dem Werkstoff, der Profilform
und dem Ausrollgrad des Profils und liegt bei dieser Kopfgröße bei ca. 1 bis 3 KW.
Die Schließkraft ist ebenfalls abhängig von der Profilform, dem Werkstoff und der
Drehzahl des Kopfes. Als Richtwert kann eine maximale Schließkraft von ca. 500 daN
angenommen werden.
6.3. Kühlung und Schmierung
Für die reichliche Zuführung von Kühlschmiermittel ist zu sorgen. Bewährt haben sich
Emulsionen 1:10 – 1:20 und dünnflüssige Öle, wie sie auch bei spanender Bearbei-
tung verwendet werden.
Hochdruckzusätze verkleinern die Reibung zwischen Rolle und Werkstück. Sie tragen
somit zur Standzeitverbesserung bei. Sehr wichtig ist eine gute Filterung des Kühl-
schmiermittels, damit keine Fremdstoffe (Späne) in das Profil eingerollt werden oder
sich in die Rollenlagerung setzen.
Für spezielle Fragen zu Kühlschmiermitteln stehen Ihnen auch die Kundendienste der
Mineralölfirmen zur Verfügung. Wenden Sie sich im Bedarfsfall an sie.
6.4. Standzeiten
Voraussetzung für gute und wirtschaftliche Standzeiten sind :
•
Exakte Einhaltung der Vorbereitungs-Toleranzen
•
Einhaltung der konstanten und über Versuch ermittelte Schließgeschwindig-
keit
•
Zentrumsgenauigkeit Rollkopf – zur Werkstückachse
•
Saubere und reichliche Kühlschmiermittelzufuhr
•
Ausrollgrad des Profils (nicht überrollt)