BEDIENUNGS- UND EINBAUANLEITUNGEN.
Beispiel: FT1=30, FT2=4, FT3=1. Mit diesen Werten werden die Lüfter gleichzeitig zum Verdichter aktiviert und stoppen 30 Sekunden nach dessen
Stillstand; es beginnt ein Zyklus mit 4 Minuten AUS-Zeit und 1 Minute EIN-Zeit, bis der Verdichter erneut startet.
Bei FT2=0 sind die Lüfter immer in Betrieb, bei FT3=0 immer ausgeschaltet.
Mit FTC=NO wird die optimierte Steuerung deaktiviert, weshalb die Lüfter immer in Betrieb bleiben.
6.2 Ist AT2-5 an den Türschalter angeschlossen und die Steuerung aktiviert (DS=YES), werden in der Wärmeregelung beim Öffnen
der Tür die Lüfter gestoppt.
6.3 Während der Abtauung werden die Verdampferlüfter vom Parameter FID gesteuert; bei FID=YES bleiben sie während der
gesamten Abtauzeit eingeschaltet. Bei FID=NO werden die Lüfter gestoppt und erst dann wieder gestartet, wenn am Ende der
Abtauung die Bedingungen für einen Neustart gegeben sind (siehe 6.4).
6.4 Nach der Abtauung wird die Temperatur FDD, wenn der Fühler T2 aktiviert ist (T2=YES), den Neustart der Verdampferlüfter
bestimmen. Das heißt, dass die Lüfter erneut starten, wenn die Verdampfertemperatur unter dem Wert von FDD liegt; stellt sich diese
Bedingung jedoch nicht innerhalb von 4 Minuten nach Beendung der Abtauung ein, werden die Lüfter in jedem Fall wieder gestartet.
* Die effektive Steuerung der Lüfter hängt von der Einstellung I/II ab: im Modus I ist FTC der Bezugsparameter, im Modus II stellt IIFT
den Bezug dar.
7. ALARME
Mit AT2-5 kann der korrekte Betrieb des Thermostaten dank einer Reihe von funktionellen Diagnosealarmen überprüft werden, die
einzeln über die entsprechenden Parameter aktiviert werden können. Die Alarmmeldungen erfolgen: auf dem Display mit eigenen
Meldungen (siehe folgende Abschnitte), durch das Umschalten der AUX-Kontakte (bei OAU=AL0 oder AL1) und durch die
intermittierende Aktivierung des Summers. Während eines Alarms wird durch Drücken einer beliebigen Taste der Summer abgestellt;
hält der Alarm weiterhin an, wird er periodisch alle 60 Minuten für 20 Sekunden aktiviert, bis er nicht mehr besteht (die Display-
Anzeigen bleiben jedoch immer aktiv). Das erneute Aktivieren des Summers gilt für alle Alarme außer für die Verflüssigerreinigung. Es
folgen die verschiedenen Alarme im Detail.
7.1 Die Parameter AL
und AH
stellen die Alarmschwellen für einen korrekten Betrieb der Anwendung dar. In Abhängigkeit des
X
X
dem Parameter ATM zugewiesenen Wertes können die Schwellen ABSOLUT oder RELATIV sein. Bei ATM=ABS stellen die in ALA und
AHA programmierten Werten die effektiven Alarmtemperaturen dar. Bei ATM=REL bestimmen ALR und AHR die Alarmdifferenziale
für den Sollwert und Sollwert+Hysterese. In diesem Fall wird durch die Nullstellung eines oder beider Differenziale der entsprechende
Alarm ausgeschlossen. Bei ATM=NON sind alle Temperaturalarme gesperrt.
Beispiel 1: ATM=ABS, ALA= 2.5, AHA= 18.0; die Schwellen sind festgelegt auf +2.5° und +18°.
Beispiel 2: ATM=REL, C-H=REF, SP= -20, HYS= 2.0, ATL= -5.0, ATH= 05.0; die Schwellen sind festgelegt auf -25° (-20-5) und -13° (-20+2+5).
Beispiel 3: ATM=REL, C-H=HEA, SP=75, HYS=3, ATL= -10, ATH=7; die Schwellen sind festgelegt auf +62° (75-3-10) und +82° (75+7).
Die Alarmmeldung kann unmittelbar oder um die Zeit ATD verzögert stattfinden, sobald diese höher als 0 ist. Auf dem Display erscheint
blinkend die Meldung
für den Übertemperaturalarm und
für den Untertemperaturalarm. Die Alarmmeldung bleibt auf dem
LO
HI
Display gespeichert (auch wenn der Alarm selbst nicht mehr besteht), bis sie manuell über eine Taste rückgesetzt wird.
Während der Abtauung sind die Temperaturalarme gesperrt.
7.2 Schließt man den Regler an einen Türschalter an und aktiviert man die Steuerung (DS=YES), wird über den Parameter ADO die
Verzögerung zwischen der Öffnung der Tür und der Aktivierung des Alarms
bestimmt.
DO
7.3 Programmiert man für den Parameter ACC einen Wert über 0, wird die Anzeige für die periodische Reinigung des Verflüssigers
aktiviert. Das heißt, wenn der Betriebsstundenzähler des Verdichters die mit ACC eingestellte Zeit in Wochen erreicht, erscheint auf
dem Display eine Reinigungsanzeige.
Beispiel: bei ACC=16 erfolgt eine Anzeige alle 16x7x24=2688 Betriebsstunden des Verdichters: nimmt man einen Verdichterbetrieb von
5 Minuten Ein und 5 Minuten Aus an, erfolgt die Anzeige ca. nach 32 Wochen.
Für die Nullstellung des Stundenzählers siehe Beschreibung im Abschnitt 2.3.
7.4 Die Funktionsstörungen des Fühlers T1 oder, falls aktiviert, des Fühlers T2 werden mit den blinkenden Meldungen
oder
E1
E2
angezeigt.
8. SPEICHERUNG DER TEMPERATUR
AT2-5 ist mit einem System für die permanente Speicherung der während des Betriebs aufgezeichneten Mindest- und Höchsttemperaturen
ausgerüstet. Dieses System ist unabdingbar bei der Erfüllung der HACCP-Richtlinien für die korrekte Konservierung der Nahrungsmittel.
Die Messung der Temperatur erfolgt mittels Fühler T1; dieser muss also so positioniert werden, dass er die Temperatur des konservierten
Produktes jederzeit gut erfassen kann. Die Speicherung unterliegt jedoch einigen einfachen Regeln, nach welchen die erfassten
Informationen gefiltert und ausgelegt werden. Die Aufzeichnung wird unterbrochen, sobald sich die Kühlanlage in Stand-by oder in der
Abtauung befindet; während des Normalbetriebs (Wärmeregelung) wird die Aufzeichnung durch den Parameter TLD „verlangsamt".
Dieser Parameter legt die Zeit fest, für welche die erfasste Temperatur über dem Ist-Wert bleiben muss, bevor sie gespeichert wird. Auf
diese Weise werden zumindest jene Aufzeichnungen vermieden, welche nicht der effektiven Temperatur des Produktes entsprechen, zum
Beispiel wegen einer kurzen Öffnung der Tür, nach einer Abtauung oder anderen zeitweiligen kurzen Schwankungen.
Es wird also empfohlen, die Zeit TLD angemessen lang einzustellen, z.B. 5-15 Minuten, das Produkt in die Kühlanlage zu legen, die alten