Herunterladen Diese Seite drucken

Spacewalk Telescopes Basic 16 Aufbauanleitung Seite 13

Aufbauanleitung Basic 16
Beobachtungshinweise und Tipps
In diesem kleinen Kapitel sollen Beobachtungshinweise und Tipps gegeben werden, wie Sie das
Potential Ihres neuen Teleskops richtig ausnutzen.
Auskühlverhalten
1.
Wenn der Spiegel wärmer als die ihn umgebende Luft ist, bildet sich über dem Spiegel eine
Warmluftblase.
Brechungsindex auf. Ist diese Luftmasse zusätzlich noch in Bewegung, wird die Wellenfront des
ankommenden Lichts empfindlich gestört, was wiederum zu wabernden und unscharfen Bildern
bei hohen Vergrößerungen führt. Das bezeichnet man landläufig als Tubusseeing.
Man kann diesen Effekt sehr schön beobachten, indem man das Teleskop direkt nach dem Aufbau
auf den Polarstern richtet und unscharf stellt. Man sieht recht deutlich, wie Luftschlieren durch
das Bild ziehen. Je näher die Spiegeltemperatur an der Umgebungstemperatur ist, umso geringer
wird dieser Effekt.
Lassen Sie Ihr Teleskop also immer dementsprechend lange auskühlen.
Seeing und hohe Vergrößerungen
2.
Neben dem Tubusseeing (welches mit dem Auskühlen des Teleskops verschwindet), gibt es auch
ein atmosphärisches Seeing, das durch unterschiedliche Luftschichten und Winde hervorgerufen
wird. Gegen dieses Seeing ist man im Allgemeinen machtlos und muss sich mit der Situation
abfinden.
Man kann allerdings versuchen, dem Seeing in den untersten Luftschichten zu entkommen, indem
man sich z.B. auf einen hohen Berg begibt. Es ist ebenfalls ratsam, nicht direkt aus einer
Ortschaft oder einer Stadt heraus zu beobachten. Im Sommer heizen sich die Dächer tagsüber
stark auf und geben ihre Wärme nachts wieder ab. Im Winter hingegen führt die Wärme der
geheizten Häuser zu Turbulenzen.
Ist das atmosphärische Seeing sehr schlecht, macht es keinen Sinn, feine Details auf Planeten
oder dem Mond beobachten zu wollen. Die Frustration ist hierbei sehr groß. Man sollte sich dann
eher großflächigen Objekten wie Galaxien, Gasnebel oder offenen Sternhaufen zuwenden.
Beobachtung von Planeten
3.
Bei der Beobachtung von Planeten gibt es einige Dinge, die man beachten sollte, um möglichst
gute Ergebnisse zu erzielen:
Perfekt justierte Optik (abschließende Justage prinzipiell immer am Stern)
Komplett ausgekühlter Hauptspiegel (Lüftereinsatz, ausreichende Wartezeit)
Beobachtungsplatz außerhalb von Ortschaften/Städten
Unbedingt Graufilter zur Dämpfung des Lichts einsetzen, da ansonsten die Planetenoberfläche viel
zu hell erscheint und feine Details überstrahlt werden. Dies gilt ab 12" für alle großen Planeten!
Einsatz einer Nachführplattform, um Momente mit ruhiger Luft optimal nutzen zu können
Diese
Blase
weist
aufgrund
der
höheren
13
Temperatur
einen
anderen
loading