Schritt-für-Schritt Einstellung des Reglers Auch wenn Sie hier eine Anleitung zum Einstellen des Regelgerätes erhalten, ist es unbe- dingt notwendig, die Bedienungsanleitung zu lesen, insbesondere die Kapitel „Program- me“ und „Bedienung“. Ebene Auswahl des Hydraulikschemas auf Grund des Anlagenschemas. Beachten Sie auch die Pfeildiagramme und Gleichungen, sowie Pro- grammerweiterungen „+1“, „+2“...
Sensormontage zeitgleich sowohl die Ein-, als auch die Abschaltbedingung erfüllt sind, hat die Abschaltbedingung Vorrang. Lieferumfang Je nach Ausführung sind diverse Sensoren im Lieferumfang enthalten. Die UVR67 unterscheidet sich nicht aufgrund der verschiedenen Sensorpakete und hat immer vollen Funktionsumfang. UVR67...
Die Ladepumpe A2 läuft, wenn: • S3 größer als die Schwelle min2 ist • und S3 um die Differenz diff2 höher ist als S2 • und S2 die Schwelle max2 nicht überschritten hat. A1 = S1 > (S2 + diff1) & S1 > min1 & S2 < max1 A2 = S3 >...
Alle Programme +1: Zusätzlich schaltet die Boilerladepumpe A2 auch über die Heizkesseltemperatur S1ein. Die Pumpe A2 läuft, wenn: • S1 größer als die Schwelle min1 ist • und S1 um die Differenz diff3 höher ist als S4 • und S4 die Schwelle max2 nicht überschritten •...
Alle Programme +8: Die Begrenzung von Speicher SP1 erfolgt über den unabhängigen Sen- sor S6 und die Maximalschwelle max1. (keine Maximalschwelle mehr auf S2!) Die Vorrangvergabe zwischen SP1 und SP2 lässt sich im Parametermenü unter Einstellun- gen/Fachmannebene/Parameter/Vorrangvergabe einstellen. Zusätzlich kann für dieses Schema eine Solarvorrangfunktion im Menü...
Alle Programme +2: Haben beide Speicher durch die Solaranlage ihr Temperaturmaximum erreicht, wird die Pumpe A3 eingeschaltet (Rückkühlfunktion). Alle Programme +4: Beide Solarkreise erhalten getrennte Einschaltschwellen auf S1. Der Ausgang A1 behält weiterhin min1 und A2 schaltet mit min3. Die Vorrangvergabe zwischen SP1 und SP2 lässt sich im Parametermenü unter Einstellun- gen/Fachmannebene/Parameter/Vorrangvergabe einstellen.
Alle Programme +2: Die Brenneranforderung (A3) erfolgt nur über den Sensor S5. A3 (ein) = S5 < min3 A3 (aus) = S5 > max3 (dominant) Alle Programme +4: Beide Solarkreise erhalten getrennte Einschaltschwellen auf S1. Der Ausgang A1 behält weiterhin min1 und A2 schaltet mit min2. Alle Programme +8: Ist einer der beiden Solarkreise aktiv, so wird die Brenneranforderung blockiert.
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Programm 224: Die Solarpumpe A1 läuft, wenn: • S1 größer als die Schwelle min1 ist • und S1 um die Differenz diff1 höher ist als S2 • und S2 die Schwelle max1 nicht überschritten hat. Die Solarpumpe A2 läuft, wenn: •...
Alle Programme +1: Wenn die Differenz zwischen den Kollektorfühlern S1 und S2 die Diffe- renz diff3 übersteigt, wird der kältere Kollektor abgeschaltet. Damit lässt sich das „Mitzie- hen“ des kälteren Kollektors in Folge von Mischtemperaturen vermeiden. ACHTUNG: Bei diesem Schema wird der Vorrang nicht auf die Pumpen bezogen, sondern auf die Speicher.
Die Pumpe A1 läuft, wenn: • S4 größer als die Schwelle min1 ist • und S4 um die Differenz diff1 höher ist als S1 • und S1 die Schwelle max1 nicht überschritten hat. oder • S5 größer als die Schwelle min2 ist • und S5 um die Differenz diff3 höher ist als S1 •...
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Programm 432: Die Solarpumpe A1 läuft, wenn: • S1 größer als die Schwelle min1 ist • und S1 um die Differenz diff1 höher ist als S2 • und S2 die Schwelle max1 nicht überschritten hat. Die Ladepumpe A2 läuft, wenn: •...
Alle Programme +4: Die beiden sekundärseitigen Pumpen A2 und A3 werden nur freigege- ben, wenn im Automatikbetrieb die Primärpumpe A1 läuft. Die Vorrangvergabe zwischen SP1 und SP2 lässt sich im Parametermenü unter Einstellun- gen/Fachmannebene/Parameter/Vorrangvergabe einstellen. Zusätzlich kann für dieses Schema eine Solarvorrangfunktion im Menü unter Einstellungen/Expertenebene/Solarvor- rang eingestellt werden (näheres dazu „Solarvorrang“).
Programm 640 – Hygienische Warmwasserbereitung inkl. Zirkulation Nur mit aktivierter Drehzahlregelung sinnvoll! (Absolutwertregelung: Invers, Sensor S5, Differenzregelung Normal Sensoren S3-S5) ACHTUNG: Werksseitig ist die Kollektorübertemperaturbegrenzung auf Ausgang A1 akti- viert. Diese muss auf Ausgang A3 umgestellt oder deaktiviert werden. notwendige Einstellungen: max1 ...
Gebäudetrocknung – Allgemeine Hinweise Eine weitere Anwendung der UVR67 ist die energiesparende und kostengünstige Trocknung von Kel- lern und anderen Gebäudeteilen mittels Lüfterregelung. Mit zwei Sensoren RFS-DL wird die absolute Feuchte innen und außen verglichen und dementsprechend ein Ventilator ein- bzw. ausgeschaltet.
Beim Einstellen eines Gebäudetrocknungsprogramms werden automatisch die Belegungen laut der Tabelle unten geändert, um den Parametrieraufwand zu verringern. Diese Einstellungen können, wenn gewünscht, natürlich abgeändert werden. Eingang Ext. Eingang Wert Ext.1 Absolute Feuchte Innen Ext.2 Absolute Feuchte Außen Ext.3 Temp. Innen Ext.4 Temp Außen Ext.5...
Programm 690 – Raumtrocknung, Minimaltemperaturüberwachung, Komfortlüftung In einem Raum soll die Feuchtigkeit gesenkt werden. Wird es im belüfteten Raum zu kalt, wird der Ventilator ausgeschaltet. Um jeden Tag eine Mindestraumqualität zu gewährleisten, wird auch an Tagen mit feuchter Luft au- ßen oder unterschrittener eingestellter minimaler Raumtemperatur der Ventilator über ein oder meh- rere Zeitfenster, vorzugsweise in den kühlen Morgenstunden, zur „Komfortlüftung“...
Programm 692 – Raumtrocknung, Raumtemp.-Überw. & Komfortkühlung für Weinkeller In einem Weinkeller soll die Feuchtigkeit gesenkt werden. Um die Raumluftqualität weitgehend zu ge- währleisten, wird auch an Tagen mit feuchter Luft außen der Ventilator über ein Zeitfenster unabhän- gig von der Raumtemperatur eingeschaltet („Komfortkühlung“). Der Ventilator läuft für die Raumtrocknung, wenn •...
Programm 694 – Raumtrocknung mit Minimaltemperaturüberwachung – 2 Räume Ein dritter Feuchtesensor RFS-DL wird benötigt. In zwei Räumen soll die Feuchtigkeit gesenkt werden. Wird es in einem der beiden belüfteten Räume zu kalt, wird der jeweilige Ventilator ausgeschaltet. Ein Ventilator läuft, wenn •...
Bedienung – Grundlagen Geräte-Übersicht Das Display auf der Vorderseite gibt Informationen über Sensorwerte, Menüposition, Parametrierung und dergleichen aus. Der Balken auf der rechten Seite des Displays bewegt sich zusammen mit der vertikalen Position im momentan geöffneten Menü. (Scroll-Balken) Das Rad rechts vom Display dient der Navigation.
Beispiel Menüansicht 1 Name des aktuellen Menüs 2 Menü-Unterpunkt (nicht anwählbar) 3 Scroll-Balken (vertikale Position im Menü) 4 Gewählter Menüpunkt (umrahmt) Durch Drücken des Rads („Enter“) erscheint ein Eingabefenster: 1 Gewählter Parameter 2 Einstellbereich 3 Angewählter Wert (umrahmt) 4 Bestätigen/Verwerfen der Änderungen Hauptansicht Übersicht Werteübersicht, Anlagenstatus etc.
Bedienung – Allgemein Anmerkung: Es wird öfters die Abkürzung „WE“ für „Werkseinstellung“ verwendet. Display (unter Einstellungen) Display Timeout Zeit, nach der bei Inaktivität (keine Tasten werden gedrückt/Rad wird nicht gedreht) die Displaybeleuchtung ausschaltet. (WE = 30 Sekunden) Kontrast Bildschirmkontrast in Prozent. (WE = 50.0%) Datenverwaltung (unter Einstellungen) Funktionsdaten Laden von Funktionsdaten von der SD-Karte...
Benutzer Die 3 verschiedenen Benutzerebenen verfügen über unterschiedliche Zugriffsrechte. Benutzerebene Berechtigungen Anwender Übersicht: Zeit und Datum ändern Kein Passwort Eingänge, Steuerausgänge, Anlagenstatus und eingestelltes Programm einsehen, Zeitprogramme einstellen Einstellungen: Datenverwaltung: Funktionsdaten Laden und Speichern, Aktu- elle Funktionsdaten einsehen, Firmware Laden, Status einse- Display: Alle Einstellungen Benutzer: Mit entsprechendem Passwort: Benutzer ändern Version: Versionsdaten, Seriennummer, Produktionsdaten...
Bedienung – Differenzregelung/Solarregelung/Gebäudetrocknung Menü Hauptebene In dieser Betriebsanleitung wird das Menü aus Sicht des Benutzers „Experte“ dargestellt. Übersicht • Zeit/Datum • Eingangswerte • Status Steuerausgang • Anlagenstatus • Eingestelltes Programm Einstellungen • Fachmann-Ebene (z.B. Parametermenü) • Experten-Ebene (grundlegende Anlageneinstellungen) • Display (Timeout und Kontrast) •...
Übersicht Zeit/Datum Ändern von Uhrzeit und Datum Eingänge* Gemessene Werte der Sensoren Eingänge, die nicht benutzt werden, können im Menü Einstellun- gen/Expertenebene/Sensormenü auf „unbenutzt“ gestellt wer- den, wodurch sie in dieser Ansicht ausgeblendet werden. Ist kein Sensor angeschlossen und die Sensortype nicht auf unbenutzt gestellt, wird 9999,9°C angezeigt (= Unterbrechung).
Anlagenstatus Auswahl des Menüpunktes für genauere Informationen. Im Bei- spiel sind keine Meldungen vorhanden. Beispiele von Anzeigen: „Ok“ (bei Fkt.-Kontrolle), Fehler. Möglichkeiten bei Fehler: Kollektor-Übertemperatur-Abschal- tung, Drain-Back-Error, Legionellenschutz. Bei aktivierter F-Kon- trolle: Sensor Unterbrechung, Kurzschluss, Zirkulationsfehler. Das Löschen eines Fehlers ist erst nach dessen Behebung mög- lich.
Fachmannebene Parameter Einstellung von Einschalt-, Ausschalt- und Differenzwerten (min/ max/diff), Vorrangvergabe (bei Programmen mit Vorrang) Zeitprogramm Einstellen von bis zu 5 Zeitprogrammen mit je 3 Zeitfenstern Timer Einstellen einer Timer-Funktion Zeit/Datum Uhrzeit, Datum, Sommerzeit, autom. Zeitumstellung Handbetrieb Ausgänge auf Automatikbetrieb/Handbetrieb EIN/ Handbetrieb AUS stellen Datenlogging Einstellungen Datenlogging auf SD-Karte Ja/Nein, Logging-Intervall...
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Beispiel Einstellwerte Für dieses Beispiel wird das Programm 0 herangezogen. MAX1 S2 JA/NEIN Aktivieren/Deaktivieren dieses Schwellwertes MAX1 S2 AUS Ab dieser Temperatur am Sensor S2 wird der Ausgang blockiert. MAX1 S2 EIN Der zuvor durch Erreichen von MAX1 AUS blockierte Ausgang wird ab dieser Temperatur wieder freigegeben.
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Schematische Darstellung der Einstellwerte...
Zeitprogramm Es können bis zu 5 Zeitprogramme mit je 3 Zeitfenstern definiert werden. Auswahl des Zeitprogrammes 1-5 Wochentage, für welche die Zeitfenster gelten. Uhrzeit des Fensters Und/Oder: Zusammenhang von Zeitfenster und Programm 1-5: Zugewiesene Ausgänge Es folgen zwei weitere, identische Zeitfenster. Und/Oder: Wird UND gewählt, werden gewählte Ausgang nur dann eingeschaltet, wenn der Automatikbetrieb innerhalb des Zeitfensters die Ausgänge einschaltet.
Zeit/Datum Uhrzeit Datum automatische Zeitumstellung automatische Sommerzeitumstellung Sommerzeit Ja/Nein (kann nur geändert werden, wenn autom. Zeitumstellung = „Nein“ – ansonsten dient dieser Eintrag nur als Indikator der Sommerzeit) Handbetrieb Umschalten der Betriebszustände der einzelnen Ausgänge. Es kann zwischen Hand/EIN (Ausgang schaltet immer ein), Hand/AUS (Ausgang schaltet nie ein) und Auto (Ausgang schaltet laut Automatikbetrieb und Zeitprogrammen) gewählt werden.
Expertenebene Programmwahl Sensortype, Bezeichnung, Korrekturwerte etc. Ext. Sensoren zum Einlesen von Werten über CAN-/DL-Bus Ausgänge: Bezeichnungen, Status, Zählerstände, Nachlaufzeit, Blockadezeit und Blockierschutz Steuerausgänge: Funktion, Modus, Freigabe etc. Anlagenschutz z.B. Übertemperaturabschaltung, Frostschutz etc. Startfunktion zum rechtzeitigen Starten der Kollektorpumpe Solarvorrang nur bei entsprechenden Programmen eingeblendet Fkt-Kontrolle aktivieren/deaktivieren, Einstellungen Wärmemengenzähler, Einstellungen für 3 WMZ-Profile Legionellenschutz aktivieren/deaktivieren, Einstellungen...
Sensormenü Die nachfolgenden Einstellungen sind für jeden der 6 Sensoreingänge gesondert zu treffen. Sie sind den jeweiligen Sensoreingängen in Menüs untergeordnet. Bezeichnung Jedem Sensor kann eine Bezeichnung aus Zahlen, Buchstaben, Symbolen und Leerzeichen gegeben werden. Diese Bezeichnung dient lediglich der Identifizierung des Sensors und hat keinen Einfluss auf das Regelgesche- hen.
Durch den relativ hohen Strombedarf muss die Buslast beachtet werden: Der Regler UVR67 liefert eine maximale Buslast von 100%. Der elektronische Sensor FTS-50DL hat z.B. eine Buslast von 25% – es können daher maximal 4 dieser Sensoren an den DL-Bus angeschlossen werden.
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Einstellung externer Sensoren DL-Bus Sensor Bezeichnung Hier kann einem externen Sensoreingang eine Bezeichnung gege- ben werden. Diese Bezeichnung dient nur der Identifikation des Ein- ganges und hat keinen Einfluss auf das Regelgeschehen. Quelle Die Quelle, von welcher das Signal stammt. In diesem Fall wurde „DL-Eingang“...
Ausgänge In diesem Menü kann jedem verwendeten Ausgang in seinem eigenen Untermenü eine Bezeichnung gegeben werden, die das Regelgeschehen nicht beeinflusst. Darunter befinden sich Einstellungen zur Nachlaufzeit und Blockadezeit (weiter unten beschrieben). Zusätzlich werden diverse Informationen und Statistiken angezeigt, wie der Modus (Auto/Handbetrieb), und Zählerstände für Betriebsstunden und Impulse (jeweils „Ge- samt“, „Heute“...
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Nachlaufzeit Besonders bei Solar- bzw. Heizungsanlagen mit langen hydraulischen Systemleitungen kann es während der Startphase zu extremem Takten (ständiges Aus- und Einschalten) der Pumpen über längere Zeit kommen. Das ist vor allem für Hocheffizienzpumpen nachteilig. Ein solches Verhalten lässt sich durch einen gezielten Einsatz der Drehzahlregelung oder durch Verwendung der Pumpennachlaufzeit vermindern.
Steuerausgang Die beiden Steuerausgänge (A6 und A7) sind in der Parametrierung identisch. In diesem Menü werden die Parameter für den Steuerausgang festgelegt. Als Analogausgang kann er eine Spannung von 0 bis 10V in 0,1V-Schritten ausgeben. Im Modus PWM wird ein Digitalsignal mit einer Frequenz von 1 kHz (Pegel ca. 10V) und ei- nem variablen Tastverhältnis von 0 bis 100% erzeugt.
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Anhand dieses Beispiels werden nun die verschie- denen Verfahren der Drehzahlregelung beschrie- ben. Absolutwertregelung = Konstanthalten eines Sensorwertes S1 soll mit Hilfe der Drehzahlregelung auf einer Temperatur (z.B. 50°C) konstant gehalten werden. Verringert sich die Solarstrahlung, wird S1 kälter. Der Regler senkt daraufhin die Drehzahl und damit die Durchflussmenge.
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Differenzregelung = Konstanthalten der Temperatur zwischen zwei Sensoren. Das Konstanthalten der Temperaturdifferenz zwischen z.B. S1 und S2 führt zu einem „glei- tenden“ Betrieb des Kollektors. Sinkt S1 in Folge einer geringer werdenden Einstrahlung, sinkt damit auch die Differenz zwischen S1 und S2. Der Regler senkt daraufhin die Drehzahl ab, was die Verweilzeit des Mediums im Kollektor und damit die Differenz S1-S2 wieder er- höht.
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Ereignisregelung Wird eine festgelegte Temperaturschwelle (Sollwert Ereignis) am Aktivierungssensor über- schritten, wird die Ereignisregelung aktiv und damit die Temperatur am Regelsensor kon- stant gehalten (Sollwert Regelung). Wenn S3 beispielsweise 60°C erreicht hat (Aktivierungsschwelle), soll der Kollektor auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden. Das Konstanthalten des Regelsensors funktio- niert wie bei der Absolutwertregelung.
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Stabilitätsprobleme Die Drehzahlregelung enthält einen „PID-Regler“. Er bewirkt eine exakte und rasche Anglei- chung des Istwertes an den Sollwert. In Anwendungen wie Solaranlage oder Ladepumpe ist mit den Parametern der Werkseinstellung ein stabiles Verhalten zu erwarten. Besonders bei der hygienischen Warmwassererzeugung mittels externem Wärmetauscher (Frischwas- serstation) ist ein Abgleich jedoch zwingend notwendig.
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Ausgabemodus, Ausgabegrenzen Je nach Pumpenausführung kann der Regelmodus der Pumpe nor- mal (0-100 „Solarmodus“, PWM 2) oder invers (100-0 „Heizungs- modus“ PWM 1) sein. Ebenso kann es bestimmte Anforderungen an die Grenzen des Regelbereiches geben. Diese Angaben werden den Informationen des Pumpenherstellers entnommen. Die folgenden Parameter legen den Regelmodus und die Unter- und Obergrenze des ausgegebenen Analogwertes fest: Ausgabemodus: Einstellung des Ausgabemodus;...
Anlagenschutz Es sind zwei Funktion zur Begrenzung von Kollektorübertemperaturen und zwei Frostschutz- funktionen vorhanden, sowie eine Kühlfunktion. Außer der ersten Kollektorübertemperatur- begrenzung sind alle diese Funktionen werksseitig deaktiviert. Kollektorübertemperatur Während eines Anlagenstillstandes kann im System Dampf entstehen. Beim automatischen Wiedereinschalten erreicht die Pumpe nicht den Druck zum Heben des Flüssigkeitsspiegels über den höchsten Punkt im System (Kollektorvorlauf).
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Kollektorfrostschutz Diese Funktion ist werksseitig deaktiviert und nur für Solaranlagen erforderlich, die ohne Frostschutzbetrieb betrieben werden: In südlichen Breiten lassen sich die wenigen Stunden unter einer Kollektor-Mindesttemperatur durch die Energie aus dem Solarspeicher über- brücken. Die Einstellungen laut Grafik bewirken bei Unterschreiten der Einschaltschwelle von 2,0°C am Kollektorsensor eine Freigabe der Solarpumpe und über der Abschaltschwelle von 4°C wird sie wieder blockiert.
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Kollektor-Kühlfunktion Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Speicher über Nacht abkühlen, um am darauffolgen- den Tag wieder Wärme aufnehmen zu können. Hat der ausgewählte Sensor (Speichertemperatur) die eingestellte Temperaturschwelle überschritten, so werden die eingestellten Ausgänge im angegebenen Zeitbereich so lange eingeschaltet, bis sie wieder unterschritten wird.
Startfunktion (ideal für Röhrenkollektoren) Bei manchen Solaranlagen wird der Kollektorfühler am Morgen nicht rechtzeitig vom erwärmten Wärmeträger umspült und die Solarpumpe wird ungünstig spät aktiviert. Der zu geringe Schwerkraftauftrieb tritt meistens bei flach montierten Kollek- torfeldern oder Vakuumröhren auf. Die Startfunktion versucht, unter ständiger Beobachtung der Kollektortemperatur einen Spülausgang freizugeben.
überwachte Aus- Ausgänge, die überwacht werden sollen. Läuft einer der einge- gänge stellten Ausgänge, wird keine Startfunktion ausgeführt. Einstell- bereich: Kombination aller Ausgänge (WE = A1, WE = A2) Spülausgänge Ausgänge, mit deren Hilfe gespült werden soll. Ist dem Ausgang ein Steuerausgang zugeordnet, dann wird zusätzlich die Analog- stufe für volle Drehzahl am Steuerausgang ausgegeben.
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Pumpenlaufzeit Pumpenlaufzeit im Nachrang. Wenn die Temperaturerhöhung beim Spülen zum Umschalten in den Vorrang nicht ausreicht, wird für diese Zeit der Nachrang erlaubt. Wird die Pumpen- laufzeit auf 0 gestellt, so wird der Nachrang erst nach Erreichen der Maximalschwelle Vorrangs erlaubt absoluter Vorrang)
Fkt-Kontrolle (Funktionskontrolle) Die Funktionskontrolle dient zur Überwachung eines Sensordefekts sowie einer fehlenden Zirkulation in einer Solaranlage. Die Funktionskontrolle ist werksseitig deaktiviert. Funktionskontrolle Funktionskontrolle aktivieren/deaktivieren Ja/Nein (WE = Nein) Die Sensoren werden auf Unterbrechung bzw. Kurzschluss überwacht. Sensoren des Typs Digital (EIN/AUS) und VIG und Sensor- eingänge die auf Fixwert oder auf unbe- nutzt gestellt sind, werden nicht überwacht.
Wärmemengenzähler (3 identische Einträge) Das Gerät besitzt die Möglichkeit zur Erfassung der Wärmemenge für bis zu 3 Anlagenteile. Die 3 Wärmemengenzähler sind werksseitig deaktiviert. Ein Wärmemengenzähler benötigt grundsätzlich drei Angaben. Diese sind: Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Durchflussmenge (Volumenstrom) In Solaranlagen führt eine korrekte Sensormontage (siehe Sensormontage – Kollektorfühler am Vorlaufsammelrohr, Speicherfühler am Rücklaufaustritt) automatisch zum richtigen Er- fassen der geforderten Temperaturen.
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Volumenstromsensor Sensoreingang des Volumenstromgebers (WE = -----) Ein Impulsgeber der Serie VIG..kann nur am Eingang S6 ange- schlossen werden. Dafür sind unbedingt die folgenden Einstellun- gen im Sensormenü vorzunehmen: S6 Sensor: VIG Quotient: Liter pro Impuls Einstellbereich: S6 = Volumenstromgeber am Eingang 6 EXT1-EXT9 = Wert von externem Sensor (FTS..-DL) über DL-Bus ----- = kein Volumenstromgeber ->...
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Kalibrierung löschen Löscht die Kalibrierwerte. Zähler löschen Die aufsummierte Wärmemenge kann über diesen Befehl gelöscht werden. Wurde der Wärmemengenzähler aktiviert, werden folgende Anzeigen im Menü Übersicht eingeblendet: die Momentanleistung in kW der Volumenstrom in Liter/Stunde die Wärmemenge in kWh WICHTIG: Tritt an einem der beiden eingestellten Sensoren (Vorlaufsensor, Rücklaufsensor) des Wärmemengenzählers ein Fehler (Kurz- schluss, Unterbrechung) auf, so wird die momentane Leistung...
Einstellungen WMZ Schritt für Schritt Sie haben die Möglichkeit, 2 verschiedene Volumenstromgeber einzusetzen: • den Impulsgeber VIG • den FTS..DL, der an die Datenleitung angeschlossen wird Wenn Sie keinen Volumenstromgeber einsetzen, können Sie auch nur einen fixen Volumen- strom einstellen. Nachfolgend werden die notwendigen Einstellungen „Schritt für Schritt“...
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FTS...DL (Beispiel: Einbau im Rücklauf, nur 1 FTS4-50DL in Verwendung, Verwendung eines externen Sensors für den Vorlauf, der am FTS4-50DL angeschlossen ist) Der FTS4-50DL wird an die Datenleitung angeklemmt, daher: Expertenebene Ext. Sensoren und dort einem EXT-Eingang den Volumenstromgeber zuweisen. Hierfür wird, im Untermenü...
Ohne Volumenstromgeber: Aktivieren des WMZ-Profils wie in vorherigen Anleitungen. Einstellen des Vorlaufsensors und des Rücklaufsensors in den entsprechenden Menüpunkten. Auswahl von „-----“ unter Volumenstromgeber, da keiner Ver- wendet wird. Eingabe des fixen Volumenstroms. Zuletzt Eingabe von zuge- ordneten Ausgängen, Frostschutzanteil und Sensorkalibrie- rung laut vorherigen Anleitungen.
überwachter Sensor Gibt an, welcher Sensor überwacht werden soll. Einstellbereich: S1 bis S6 (WE = S3) Temperaturschwelle Diese Temperatur muss vom eingestellten Sensor während der Intervallzeit für die Dauer der Haltezeit überschritten werden. Der gewählte Ausgang wird bei Aktivierung der Funktion für die Dauer der Haltezeit eingeschaltet und der Sensor wird über der Tempera- turschwelle gehalten.
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Solarpumpe abgeschaltet und es erscheint die Fehlermeldung Drain-back Err. im Status-Me- nü. Erst nach Löschen des Fehlers kann die Anlage wieder starten. Für die Drehzahlregelung der Pumpe muss ein Steuerausgang (bei Elektronikpumpen mit 0- 10V oder PWM-Eingang) aktiviert werden. Für die Stabilisierungszeit ist es sinnvoll, eine Min- destdrehzahl zu definieren, welche die Zirkulation sicherstellt.
Füllzeit Nach dem Start der Anlage auf Grund des Strahlungswertes oder der Temperaturdifferenz zwischen Kollektorsensor und Speichersensor laufen die Ausgänge für die Füllung der Anlage während der Füllzeit mit voller Drehzahl. (WE = 120 Sek) Einstellbereich: 0s bis 16m 30s in 1-Sekunden-Schritten Stabilisierungsz.
Punkt Webportal > Menü C.M.I.s > 4. Visualisierung. Hier werden nur die auf das Gerät UVR67 bezogenen Einstellungen beschrieben. In der eigenen Be- triebsanleitung von Winsol gibt es weitere Informationen zur Verwendung dieser Software (erhältlich unter www.ta.co.at bei Downloads >...
Garantiebedingungen Hinweis: Die nachfolgenden Garantiebedingungen schränken das gesetzliche Recht auf Gewährleistung nicht ein, sondern erweitern Ihre Rechte als Konsument. 1. Die Firma Technische Alternative RT GmbH gewährt ein Jahr Garantie ab Verkaufsdatum an den Endverbraucher für alle von ihr verkauften Geräte und Teile. Mängel müssen unverzüglich nach Feststellung und innerhalb der Garantiefrist gemeldet werden.