1.3 Funktionsbeschreibung
Der Wärmepumpenregler RESÜMAT CD 4 III hat die Aufgabe bei WATERKOTTE Wärmepumpenheizungen für
einen vollautomatischen energiesparenden Betrieb zu sorgen.
Hierbei ist der Regler in der Lage folgende Betriebszustände zu unterscheiden:
Heizungsbetrieb
Brauchwassererwärmungsbetrieb
Kühlbetrieb (Gebäudekühlung)
1.3.1
Heizungsbetrieb
Für den Heizungsbetrieb errechnet der Microcomputer einen Sollwert für die „Heizungs-Rücklauf-Temperatur"
(t
). Der Sollwert ist abhängig von der aktuellen Außenwandtemperatur und der Einstellung der
HR Soll
Heizkennlinie. Die Freigabe des Heizungsbetriebs erfolgt erst, wenn die aktuelle Außenwandtemperatur unter
dem eingestellten Einsatzpunkt liegt.
Sinkt die aktuelle Heizungsrücklauftemperatur (t
Heizungsumwälzpumpe in Betrieb und lässt das Heizungswasser 2 min. durch das Heizungssystem zirkulieren
(Displayanzeige: „Hz aus: nur Pumpe"). Liegt nach Ablauf der 2 min. t
zunächst die Pumpe Wärmequelle in Betrieb und 10 sec. Später der Verdichter der Wärmepumpe
(Displayanzeige: „Hz ein: normal"). Der Heizungsbetrieb bleibt solange aktiv, bis die Heizungs-Rücklauf-
Temperatur t
um den Wert der eingestellten Schaltdifferenz (Standard: 2 K) über den errechneten Sollwert
HR Ist
t
angestiegen ist. Für die ersten 10 min. Laufzeit wird die Schaltdifferenz unabhängig vom eingestellten
HR Soll
Wert auf 5 K gesetzt, um möglichst eine Mindestlaufzeit von 10 min. zu erreichen.
1
V e r d i c h t e r
0
1
P u m p e W Q
0
1
P u m p e H e i z u n g
0
t
H R I s t
t
H R S o l l
T e m p e r a t u r
2 m i n .
1 0 s e c .
Der Heizungsbetrieb wird unterbrochen, wenn ein Bedarf für Brauchwassererwärmung auftritt
(Brauchwasservorrangschaltung). Hierbei erfolgt eine Umschaltpause von mind. 2 min.
1.3.2
Brauchwassererwärmungsbetrieb
Für den Brauchwasserbetrieb wird die Temperatur im Ladespeicher kontrolliert. Der Sollwert für die Temperatur
im Ladespeicher ist vom Betreiber einstellbar.
Ein Bedarf für die Brauchwassererwärmung entsteht, wenn die Speichertemperatur um den Wert der
„Schaltdifferenz Brauchwasser" unter den eingestellten Sollwert absinkt. Der Verdichter schaltet wie im
Heizungsbetrieb erst nach der Umwälzpumpen-Vorlaufphase ein. Der Brauchwassererwärmungsbetrieb bleibt
solange bestehen, bis die eingestellte Speichertemperatur überschritten wird, oder bis die maximale
Heizungsvorlauftemperatur (56 °C bei R407C oder 72 °C bei R134a) erreicht ist.
1.3.3
Kühlbetrieb
Der Kühlbetrieb (Gebäudekühlung) kann nur mit Geräten der Baureihe AI1 (oder mit der Baureihe DS
entsprechenden Zubehör) vorgenommen werden. Es handelt sich hierbei um eine „Naturkühlung", die ohne
Betrieb des Verdichters, allein durch das Temperaturangebot der Wärmequellenanlage gefahren wird. Durch
das Öffnen eines Motor-Kugelventils wird eine Zirkulation zwischen Heizungs- und Wärmequellenkreislauf
ermöglicht. Mit Einschalten der Umwälzpumpen Wärmequelle und Heizung wird das zur Raumtemperatur
relativ kühle Wasser-Glykolgemisch durch die Flächenheizung gepumpt. Hierbei überwacht der Regler die
Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem und schaltet bei Unterschreiten eines einstellbaren
Minimalwertes (Standard: 18 °C) die Umwälzpumpe Wärmequelle aus, um ein Unterschreiten des Taupunktes
an den Kühlflächen zu vermeiden.
10
) unter den errechneten Sollwert t
HR Ist
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geht zunächst die
HR Soll
noch immer unter t
HR Ist
HR Soll
Z e i t
geht