1 Einleitung 1.1 FNL FNL ist ein Ethernet-basiertes PROFIBUS DP-Gateway, welches als DP Master oder DP Slave betrieben werden kann. FNL ist als Modbus TCP Server gemäß dem Modbus TCP Protokollstandard V1.1 implementiert und unterstützt eine Teilmenge von Modbus TCP kompatiblen Funktionen zum Zugriff auf Input- und Output Buffer.
2 Installieren 2.1 FNL installieren Installieren Sie das FNL gemäß der Installationsanleitung (Dokument FNL.pdf), indem Sie FNL an die Spannungsversorgung (24 Volt DC) anschließen sowie mit einem Ethernet-Netzwerk verbinden. Der zur Konfiguration notwendige PC muss ebenfalls am gleichen Ethernet- Netzwerk angeschlossen sein. Eine Direktverbindung des FNL mit dem PC über ein Ethernet-Drehkabel ist ebenfalls möglich.
Zum erneuten Scan des Netzwerks klicken Sie auf das links oben befindliche "Search"-Symbol. Abb. 1: KUNBUS Network Configurator Doppelklicken Sie auf das entsprechende FNL in der angezeigten Liste und stellen Sie die IP-Address, Subnet mask und Gateway ein. Eine alternative Einstellung im DHCP-Mode zur automatischen Zuweisung der IP-Adresse ist ebenfalls möglich.
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Abb. 2: Einstellung der TCP/IP-Adresse 6 / 23 FNL TCP Schnittstelle...
Abwärtskompatibilität zu bestehenden Applikationen zu gewährleisten. Wechseln Sie auf die Registerkarte Advanced und stellen Sie für den Parameter FNL-Mode die Betriebsart "KUNBUS interface" ein: Abb. 3: Einstellung der FNL-Betriebsart Klicken Sie OK, um den "Device Properties" Dialog zu schließen. Der "Network Configurator" aktiviert die geänderten Parameter des...
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Abb. 4: FNL mit geänderten Parametern Schließen Sie den "Network Configurator" 8 / 23 FNL TCP Schnittstelle...
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Je nach Betriebsart des FNL hat er folgende Bedeutung: DP Master Betriebsart: Der Buffer enthält alle Daten die das FNL als DP Master zu den DP Slaves sendet. DP Slave Betriebsart: Der Buffer enthält alle Daten, die das FNL als DP Slave zum DP Master sendet.
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Die Umsetzung der PROFIBUS DP Daten sowie Bedeutung und Struktur der einzelnen Register ist abhängig von der eingestellten Betriebsart DP Master oder DP Slave und ist in den untenstehenden Kapiteln im Detail beschrieben. 12 / 23 FNL TCP Schnittstelle...
4 Betrieb als Master 4.1 Funktionsweise Abb. 5: Betrieb als PROFIBUS-Master FNL arbeitet als PROFIBUS DP Master und bildet sämtliche DP Slave spezifischen Input-, Outputdaten sowie DP Slave Statusinformationen auf die Buffer und Register des integrierten Modbus TCP Servers ab. FNL TCP Schnittstelle...
Starten Sie das Programm "Configurator II" aus dem Windows-Start- Menü "KUNBUS GmbH/Profibus Configurator". Erstellen Sie die PROFIBUS-Konfiguration, laden Sie sie auf das FNL und testen Sie sie mit dem online Monitor/Modify-Mode. FNL speichert die PROFIBUS-Konfiguration im Flash Memory, so dass diese jederzeit wieder zur Verfügung steht.
4.3 Konfiguration laden CONFIGURATOR II stellt eine integrierte Download-Funktion zum Flash der PROFIBUS-Konfiguration auf dem FNL zur Verfügung. Befolgen Sie bitte die nachfolgenden Schritte: Wählen Sie aus dem Online-Menü die Funktion Treiberauswahl aus: Abb. 7: Treiberauswahl Die vorhandenen FNLs werden angezeigt: Abb. 8: Installierte FNLs...
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Wählen Sie ein FNL aus und klicken Sie auf den OK Button. Falls keine FNLs angezeigt werden, klicken Sie auf den Button Configure Ethernet Devices, um das Netzwerk nach angeschlossenen FNLs zu durchsuchen. Falls dann immer noch kein FNL gefunden wird, überprüfen Sie die Installation.
4.4 Monitor/Modify Mode Mit dem Monitor/Modify-Mode des "Configurator II" kann die gespeicherte PROFIBUS-Konfiguration sofort getestet werden. Bitte beachten Sie, dass hierfür das PROFIBUS-Netzwerk am FNL angeschlossen und die DP Slaves betriebsbereit sein müssen. Klicken Sie auf das Monitor/Modify-Symbol in der Toolbar des "Configurator II":...
Lieferumfang befindlichen GSD-Datei COMS0A4B.gsd. Konfiguration des FNL AUTO SLAVE Mode In Verbindung mit dem Modbus TCP Server unterstützt FNL als DP Slave den AUTO SLAVE Mode. Im AUTO SLAVE Mode ist nur die Konfiguration der PROFIBUS Adresse notwendig, die Erkennung der PROFIBUS DP Baudrate sowie die Übernahme der vom DP Master...
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Auto Slave.exe, welches sich im Lieferumfang befindet: Abb. 14: Starten Sie DP Set Auto Slave.exe Wählen Sie aus der Liste das FNL aus, was konfiguriert werden soll durch Eingabe der zugehörigen Nummer (No). Falls kein FNL angezeigt wird, überprüfen Sie die Netzwerkinstallation.
5.3 Modbus/TCP als DP Slave Zustandsabfrage des FNL DP Slave über das Kontrollregister2 (8194) Für den AUTO SLAVE Mode ist keine Konfiguration erforderlich. Über das Kontrollregister2 wird der aktuelle Zustand von FNL DP Slave angezeigt. 15 … 7 - Data...
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Mode wurden durch den DP Master aktiviert Tab. 5: Beispiele für Statuscodes Umsetzung der DP Slave Input/Outputdaten Die Inputdaten sind diejenigen Daten, die FNL DP Slave zum DP Master sendet. Sie liegen im MODBUS_to_PROFIBUS Buffer und werden von der Modbus TCP Client Applikation geschrieben.
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MODBUS_to_PROFIBUS Buffer Enthält die Inputbytes des FNL DP Slave, d.h. die Daten, die FNL DP Slave zum DP Master sendet. DP Slave Register Coil Buffer offset DP Slave Input Bytes 4097 1…16 0x0000…0x0001 Byte 1 und 2 4089 17…32 0x0002…0x0003...
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Dies ist notwendig, um einen problemlosen Anlagenhochlauf z.B. in Verbindung mit einer SPS zu gewährleisten, da die Hochlaufzeit einer SPS ist in der Regel wesentlich kürzer ist als die des am FNL angeschlossenen Modbus TCP Client Systems und die SPS aufgrund des verzögerten Anlaufs von FNL in den Maintenance-...