der Laderegler seine Energie bezieht. Ladegerät und Lade-
booster sind andere Bezeichnungen für einen Laderegler.
Eine Festspannungsquelle (z.B. ein Labornetzteil), eine Licht-
maschine oder andere Batterien sind ohne Laderegler keine
geeignete Ladequellen. Das BMS ersetzt nicht die Funktion ei-
nes Ladereglers.
Der Laderegler erkennt mit Hilfe der Ladeschlussspannung,
wann eine Batterie geladen ist, und schaltet dann die Haupt-
ladung aus. Der Laderegler passt außerdem die eingehende
Spannung einer Lichtmaschine oder Solarzelle an die Lade-
spannung an. Bei Bedarf wird auch der Ladestrom vom La-
deregler begrenz, damit handelsübliche Batterien nicht
überlastet werden.
Tipp: Wir beraten Sie gerne bei der richtigen Wahl des Ladereglers oder
prüfen, ob Ihr vorhandener Laderegler kompatibel sein kann.
ZWEIPHASENLADUNG
Die Zweiphasenladung setzt sich aus einer Konstantstrom-
phase mit ansteigender Spannung und einer Konstantspan-
nungsphase mit schnell sinkenden Ladestrom zusammen.
Der Wechsel wird bei Erreichen der Ladeschlussspannung
ausgeführt. Die Konstantspannungsphase kann zu jedem
Zeitpunkt abgebrochen werden, da hier keine nennenswerte
Ladung stattfindet, sondern die Ruhespannung von etwa
3,35 V pro Zelle erreicht wird.
Die Zweiphasenladung wird auch CCCV, IU, IUoU, IU0U1
abgekürzt und steht für Konstantstrom-Konstantspannung-
Ladung (Continuous Current Continuous Voltage charge
method).
Abbildung 5: 2-Phasenladung
Generell wird für LiFePO4 Zellen ein dauerhafter Ladestrom
von bis zu 0,2 C empfohlen. Kurzzeitige Überschreitungen
bis 0,5 C, auch über mehrere Stunden hinweg, wirken sich
nicht ungünstig auf die Lebensdauer aus, sofern es keine
Regelmäßigkeit darstellt und gleichzeitig die Temperaturen
nahe Zimmertemperatur sind.
Beispiel: Eine Batterie mit 12V 100 Ah hat einen empfohlenen La-
destrom von 20 A und wird von einem Solarladeregler im Schnitt mit
15 A geladen. Bei optimalen Wetterverhältnisse kann der Lade-
strom auch auf 30 A steigen. Der dauerhafte Ladestrom von maxi-
mal 20 A und der maximale Ladestrom von 50 A werden eingehal-
ten.
Tipp: Passende Ladegeräte und Laderegler sowie Solarwechselrichter
finden Sie im Sortiment von Solar-Point.de.
VERFÜGBARE UND NUTZBARE KAPAZITÄT
Der Ladezustand (State of Charge SOC), also die verfüg-
bare Ladung und die nutzbare Ladung (State of Health
SOH) sind veränderliche Werte abhängig von C-Rating,
Lade- und Entladeströmen sowie Temperatur.
XENES BMS2 Bedienungsanleitung
Tipp: Verfügbare und nutzbare Ladung lassen sich mit einer Analogie ein-
fach beschreiben. Die nutzbare Ladung bestimmt die Größe (Volumen)
von einem Glas und die verfügbare Ladung bestimmt den Füllstand des-
selben Glases.
Je höher der Strom desto niedriger ist die nutzbare Ladung,
abhängig ob gerade geladen oder entladen wird.
Abbildung 6: Spannung abhängig von elektrischer Ladung und Ladestrom
EINHALTUNG DER TEMPERATUREN
Die Temperaturbereiche von LIFePO4 Zellen sind bei La-
dung und Entladung unterschiedlich. Das BMS dient hier nur
als Notfallschutz, daher ist eine geeignete Temperatursteu-
erung von der Ladetechnik und bei Bedarf auch von der Ver-
brauchstechnik zu überwachen.
Die Einhaltung der Temperaturen und insbesondere die An-
näherung an Zimmertemperatur optimiert die Lebensqualität
der Zellen erheblich und trägt zum Erreichen der bei den
Zellen angegebenen Zyklen Dauer bei.
Die Angaben in den technischen Daten geben Einblick, bei
welchen Temperaturen das BMS eine Ladung oder Entla-
dung unterbrechen möchte. Dabei wird die Ladeschluss-
oder Entladeschlussspannung an den Ausgang B- angelegt.
Die Ladetechnik und Verbrauchstechnik erkennen die zuge-
hörigen Spannungen und unterbrechen die Ladung bzw.
Entnahme von Energie.
Bei Modellen mit Bluetooth müssen die Temperaturbereiche vor
der dauerhaften Nutzung eingestellt werden.
LAGERUNG
Das Batteriemanagementsystem aktiviert nach einer Stunde
den Stromsparmodus und deaktiviert dabei auch ein ange-
schlossenes Bluetooth Modul. Die Überwachung ist also
nicht permanent, sodass die niedrige Selbstentladerate von
LiFePO4 Zellen erhalten bleibt.
FERNÜBERWACHUNG
Die Fernüberwachung des BMS und der angeschlossenen
Zellen ist mit Hilfe eines Bluetooth Moduls möglich. Nur die
Modelle mit Bluetooth-Funktion können mit so einem Modul
ausgerüstet werden.
Die Abfrage der Informationen, z.B. des Ladezustandes ist
nur bei aktivierter und verbundener Ladetechnik möglich.
Moderne Laderegler liefern die Ruhespannung und können
somit die Fernüberwachung aufrechterhalten.
Eine Anwendung gehört nicht zum Lieferumfang und wird
vom Anbieter auch nicht bereitgestellt. Kompatible, teilweise
eingeschränkte
oder
Version: 25.08.2021 E
nicht
vollständig
übersetzte
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