Abschnitt 1 Einleitung Die Steuerung überwacht den Generatorbetrieb, steuert Start und Stopp des Aggregats und zeigt Status- und Fehlerbedingungen an. Im Einzelnen werden überwacht: Temperatur des Aggregats Öldruck Lichtmaschinenspannung Ausgang (Spannung und Frequenz) des Generators Generatorstrom und Ausgangsleistung Im Einzelnen werden gesteuert: Kraftstoffzuleitung oder Abschaltung des Aggregats, über ein externes Magnetventil Anlasser, über externen Magnetschalter Alarmhupe...
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Die Steuerung ist weitgehend programmierbar, mit einem Passwortschutz in zwei Ebenen. Wenn sich das Aggregat beim ersten Versuch nicht starten lässt, kann der Versuch programm- gesteuert oder bis zum erfolgreichen Start wiederholt werden. Wenn ein kritischer Fehler erkannt wird, schaltet die Steuerung das Aggregat ab und zeigt die Fehlerbedingung über ein blinkendes Fehler-LED an.
Packen Sie die Steuerung vorsichtig aus und überprüfen Sie diese auf eventuelle Schäden. Heben Sie das Verpackungsmaterial für zukünftige Verwendung auf, wenn Sie die Steuerung beispielsweise zur Kalibrierung einsenden müssen. Überprüfen Sie den Inhalt auf folgende Komponenten: Eine GEN-AUTO XM Steuerung Bedienungshandbuch Schraubklemmen für elektrischen Anschluss Befestigungselemente für Schalttafel Melden Sie eine unvollständige oder beschädigte Lieferung so schnell wie möglich Ihrem...
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Schalttafel Befestigung Öffnung für Gerätefront Befestigung Abb. 2.1 Befestigung 91 mm Abb 2.2 Frontansicht und Ausschnitt...
9 mm 106 mm 14 mm Abb. 2.3 Seitenansicht 2.4 Elektrische Anschlüsse ACHTUNG: An den Anschlussklemmen liegen betriebsbedingt (lebens-)gefährliche Spannungen an. Abb. 2.4 Rückansicht...
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Abb. 2.5 Anschlussdiagramm für Dreiphasen-Betrieb Schließen Sie die Steuerung entsprechend den Abb. 2.4 bis 2.6 an. Achten Sie auf die richtige Polung der Batterieanschlüsse. Der Generator-Neutralleiter muss mit dem Minuspol der Batterie verbunden werden. Die Steckverbinder können von der Rückwand abgezogen werden, um den Anschluss zu erleichtern.
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In Tabelle 1 sind die Anschlüsse und empfohlenen Kabelquerschnitte aufgelistet. In Tabelle 2 sind die Funktionen der Anschlüsse beschrieben. Tabelle 1 Verdrahtung Beschreibung Kabel Anmerkungen Ø (mm) Ausgang für Anlassermagnetschalter +DC von Pin 2, 12 A max. +Batterieversorgung Für externe Magnetventile Ausgang für Stopp-/Fahrmagnet +DC von Pin 2, 12 A max.
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Eingang für Temperaturschalter Auf 0 V schalten Eingang für externen Fernstart/-stopp Auf 0 V schalten für Start Schalter öffnen für Stopp Eingang für Not-Aus-Taster Normal geschlossen Offen bei Signal von Not-Aus-Taster Eingang für freie Meldung 1 Auf 0 V schalten Eingang für freie Meldung 2 Auf 0 V schalten Eingang für freie Meldung 3...
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Neutral Eingänge für Generator. Die Steuerung nutzt programmgesteuert die Generatorfrequenz um zu erkennen, ob das Aggregat gestartet ist. Pin 16 und 17 werden im Einphasen-Betrieb nicht verwendet. Erregerstrom der Lichtmaschine. Kann verwendet werden um festzustellen, ob das Aggregat gestartet ist. Siehe Abschnitt 2.4.1 Erregerstrom Lichtmaschine. Eingang für Ölunterdruckschalter.
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2.4.1 Erregerstrom Lichtmaschine Die Steuerung nutzt den Stromeingang der Lichtmaschine um festzustellen, ob das Aggregat läuft. Dieser Anschluss der Steuerung ersetzt damit die übliche Ladungsanzeige. Dabei wird Batteriestrom in die Rotorwicklung gespeist, bis das Aggregat läuft. Danach versorgt die Licht- maschine den Rotor über das Dioden-Trio mit Strom.
Abschnitt 3 Programmierung 3.1 Prozedur Viele Funktionen der Steuerung sind programmierbar. Die Programmierung erfolgt in Betriebsart Aus. Gehen Sie wie folgt vor: Drücken Sie die Taste , um die Steuerung einzuschalten, wenn sie ausgeschaltet ist. Drücken Sie die Taste . Ein eventuell laufendes Aggregat wird stillgesetzt. Halten Sie die Taste für etwa 10 Sekunden gedrückt, bis das LED PROG angeht.
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Tabelle 3 Definition der programmierbaren Funktionen P-Nr. Parameterdefinition Einheit Unterer/oberer Vorein- Grenzwert stellung Generatorunterspannung 60-600 Generatorüberspannung 60-600 Drehzahluntergrenze 30,0-75,0 47,0 Drehzahlobergrenze 30,0-75,0 53,0 Batterieunterspannung 7,2-24,0 Stromobergrenze 1-9999 1000 Stunden 0-9999 5000 Intervall zwischen Wartungsroutinen Zähler für Wartungsroutine Mit Pfeiltaste (nach unten) rücksetzen 0 = dauernd Dauer Hupton Sekunden...
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P-Nr. Parameterdefinition Einheit Unterer/oberer Vorein- Grenzwert stellung Generatorgrenzspannung 40-360 für Ausspuren des Anlassers Drehzahl 20,0-45,0 40,0 für Ausspuren des Anlassers Anzahl Startversuche Zahl 1-10 Dauer Startversuch Sekunden 5-99 Verzögerung Öldrucküberwachung Sekunden 0-99 Überwachungsverzögerung Sekunden 0-99 Verzögerung Lastfreigabe Sekunden 0-36,0 Verzögerung Gen-Spannungsfehler Sekunden 0,0-10,0 Verzögerung Über-/Unterdrehzahl...
3.2 Programmfunktionen 3.2.1 Generatorspannung P00 Generatorunterspannung P01 Generatorüberspannung P28 Verzögerung Generatorspannungsfehler (Unter- oder Überspannung) Ein Fehler wird gemeldet, wenn sich die Generatorspannung länger außerhalb eines durch die Ober- und Untergrenzen definierten Fensters befindet, als mit P28 Verzögerung Generator- spannungsfehler definiert ist. Dieser Fehler wird erst dann gemeldet, wenn das Aggregat einen gemäß...
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3.2.5 Auswahl Drehzahlaufnahme (P15) Dieser Parameter bestimmt die Methode, nach der die Steuerung die Generatordrehzahl überwacht. Es kann zwischen Generatorfrequenz und einem externen magnetischen Pick-up gewählt werden. Die Drehzahl wird überwacht, um festzustellen, ob das Aggregat läuft. Siehe Abschnitt 3.2.2 Generatorfrequenz, 3.2.8 Signale Aggregatstart (P18) und 3.2.10 Aggregatstart. Wird die Generatorfrequenz verwendet, muss P22 die Frequenz enthalten, die bei Aggregatstart zu erreichen ist.
3.2.8 (P18) Meldung „Aggregat läuft“ Wenn das Aggregat läuft, muss die Steuerung den Ausgang Anlassermagnetschalter abschalten, damit der Anlasser ausspurt. Wenn das Aggregat andererseits nach der vorgegebenen Startzeit nicht startet, schaltet die Steuerung den Anlassermagnetschalter aus und wieder ein. Die Steuerung muss daher in der Lage sein, den Aggregatstart zu erkennen.
Wenn die Steuerung „Aggregat läuft“ erkannt hat, wird der Ausgang für den Anlassermagnet- schalter ausgeschaltet. In Abschnitt 3.2.7 Meldung Aggregat läuft (P18) sind die Signale beschrieben, die den Start des Aggregats anzeigen. P24 Dauer Startversuch definiert die maximale Startzeit. Wenn die Steuerung innerhalb dieser Zeitspanne keinen Aggregatstart erkennt, wird der Ausgang Anlassermagnetschalter und Fahrmagnet, sofern dieser ausgewählt ist, ausgeschaltet.
3.2.16 Konfigurierbare Relaisausgänge 1-2 (P36, P37) In aktivem Zustand liegt an diesen Ausgängen die Batteriespannung (12 V oder 24 V) an. Die Ausgänge können auf verschiedene Arten programmiert werden: Alarmausgang. Aktiv bei jeder Fehlermeldung. Einsetzbar für akustische oder optische Alarmmeldung. Aggregat läuft.
Abschnitt 4 Inbetriebnahme ACHTUNG: An den Anschlussklemmen liegen betriebsbedingt (lebens-)gefährliche Spannungen an. Überprüfen Sie, ob die Steuerung richtig verdrahtet ist und die Verdrahtung mit Standard und Nennleistung des Systems kompatibel ist. Überprüfen Sie, ob die richtigen Sicherungen eingesetzt sind. Programmieren Sie die Steuerung wie in Abschnitt 3 Programmierung beschrieben. Verhindern Sie vorübergehend einen Start des Aggregats, indem Sie beispielsweise das Kraftstoffmagnetventil deaktivieren.
Abschnitt 5 Betrieb 5.1 Steuerelemente und Anzeigen 4-stellige, 7-Segment-LED zur Anzeige der daneben aufgeführten Parameter. Mit der Taste wählen Sie den Parameter, den Sie zur Anzeige bringen wollen, wobei das zugehörige LED angeht. Die Parameter werden in nachstehender Reihenfolge angezeigt. Phase-Phase-Spannungen sind durch ein „L“...
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Generatorfrequenz (Hz) Generatorstrom L1 (A) Generatorstrom L2 (A) Generatorstrom L3 (A) Generator-Ausgangsleistung (VA) für Last. Dies ist die Summe der Produkte Spannung (L/N) x Strom für alle Phasen. Generatordrehzahl, Aufnahme entweder über Generatorfrequenz oder magnetischen Pickup, gemäß P15. Batteriespannung VBAT Betriebszeit in Stunden, seit das Aggregat zuletzt über den P31 zurückgesetzt wurde.
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Steuerfunktionen: Grünes LED zeigt an, dass der Generatorausgang anliegt und innerhalb der mit P00 und P01 gesetzten Grenzwerte liegt. 10. Grünes LED zeigt an, dass das Aggregat läuft, gemäß den mit P18 ausgewählten Signalen. 11. Engine Start. Mit dieser Taste wird das Aggregat gestartet. Ein grünes LED in der Ecke zeigt an, dass die Taste gedrückt wurde.
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5.2 Aggregatstart Drücken Sie die Taste Power On. 2. Drücken Sie die Taste Engine Start an der Frontplatte oder den externen Starttaster. Das Aggregat sollte folgende Startsequenz durchlaufen: der Anlasser spurt ein das Aggregat startet Sobald das Aggregat läuft spurt der Anlasser aus das grüne Aggregat-LED (9) und das Generator-LED (10) leuchten auf die Alarmanzeigen bleiben aus 5.3 Aggregatstopp...
Abschnitt 6 Fehlersuche 6.1 Allgemein ACHTUNG: An den Anschlussklemmen liegen betriebsbedingt (lebens-)gefährliche Spannungen an. Anzeigen im mittleren Bereich der Frontplatte blinken auf, wenn ein Fehler erkannt wird. Siehe Abschnitt 3. Fehlerbedingungen sperren den weiteren Betrieb. Wenn ein Fehler auftritt, gehen Sie folgendermaßen vor: Lokalisieren Sie den Fehler und beheben Sie ihn.
6.2.4 LED Lichtmaschine Dieses LED blinkt auf und die Hupe ertönt, wenn der Feldstrom für die Lichtmaschine nach Start des Aggregats nicht auf Null fällt. Es wird kein Fehler angezeigt, wenn der Strom nach Aggregat- start innerhalb der mit (P26) festgelegten Überwachungsverzögerung abfällt. Der Fehler bewirkt keine Abschaltung des Aggregats.
6.2.10 SErV – Routinewartung fällig Das mit P06 festgelegte Intervall (Betriebsstunden) zwischen Wartungsroutinen ist abgelaufen. Nach Abschluss der erforderlichen Wartungsarbeiten wird mit P07 der Stundenzähler für die Wartungsroutine wieder rückgesetzt. 6.2.11 ocr – Meldung Überstrom Diese Meldung erscheint, wenn der Generatorstrom den in P05 abgelegten Grenzwert den gemäß...
Abschnitt 7 Spezifikationen Eingänge Gleichstromversorgung 12 V (8...16 V) oder 24 V (16...32 V) DC, einstellbar Betriebsstrom 350 mA max. (12 VDC) 400 mA max. (24 VDC) Spannungsabfall beim Anlassen Auf 0 VDC Batteriespannung für max. 100 ms (Batteriespannung sollte vor dem Anlassen mindestens die Nennspannung aufweisen) Generatorspannung 35...300 VAC L-N, 10...110 Hz...
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Fehleranzeigen Fehlstart Übertemperatur Ölunterdruck Über-/Unterdrehzahl Spannungsausfall Batterieunterspannung Konfigurierbarer Eingang 1 Konfigurierbarer Eingang 2 Konfigurierbarer Eingang 3 Statusanzeigen Aggregatstopp Aggregatstopp Aggregat in Betrieb Generator betriebsbereit Betriebsart Programmierung Steuerung eingeschaltet Messgenauigkeit Batteriespannung 1 % Vollauschlag, 0,1 V Auflösung, 0...32 V DC Generatorspannung 1 % Vollauschlag, 1 V Auflösung, 35...300 V AC Generatorstrom 1 % Vollauschlag, 1 A Auflösung, 0-6 A AC...
Abschnitt 8 PC-Schnittstelle 8.1 Technische Spezifikation Die PC-Schnittstelle dient der Kommunikation zwischen einem PC und der Steuerung zur Anzeige und Änderung von Parametern. (Änderungen sind passwortgeschützt.) Zur Kommunikation werden benötigt: 9-poliger D-Stecker/FCC68 (4-polig) mit 2 m langem Anschlusskabel GEN-AUTO/XM Kommunikationssoftware (verfügbar auf CD oder von unserer Website, www.crompton-instruments.com) Nichtisolierte RS-232 serielle Schnittstelle Baudrate 9600...
Die Software wird automatisch auf Ihrem PC in einem eigenen Ordner (Inhaltsverzeichnis) installiert. Außerdem werden einige Elemente im Start Menu angelegt. 8.2.1 Ausführung der Software 1. Drücken Sie auf das Symbol Start. 2. Wählen Sie Programs\GEN-AUTO XM SW\GEN-AUTO XM. 3. Klicken Sie auf GEN-AUTO XM. 8.3 Beschreibung Die Informationsaufbereitung ist fensterorientiert:...
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8.3.1 Beobachtungs-Fenster Dieses Fenster zeigt: Messwerte: Generatorspannung Generatorfrequenz Aggregatdrehzahl Laststrom Batteriespannung Betriebszeit Stundenzähler Wartung Leistung...
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Ausfälle: Fehlstart Über-/Unterdrehzahl Ölunterdruck Ausfall Generatorspannung Ausfall Lichtmaschine Übertemperatur Reserve 1-2-3 Überstrom Ausfall Batteriespannung Not-Aus Routinewartung Ausgänge Anlassermagnetventil Kraftstoffmagnetventil Konfigurierbares Relais 1 Konfigurierbares Relais 2 Huperelais 8.3.2 Bediener-Parameter-Fenster Dieses Fenster zeigt die Parameter, die durch den Operator geändert werden können. Dazu muss das in der Steuerung gespeicherte Bediener-Passwort eingegeben werden.
8.4 Hauptmenü 8.4.1 Datei Mit diesem Menü werden Konfigurationsdateien auf Datenträger gespeichert und von Datenträger ausgelesen. Parameter können auch auf einem Drucker ausgegeben werden. Open Liest Parameter von einer Konfigurationsdatei auf Datenträger ein. Save Schreibt Parameter in eine Konfigurationsdatei auf Datenträger. Print Schickt Konfigurationparameter an einen Drucker.
8.5 Betrieb 8.5.1 Zugriff auf das Bediener-Parameter-Fenster 1. Klicken Sie auf Operator Parameter. 2. Geben Sie das Bediener-Passwort ein. Beim richtigen Passwort können die Bediener-Parameter zur Anzeige gebracht werden. 8.5.2 Zugriff auf das Techniker-Parameter-Fenster Klicken Sie auf Technician Parameter 2. Geben Sie das Techniker-Passwort ein. Beim richtigen Passwort können alle Parameter zur Anzeige gebracht werden.
8.5.3 Einlesen einer Konfigurationsdatei von Datenträger Klicken Sie auf Open im Menü File. Im Dialogfeld Open wählen Sie eine Konfigurationsdatei, die Bediener- oder Techniker- Parameter enthält. Klicken Sie auf Open, um Ihre Auswahl zu bestätigen. Die Parameter werden von der Datei in das PC-Fenster eingelesen.
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Sämtliche Angaben in diesem Installations- und Bedienungshandbuch richten sich aus- schließlich an ausgebildetes Elektro-Fachpersonal und haben den Zweck, den ordnungs- gemäßen Einbau und richtige Bedienung dieses Produktes zu beschreiben. Tyco Electronics hat jedoch keinerlei Einfluss auf die Rahmenbedingungen, welche die Installation und Bedienung des Produktes beeinflussen.
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Tyco Electronics Raychem GmbH Werk Falkenberg Hellsternstr. 1 04895 Falkenberg, Deutschland Tel.: 035365 4474049 Fax: 035365 4474066 http://energy.tycoelectronics.com...