• sechs unabhängig arbeitende S0-Routingports ermöglichen einen gemischten Anschluß von Anlagen- und Mehrgeräteanschlüssen • Belegung einer beliebigen Anzahl von Ports • höchste Transparenz für die nachgeschaltete Nebenstellen- telefonanlage • fernwartbar via ISDN • Passwortschutz gegen unberechtigten Zugriff • Plug & Play durch selbsttätige Konfiguration mit Remote-Server TServer •...
Seite 8
• integriertes D-Kanal-Tracing und Schicht 1 Messungen • geringer Stromverbrauch...
1 Remoteprogramm 1.1 Anwahl eines Routers Zur Verbindung mit einem Router (Remotezugriff) stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: 1.1.1 RS232 Verbindung -> CAD-2 serielles Kabel wird handelsübliches Null-Modem Kabel (9 polig SUB-D, Kabelbelegung siehe Bedienungsanleitung CAD -2) benötigt. Nach dem Kontaktieren beider Kabelenden wird die serielle Verbindung automatisch aufgebaut.
Bild 1.1: Config Comports Options Durch Deaktivieren der COM-Ports wird die automatische Suche beim Programmstart unterbunden. 1.1.2 ISDN Bei der Einwahl via ISDN muß der Router am Installationsort (Standort) angerufen werden. Nach Betätigen des ANWAHL-Buttons kann eine Rufnummer aus der Liste gewählt oder direkt in das Editierfenster eingeben werden.
Seite 13
Bild 1.2: Anwahlfenster Zur Einwahl auf den Router benötigt man ferner ein Passwort, das gegen unberechtigten Zugriff schützt. Im Online-Fall wird die Verbindung auf der Remote-Oberfläche sichtbar. Beachte: Durch Einwahl auf den Router wird ein Kanal blockiert, der durch die TK-Anlage nicht erkannt wird ! Zeigt die Statistik, daß...
1.2 Aufbau der Remote-Oberfläche Der Arbeitsbereich des Remoteprogrammes besteht aus fünf Spalten. • Portanzeige Roter Text zeigt den Einwahlport des Remoteprogrammes an. Ein Sternchen signalisiert den Synchronisationskanal des Routers. • Anzeige intern Zeigt die Rufnummern der internen Teilnehmer auf dem jeweiligen Kanal an.
Seite 15
Bild 1.3: Remoteoberfläche Unter der Statusanzeige der einzelnen Ports befinden sich zwei Traceauswertungsbereiche. Zum Einen für einen Schicht 1 Trace und zum Anderen für den allgemeinen Trace (genauere Beschreibung, siehe Kap. Traceanalyse). Im unteren Bereich des Bildschirmes erscheinen nach Anwahl eines Routers die gespeicherten Daten hinsichtlich Seriennummer, div.
Pfeiles, der die Verbindungsrichtung anzeigt. Dies wird unterstützt durch eine gelb-blinkende CH1 oder CH2-Bezeichnung für abgehende Anrufe sowie permanentes Leuchten für ankommende Anrufe. Im rechten Feld wird der momentane Status der Verbindung angezeigt. 1.3 Softwareupdate Dieser Menüpunkt ermöglicht das Senden neuer Softwareversionen zum Router.
2 Routing 2.1 Routingliste Da es sich bei dem CAD -2 um einen Least-Cost-Router handelt, muß diesem sehr wichtigen Thema besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bei Betätigung von ROUTING wird die vorhandene Routingliste aus dem Router gelesen und im Anschluß dargestellt. Diese Liste kann modifiziert werden und durch Drücken von OK oder SENDEN wird die neue Liste zum Router gesendet.
Seite 18
Bild 2.1: Routingliste bearbeiten Beachte: Nach jeder Veränderung der Routingliste muß diese unter einem Namen abgelegt werden. Oberfläche unterteilt sich linken Bereich Routingnummern, im mittleren in die Wochen- und Tageszeiten und im rechten in die Portzuweisungen.
2.2 Routingnummern Die Routingnummern sind in verschiedene Gruppen bzw. Regionen eingeteilt: • Standard • City* • Region 50* • Region 200* • Fern* • Mobil 1-8 • Global 1-15 • Global Default *abhängig vom Routerstandort Diese Gruppen sind wiederum in zwei übergeordnete Gruppen eingeteilt: •...
Seite 20
Durch Aktivieren des Symbols "nicht routen" wird die angezeigte Liste vom Routing ausgeschlossen, welches durch eine gedimmte Anzeige der Routingzeiten verdeutlicht wird. Beachte: Eine Erweiterung der Routingliste wird beim Verlassen des Eingabefensters nochmals mit anderen Routinggruppen verglichen. Sollte es eine Überschneidung mit vorhandenen Nummern geben, werden alle restlichen Möglichkeiten automatisch hinzugefügt.
2.3 Routingzeiten Die Routingzeiten können individuell in Stundenintervallen eingestellt werden. Eine zusammengefaßte Eingabe, z.B. Mo-Fr oder Sa,So, hat sich als sinnvoll erwiesen. Bild 2.3: Routingzeitgruppen Beachte: Beim Editieren von Gruppentagen wird immer der erste Tag der Gruppe dargestellt. Es werden aber alle Tage der Gruppe ebenfalls geändert.
Seite 22
Bild 2.4: Routingzeiteingabe Durch einen Doppelklick auf die entsprechende Routingzeit gelangt man in das Eingabefeld, welches Routingstart, Routingende und zwei Carrier zur Auswahl stellt. Es steht eine Auswahl von 30 Speicherplätzen für die Eingabe der Carrier zur Verfügung, die jederzeit geändert werden können. Beachte: Beim Ersetzen von vorhandenen Carriern wird in der ganzen Routingliste die alte Rufnummer ersetzt.
2.4 Carrierliste In der Carrierliste ist eine Auswahl von 30 Carriern und einem Default-Carrier gespeichert. Bei Änderungen der Liste werden alte Carriereinstellungen durch neue ersetzt. Die Zuordung der Carriernummer mit dem Begleittext (rechts daneben) kann in dem mitgelieferten Textfile names.crr editiert werden.
2.5 Standort Der installierte Standort des Routers kann durch Anwahl des Standortfeldes eingegeben werden. Es besteht die Möglichkeit, Routinglisten komplett mit den Daten der Datenbank oder nur die ortsabhängigen Daten der Bereiche City, Reg50, Reg200, zu überschreiben. Bild 2.6: Standorteingabe Datenbank Beachte: Beim Überschreiben der kompletten Routingdaten werden alle individuellen Einstellungen ebenfalls überschrieben.
2.6 Gebühren Es stehen zwei Gebührensimulationsmodelle zur Verfügung: Bild 2.7: Gebührensimulation • Gebühren während und am Ende der Verbindung Übermittelt Gebührenimpulse als Telekom -Einheit (z.Zt.12 Pf) im voraus zum Endgerät (TK-Anlage, Telefon) und die Summe der angefa llenen Gebühren am Ende der Verbindung (AOCD+AOCE).
2.7 Mehrfachanwahl Sollte ein Carriernetz belegt sein, kann je nach Kundenwunsch eine Mehrfachanwahl innerhalb eines bestimmten Zeitfensters eingestellt werden. Nach x -Verbindungsversuchen bei Carrier 1 werden y - Versuche bei Carrier 2 getätigt. Sollten die Anwahlversuche auf beiden Carriern in dem vorgegebenen Zeitfenster nicht beendet worden sein, wird der dritte Default-Carrier (empfohlen Telekom) angewählt, um eine Verbindung sicherzustellen.
2.8 Porteinstellung Im rechten Bereich der Oberfläche befindet sich die Einstellung der jeweiligen Ports. Durch Anwahl von ALL kann die Einstellung auf alle Ports übertragen werden. Jedoch kann jeder Port individuell konfiguriert werden. • Routing Ein- bzw. Ausschalten des Routings •...
Bild 2.9: Porteinstellung 2.9 Nicht geroutete Nebenstellen Das Remote -Programm erlaubt einen Routingausschluß von Neben- stellen. Die Rufnummern werden von der letzten Stelle ab aufwärts verglichen, z.B. "14" - die Nebenstellen mit den Nummern xx14 werden nicht geroutet. Bild 2.10: Nebenstellen...
2.10 Eingabe der Feiertage Unter dem Menüpunkt Feiertage werden gesetzliche Feiertage eingegeben. Das Eingabe-Format der Tage und Monate sollte 5 Stellen inklusive Punkt betragen. Beispiel: Feiertag Eingabe 1.Januar 01.01 25.Dezember 25.12 usw. Bild 2.11: Feiertagseingabe Beachte:...
Die Feiertage können in der Routingliste und der Gebührenliste eingetragen werden. Sollten in der Gebührenliste keine gültigen Daten vorhanden sein, wird auf die Eingaben der Routingliste zurückgegriffen. 2.11 Routinglistenstrategie laden Routinglistenstrategie laden bedeutet, daß nur die Teile einer Routingliste geladen werden, welche keinen Einfluß auf den eingestellten Standort haben.
3 Statistik 3.1 Statistik lesen Die Statistik beinhaltet eine Auflistung der Routingquoten für jeden Port, Routingquoten der einzelnen Carrier und Causewertstatistiken. Bild 3.1 Statistikfenster 3.1.1 Verbindungsstatistik Die Verbindungsstatistik zeigt eine Auflistung von sechs S0-Ports. Die Anzeige ist nicht routerspezifisch und bezieht sich immer auf eine Ausbaustufe von sechs Ports.
3.1.2 Carrier Statistik Diese Statistik zeigt für jeden Carrier, der in der entsprechenden Liste vorhanden ist, eine eigene Routingquote an. 3.1.3 Causewert Statistik Die Causewert Statistik gibt die Anzahl der Auslösegründe für bestimmte Ereignisse an. 3.1.4 Causewert Location Die Causewert Location gibt die Anzahl der Auslöseorte für bestimmte Ereignisse an.
Seite 35
• Reject Telegramm nicht angenommen U-Frame Verbindungsauf- bzw. Abbau • unquittiertes Telegramm • SABME Verbindungsaufbau Schicht 2 • Unnumbered Acknowledge Quittierung für Verbindungsaufbau und -abbau • DISC Verbindungsabbau Schicht 2 • Disconnect Mode Es befinden sich mehrere falsche Geräte am Bus. •...
Seite 36
• ID-Check Response Antwort auf Adressenüberprüfung • ID-Remove Entfernen der Adresse • ID-Verify Überprüfung der Adresse...
3.3 Speichern Gelesene Statistiken können als File gespeichert werden. Dabei wird ein Name vom Programm vorgeschlagen, der Seriennummer, Datum und Uhrzeit beinhaltet und so eine spätere zeitliche Abfolge und Auswertung ermöglicht 3.4 Rücksetzen Im Fall des Rücksetzens der Statistik werden alle Zähler und Statistikwerte auf Null gesetzt.
4 Traceanalyse 4.1 Traceoberfläche Durch Doppelklick auf das Tracefenster erreicht man die Traceanalyse der Schichten 2 und 3. Bild 4.1: Traceanalyse Die Oberfläche besteht aus zwei Bereichen, die durch Doppelklick auf das obere Fenster vergrößert oder verkleinert werden können. Die oben angezeigten Tracedaten, werden bei Anwahl im unteren Bereich (Translator) übersetzt.
4.2 Trace an bzw. aus Im Online Fall können die Schicht- 1, -2 und -3 Aktivitäten übertragen werden. Sollte die Funktion abgeschaltet werden, wird eine Speichermeldung zur Tracesicherung erscheinen. Die vorgegebenen Tracenummer werden durchnummeriert und können ggf. geändert werden. 4.3 Dauertrace Damit eine genaue Rekonstruktion eines Fehlers möglich ist, ist der Gebrauch des Dauertraces sehr wichtig.
Das Lesen aller Tracezeilen ist sinnvoll, wenn ein Routerneustart stattgefunden oder eine batteriegepufferte Routerversion vorliegt. Die Tracedaten werden in dem Tracefenster angezeigt und man gelangt durch Doppelklick in die Traceanalyse. 4.6 Layer 2 tracen Durch Aktivieren dieses Menüpunktes werden bei einem Trace die Schicht-2 Aktivitäten mit aufgezeichnet (Default-Einstellung).
5 Installation und Bedienung 5.1 Funktionsbeschreibung Bei dem CAD2 handelt es sich um einen Least-Cost-Router mit Plug&Play Eigenschaften. Er unterstützt das DSS1-Protokoll an einem Punkt zu Punkt-Anschluß sowie an einem Punkt zu Mehrpunkt-Anschluß. Bei der Rufnummernmanipulation wird die in der Routingtabelle abgelegte Carriernummer, in Abhängigkeit von Zeit, Wochentag und Zielrufnummer, vor die gewählte Rufnummer gesetzt (Call by Call) und das Gespräch somit über das gewünschte Telefonanbieternetz...
5.2 Inbetriebnahme Der CAD-2 wird, wie in Bild 5.2 für Port 1 gezeigt, zwischen NTBA (Telekom-Netz) und Endgerät (TK-Anlage,Telefon,...) geschaltet. Der NTBA muß hierzu an einen mit EXT gekennzeichneten Port angeschlossen werden. Die TK-Anlage bzw. das gewünschte Endgerät wird mit dem INT gekennzeichneten Port verbunden. Zur Verbindung müssen RJ45 Kabel benutzt werden.
Seite 45
Nach dieser Initialisierung leuchtet die grüne Leuchtdiode (Power- LED) permanent. Bei blinkender Power-LED (fehlende Routingliste) wählt sich das Gerät nach ca. 15 Sek. automatisch beim zugehörigen Remote-Server unter der eingestellten Nummer in der Routingliste Ein auf der Schicht 2 aktivierter Port wird durch eine gelbe Leuchtdiode angezeigt.
Seite 46
Bezeichnung permament blinken Power Gerät ist initialisiert und Routingliste fehlt / Gerät betriebsbereit rückgesetzt Deact./Off Gerät deaktiviert / Relais Routing deaktiviert durchgeschaltet L1 Error leuchtet Sek. fehlerhaftem Schicht Auf- bzw. Abbau Remote Zugriff Remote- -1 TR 6 vorhanden programm Server- keine Einwahl möglich einwahl PORT1...
Seite 47
Bild 5.2: Anschluß des Routers Bild 5.3: Anschlußbelegung...
5.3 Serielle Verbindung Die Verbindung zum Remote-Programm kann auf zwei verschiedene Weisen stattfinden: • durch Einwahl via ISDN • durch Anschluß eines PC an die RS232 Schnittstelle an der Unterseite des Gehäuses. Durch Einsatz des seriellen Kabels ist die Wartung oder eine Fehlersuche direkt vor Ort möglich.