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Allgemeine Unterrichtsräume - Knx Onework Produkthandbuch

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Handbuch DE Version 1.0
fordernden Konzentrationsaufgaben wie der Bearbeitung von Aufgaben, dem Schreiben von Tests
und Klassenarbeiten auf der einen Seite sowie auf der anderen Seiten Phasen kreativer und
interaktiver Zusammenarbeit in Gruppen. Zur Förderung der Konzentration sollten höhere
Beleuchtungsstärken und Farbtemperaturen ≥ 5000K eingesetzt werden, während für Phasen
gemeinschaftlicher Arbeit geringere Beleuchtungsstärken und Farbtemperaturen ≤ 4000K
verwendet werden sollten. Gleichzeitig kann die unterstützende Wirkung von biologisch wirksamem
Licht zu Beginn des Unterrichts sowie nach der Mittagspause dazu genutzt werden, die
Schülerinnen und Schüler zu aktivieren und eine Synchronisation des natürlichen circadianen
Rhythmus mit dem Tagesverlauf zu fördern.
Da die im Tagesverlauf ausgeübten Tätigkeiten und die damit verbundenen kognitiven
Anforderungen in einer Schule hochgradig individuell sind und zwischen einzelnen Klassen und
Tagen zum Teil stark variieren können, ist die hier aufgeführte Lichtkurve lediglich als Orientierung zu
verstehen. Zur Umsetzung eines wirkungsvollen HCL-Konzepts wird die Bereitstellung einer
Tastersteuerung für die bedarfsgerechte Auswahl verschiedener vorprogrammierbarer Szenen
empfohlen. So kann die Lehr- oder Betreuungsperson die Beleuchtung individuell auf die ausgeübte
Tätigkeit anpassen. In Phasen erhöhten kognitiver Anforderungen wie z.B. während Klassenarbeiten
oder Tests kann die Leistungsfähigkeit durch kältere Farbtemperaturen und eine höhere
Beleuchtungsstärke optimal unterstützt werden. Wärmere Farbtemperaturen und geringere
Beleuchtungsstärken hingegen können z.B. in Phasen von Gruppenarbeiten die Zusammenarbeit
und Kreativität der Schülerinnen und Schüler fördern. Darüber hinaus kann die Beleuchtungswirkung
durch die Einstellung individueller Szenen ebenfalls anderen Anforderungen wie z.B. der
Erkennbarkeit von Präsentationsmedien (Beamer, Whiteboards etc.) untergeordnet werden.
Abbildung 51: Exemplarische Lichtkurve für Schulen ohne Berücksichtung von Arbeits- oder Kreativphasen.
Allgemeine Unterrichtsräume
Für allgemeine Unterrichtsräume gelten tagsüber die gleichen Empfehlungen wie für Schulen und
Ausbildungsstätten. Insbesondere in der Erwachsenenbildung am Abend kann biologisch
wirksames Licht zur Steigerung der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit genutzt werden.
Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die künstliche Beleuchtung keine Beeinträchtigung des
natürlichen circadianen Rhythmus darstellt, d.h. um die Unterdrückung der Melatoninausschüttung
am Abend zu verhindern, sollte spätestens zwei Stunden vor Schlafbeginn Licht mit geringer
biologischer Wirkung (warme Lichtfarbe, geringe Beleuchtungsstärke) eingesetzt werden. Häufig
erfordert der Einsatz von Präsentationsmedien für eine ausreichende Erkennbarkeit eine
Reduzierung der Beleuchtungsstärke. In diesem Fall ist die aktivierende Wirkung durch längere
Pausen mit deutlich erhöhten Beleuchtungsstärken und kälteren Farbtemperaturen erreichbar.
Auch in diesem Anwendungsfall gilt der Hinweis auf den hohen Individualitätsgrad der Tätigkeiten
im Tagesverlauf und die entsprechend variierenden Anforderungen an eine adäquate Beleuchtung.
Auch vor dem Hintergrund des häufigen Einsatzes von Präsentationsmedien (Beamer, Whiteboard
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