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ALFA Model F-16 Bauanleitung Seite 2

Kleber herausschieben! Mit Trocknung des Klebers (üblicherweise nach einigen Stunden)
schrumpfen die Aufkleber leicht und haften fest an der Oberfläche.
Das Modell kann mit glänzendem oder seidenmattem Acryl-Klarlack (im letzteren Fall auf jeden
Fall Kabinenhaube abkleben) überlackiert werden, um Ihrer Vorstellung vom Finish der
Originalmaschine näher zu kommen. Es ist absolut notwendig sicherzustellen, dass der Lack den
Polystyrolschaum nicht angreift (an unauffälliger Stelle ausprobieren). Um das Gewicht gering zu
halten, sprühen Sie nur sparsam Lack auf.
A) Montage der Antriebseinheit
Das Modell wird vom Alfa Model EDF 60/15 Mk2 Elektroimpeller angetrieben. Dieser Impeller ist für den
Betrieb mit dem Speed 300/6V, oder Brushless-Motoren dieser Größenordnung (z.B. AC MPJ 25-25/26
Mk.2/Mk.3, MM1215/12, Mega 16/7/4(3) oder Hacker B20 22S) ausgelegt. Passende Akkus und Regler
und Regler sind in der Liste der empfohlenen Antriebe aufgeführt. Das Modell fliegt schon mit dem
Standardmotor Speed 300/6V sehr gut, Sie müssen jedoch eine begrenzte Lebensdauer des Motors in
Kauf nehmen, da dieser mit Strömen um 9A betrieben wird. Die genannten Brushless-Motoren sind
besser geeignet – ihre Welle ist besser gelagert, manche von Ihnen sind sogar dynamisch gewuchtet.
Beide Faktoren beeinflussen die Leistung des Impellers, zudem ist die Lebensdauer dieser Motore
deutlich höher, als die der Bürsten-„Speed"-Motoren.
Die Leistung des Modells kann nennenswert verbessert werden durch den Einsatz des Impeller EDF
60/25, der sich vom EDF 60/15 Mk.2 nur durch einen anderen Rotor unterscheidet. Für den Antrieb des
EDF 60/25 ist der Einsatz eines Brushless-Motors mit mindestens 200W Ausgangsleistung (z.B. Mega
16/7/4 oder 16/7/5, sowie eines entsprechend belastbaren Akkus und Reglers notwendig. In jedem Fall
muss jedoch das maximal zulässige Gewicht beachtet und eingehalten werden. Auch ist eine gute
Kühlung des Reglers nötig, dazu kann z.B. in der Nähe des Reglers ein kleiner Lufteinlaufschlitz (etwa
2x20mm) in den Luftkanal eingebracht werden. Durch diesen Schlitz wird dann die warme Luft des
Reglers abgesaugt. Eine andere Alternative ist der Einsatz eines größer dimensionierten Reglers (ca.
35A) der den Betriebstemperaturen standhalten kann.
Der Motor zentriert im Impeller mit seinem (Motor-)Gehäuse. Im Impeller befinden sich breite und
schmale Rippen. Die schmalen Rippen nehmen den Speed 300 auf, die breiteren sind für den MPJet
25-25/26 Motor. Um den MPJet 25-25/26 einbauen zu können, ist es nötig, die schmalen Rippen mit
einem Messer, Meißel, oder Schleifwerkzeug zu kürzen, ohne die breiten Rippen zu beschädigen. Für
den Einsatz dünnerer Motore (z.B. MM1215/12 oder Hacker B20 22S) müssen größere Rippen in die
Motoraufnahme des Impellers eingeklebt werden. Der Durchmesser der Mega-Motoren 16/17... erfordert
eine Vergrößerung der Motoraufnahme gemäß Markierung, bei Bedarf sollte die Motoraufnahme, die zu
diesem Zweck passend aufgebohrt geliefert wird, verwendet werden. Da der Außendurchmesser der
Motoren aufgrund von Fertigungstoleranzen etwas variiert, kann es erforderlich werden, das Innere der
Motoraufnahme vorsichtig aufzuschleifen, bis der Motor richtig passt.
Der Duraluminium-Einsatz des Impellers wird entweder nur auf die Motorwelle aufgepresst (Speed 300
mit gekerbter Welle) oder auf die Motorwelle aufgeklebt. Die präzise Positionierung des Dural-Einsatzes
auf der Motorwelle ist ein entscheidender Faktor für die einwandfreie Funktion des Impellers. Läuft der
Impeller nicht rund, gerät er in Vibration, was sich wiederum in Drehzahleinbußen und erheblichem
Schubverlust niederschlägt. Auch die Lagerung der Motorwelle wird früher oder später Schaden nehmen.
Stellen Sie daher sicher, dass der Einsatz genau koaxial auf die Motorwelle gepresst/geklebt wird. Beim
Aufpressen leiten Sie die Kräfte über das rückwärtige Motorwellenende ab, nicht über das Motorgehäuse.
Es ist durchaus sinnvoll, die gekerbte Motorwelle (Speed 300) vor dem Aufpressen des Fans leicht zu
ölen, umgekehrt muss das Wellenende sorgfältig entfettet u. evtl. mit sehr feinkörnigem Schleifpapier
leicht angeraut werden, wenn der Fan-Einsatz aufgeklebt wird. Wenn die Welle des Motors im
Durchmesser größer als die Bohrung im Alueinsatz des Impellers ist, müssen Sie die Bohrung des
Einsatzes aufbohren. Benutzen Sie dazu Bohrer in 0,1mm-Schritten größer werdend. Sie benötigen dazu
Geduld und Sorgfalt, dann jedoch können Sie diese Arbeit von Hand ohne eine Drehmaschine
durchführen. Einmal aufgebohrt kann der Einsatz auch auf die gekerbte Welle des Speed 300/6V
aufgeklebt werden. Das hat Vorteile, wenn der Fan später wieder demontiert werden soll, da die
Pressverbindung kaum wieder zu lösen ist.
Der axiale Abstand zwischen Impeller und Motoraufnahmegehäuse soll zwischen 0,5 und 1mm betragen.
Wird der Motor mit Schrauben in der Motoraufnahme des Impellers befestigt, ist jedoch sicherzustellen,
dass der Impeller nicht an den Schraubenköpfen anstreift. Selbst wenn zur Motorbefestigung
Senkschrauben verwendet werden, darf der Abstand zwischen Impeller-Alueinsatz und Motorstirnseite
nicht kleiner als 3,5mm sein. Um den korrekten Abstand einzustellen, ist es empfehlenswert, ein Stück
Balsa oder Polystyrolkunststoff geeigneter Dicke (ca. 1,8mm, abhängig von der Dicke der Frontplatte der
Impeller-Motoraufnahme, muss ausgemessen werden) über die Welle zu schieben, nachdem Sie ein
Loch vom Durchmesser der Welle in das Stück gebohrt haben. Diese simple „Spalt-Lehre" gewährleistet
die korrekte Position des Impeller-Alueinsatzes auf der Motorwelle während der Aushärtezeit, zudem
verhindert Sie das Herunterlaufen von Kleber in das vordere Motorlager. Benetzen Sie Motorwelle und
Bohrung im Alueinsatz mit dem beiliegenden Spezialkleber. Stecken Sie die Welle in den Alu-Einsatz und
verteilen Sie den Kleber durch Drehen des Einsatzes auf der Welle. Lassen Sie diesen Zusammenbau
aufrecht stehend für mindestens 30 min aushärten. Danach können Sie die „Spalt-Lehre" entfernen.
Lassen Sie den Motor bei geringer Drehzahl laufen und prüfen Sie optisch und mechanisch, ob der
Alueinsatz sauber rund läuft. Beim optischen Check kontrollieren Sie, ob die Lichtreflexionen auf dem
Alueinsatz hin- und herwandern. Beim mechanischen Check kontrollieren Sie durch ganz leichtes
Berühren (nicht drücken) des rotierenden Alueinsatzes mit einem Fingernagel, ob der Einsatz rund läuft,
eine Unrundheit im Lauf würden Sie fühlen. Sind nennenswerte Vibrationen sicht- oder fühlbar, ist es
angeraten, den Einsatz nach Erwärmen mit einem Lötkolben von der Welle zu ziehen und den Vorgang
nach gründlicher Reinigung von Welle und Einsatzbohrung zu wiederholen. Sehr leichte Vibrationen
können ignoriert, oder durch extrem vorsichtiges Rund-/Zentrierschleifen des Alueinsatzes mit einem
Schleifklotz oder feinen Feile beseitigt werden. Bei diesem Schleifvorgang muss der Motor gut fixiert sein
und das Schleifwerkzeug den Einsatz immer nur an der exponierten Position berühren. Führen Sie diese
Arbeit nur aus, wenn Sie sich dies handwerklich mit der nötigen Präzision (im hundertstel
Millimeterbereich) absolut zutrauen, machen Sie hierbei etwas falsch, kann im ungünstigsten Fall die
Situation noch deutlich verschlechtert werden.
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