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XCAT X-Cat Basic Betriebshinweise Seite 56

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Die perfekte Wende mit dem X-CAT
Nicht zu viel Ruder legen beim Anfang der Wende. Eventuell vorher ein wenig abfallen, um etwas mehr
Speed aufzubauen. Wenn du Ruder legst, dann mit der Pinnen-Verlängerung und Gewicht soweit es geht
nach vorne. Je nach Windverhältnissen und Übung macht das Boot die Wende auf einmal und die Fock
kommt „back" oder mit anderen Worten: wenn der Wind auf der verkehrten Seite herein fällt und dadurch
den Bug durch den Wind drückt.
Sobald das Boot aber nicht mehr läuft und das Vorsegel noch nicht „back" steht, das Ruder einfach los
lassen (ohne Fahrt gibt es ohnehin keinen Ruderdruck) und dich selbst noch weiter nach vorne versetzen.
Das Ruder schlägt auf der kommenden LEE-Seite zurück, sobald das Boot durch den Wind am Bug anfängt,
zurückzulaufen. Das Heck vom Boot treibt es nach der kommenden LUV-Seite durch das schräg
eingeschlagene Ruder, das Vorsegel kommt „back" und du hast schon gewonnen. Das Boot absolviert die
Wende, umsteigen auf die neue LUV-Seite, Vorsegel-Schote auf der LEE-Seite anziehen und los geht's
wieder. Das Boot nimmt wieder Fahrt auf und zieht das Ruder selbst wieder gerade.
Und das ist eine typische Eigenschaft des X-CAT. Bei einem normalen CAT funktioniert das nicht. Diese
haben das Steuer-Ruder am Heck der Rümpfe und die Ruder können nicht durchschlagen. Ruderausschlag
bei diesen ist maximal ca. 90° in beide Richtungen. Bei üblichen Katamaranen muss der Steuermann
deswegen das Ruder Richtung der kommenden LUV-Seite umlegen, damit das Heck mit dem gleichen Effekt
in die kommende LUV-Richtung treibt. Nachteil: Das Ruder muss immer gehalten werden und eine
Gewichtsverlagerung nach vorne ist nur mit einer zweiten Person möglich.
Die Wende funktioniert auch ohne Ruder zu legen: indem du dich einfach nach vorne bewegst. Das Boot
luvt an, das Ruder folgt und macht einen Ausschlag nach vorherrschender LUV-Seite. Das Boot kommt zum
Stehen (geht ganz rasch bei Starkwind), läuft zurück, das Ruder schlägt durch und treibt das Heck zur
kommenden LUV-Seite. Das funktioniert, weil das Heck weiter aus dem Wasser ragt als der BUG, wenn das
Gewicht vorne ist. Das „back" gehaltene Vorsegel bekommt Wind-Druck sobald das Boot den Wind voll von
vorne bekommt und druckt zusätzlich den Bug zur kommenden LEE-Seite. Umsetzen zur andere Seite
eventuell vorne beim Mast vorbei, Vorsegel-Schote lösen und auf der neuen LEE-Seite anziehen. Das Boot
nimmt gleich wieder Fahrt auf, zieht das Ruder selbst gerade und du kannst die Pinne wieder in die Hand
nehmen (oder auch nicht und einfach mit dem Gewichtstrimm steuern, siehe nachher)
Als Konsequenz dieser Eigenschaften kannst du den X-CAT mit Gewichtsverlagerung steuern. Bleibst du
ganz hinten, läuft er den Kurs von selbst oder fällt leicht ab. Bewegst du dich leicht nach vorne, luvt er an -
ist toll! Vor allem, wenn du alleine am Boot bist – man/frau kann mal was trinken, fotografieren oder was
anders machen.
Und man soll den Barberhauler (grau-rote Vorsegelschote für Segeltrimm) bei der Wende aufmachen,
damit die eventuelle vordere Person leichter um den Masten auf die andere Seite wechseln kann ohne dass
die Leinen stören. Außerdem ist es ratsam, die rote Vorsegel-Schote zu straffen, bevor das Vorsegel "back"
kommt. Somit übt das Vorsegel mehr Druck aus wenn das "back" gehalten wird.
Der X-CAT macht Spaß, man/frau muss jedoch seine Eigenschaften kennen lernen.
Bedienungsanleitung
Seite 56
Stand: 03-2016
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