Der
allgemeine
Sprechfunkverkehr
wird nach dem Prinzip „einer mit
allen" im Grundkanal abgewickelt.
Für die Telefonie- und Selektivfunkti-
onen wird ein zweiter Funkkanal, der
sogenannte
Selektivkanal
Privatkanal) benutzt.
Die Anlage macht sich dabei die Mög-
lichkeit der MR90 HF-Sender und -
Empfänger zunutze, die Kanalfrequenz
über einen extern anzuschließenden
Kontakt von einem an einem DIP-
Schalter voreingestellten Primärkanal
(K1) auf einen an einem weiteren DIP-
Schalter voreingestellten Sekundärka-
nal (K2) umzustellen.
Der Vollständigkeit halber ist in dem
obigen Blockschaltbild noch die Kon-
figuration um die Bausteine einer
Funkdatenübertragung ergänzt wor-
den. Ohne die Funkdatenübertragung
sind Bausteine für die MR90 Sprech-
funkfrequenzen der Feststation auch in
einer einzigen Funkstation MRST13
unterzubringen.
Im linken Teil der MR90 Anlage im
MRST13 Gehäuse sind die Bausteine
für den Funksprech-Grundkanal darge-
stellt ( NF-Interface NFT01, HF-
Sender HFS35 (S), HF-Empfänger
HFE27 (E)) . Daneben befinden sich
die Bausteine für eine Funkdatenüber-
tragung (Datenfunkmodem MOD02,
HF-Sender und -Empfänger).
HF-mäßig zusammengefasst werden
die Signale mit der Strahlkabelanpas-
sung ASK01.
Die NF-mäßige Verbindung des Funk-
grundkanals mit einer z.B. ständig
besetzten Stelle erfolgt mit dem Kop-
pelbaustein iKO02.
Für die Funktion des zweiten (selekti-
ven) Kanals wird benötigt:
- eine weitere Feststation MRST12 mit
HF-Sender,
HF-Empfänger,
Interface NFT01, Strahlkabelanpas-
sung ASK01 und i/i Koppelmodul
iKO02.
Der zweite Kanal benötigt eine eigene
Empfangs- und Sendeeinheit, damit
ein paralleler Betrieb von Selektivruf
und dem Sprechfunk „einer mit allen"
möglich ist.
Das i/i Koppelmodul IKO02 stellt die
Verbindung des Selektivfunkteils mit
dem Funk-Telefon-Koppler FTK01
her. Er betätigt sinngemäß über eine
Sprachwaage die Sendetaste der Funk-
feststation (falls eine Sprechverbin-
Copyright © FHF Bergbautechnik GmbH & Co. KG 07.2004 Technische Änderungen vorbehalten.
Funk-Telefon-Koppler FTK01
dung zwischen Funksystem und Fern-
sprechnetz aufgebaut ist) für den Teil-
nehmer am Telefon. Anders als beim
normalen Fernsprechbetrieb ist jedoch
zwischen Funksystem und Fernsprech-
(oder
teilnehmer kein Gegensprechen mög-
lich. Dadurch ist eine Sprechdisziplin
notwendig. Es ist nicht möglich, dem
Gesprächspartner ins Wort zu fallen.
Der
Funk-Telefon-Koppler
benötigt neben seiner NF-Schnittstelle
zum Funksystem noch die zwei Steu-
erleitungen „Sendeblockierung" und
„Kanalwechsel".
Mit der Leitung „Sendeblockierung"
werden die Schaltungsteile des Grund-
kanals kurzzeitig blockiert, wenn der
FTK01
über
kurzzeitig Rufsignale zum Ruf eines
Handfunkgerätes MRH01 in der Fre-
quenzlage des Grundkanals aussendet.
Mit der Steuerleitung „Kanalwechsel"
wird dazu die Sende- und Empfangs-
frequenz des Selektivfunkteils auf die
Frequenz des Grundkanals umgestellt.
Der FTK01 bedient den Aufbau der
Verbindungen im Selektivfunkkanal -
bzw. zwischen Selektivfunkkanal und
Fernsprechnetz. Der FTK01 überwacht
zu jedem Zeitpunkt, ob der Selektiv-
funkkanal frei ist. Bei Verbindungen in
das Fernsprechnetz der Schachtanlage
steuert der FTK01 durch die Weiterga-
be der Wahlinformation mit Impuls-
oder Mehrfrequenzwahl den Verbin-
dungsaufbau.
Zur Verbindung der beiden Feststatio-
nen mit einem gemeinsamen Strahlka-
bel ist in der obigen Konfiguration ein
Splitter z.B. MRSP01 oder MRST21
notwendig.
In einer MR90 Anlage ohne Datenfunk
ist solch ein Splitter nicht nötig, wenn
die Bausteine von Grund- und Selek-
NF-
tivkanal wie vor beschrieben in ein
Stationsgehäuse
können.
Aufbau
Der Funk-Telefon-Koppler FTK01 ist
in
ein
robustes,
Gehäuse aus rostfreiem Stahlblech
eingebaut. Die Abmessungen betragen
311 x 220 x 90 mm. Der Deckel ist mit
4 Zylinderschrauben auf dem Unter-
kasten befestigt. Die Einführung der
Anschlussleitungen erfolgt an der
Gehäuseunterseite des Unterkastens
FTK01
den
Selektivfunkteil
eingebaut
werden
rechteckförmiges
über bis zu 6 Stopfbuchsverschrau-
bungen.
Funktion
Der
Funk-Telefon-Koppler
basiert
weitgehend
auf
Hardware eines FHF Bergbau-
technik
Alarmfernsprechers
iVT2. Als wesentliche Schal-
tungsteile zur Kopplung der
Funkanlage
mit
dem
sprechnetz sind eingebaut:
Telefonschnittstelle
(in
Schutzart EEx ia I ) zum An-
schluss an iKT1 oder KT1 Tele-
fon - Koppler mit
- 300Hz Rufsignalempfänger
- DTMF Sender
- DTMF Empfänger
- Schleifenstrombelegung
- Integrierte Sprechschaltung
- NSI-Kontakt, damit bilingual
auch für IWV verwendbar
- Besetztondecoder
Mikrokontroller mit:
- Programmspeicher (EPROM)
- seriellem EEPROM zum festen Ab-
legen der Funktionsparameter
- Tastatur zur Parametrierung
- LED Anzeige zur Laufkontrolle
Schnittstelle (in der Schutzart EEx ia I)
zur MR90 Funkfeststation mit:
- NF-Schnittstelle, übertragerentkop-
pelt
- zwei binäre, optokopplergetrennte
Halbleiterausgänge (Steuersignale)
Der FTK01 wird im Normalfall aus
einem eingebauten 600mAh NiCd-
Akku Typ 7980A9gespeist. Der Akku
wird ständig aus einer 12V Stromver-
sorgung NG3-12ib mit ca. 22mA
geladen. Damit ist sichergestellt, dass
der FTK01 auch bei Ausfall der Netz-
spannung weiter in Funktion bleibt.
Die Stromaufnahme des FTK01 im
Ruhezustand ist gering, daß der Ak-
kumulator ständig nachgeladen wird.
Mit Einstecken der beiden Batterieste-
cker (3 pol. Stecker: Ladeeingang, 2
pol. Stecker: Akkuausgang) in die
Leiterplatte ist das Gerät aktiviert. Der
korrekte Programmlauf des Gerätes ist
an dem regelmäßigen Blinken der
LED „F4" auf der Tastaturplatine zu
erkennen.
der
Fern-
der
Seite 2