Sicherheitshinweis
Das MefSprinzip des HM 8042 ermodglicht es, da& an
den Buchsen E/S, C/D, B/G Spannungen auftreten,
welche die Schutzkleinspannung
von 42 V tiber-
schreiten. Dabei sind Spannungen bis zu 50V5¢ am
Mefobjekt mdglich. Der HM 8042 darf daher nur von
soichen Personen in Betrieb genommen werden, die
mit den damit zusammenhangenden Gefahren ver-
traut sind.
Allgemeines
Der HM 8042 erlaubt
die Visualisierung der Charakte-
ristika von 2- und 3-poligen
Halbleitern.
Dioden,
bipolare Transistoren
(NPN/PNP),
FETs (MOS/J-
Fet, N-/P-Kanal) und im begrenzten Umfang auch
Thyristoren lassen sich mit dem HM 8042 unter-
suchen.
Die
ermittelten
Parameter
werden
digitalisiert und fur die Darstellung auf dem Bild-
schirm
eines
Oszilloskopes
im X/Y-Betrieb
auf-
bereitet. Durch die Méglichkeit Cursoren einzuset-
zen, erhalt man prazise Messungen der Bauteile-
Parameter
an genau
definierbaren
Stellen
der
Kennlinien.
Das mikroprozessorgesteuerte
Gerat
erleichtert dabei die Arbeit durch halbautomatisierte
Funktionen wesentlich. Alle wichtigen Einstellun-
gen werden entsprechend der angewahiten Funkti-
on angepafat.
Betriebshinweise
Fur den Betrieb des HM 8042 sind keine besonde-
ren Vorkenntnisse erforderlich. Die Ubersichtliche
Gliederung der Frontplatte und die Beschrankung
auf die wesentlichen
Funktionen
erlauben
ein
effizientes
Arbeiten
sofort
nach
der
Inbetrieonahme. Zur Messung wird der HM 8042
mittels eines speziellen Kabels mit dem Oszilloskop
verbunden. Dieses Kabel gehort zum Lieferumfang
des HM 8042. Es besitzt auf der AnschluRseite fur
das
Oszilloskop
BNC-Stecker
und
auf der
Gegenseite die zum Anschluf an den HM 8042 [4]
notwendigen Spezialstecker. Das Oszilloskop wird
zusammen mit dem HM 8042 in der X/Y-Betriebsart
benutzt. Sollte beim Einschalten der Gerate die
Darstellung der Kurven auf dem Bildschirm evt. um
90 Grad gedreht sein, so sind die BNC-Kabel am
Eingang des Oszilloskopes zu vertauschen.
Die
Getahr
einer
Beschadigung
der Gerate
durch
Vertauschung der Kabel besteht nicht. Generell
sollte
die
Helligkeit
fur
den
Betrieb
des
Oszilloskopes
so eingestellt sein, da
ein Ein-
brennen des Strahies verhindert wird.
Zur Spannungsversorgung des HM 8042 kénnen die
Grundgerate HM 8001 und HM 8001-2 eingesetzt
werden. Unterschiede ergeben sich nur insoweit, als
das das HM 8001-2 bei eingebauter Ootion HO801 (4
BNC-Buchsen auf der Ruckseite) mittels zweier Stan-
dard BNC-Kabel
(HZ34) an das Oszilloskop ange-
schlossen werden kann. Dadurch entfallt die Verbin-
dung zum X/Y-Ausgangs des HM 8042 Uber die
Frontplatte des Modules. Dieses Verfahren erleich-
tert etwas
die Handhabung
und Bedienung
des
Modules.
M4 — 8042
Inbetriebnahme
Das Oszilloskop wird in die Betriebsart X/Y geschal-
tet. Der Strahl bzw. Punkt (bitte Helligkeit reduzieren)
wird so eingestellt, dal er auf der untersten Linie der
schirmteilung
(Basislinie),
1 Teileinheit von
links,
erscheint.
Die
Koppelung
der Eingange
beim
Qszilloskop mu auf DC geschaltet sein. Die Emp-
findlichkeit ist auf 0.5V einzustellen. Nach dem Ein-
schalten des HM 8042 erscheint eine horizontale
Linie mit einer Lange von 8 Teileinheiten auf dem
Bildschirm (solange kein Bauteil angeschlossen ist).
Ein heller Punkt auf dieser Linie entspricht der Posi-
tion des Cursors. Der mitgelieferte, einfache Adapter
zur Bauteileaufnahme wird an das HM 8042 ange-
steckt (Feld mit 3 Bananenbuchsen [4]). Damit ist der
HM 8042 betriebsbereit.
Zum Schutz der angeschlossenen Bauteile werden
beim Einschalten folgende Werte voreingestellt:
lmae= 2MAG Une = 2V- Pay = 0 O4W: 5
ca. 040A
(Ve = ca. 40mvV).
AnschlufS von Bauelementen
Im HAMEG Zubehor-Programm werden weitere Adapter
zum Anschlufg von Bautellen an den HM 8042 ange-
boten. Der mitgelieferte, einfache Adapter eignet
sich tur den Anschlufg - und Vergleich - von 2 Transi-
storen. Die DUTs (Device Under Test) k6nnen mittels
des tm Adapter eingebauten Schalters wechselweise
an den Eingang des HM 8042 geschaltet werden. Die
Bananenbuchsen im Anschlufeld fur den Adapter
sind mit E/S Emitter/Source, C/D Collector/Drain und
B/G Base/Gate bezeichnet. Dioden mussen zur Mes-
sung zwischen
den Anschiussen
E und C ange-
schiossen werden. Thyristoren lassen sich mit einem
Zundstrom von max. 10 mA triggern. Allerdings ist die
Darstellung von Thyristor-Kennlinien nur eingeschrankt
moglich, da der HM 8042 nicht fur die Darstellung
negativer dynamischer Widerstande geeignet ist.
Zum Anschluf& der zu testenden Bauelemente sollte
nach Moglichkeit ein entsprechender Adapter ver-
wendet werden. Ist ein solcher nicht vorhanden, las-
sen sich die Testobjekte auch mittels Kabel mit dem
HM 8042 verbinden. Die Lange der Einzelleitung darf
dabel 25cm nicht Uberschreiten. In jedem Fall ist bei
Verwendung loser Kabel mit einer Verschlechterung
der Kurvendarstellung durch Brummeinstreuung, ins-
besondere be! kleinen Kollektorstromen, zu rechnen.
Dabe! ist es auerdem
empfehlenswert, evt. hoch-
frequente Schwingneigung durch Verwendung von
Ferritperlen auf der Kollektor- und Basis-Leitung zu
verhindern. Abgeschirmte Kabel k6nnen auf Grund des
zu hohen Kapazitatsbelages nicht verwendet werden.
Auf jeden Fall sind bei der Verwendung von Einzel-
leitungen
die entsprechenden
Sicherheits-
hinweise zu beachten.
Auswahl der Bauteiletypen
Entsprechend der Art des DUT mufS der HM 8042
eingestellt werden. Nimmt man z.B. einen Bipolar-
NPN-Transistor, so sind die rastenden Tasten [12]
und [15] entsprechend einzustellen (ungedrtickt). Bei
Anderungen vorbehalten