1.1. Inbetriebnahme Zur Aktivierung des Wiegesystems die Ein‐/Aus‐Taste () drücken. Nach drei bis fünf Minuten haben die Elektronik und die Wiegezellen die Arbeitstemperatur erreicht. Vorher sind Abweichungen bis ca. 0,3% möglich. Erst nach dem Nullabgleich sollten Lasten gehoben werden. 1.2. Gebrauch Die Spannungsversorgung erfolgt über ein wechselbares Akkumodul. Hinweis: Bei eichfähigen Systemen erfolgt die Stromversorgung des Systems über einen fest montierten Akku. Mit einem voll geladenen Akkumodul können Sie ca. 35 Stunden ohne Unterbrechung wiegen (System ohne Drucker). Sobald die Spannung der Batterie zu niedrig ist, zeigt das Display ein „low bat“ Symbol an . Circa 1 bis 2 Minuten nach aufleuchten des „low bat“ Symbols, schaltet das Wiegesystem automatisch aus. Es ist sehr wichtig, die leere Batterie direkt mit dem gelieferten Ladegerät aufzuladen. Um die Lebensdauer der Batterie zu maximieren, halten Sie sich bitte genau an die folgenden Anweisungen: 1. Stecken Sie die Wechselbatterie in das Ladegerät. Hinweis: Bei eichfähigen Systemen schließen Sie das Ladekabel am System an. 2. Stecken Sie den Netzstecker des Ladegeräts in die Netzspannung 220‐240VDC ein. Die rote LED am Ladegerätadapter leuchtet, um anzuzeigen, dass das Ladegerät den Akku auflädt. Beim Aufladen muss der Akku mindestens 6 Stunden geladen werden. Das verhindert einen Leistungsverlust des Akkus. 3. Ein leerer Akku ist nach ca. 6 Stunden vollständig aufgeladen. Wenn die rote LED erlischt, ist der Akku vollständig geladen. Eine Überlastung des Akkus ist nicht möglich, da das Ladegerät automatisch abschaltet. 4. Ziehen Sie den Netzstecker des Ladegeräts von der Netzspannung 220‐240VDC ab. ...
Falsches heben der Last Korrektes heben der Last Die Genauigkeit des Wiegesystems ist ab einem Schiefstand von mehr als 2° um circa 0,1% pro Grad rückläufig. Dieser Effekt tritt auch bei Löchern und Uneben‐heiten auf. Ein glatter Boden ist optimal. Das System ist versehen mit einem elektronischen Neigungsschalter, bei Schiefstand > 2 Grad werden ‐ ‐ ‐ ‐ in der Anzeige gezeigt. Das optimal genaue Wiegeergebnis erhält man, wenn der Lastschwerpunkt zwischen den Gabeln liegt. Bei exzentrischer Belastung werden die Gabeln leicht gebogen und verdreht. Dies kann zu einer geringeren Genauigkeit führen. Bei eichfähigen Modellen wird bei exzentrischer Belastung oder Schiefstand, die die Genauigkeit beeinflussen, der Neigungsschalter aktiviert, der die Anzeige ausschaltet. Temperaturbereich: Zwischen ‐10 und +40°C liegt die maximale Abweichung bei 0,1% des gewogenen Gewichtes. Außerhalb dieses Temperaturbereiches können Abweichungen bis zu 0,3% auftreten. Weil sich Kondenswasser in der Elektronik bilden kann, sollten schnelle Temperaturänderungen vermieden werden. Die Waage sollte bei größeren Temperaturunterschieden zur Akklimatisierung abgeschaltet werden. 1.3. Instandhaltung ...
Für das Fahrgestell des mobilen Wiegesystems gelten die gleichen Instandhaltungsrichtlinien wie für einfache Handhubwagen. Erfahrungen haben uns gezeigt, dass das integrierte Wiegesystem noch funktioniert, auch wenn das Fahrgestell durch Überbelastung beschädigt ist. Grundsätzlich gilt: ‐ Da die Lenkräder vorne montiert sind, ist es besser, den Handhubwagen zu ziehen als zu schieben. ‐ Wenn die Hebeeinrichtung nicht benutzt wird, soll der Handhebel auf Mittelstellung stehen. Die Lebensdauer der Dichtungen wird so verlängert. Das Wiegesystem entspricht der Schutznorm IP65. Das bedeutet, dass Staub und Feuchtigkeit, wie Regen oder ein Wasserstrahl aus allen Richtungen, die Funktion der Elektronik nicht beeinflussen werden. Hohe Druckstrahlen, besonders in Verbindung mit warmem Wasser oder Reinigungsmitteln, werden jedoch zum Eindringen von Feuchtigkeit führen. Dies wird die Funktion des Systems negativ beeinflussen. Bei Edelstahlchassis sollten Sie niemals ein Chlorid haltiges Reinigungsmittel verwenden, da sich sonst braune Flecken auf dem Chassis bilden. ‐ Am gesamten Wiegesystem dürfen Schweißarbeiten ausschließlich durch den Fachspezialisten ausgeführt werden, um Schäden an der Elektronik und den Wiegezellen zu vermeiden. ‐ Die Lager der Räder (außer Polyurethan) sowie die Gelenke im Bereich der Lastrollen sollten regelmäßig gereinigt und geschmiert werden. 1.4. Mobiles Wiegesystem Ein mobiles Wiegesystem ist eine mobile Waage. Das bedeutet, dass sich der Besitzer dieses Systems realisiert, dass an diesem Wiegesysteme dieselbe Wartung erforderlich ist als an einer fest installierten Waagen. Eine jährliche Wartung, durch eine autorisierte Serviceorganisation, wird empfohlen. Falls das Wiegesystem geeicht ist, muss man das Wiegesystem ebenfalls erneut eichen lassen, entsprechend den Bestimmungen des Landes, in welchem das Wiegesystem eingesetzt wird. Falls Ihr Unternehmen ISO zertifiziert ist, kann es möglich sein, dass alle Messinstrumente öfter als 1 Mal im Jahr kontrolliert werden müssen (zum Beispiel pro Halbjahr oder pro Quartal). Um eine deutliche Übersicht zu erhalten, können Sie die untenstehende Wartungstabelle einfüllen. INSPEKTIONSDATUM FIRMENNAME MONTEUR UNTERSCHRIFT ...
2. Tastatur des Indikators Frontansicht Indikator Das Display Mit den drei Indikatorbalken kann am Display abgelesen werden: ◄ das Wiegesystem (inklusive Last) ist stabil ▬ das angezeigte Gewicht hat einen negativen Wert ◄ der angezeigte Wert ist ein Nettogewicht NET Die Display‐ Meldungen In der Anzeige können folgende Meldungen erscheinen: HELP 1 Das Wiegesystem ist überbelastet worden. HELP 2 Tarieren nicht möglich wegen negativem Bruttogewicht. HELP 3 ...
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Die Tasten Jede Taste hat eine Betriebs‐ und Eingabefunktion. Betriebsfunktion Eingabefunktion Nulleinstellung und Bestätigen und automatische Tara Segment nach links Taraeingabe Wert im blinkenden Segment senken Addieren Wert im blinkenden Segment erhöhen ...
3. Funktionen des Indikators 3.1. Anzeigeschritte Die Größe der Anzeigeschritte hängt von dem gewogenen Gewicht ab: von 40 bis 2000 kg wird das Gewicht in 2 kg –Schritten angezeigt, oder von 20 bis 2000 kg wird das Gewicht in 1 kg ‐Schritten angezeigt 3.2. Vor der Wiegung: Nullpunktkontrolle Vor jeder Wiegung muß sichergestellt werden, dass das System unbelastet ist und frei steht. Der Indikator verfügt über eine automatische Nullkorrektur. Dies bedeutet, daß kleine Abweichungen des Nullpunktes automatisch korrigiert werden. Falls der Indikator den Nullpunkt nicht automatisch korrigiert, muss die Korrektur manuell durchgeführt werden, mit der Taste . 3.3. Bruttowiegung Nach dem Anheben der Last gibt die Anzeige den Bruttowert des gewogenen Gewichtes an. 3.4. Nettowiegung: Tarieren per Knopfdruck Der Indikator bietet die Möglichkeit, Taragewichte per Knopfdruck auf Null zu stellen. Auf diese Weise können Nettogewichtsveränderungen verfolgt werden. Nachdem austariert ist, fängt der Indikator wieder mit dem kleinsten Anzeigeschritt an. Anheben der Last. Taste drücken. ...
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Ein Taragewicht kann immer, dass heißt im beladenen und unbeladenen Zustand eingegeben werden. Für höhere Genauigkeit kann ein Taragewicht mit höherer Auflösung eingegeben werden, unabhängig von der Größe des Gewichtes und von den Anzeigeschritten des Indikators. Ein Taragewicht, das größer ist als der sogenannten MAX1 des Wiegesystems, wird vom Indikator nicht akzeptiert. MAX1 ist der maximale Wert des Gewichtes im ersten Interval der Mehrbereichsanzeige; in der Standard‐Ausführung sind das 200 kg (siehe 3.1.). Wenn ein größerer Wert eingegeben worden ist, zeigt das Display “HELP4”. Das Betätigen der Taste PT löscht diese HELP‐Anzeige. Taste PT drücken. Der zuletzt benutzte Tarawert erscheint. Das Segment auf der rechten Seite blinkt. Drei Sekunden lang die Taste ENTER ( ) drücken, falls der gezeigte Tarawert nochmals benutzt wird. Oder Taste PT drücken. Taste Ziffer aufwärts oder abwärts drücken, bis die blinkende Zahl den gewünschte Wert hat. Taste ENTER ( ) drücken zum Wechsel auf das nächste Segment. Diese Bedienung wiederholen, bis die Anzeige den gewünschten Tarawert anzeigt. ...
Wenn das System in diesem Moment beladen ist, erscheint der Nettowert des gewogenen Gewichtes in der Anzeige. Wenn das System unbeladen ist, gibt die Anzeige den eingegebenen Tarawert negativ an. Der eingegebene Wert bleibt aktiv, auch wenn das System ausgeschaltet worden ist, bis ein neues Taragewicht eingegeben wird, eine neue Last austariert wird (siehe 3.4.) oder wenn eine neue Nulleinstellung erfolgt. Das Wiegesystem ist beladen: für zwei Sekunden die Taste PT drücken. Der Tarawert wird jetzt auf Null gestellt und das System kehrt in den Standard‐Wiegemodus zurück. Oder Das Wiegesystem ist unbeladen: Taste drücken. Eine Nullkorrektur wird ausgeführt und das System kehrt in den Standard‐Wiegemodus zurück. 3.6. Addition von Einzelwiegungen Der Indikator bietet die Möglichkeit, Wiegungen zu addieren und das Gesamtgewicht anzuzeigen. Wenn ein Taragewicht aktiv ist, wird automatisch das Nettogewicht zusammengezählt. Das System mit der zu addierenden Last beladen. Taste drücken, um das gewogene Gewicht dem Speicher zuzufügen. Σ Der angezeigte Wert wird gespeichert und zugleich in den Summen‐Speicher addiert. Das Display zeigt abwechselnd die fortlaufende Nummer (Anzahl der Wiegungen) und den Gesamtwert (Summenspeicher). Wenn das System mit einem Drucker ausgerüstet ist, wird der angezeigte Wert gleichzeitig ausgedruckt. ...