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NCT 99M Programmieranleitung

Für fräsmaschinen und bearbeitungszentren
Inhaltsverzeichnis
®
NCT
99M
®
NCT
2000M
Steuerungen für Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren
Programmieranleitung
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für NCT 99M

  • Seite 1 ® ® 2000M Steuerungen für Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren Programmieranleitung...
  • Seite 2 Hergestellt und entwickelt von: NCT Automation kft. H-1148 Budapest Fogarasi út 7. :Adresse: H-1631 Bp. Pf.: 26 F Telefon: +36 (1) 467 63 00 F Telefax: + 36 (1) 363 66 05 E-mail: nct@nct.hu Home Page: www.nct.hu...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung ..............1.1 Das Teileprogramm .
  • Seite 4 6.4.3 G64: Betriebsart Stetiges Spanen ........6.4.4 G63: Betriebsart Korrektur- und Stop-Sperre .
  • Seite 5 13 Organisierung des Teileprogrammes ........13.1 Die Satznummer (N-Adresse) .
  • Seite 6 17.1.1 Tiefbohrzyklus mit hoher Geschwindigkeit (G73) ..... . . 17.1.2 Bohrzyklus für Linksgewinden (G74) ....... . 17.1.3 Ausdrehen mit automatischer Werkzeugverstellung (G76) .
  • Seite 7 20.11.4 Zahlenmässige Darstellung von Variablen ......20.12 Typen der Variablen ..........20.12.1 Lokale Variablen: #1 - #33 .
  • Seite 8: Einleitung

    Einleitung 1 Einleitung 1.1 Das Teileprogramm Ein Teileprogramm ist eine Anzahl von Anweisungen, die die Steuerung interpretieren kann und mit denen die Maschinenfunktionen angesteuert werden können. Ein Teileprogramm besteht aus Sätzen. Die Sätze werden aus Wörtern gebildet. Wort: Adresse und Angabe Ein Wort besteht aus zwei Teilen, aus der Adresse und der Angabe.
  • Seite 9: Satz

    Einleitung Für die Adressen, bei denen I und das Minuszeichen ersichtlich ist, kann ein Inkrementaloperator, bzw. das Vorzeichen angegeben werden. Das Pluszeichen wird nicht angezeigt und nicht gespeichert. Satz Ein Satz wird aus Wörtern zusammengesetzt. Die Wörter werden im Speicher durch den Charakter s (Line Feed) getrennt. In den Sätzen ist die Benutzung der Satznummer unverbindlich.
  • Seite 10: Hauptprogramm Und Unterprogramm

    Einleitung Hauptprogramm und Unterprogramm Die Teileprogramme können auf Hauptprogramme und Unterprogramme unterteilt werden. Die Bearbeitung eines Werkstückes wird im Hauptprogramm beschrieben. Sollen sich wiederholende Muster an verschiedenen Stellen bearbeitet werden, brauchen diese Programmabschnitte im Hauptprogramm nicht von neuem beschrieben zu werden. Es können Unterprogramme organisiert werden, die aus beliebigen Stellen des Hauptprogrammes, sogar aus Unterprogrammen aufgerufen werden können.
  • Seite 11 Einleitung...
  • Seite 12: Grundbegriffe

    Einleitung 1.2 Grundbegriffe Die Interpolation Im Laufe der Bearbeitung kann die Steuerung das Werkzeug einer Geraden, oder einer Kreis- bahn entlangführen. Diese Möglichkeit wird In- terpolation genannt. Werkzeugbewegung entlang einer Geraden: Programm: G01 Y__ X__ Y__ Abb. 1.2-1 Werkzeugbewegung entlang einer Kreisbahn: Programm: G03 X__ Y__ R__ Obwohl bewegt sich der Tisch samt dem...
  • Seite 13 Einleitung Referenzpunkt Der Referenzpunkt ist ein fester Punkt auf der Werkzeugmaschine. Nach Einschalten der Maschine müssen die Schlitten den Referenzpunkt anfahren. Nach erfogtem Referenzpunktfahren kann die Steuerung auch Absolutkoordinaten interpretieren. Koordinatensystem Die auf der Teilezeichnung angegebenen Abmes- sungen beziehen sich auf einen bestimmten Punkt des Werkstückes.
  • Seite 14 Einleitung Absolute Koordinatenangabe Bei einer absoluten Koordinatenangabe bewegt sich das Werkzeug bis zu einer vom Origo des Koordinatensystems berechneten Entfernung, al- so auf den auf der Koordinate angegebenen Punkt. Der Kode einer absoluten Weginformation ist G90. Durch die Anweisungszeile G90 X50 Y80 Z40 wird das Werkzeug auf den Punkt der oben an- gegebenen Position bewegt unabhängig davon, wo es sich vor der Ausgabe des Befehls befindet...
  • Seite 15 Einleitung F (Vorschub) von den Sätzen N16 und N17 geerbt, so brauchen diese Funktionen nicht satzweise angegeben zu werden. Nichterbliche Funktionen Die Wirkungen gewisser Funktionen, oder der Wert gewisser Angaben sind nur im gegebenen Satz wirksam. Diese Funktionen sind nichterbliche Funktionen. Spindeldrehzahl Die Spindeldrehzahl kann unter der S-Adresse, die auch S-Funktion genannt wird, angegeben werden.
  • Seite 16 Einleitung Radienkorrektur Beim Fräsen einer Kontur soll das Werkstück mit Fräswerkzeugen unterschiedlicher Radien be- arbeitet werden. Im dessen Interesse, dass im Programm nicht die Mittelpunktbahn unter Inbe- trachtnahme der Werkzeugradien, sondern die effektive Werkstückkontur beschrieben werden kann, ist eine Radienkorrektur einzuführen. Die Werte für die Längenkorrekturen sind in die Steuerung anzugeben.
  • Seite 17: Angesteuerte Achsen

    Angesteuerte Achsen 2 Angesteuerte Achsen Anzahl Achsen in Grundausführung Anzahl ergänzender Achsen 5 (insgesamt 8 Achsen) Anzahl gleichzeitig bewegbarer Achsen 8 (mit Geradenintepolation) 2.1 Benennung der Achsen Die Benennung der gesteuerten Achsen kann im Parameterspeicher definiert werden. Hier kann bestimmt werden, ob welche physikalische Achse unter welcher Adresse bewegt wird. Die Achsnamen einer Fräsmaschinen- steuerung in Grundausführung sind: X,Y und Die Benennung der ergänzenden Achsen ist...
  • Seite 18 Angesteuerte Ahsen automatisch. Das Massystem der Drehachsen ist immer der Winkelgrad. Die kleinste angebbare Abmessung ist als Input-Inkrementensystem der Steuerung betrachtet. Dieses Input-Inkrementensystem der Steuerung kann durch einen Parameter angewählt werden. Es kann aus drei Systemen gewählt werden: IS-A, IS-B und IS-C. Auf der selben Maschine können die Inkrementensysteme nicht gemischt angewandt werden.
  • Seite 19: Vorbereitungsfunktionen (G-Kodes)

    Vorbereitungsfunktionen (G-Kodes) 3 Vorbereitungsfunktionen (G-Kodes) Der Typ eines Befehls wird im gegebenen Satz durch die G-Adresse und der darauffolgenden Zahl bestimmt. Die durch die Steuerung interpretierten G-Kodes, deren Funktionen und Gruppierung sind in der folgenden Tabelle enthalten. G-Kode Gruppe Funktion S eite Positionieren 2222...
  • Seite 20 Vorbereitungsfunktionen (G-Kodes) G-Kode Gruppe Funktion S eite automatische Werkzeuglängenvermessung Beibehalten des Radienkorrekturvektors Eckabrundung mit Redienkorrektur Ausschalten der Werkzeugradienkorrektur-Berechnung Werkzeugradienkorrektur-Berechnung von links Werkzeugradienkorrektur-Berechnung von rechts Längenkorrektur + Längenkorrektur - Vermehrung um die Werkzeugverschiebung Reduzierung um die Werkzeugverschiebung Vermehrung um die zweifache Werkzeugverschiebung Reduzierung um die zweifache Werkzeugverschiebung Ausschalten der Längenkorrektur Masstabieren ausschalten...
  • Seite 21 Vorbereitungsfunktionen (G-Kodes) G-Kode Gruppe Funktion S eite Löschbefehl Verdrehung des Koordinatensystems Verdrehung des Koordinatensystems ausschalten Tiefbohrzyklus mit hoher Geschwindigkeit Bohrzyklus für Linksgewinden Ausdrehen mit automatischer Werkzeugrückstellung Ausschalten des Zykluszustandes Bohrzyklus, Rückzug im Eilgang Bohrzyklus mit Verzögerung, Rückzug im Eilgang Tiefbohrzyklus Gewindebohren G84.2 Rechtsgewindezyklus ohne Ausgleichsfutter...
  • Seite 22 Vorbereitungsfunktionen (G-Kodes) – Aus G20 und G21 wird beim Einschalten wirksam, der beim Ausschalten eingestellt worden war. – Die Grundinterpretation nach Einschalten des Befehls G05.1 kann auf Parameter MULBUF angegeben werden. – Die G-Kodes der Gruppe 00 werden nicht weitergeerbt, alle anderen sind erblich. –...
  • Seite 23: Die Interpolation

    Die Interpolation 4 Die Interpolation 4.1 Das Positionieren (G00) Die Anweisungszeile G00 v bezieht sich auf das Positionieren im aktuellen Koordinatensystem. Das Positionieren erfolgt auf den Koordinatenpunkt v. Hier (und im Weiteren) bezieht sich die Bezeichnung v auf alle gesteuerte Achsen der gegebenen Werkzeugmaschine. (Diese können X, Y, Z, U, V, W, A, B, C sein).
  • Seite 24 Die Interpolation Vorschub entlang der Y-Achse: ......Vorschub entlang der U-Achse: ......Vorschub entlang der C-Achse: wobei x, y, .u, ..c die entlang den entsprechenden Achsen programmierten Weglängen sind. Die programmierte Weglänge: G01 X100 Y80 F150 Abb. 4.2-1 Entlang einer Drehachse ist der Vorschub in °/min dimensi- oniert.
  • Seite 25: Die Kreisinterpolation Und Die Ebene Spiraleninterpolation (G02, G03)

    Die Interpolation überschreiben wird. Entsprechend dem in der Parametergruppe CODES des Parameterfeldes sind G00, oder G01 nach dem Einschalten der Steuerung wirksam. 4.3 Die Kreisinterpolation und die ebene Spiraleninterpolation (G02, G03) In der Anweisungszeilen ist eine Kreisinterpolation vorgeschrieben. Die Kreisinterpolation erfolgt in der durch die Befehle G17, G18, G19 angewählter Ebene, im Uhrzeigersinn (bei der Eingabe von G02), oder im Gegenuhrzeigersinn (bei der Eingabe von G03).
  • Seite 26 Die Interpolation Die weiteren Daten eines Kreises können auf zweierlei Arten eungegeben werden: Fall 1: Unter der R-Adresse, wobei R der Kreisradius ist. In die- sem Fall errechnet die Steuerung die Kreismittelpunktko- ordinaten aus den Koordinaten des Anfangspunktes (Posi- tion, in der sich die Steuerung im Moment des Einlesens des Kreissatzes befindet), aus denen des Endpunktes (dem unter Xp, Yp, Zp definierten Wert) und aus dem program- mierten Kreisradius automatisch.
  • Seite 27 Die Interpolation Unter der F-Adresse kann die tangentiale Bahngeschwindig- keit, die der gesamten Bahn entlang stetig ist, programmiert werden. Anmerkungen: – I0, J0, K0 sind vernachlässigbar, z.B. G03 X0 Y100 I-100 – Wenn Xp, Yp, Zp alle weggelassen werden, oder die Ko- ordinate des Endpunktes mit der des Anfangspunktes übereinstimmt, gibt es zwei Fälle: a.
  • Seite 28: Die Räumliche Spiraleninterpolation (G02, G03)

    Die Interpolation Der folgende Programmteil zeigt ein Beispiel dafür, wie ein Kreis änderlichen Radius durch die Anwendung der Adres- sen I, J, K definiert werden kann: G17 G90 G0 X50 Y0 G3 X-20 I-50 Abb. 4.3-6 Ist der angegebene Kreisradius kleiner als die Hälfte der den Anfangspunkt und den Endpunkt verbindenden Geraden, be- trachtet die Steuerung den angegebenen Kreisradius für den anfänglichen Radius des Kreises und interpoliert einen Kreis...
  • Seite 29 Die Interpolation Der unter der F-Adresse angegebene Vorschub erfolgt der Kreisbahn entlang. Die Vorschub- komponente Fq parallel zur q-Achse ergibt sich aus der folgenden Formel: wobei : Weg entlang der q-Achse : Kreisbogenlänge Abb. 4.4-1 F: programmierter Vorschub : Vorschub entlang der q-Achse sind.
  • Seite 30: Gewindeschneiden Gleichmässiger Gewindesteigungen (G33)

    Die Interpolation – Eine vorgegebene Werkzeugradienkorrektur wird stets in der Kreisebene realisiert. 4.5 Gewindeschneiden gleichmässiger Gewindesteigungen (G33) Die Anweisung G33 v F Q G33 v E Q definiert das Gewindeschneiden von zylindri- schen, oder kegeligen Gewinden gleichmässiger Steigung. Für den Vektor v können Koordina tenangaben von maximum zwei Achsen eingege- ben werden.
  • Seite 31 Die Interpolation Beipiel fürs Gewindeschneiden: N50 G90 G0 X0 Y0 S100 M4 N55 Z2 N60 G33 Z-100 F2 N65 M19 N70 G0 X5 N75 Z2 M0 N80 X0 M4 N85 G4 P2 N90 G33 Z-100 F2 Erklärung: N50, N55: Das Werkzeug wir über den Bohrungsmittel- punkt positioniert, die Spindel wird im Gegenuhrzei- gersinn gestartet.
  • Seite 32: Polarkoordinaten-Interpolation (G12.1, G13.1)

    Polarkoordinaten-Interpolation (G12.1, G13.1) 4.6 Polarkoordinaten-Interpolation (G12.1, G13.1) Die Polarkoordinaten-Interpolation ist eine Funktionsart der Steuerung, in der das Werkstück im rechtwinkeligen (Descartes) Koordinatensystem seinen Konturweg durch die Bewegung einer linearen und einer umlaufenden Achse läuft. Die Anweisung G12.1 Polarkoordinaten-Interpolation ein schaltet den Polarkoordinaten-Betrieb ein. Im danach folgenden Programmteil kann derWeg des Fräswerkzeugs im rechtwinkeligen Koordinatensystem, auf die gewöhnliche Weise, durch die Programmierung Gerade- und Kreisinterpolation unter Berücksichtigung der Werkzeugradienkorrektur, beschrieben werden.
  • Seite 33 Polarkoordinaten-Interpolation (G12.1, G13.1) der Kreisachse zusammenfällt. Position der Achsen im Moment der Einschaltung der Polarkoordinaten-Interpolation Vor der Einschaltung der Polarkoordinaten-Interpolation (Anweisung G12.1) ist es dafür zu sorgen, damit die Kreisachse im Punkt mit der Position 0 ist. Die Position der linearen Achse kann sowohl negativ als auch positiv, aber nicht 0 sein.
  • Seite 34 Polarkoordinaten-Interpolation (G12.1, G13.1) – Wechseln der Ebenen: G17, G18, G19, – Koordinatentransformationen: G52, G92, – Wechseln des Werkstückkoordinatensystems: G54, ..., G59, – Positionieren im Maschinenkoordinatensystem: G53. Vorschub im Laufe der Polarkoordinaten-Interpolation Die Interpretation des Vorschubs im eingeschalteten Zustand der Polarkoordinaten-Interpolation erfolgt auf die bei der rechtwinkeligen Interpolation gewöhnte Weise, als Geschwindigkeit entlang den Weg: die relative Geschwindigkeit des Werkstücks und des Werkzeugs wird angegeben.
  • Seite 35 Polarkoordinaten-Interpolation (G12.1, G13.1) Musterbeispiel Im Folgenden wird ein Musterbeispiel zur An- wendung der Polarko- ordinaten-Interpolation gezeigt. Die an der Interpola- tion teilnehmenden Achsen: X (lineare Achse) und C (umlau- fende Achse). Die Programmierung der Achse X wird in Durchmesser, die der Achse C in Radius durchgeführt.
  • Seite 36: Zylinderinterpolation (G7.1)

    Zylinderinterpolation (G7.1) 4.7 Zylinderinterpolation (G7.1) Wenn auf den Mantel eines Zylinders Leitweg zu fräsen ist, wird Zylinderinterpolation angewandt. In diesem Fall soll die Drehachse des Zylinders und einer umlaufenden Achse zusammenfallen. Die Verschiebung der umlaufenden Achse wird im Programm in Grad angegeben, den die Steuerung zur linearen Verschiebung entlang den Mantel abhängig vom Radius des Zylinders so umrechnet, damit lineare und Kreisinterpolation samt einer anderen linearen Achse programmiert werden kann.
  • Seite 37 Zylinderinterpolation (G7.1) G18 Z_ C_ G19 C_ Z_ G2 (G3) Z_ C_ R_ G2 (G3) C_ Z_ R_ Anwendung der Werkzeugradienkorrektur im Laufe der Zylinderinterpolation Die Anweisung G41, G42 kann im eingeschalteten Zustand der Zylinderinterpolation auf die gewöhnli- che Weise angewandt werden. Auf ihre Anwendung beziehen sich die folgenden Beschränkungen: –...
  • Seite 38 Zylinderinterpolation (G7.1) Achse: 28.65mm) N060 G1 G42 Z-10 F250 N070 C30 N080 G2 Z-40 C90 R30 N090 G1 Z-60 N100 G3 Z-75 C120 R15 N110 G1 C180 N120 G3 Z-57.5 C240 R35 N130 G1 Z-27.5 C275 N140 G2 Z-10 C335 R35 N150 G1 C360 N160 G40 Z-20 N170 G7.1 C0...
  • Seite 39: Koordinatenangaben

    Koordinatenangaben 5 Koordinatenangaben 5.1 Absolute und inkrementale Programmierung, I-Operator (G90, G91) Die Input-Koordinatenwerte können sowohl absolut als auch inkremental angegeben werden. Bei der absoluten Datenangabe sind die Endpunktkoordinaten, bei der inkrementalen Angabe die im Satz zu befahrende Weglänge einzugeben. G90: Programmieren mit Absolutwerten G91: Programmieren mit Inkrementalwerten G90, G91 sind erbliche Funktionen.
  • Seite 40 Koordinatenangaben Beispiel: G90 G16 G01 X100 Y60 F180 Der Winkel und der Radius sind abso- lute Werte, das Werkzeug fährt in die durch den Radius 100 und 60° be- stimmte Position. G90 G16 G01 X100 YI40 F180 Der Winkel ist eine inkrementale Anga- be.
  • Seite 41: Umwandeln Zoll/Metrisch (G20, G21)

    Koordinatenangaben Beispiel: Fräsen eines Sechseckes N1 G90 G17 G0 X60 Y0 F120 N2 G16 G1 Y60 N3 Y120 N4 Y180 N5 Y240 N6 Y300 N7 Y360 N8 G15 G0 X100 Abb. 5.2-3 5.3 Umwandeln Zoll/metrisch (G20, G21) Die Eingangsdaten können entweder in Zoll-, oder im metrischen System, durch Programmieren des entsprechenden G-Kodes eingegeben werden.
  • Seite 42: Bedienung Der Umdrehung Der Umlaufenden Achsen

    Koordinatenangaben – im Zoll-System als 1.2346 Zoll. Die Eingangsdaten werden also als gerundete Werte ausgegeben. Die Wertgrenzen der Längskoordinaten sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich: Eingangs- Ausgangs- Inkrementen- Wertgrenzen der Dimension Massystem Massystem system Längskoordinaten IS-A ± 0.01-999999.99 IS-B ± 0.001-99999.999 IS-C ±...
  • Seite 43 Koordinatenangaben Parameter 0242 ROLLOVEN_B im Falle der Achse B und als Parameter 0243 ROLLOVEN_C im Falle der Achse C angegeben wird, aufgenommen, dass die entsprechende Achse zur umlaufenden Achse bestimmt wurde. Wenn das entsprechende Parameter ROLLOVEN_x – =0 ist: wird die umlaufende Achse bedient, wie die linearen Achsen und das Ausfüllen weiterer Parameter hat keine Wirkung, –...
  • Seite 44 Koordinatenangaben Bewegung der umlaufenden Achse im Falle absolutes Programmierens Wenn die Bedienung der Umdrehung für die umlaufende Achse zugelassen ist (ROLLOVEN_x=1), bewegt sich die Achse im Falle absoluter Datenangabe nie mehr, als die im entsprechenden Parameter ROLLAMNT_x eingestellte Bewegung. D.h. wenn z.B.: ROLLAMNT_C=360000 (360/), ist die grösste Bewegung 359.999°.
  • Seite 45 Koordinatenangaben Bewegung der umlaufenden Achse im Falle inkrementaler Programmierung Im Falle der Programmierung inkrementaler Datenangabe ist die Richtung der Bewegung immer gemäss dem programmierten Vorzeichen. Es kann im Parameter 0247 RELROUND_A für die Achse A, im Parameter 0248 RELROUND_B für die Achse B, im Parameter 0249 RELROUND_C für die Achse C eingestellt werden, ob der entsprechende Parameter ROLLAMNT_x für die Grösse der Bewegung angewandt werden soll oder nicht.
  • Seite 46: Der Vorschub

    Der Vorschub 6 Der Vorschub 6.1 Eilgangsvorschub Das Positionieren erfolgt auf die Wirkung des Befehls G00 im Eilgang. Der Maschinenhersteller stellt die Eilgangswerte je Achse im Parameterfeld ein. Die Eilgangsgeschwindigkeit kann in jeder Achse verschieden sein. Führen mehrere Achsen eine Eilgangsbewegung gleichzeitig aus, errechnet die Steuerung den Wert der resultierenden Geschwindigkeit, dass die Geschwindigkeitskomponeneten in Achsrichtung die für die jeweilige Achse im Parameter definierte Eilgangsgrenze in keiner Achse überschreiten und das Positionieren binnen einer minimalen Zeit erfolgt.
  • Seite 47: Vorschub Pro Minute Und Pro Umdrehung (G94, G95)

    Der Vorschub Der Wert des Vorschubs F ist erblich. Nach dem Einschalten der Steuerung wird der im Parameter FEED des Parameterfeldes eingestellte Vorschubswert wirksam. 6.2.1 Vorschub pro Minute und pro Umdrehung (G94, G95) Die Masseinheit des Vorschubes kann durch die Kodes G94 und G95 im Programm angegeben werden: G94: Vorschub pro Minute G95: Vorschub pro Umdrehung...
  • Seite 48: Abgrenzung Des Arbeitsvorschubes

    Der Vorschub Die untenstehende Tabelle zeigt die für die F-Adresse programmierbaren Höchstwerte für verschiedene Fälle: Eingangs- Ausgangs- Inkremen- Massystem Massystem tensystem Wertgrenze der F-Adresse Dimension IS-A 0.001 - 250000 oder IS-B 0.0001 - 25000 Grad/Min. IS-C 0.00001 - 2500 IS-A 0.0001 - 5000 oder IS-B...
  • Seite 49: Automatische Beschleunigung/Verzögerung

    Der Vorschub des Schalters TROCKENLAUF. Wird ein davon grösserer Vorschub programmiert, beschränkt die Steuerung die Geschwindigkeit aufgrund des Parameters im Laufe der Programmdurchführung. Der Maximalwert des traditionellen Vorschubes kann im Parameterfeld gesondert eingestellt werden, damit die menschliche Rekationszeit in Rechnung getragen wird. 6.3 Automatische Beschleunigung/Verzögerung Bei Eilgangsbewegungen führt die Steuerung führt eine lineare Beschleunigung beim Anlaufen und...
  • Seite 50: Vorschubsteuernde Funktionen

    Der Vorschub Die Steuerung überwacht und registriert die Ge- schwindigkeitsänderungen im voraus. Das ist er- forderlich, dass die gewünschte Zielgeschwindig- keit durch eine kontinuierliche, eventuell mehrere Sätze umfassende Beschleunigung erreicht wer- den kann. Mit der Beschleunigung auf eine hö- here Vorschubgeschwindigkeit wird stets am An- fang des Satzes begonnen, in dem dieser Vor- schub definiert ist.
  • Seite 51: G61: Betriebsart Genauhalt

    Der Vorschub 6.4.2 G61: Betriebsart Genauhalt Diese Funktion wird geerbt und durch die Befehle G62, G63, G64 gelöscht. Die Steuerung bremst nach einer jeden Interpolation und wartet das Signal In Position ab und der nächste Interpolationszyklus wird erst dann gestartet. Steht das Signal binnen 5 Sekunden nicht an, zeigt die Steuerung die Fehlernachricht 1020 POSITIONSFEHLER an.
  • Seite 52: Automatische Vorschubreduzierung Bei Inneren Kreisbögen

    Der Vorschub Die Funktion Vorschubverminderung ist für alle möglichen vier Fälle, für Gerade-Gerade, Ge- rade-Kreis, Kreis-Gerade und Kreis-Kreis wirksam. Die Grösse des innenliegenden Winkels 1 kann im Parameter CORNANGL im Bereich 1 - Abb. 6.4.5-2 180°eingestellt werden. Die Steuerung beginnt im Abstand L vor der Ecke zu verzögern und im Abstand L zu be-...
  • Seite 53 Der Vorschub das Minimum der Vorschubverminderung prozentual bestimmt werden kann. Die infolge des Kreisradius erforderliche Korrektur wird mit den Werten des Vorschubes und der Eckenkorrektur multipliziert und so ausgegeben.
  • Seite 54: Die Verweilzeit: G04

    Die Verweilzeit 7 Die Verweilzeit: G04 Durch den Befehl (G94) G04 P..kann eine Wartezeit in Sekunden programmiert werden. Wertbereich von P: 0.001 - 99999.999 sec. Durch den Befehl (G95) G04 P..kann eine Wartezeit in Spindelumdrehungen programmiert werden. Werbereich von P: 0.001 - 99999.999 Umdrehungen.
  • Seite 55: Der Referenzpunkt

    Der Referenzpunkt 8 Der Referenzpunkt Der Referenzpunkt ist ein fester Punkt auf der Werkzeugmaschine, den die Steuerung einfach anfahren kann. Die Position des Referenzpunktes im Maschinen-Koordinatensystem kann durch einen Parameter bestimmt werden. Nach erfolg- tem Referenzpunktfahren können die Werk- stück-Koordinatensysteme vermessen und abso- lute Positionen angefahren werden.
  • Seite 56: Positionieren Auf Die Referenzpunkte 1, 2, 3, 4 (G30)

    Der Referenzpunkt G28 X100 Zwischenpunkt: X=100, Y=0 G28 Y200 Zwischenpunkt: X=100, Y=200 8.2 Positionieren auf die Referenzpunkte 1, 2, 3, 4 (G30) Die Anweisungsfolge G30 v P steuert die unter den Adressen des v-Vektors bestimmten Achsen auf den unter der P-Adresse definierten Achsen.
  • Seite 57 Der Referenzpunkt einem G29 vorangehenden G28- oder G30-Satz keinen Wert erhalten haben, wird der nächstfrühere Wert inbetrachtgenommen. Der Zwischenpunkt wird bei Inbetrachtnahme der Werkzeuglänge, der Werkzeugverschiebung und der 3dimensionalen Werkzeugradienkorrektur angefahren. Die Koordinaten des Zwischenpunktes gelten stets im aktuellen Werkstück-Koordinatensystem. Wurde z.B.
  • Seite 58: Koordinatensysteme, Anwahl Der Ebene

    Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene 9 Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene Eine Position, die das Werkzeug anfahren soll, wird im Programm durch die Angabe der Koordinaten definiert. Verfügt die Steuerung über 3 Achsen (X, Y, Z), wird die Werkzeugposition durch drei Koordinaten X Y Z bestimmt. Abb.
  • Seite 59: Einstellen Des Maschinen-Koordinatensystems

    Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene 9.1.1 Einstellen des Maschinen-Koordinatensystems Das Maschinen-Koordinatensystem kann im Parameterfeld nach erfolgtem Referenzpunktfahren erfolgen. Als REFPOS1 Parametergruppe ist der Abstand zwischen dem Referenzpunkt und dem Nullpunkt des Maschinen-Koordinatensystems pro Achsen einzugeben. 9.1.2 Anwählen des Maschinen-Koordinatensystems (G53) Auf die Wirkung der Anweisung G53 v fährt das Werkzeug auf die v-Koordinaten des Maschinen-Koordinatensystems.
  • Seite 60 Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene Abb. 9.2.1-2 Darüber hinaus können alle Werkstück-Koordinatensysteme um einen gemeinsamen Wert verschoben werden. Dies kann wiederum im Einrichtebetrieb erfolgen. 9.2.2 Anwählen des Werkstück-Koordinatensystems: G54, ..., G59 Die verschiedenen Werkstück-Koordinatensysteme können mit Hilfe der Anweisungen G54...G59 angewählt werden. G54..Werkstück-Koordinatensystem 1 G55..Werkstück-Koordinatensystem 2 G56..Werkstück-Koordinatensystem 3...
  • Seite 61: Verschieben Des Werkstück-Koordinatensystem Aus Dem Programm

    Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene Die Steuerung nimmt die absoluten Koordinatenangaben der Interpolationssätze im aktuellen Koordinatensystem in Be- tracht. Beispielsweise positioniert die Steuerung bei der An- weisung G56 G90 G00 X60 Y40 auf den Punkt X=60, Y=40 des Werkstück-Koordinatensys- tems 3. Die Verschiebungen der Werkstück-Koordinatensys- teme können eingemessen werden und die Verschiebungswer- te werden nach Ausschalten geerbt.
  • Seite 62: Herstellen Eines Neuen Werkstück-Koordinatensystems (G92)

    Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene 9.2.4 Herstellen eines neuen Werkstück-Koordinatensystems (G92) Auf die Wirkung der Anweisung G92 v wird ein neues Werkstück-Koordinatensystem gebildet, und zwar so, dass ein fester Punkt, z.B. die Werkzeugspitze (wenn eine Längenkorrektur programmiert ist), oder der Basispunkt des Werkzeughalters (wenn keine Längenkorrektur) wird der v-Koordinatenpunkt des neuen Werkstück- Koordinatensystems.
  • Seite 63: Das Lokale Koordinatensystem (G52)

    Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene 9.3 Das lokale Koordinatensystem (G52) Beim Erstellen eines Teileprogrammes ist es in gewissen Fällen leichter, die Koordinatenangaben nicht im Werkstück-Koordinatensystem, sondern in einem anderen sog. lokalen Koordinatensystem anzugeben. Die Anweisung G52 v bringt ein lokales Koordinatensystem zustande. –...
  • Seite 64: Anwählen Von Ebenen (G17, G18, G19)

    Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene Die Verschiebung des lokalen Koordinatensys- tems wird in allen Werkstück-Koordinatensyste- men wirksam. Abb. 9.3-2 In den Achsen, für die Werte gegeben worden sind, löscht das Programmieren der Anweisung G92 die durch die Anweisung G52 gebildeten Verschiebungen, als ob der Befehl G52 v0 ausgegeben wäre. Befindet sich das Werkzeug im Koordinaten- punkt X=200, Y=120X, des Werkstück-Koor- dinatensystems X, Y, erhält es die Position...
  • Seite 65 Koordinatensysteme, Anwahl der Ebene worin X : X, oder die dazu parallel liegende Achse, : Y, oder die dazu parallel liegende Achse, : Z, oder die dazu parallel liegende Achse sind. Die Angewählte Ebene heisst Hauptebene. Ob welche der parallelen Achsen angewählt wird, hängt von den durch die Anweisungen G17, G18, oder G19 in einem Satz programmierten Achsadressen ab: Wenn X und U, Y und V, Z und W parallel liegende Achsen...
  • Seite 66: Die Spindelfunktion

    Die Spindelfunktion 10 Die Spindelfunktion 10.1 Die Spindeldrehzahlbefehl (S-Kode) Wird auf die S-Adresse eine höchstens fünfstellige Zahl eingeschrieben, sendet die NC einen Kode der PLC. In Anhängigkeit der Bauweise der gegebenen Werkzeugmaschine kann die PLC den S-Kode als einen Kode, oder einen in Umdrehungen pro Minute angegebenen Wert interpretieren. Wenn ein Fahrbefehl und eine Spindelumdrehung (S) in demselben Satz programmiert werden, wird die S-Funktion während Abarbeitung oder nach Abarbeitung des Fahrbefehls ausgegeben.
  • Seite 67: Angabe Der Berechnung Der Konstanten Schnittgeschwindigkeit (G96, G97)

    Die Spindelfunktion 10.2.1 Angabe der Berechnung der konstanten Schnittgeschwindigkeit (G96, G97) Die Anweisung G96 S schaltet die Berechnung der konstanten Schnittgeschwindigkeit ein. Unter der Adresse S ist der Wert der konstanten Schnittgeschwindigkeit in der Masseinheit laut der obigen Tabelle anzugeben. Die Anweisung G97 S schaltet die Berechnung der konstanten Schnittgeschwindigkeit aus.
  • Seite 68: Achsenbestimmung Zur Berechnung Der Konstanten Schnittgeschwindigkeit

    Die Spindelfunktion Grenze der Hauptspindeldrehzahl im Falle der Berechnung der konstanten Schnittgeschwindigkeit der für den gegebenen Bereich zulässige Maximalwert. – Der Wert der maximalen Drehzahl wird geerbt, bis ein neuer programmiert oder die Steuerung ausgeschaltet wird. 10.2.3 Achsenbestimmung zur Berechnung der konstanten Schnittgeschwindigkeit Die Achse, aus der die Steuerung die konstante Schnittgeschwindigkeit berechnet, wird durch den Parameter AXIS bestimmt.
  • Seite 69: Spindelpositionierung (Indexierung)

    Die Spindelfunktion Kann die Hauptspindel zur Positionsregelung zurückgekoppelt werden nicht, kann sie durch Anfahren an einen Positionsschalters verwirklicht werden. Kann die Hauptspindel an eine Positionsregelung zurückgekoppelt werden, führt die Steuerung den Spindel auf den Referenzimpuls des Spindeldrehgebers. Dann die Steuerung führt das Schliessen des Positionsregelkreises automatisch durch.
  • Seite 70 Die Spindelfunktion Name Parameter Bedeutung Einheit Grenzwert 5001 TIME maximale Zeitdauer zwischen dem 100 Msec 65535 Befehlerteilen der Drehzahl und dem Kontrollanfang 5002 SCERR zulässige prozentuale Abweichung 1-50 zwischen dem Drehzahlbefehl und der tatsächlichen Drehzahl 5003 FLUCT% zulässiges Mass der 1-50 Drehzahlschwankung im Prozent der ausgegebenen Drehzahl...
  • Seite 71 Die Spindelfunktion - die aktuelle Hauptspindeldrehzahl den Wert des Drehzahlbefehls bin- nen der im “q”-Wert bestimmten Toleranzgrenze nicht erreicht, aber die im “p”-Wert bestimmte Zeit vom Befehlerteilen an vergeht. Abb. 10.6-2 Fehlerdetektierung Im Laufe der Überwachung gibt die Steuerung Fehleranzeige, wenn die Abweichung der aktuellen Drehzahl vom Drehzahlbefehl - die im “r”-Wert angegebene, im Prozent des Befehlwertes ausgedrückte Toleranzgrenze und...
  • Seite 72: Die Werkzeugverwaltung

    Die Werkzeugverwaltung 11 Die Werkzeugverwaltung 11.1 Befehl des Werkzeugaufrufes (T-Kode) Wird auf die T-Adresse eine höchstens vierstellige Zahl eingeschrieben, sendet die NC einen Kode der PLC. Wenn ein Wegbefehl und ein Werkzeug (T) im denselben Satz programmiert werden, wird die T- Funktion während oder nach Abarbeitung des Wegbefehls ausgegeben.
  • Seite 73 Die Werkzeugverwaltung Dieser Vorgang wird im Teileprogramm folgenderweise beschrieben: Teileprogramm Erklärung .....Tnnnn..Suche nach dem Werkzeug Tnnnn....Das Teileprogramm läuft, im Hintergrund wird das Werkzeug Tnnnn gesucht..M06 Tmmmm..Das Werkzeug Tnnnn wird in die Spindel gesetzt....Das alte Werkzeug wird in den Werkzeugspeicher zurückgesetzt.
  • Seite 74: Zusatzfunktionen Und Hilfsfunktionen

    Zusatzfunktionen und Hilfsfunktionen 12 Zusatzfunktionen und Hilfsfunktionen 12.1 Zusatzfunktionen (M-Kodes) Nach Eingabe eines max. dreistelligen Zahlenwertes auf die M-Adresse übergibt die NC den Kode der PLC. Werden ein Wegbefehl und eine Zusatzfunktion in demselben Satz programmiert, wird die Zusatzfunktion parellel mit der Abarbeitung des Wegbefehls oder nach der Abarbeitung des Wegbefehls ausgeführt.
  • Seite 75: Hilfsfunktionen (A-, B-, C-Kodes)

    Zusatzfunktionen und Hilfsfunktionen Durch diese Funktion werden Unterprogramme aufgerufen. M99: Ende Unterprogramm Die Steuerung springt auf die Stelle des Aufrufes zurück. 12.2 Hilfsfunktionen (A-, B-, C-Kodes) Wenn eine, oder alle der A-, B-, C-Adressen im Parameterfeld für Hilfsfunktionen bestimmt sind, Kann ein max.
  • Seite 76: Organisierung Des Teileprogrammes

    Organisierung des Teileprogrammes 13 Organisierung des Teileprogrammes In der Einführung wurde es bereits besprochen, mit welchen Kodes und in welchem Format die Programme im Speicher plaziert sind. In diesem Kaptel handelt es sich um die Organiserung der Teileprogramme. 13.1 Die Satznummer (N-Adresse) Die Programmsätze werden nummeriert.
  • Seite 77: Rückkehr Aus Dem Unterprogramm

    Organisierung des Teileprogrammes Aufrufendes Programm Unterprogramm Anmerkung O0010 Abarbeiten Program- ..mes O0010 ..M98 P0011 ---> O0011 Aufrufen Unterpro- ..grammes O0011 ..Abarbeiten Unterpro- ..grammes O0011 nächster Satz <--- Rücksprung aufrufen- ..de Programm ..Fortsetzung Program- mes O0010 Die Anweisungszeile M98 P..
  • Seite 78 Organisierung des Teileprogrammes Aufrufendes Programm Unterprogramm Anmerkung O0010 Abarbeiten Pro- ..grammes O0010 .... N101 M98 P0011 –––> O0011 A u f r u f d e s U n t e r - programmes O0011 ..Abarbeiten Unter- ..
  • Seite 79: Sprung Innerhalb Des Hauptprogrammes

    Organisierung des Teileprogrammes 13.3.3 Sprung innerhalb des Hauptprogrammes Die Anwendung der Anweisung im Hauptprogramm resultiert einen unbedingten Sprung auf den ersten Satz des Hauptprogrammes und die Steuerung setz mit der Programmabarbeitung von hier an fort. Die Anwendung der Anweisung bringt einen unendlichen Zyklus zustande: O0123 <...
  • Seite 80: Die Werkzeugkorrektur

    Die Werkzeugkorrektur 14 Die Werkzeugkorrektur 14.1 Bezugnahme auf Werkzeugkorrekturen (H und D) Bezugnahme auf Längenkorrekturen: unter H-Adresse Bezugnahme auf Werkzeugradienkorrekturen: unter D-Adresse Die nachgesetzte Nummer, die Korrekturnummer zeigt, welcher Korrekturwert aufgerufen wird. Wertbereiche der H- und D-Adressen: 0-999. Die Aufteilung des Korrekturspeichers ist in der untenstehenden Tabelle enthalten: H-Kode D-Kode Korrektur-...
  • Seite 81: Modifizieren Der Werkzeugkorrekturwerte Von Dem Programm Aus (G10)

    Die Werkzeugkorrektur Wertgrenzen der Geometrie- und Verschleisswerte: Eingangs- Ausgangs- Inkremen- Dimen- Geometrischer Wert Verschleisswert Massystem Massystem tensystem sion IS-A ±0.01 ÷99999.99 ±0.01÷163.80 IS-B ±0.001÷9999.999 ±0.001÷16.380 IS-C ±0.0001÷999.9999 ±0.0001÷1.6380 IS-A ±0.001÷9999.999 ±0.001÷6.448 IS-B ±0.0001÷999.9999 ±0.0001÷0.6448 Zoll Zoll IS-C ±0.00001÷99.99999 ±0.00001÷0.06448 IS-A ±0.001÷9999.999 ±0.001÷16.380 IS-B...
  • Seite 82: Die Werkzeuglängenkorrektur (G43, G44, G49)

    Die Werkzeugkorrektur 14.3 Die Werkzeuglängenkorrektur (G43, G44, G49) Die Anweisung G43 q H, oder G44 q H schaltet die Betriebsart der Werkzeuglängenkorrektur ein. Bedeutung der q-Adresse: Die Werkzeuglängenkorrektur ist in der q-Achse (q: X, Y, Z, U, V, W, A, B, C) wirksam. Bedeutung der H-Adresse: Dert Wert der Werkzeuglängenkorrektur wird aus dem unter dieser Adresse angegebenen Korrekturfach herausgenommen.
  • Seite 83: Die Werkzeugverschiebung (G45

    Die Werkzeugkorrektur Korrektur löscht und den Zustand G43 oder G44 unverändert lässt. Wird nun auf eine von Null abweichende H-Adresse Bezug genommen, wird die neue Werkzeuglängenkorrektur entsprechend dem Zustand G43 oder G44 eingeschaltet. Bei der Anwendung der Anweisung G49 sind alle Bezugnahmen auf die H-Adresse unwirk- sam, solange keine G43 oder G44 program- miert werden.
  • Seite 84 Die Werkzeugkorrektur Beim Programmieren von G45: (Weglänge um den Korrekturwert vergrössert) Weginformation: 20 Weginformation: 20 Korrekturwert:5 Korrekturwert: -5 Abb. 14.4-1 Abb. 14.4-2 Weginformation: -20 Weginformation: -20 Korrekturwert : 5 Korrekturwert : -5 Abb. 14.4-3 Abb. 14.4-4 Beim Programmieren von G46: (Weglänge um den Korrekturwert reduziert) Weginformation: 20 Fall b., c., d.
  • Seite 85 Die Werkzeugkorrektur Beim Programmieren von G47: (Weglänge und den zweifachen Korrekturwert vergrössert) Weginformation: 20 Fall b., c., d. ähnlich Korrekturwert : 5 wie bei G45 Abb. 14.4-6 Beim Programmieren von G48: (Weglänge und den zweifachen Korrekturwert reduziert) Weginformation: 20 Fall b., c., d. ähnlich Korrekturwert : 5 wie bei G45 Abb.
  • Seite 86 Die Werkzeugkorrektur begleitet durch G45...G48, interpretiert die Steuerung auch das dem 0 vorangesetzten Vorzeichen, wie folgt: Wenn D1=12: NC-Befehl G45 XI0 D1 G46 XI0 D1 G45 XI-0 D1 G46 XI-0 D1 Weglänge x=12 x=-12 x=-12 x=12 Die samt den Kodes G45...G48 angewandten Werkzeugradienkorrekturen können auch bei 1/4 und 3/4 Kreisbögen angewandt werden, wenn die Kreismittelpunkte unter I-, J-, oder K-Adresse angegeben werden.
  • Seite 87: Werkzeugradienkorrektur In Der Ebene (G38, G39, G40, G41, G42)

    Die Werkzeugkorrektur 14.5 Werkzeugradienkorrektur in der Ebene (G38, G39, G40, G41, G42) Damit zum Umfräsen einer in der Ebene liegen- de Form die Werkstückpunkte nach der Teile- zeichnung unabhängig von den angewandten Werkzeugabmessungen programmiert werden können, muss die Steuerung den Werkzeugmit- telpunkt parallel zur Werkstückkontur in einem Abstand des Werkzeugradius entlangführen.
  • Seite 88 Die Werkzeugkorrektur Die Befehle G41 oder G42 schalten die Kor- rekturberechnung ein. Im Zustand G41 wird die programmierte Kontur in der Fahrtrichtung gesehen von links, im G42 von rechts entlang- gefahren. Die angewandten Werkzeugradien- korrekturwerte sind unter der D-Adresse anzu- geben.
  • Seite 89 Die Werkzeugkorrektur Vorverarbeitung mehrerer Sätze zum Errechnen des Korrekturvektors erforderlich. Vor der Abhandlung der Einzelheiten der Kor- rekturberechnung sind einige Hilfsangaben ein- zuführen. Im Schnittpunkt zweier Strecken, d.h. zweier Sätzen bilden die Tangenten der beiden Kurven den Winkel ". Die Drehrichtung von " hängt davon ab, ob die Kontur von links oder von rechts entlanggefahren wird.
  • Seite 90: Einschalten Der Radienkorrektur. Anfahren An Die Kontur

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.1 Einschalten der Radienkorrektur. Anfahren an die Kontur Nach dem Einschalten, am Programmende, oder durch RESET an den Programmanfang nimmt die Steuerung den Zustand G40 an. Der Radienkorrekturvektor wird gelöscht, die Bahn des Werkzeugmittelpunktes fällt mit der programmierten Bahn zusammen. Auf die Anweisung G41 oder G42 tritt die Steuerung aus dem Zustand G40 in die Betriebsart der Berechnung der Radienkorrektur.
  • Seite 91 Die Werkzeugkorrektur Anfahren an eine aussere Ecke unter einem stumpfen Winkel: 90°#"#180° Abb. 14.5.1-2 Anfahren an eine aussere Ecke unter einem spitzen Winkel: 0°#"#90° Abb. 14.5.1-3 Sonderfälle des Einschaltens der Radienkorrektur: Werden I, J, K (aber nur die, die in der angewählten Ebene liegen) in einem das Einschalten der Radien- korrektur auslösenden Satz (G41 oder G42) mit Wert behaftet (z.B.
  • Seite 92 Die Werkzeugkorrektur G91 G17 G40 N110 G42 G1 X-80 Y60 I50 J70 D1 N120 X100 In diesem Fall berechnet die Steuerung immer den Schnitt- punkt unabhängig davon, ob eine innere (konkave) oder ei- ne aussere (convexe) Ecke bearbeitet werden soll. Abb.
  • Seite 93 Die Werkzeugkorrektur Wurde im das Einschalten der Korrektur enthaltenden Satz (G41, G42) eine Weglänge von Null programmiert, oder sich eine Weglänge von Null resultiert, führt die Steuerung keine Bewegung aus, sondern sie setzt mit der Bearbeitung nach der besagten Strategie fort. N10 G40 G17 G0 X0 Y0 N15 G91 G42 D1 X0 N25 X30 Y60...
  • Seite 94: Eingeschaltete Radienkorrektur. Fahren Der Kontur Entlang

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.2 Eingeschaltete Radienkorrektur. Fahren der Kontur entlang Bei eingeschaltetem Zustand der Korrekturberechnung werden die Korrekturvektoren zwischen den Sätzen G00, G01, G02, G03, entprechend den Grundfällen stetig berechnet, solange nicht mehr als einen Satz, der in der angewählten Ebene keine Weginformation hat, zwischengefügt wird. Dazu gehören auch die Sätze, die eine Verzögerung, sowie nur eine Funktion enthalten.
  • Seite 95 Die Werkzeugkorrektur Es kann vorkommen, dass es bei gewissen Werkzeugradien keinen Schnittpunkt gibt. In diesem Fall bleibt die Steuerung während der Abarbeitung des vorangehenden Satzes stehen und zeigt den Fehlerkode 3046 KEIN SCHNITTPUNKT G41, G42 an. Abb. 14.5.2-2 Umfahren ausserer Ecken von einem stumpfen Winkel: 90°#"#180° Abb.
  • Seite 96 Die Werkzeugkorrektur Umfahren ausserer Ecken von einem spitzen Winkel: 0°<"<90° Abb. 14.5.2-4 Sonderfälle der eingeschalteter Radienkorrekturberechnung: Wurde in einem Satz der angewählten Ebene eine Weglänge von Null bei eingeschaltetem G41 oder G42 programmiert, oder sich eine Weglänge von Null ergibt, stellt die Steuerung auf den Endpunkt des vorangehenden Satzes einen senkrechten Vektor, dessen Länge der Radienkorrektur entspricht.
  • Seite 97: Ausschalten Der Werkzeugradienkorrektur. Verlassen Der Kontur

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.3 Ausschalten der Werkzeugradienkorrektur. Verlassen der Kontur Der Befehl G40 schaltet die Werkzeugradienkorrekturberechnung aus. Der Befehl G40 kann nur mit einer linearen Interpolation ausgegeben werden. Wird der Befehl G40 in einem Kreissatz ausgegeben, zeigt die Steuerung den Fehlerkode 3042 G40 IN G2, G3 an. Grundfälle der ausgeschalteten Radienkorrektur: (G42) (G42)
  • Seite 98 Die Werkzeugkorrektur Verlassen einer ausseren Ecke unter einem spitzen Winkel: 0°#"<90° Abb. 14.5.3-3 Sonderfälle der ausgeschalteten Radienkorrektur: Werden I, J, K (aber nur die, die in der angewählten Ebene liegen) in einem das Einschalten der Radienkorrektur auslösenden Satz (G41 oder G42) mit Wert behaftet (z.B. I,und J bei G17), dann positioniert die Steuerung auf den Schnittpunkt der durch I,J,K bestimmten und der durch den nächstfolgenden Satz bestimmten Geraden.
  • Seite 99 Die Werkzeugkorrektur Findet die Steuerung keinen Schnittpunkt, positioniert sie senkrecht auf den Endpunkt des vorangehenden Satzes. Abb. 14.5.3-6 Wird die Korrektur in einem Satz ausgeschaltet, in dem keine Bewegung in der angewählten Ebene programmiert worden ist, stellt die Steuerung eine Senkrechte auf den Endpunkt des vorangehenden Satzes und der Korrekturvektor wird am Ende des nächstfolgenden Bewegungssatzes gelöscht.
  • Seite 100: Richtungswechsel Bei Der Radienkorrekturberechnung

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.4 Richtungswechsel bei der Radienkorrekturberechnung Die Richtungen der Radienkorrekturberechnung, d.h. des Konturfahrens sind in der untenstehenden Tabelle ersichtlich: Radienkorrektur: positiv Radienkorrektur: negativ von links von rechts von rechts von links Die Richtung des Konturfahrens kann auch bei eingeschalteter Korrekturberechnung gewechselt werden.
  • Seite 101 Die Werkzeugkorrektur Ergibt sich kein Schnittpunkt bei einem Über- gang Gerade-Gerade, ist die Werkzeugbahn die folgende: Abb. 14.5.4-2 Ergibt sich kein Schnittpunkt bei einem Über- gang Kreis-Kreis, ist die Werkzeugbahn die folgende: Abb. 14.5.4-3 Ergibt sich kein Schnittpunkt bei einem Gera- de-Gerade- oder Kreis-Kreis-Übergang, ver- bindet die Steuerung den Endpunkt des im An- fangspunkt des ersten Kreissatzes resultieren-...
  • Seite 102: Beibehaltung Des Vektors (G38)

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.5 Beibehaltung des Vektors (G38) Auf die Wirkung des Befehls G38 v, wenn die Werkzeugradienkorrekturberechnung eingeschaltet ist, behält die Steuerung den zwischen dem vorangehenden Satz und dem G38-Satz gültigen letzten Korrekturvektor bei und sie aktiviert diese Korrektur am Endes des G38-Satzes unabhängig von dem zwischen dem G38-Satz und dem darauffolgenden Satz exisierenden Übergang.
  • Seite 103: Programmieren Von Bögen An Ecken (G39)

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.6 Programmieren von Bögen an Ecken (G39) Durch das Programmieren des Satzes G39 (I J K) im eingeschalteten Zustand der Radienkorrekturberechnung kann erreicht werden, dass die Steuerung keinen Schnittpunkt berechnet, oder keine geraden Strecken zum Umfahren zwischenfügt, sondern sie den Werkzeugmittelpunkt auf einen Kreisbogen des Werkzeugradius führt. Der Drehsinn des Kreisbogens entspricht G02 im Zustand G41 und G03 im Zustand G42.
  • Seite 104: Allgemeines Über Die Anwendung Der In Der Ebene Liegenden Radienkorrektur

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.7 Allgemeines über die Anwendung der in der Ebene liegenden Radienkorrektur Bei eingeschaltetem Konturfahren (G41, G42) muss die Steuerung Korrekturvektoren immer zwischen zwei Bewegungssätzen in der angewählten Ebene berechnen. In der Praxis kann es erforderlich sein, dass kein Bewegungssatz, oder ein Bewegungssatz ausserhalb der angewählten Ebene zwischen zwei in der Ebene liegenden Bewegungssatzes programmiert werden sollen.
  • Seite 105 Die Werkzeugkorrektur Wenn die Zustellung in der z-Richtung erst nach dem Einschalten der Radienkorrektur erfolgen kann, kann wie folgt verfahren werden: ...G17 G91... N110 G41 G0 X50 Y70 D1 N120 G1 Z-40 N130 Y40 In diesem Fall ist die Werkzeugbahn korrekt, wie es aus der Abbil- dung ersichtlich ist.
  • Seite 106 Die Werkzeugkorrektur G28, G29, G30 zwischen zwei Kontursätzen zwischengefügt, wird die Werkzeugbahn folgendermassen gestaltet. Werden die Befehle G22, G23, G52, G54-G59, oder G92 zwischen zwei Bewegungssätzen bei eingeschaltetem G41 oder G42 programmiert, löscht die Steuerung den Korrekturvektor im Endpunkt des vorangehenden Satzes, führt den Befehl aus, dann stellt sie den Korrekturvektor im Endpunkt des nächstfolgenden Bewegungssatze wieder her.
  • Seite 107 Die Werkzeugkorrektur Beispielsweise: ...G91 G17 G41... N110 G1 X80 Y-50 N120 G28 Y80 N130 G29 Y0 N140 X80 Y50 Abb. 14.5.7-8 Bei eingeschalteter Radienkorrekturbe- rechnung (G41, G42) kann ein neuer Radienkorrekturwert unter der D-Ad- resse abgerufen werden. Wechselt der Korrekturwert das Vorzeichen, erfolgt der bereits erörterte Vorgang des Rich- tungswechsels an der Kontur.
  • Seite 108 Die Werkzeugkorrektur Im untenstehenden Beispiel kann der Unterschied bemerkt werden, wenn die Korrektur mit G41 oder G42 eingeschaltet und mit G40 ausgeschaltet wird, bzw. das Ein- und Ausschalten durch Abrufen der D-Adresse erfolgt: Abb. 14.5.7-10 Ein gegebener Programmteil, oder ein Unterprogramm kann auch zum Herstellen eines Stempels durch eine positive Radienkorrektur und einer Matrize durch eine negative Radienkorrektur angewandt werden.
  • Seite 109 Die Werkzeugkorrektur mit dem des programmierten Kreises zusammenfällt. Dei der Programmierung eines Vollkreises können sich eine Anzahl von Fällen ergeben, in denen die Werkzeugbahn mehr als eine volle Umdrehung befährt. Beim programmieren des Richtungswechsels auf der Kontur kann z.B. die folgende Situation vorkommen: ...G17 G42 G91...
  • Seite 110 Die Werkzeugkorrektur Beim Umfahren von scharfen Ecken können zwei, o- der mehrere Korrekturvektoren gebildet werden. Liegen deren Endpunkte zueinander nah, ergibt sich kaum Bewegung zwischen den beiden Punkten: In dem Fall, wenn der Abstand zwischen den beiden Vektoren in den beiden Achsen kleiner als der im Pa- rameterfeld eingestellte Parameterwert DELTV, wird der in der Abbildung gezeigte Vektor weggelassen und die Werkzeugbahn der Abbildung entsprechend...
  • Seite 111: Störungsprobleme Beim Konturfahren. Interferenzprüfung

    Die Werkzeugkorrektur 14.5.8 Störungsprobleme beim Konturfahren. Interferenzprüfung Währen der Ausführung des Konturfahrens kann es oft vorkommen, dass die Werkzeugbahn mit dem programmierten Bahn entgegengesetzt wird. In diesem Fall kann das Werkzeug trotz dem Willen des Programmierers ins Werkstück eingreifen. Dieser Fall wird als Störung des Konturfahrens, oder Interferenz genannt.
  • Seite 112 Die Werkzeugkorrektur Abb. 14.5.8-3 In dem Fall, wenn der Parameter ANGLAL auf 0 gesetzt ist, sendet die Steuerung keinen Fehlerkode, sondern sie versucht den Fehler mit dem Zweck zu korrigieren, dass die Einschneidungen vermieden werden. Der Ablauf der Korrektur ist folgend: Das Konturfahren in den Sätzen A, B und C ist eingeschaltet.
  • Seite 113 Die Werkzeugkorrektur die Interferenz infolge der weggelassenen Korrekturvektoren aufhört, wird kein Fehler angezeigt, wenn nicht, wird der Fehlerkode 3048 KOLLISIONSALARM ausgegeben. Die restlichen Korrekturvektoren werden durch Geraden verbindet, selbst wenn der Satz B einen Kreis beschreibt. Wie es ersichtlich, kann mit der Abarbeitung des Satzes A erst dann begonnen werden, wenn die Steuerung die Interferenzprüfung für den Satz B durchgeführt hat.
  • Seite 114 Die Werkzeugkorrektur Bearbeiten einer Stufe entlang einem Kreisbogen. Die Höhe ist kleiner als der Werkzeugradius. Ist der Parameter ANGLAL auf 0 gesetzt, löscht die Steu- erung den Vektor L und verbindet die Vektoren L und L durch eine Gerade, damit der Einschnitt vermieden wird. Ist der Parameter ANGLAL auf 1 gesetzt, wird der Fehlerkode 3048 KOLLISI- ONSALARM angezeigt und die Steue-...
  • Seite 115: Die Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (G41, G42)

    Die Werkzeugkorrektur 14.6 Die dreidimensionale Werkzeugkorrektur (G41, G42) Die Anwendung der in der Ebene liegenden Werkzeugkorrektur verschiebt das Werkzeug in der durch die Befehle G17, G18, G19 angewählten Ebene. Es besteht aber die Möglichkeit eine räumliche Werkzeugkorrektur durch die Anwendung der dreidimensionalen Werkzeugkorrektur zu verwirklichen.
  • Seite 116: Der Dreidimensionale Korrekturvektor

    Die Werkzeugkorrektur 14.6.2 Der dreidimensionale Korrekturvektor Die Steuerung generiert die Komponenten des Korrekturvektors folgender Weise: worin r: der unter der D-Adresse abgerufene Korrekturwert, P: die normierende Zahl oder der dominierende Konstante, I, J, K: die im Programm angegebenen Werte sind. Wird kein anderer Wert unter der E-Adresse angegeben, nimmt die Steuerung den Wert der normierenden Zahl vom Parameter DOMCONST des Parameterfeldes.
  • Seite 117: Sondertransformationen

    Sondertransformationen 15 Sondertransformationen 15.1 Verdrehen des Koordinatensystems (G68, G69) Mit Hilfe des Befehls G68 p q R kann eine programmierte Figur in der durch G17, G18, G19 bezeichneten Ebene verdreht werden. Die Mittelpunktkoordinaten der Rotation werden unter p- und q-Adresse angegeben. Die Steuerung interpretiert nur die für die p- und q-Koordinaten der angegebenen Ebene eingeschriebeben Werte.
  • Seite 118: Masstabieren (G50, G51)

    Sondertransformationen Beispiel: N1 G17 G90 G0 X0 Y0 N2 G68 X90 Y60 R60 N3 G1 X60 Y20 F150 (G91 X60 Y20 F150) N4 G91 X80 N5 G3 Y60 R100 N6 G1 X-80 N7 Y-60 N8 G69 G90 X0 Y0 Abb. 15.1-3 15.2 Masstabieren (G50, G51) Durch den Befehl G51 v P...
  • Seite 119: Spiegeln (G50.1, G51.1)

    Sondertransformationen Beispiel: N1 G90 G0 X0 Y0 N2 G51 X60 Y140 P0.5 N3 G1 X30 Y100 F150 (G91 X30 Y100 F150) N4 G91 X100 N5 G3 Y60 R100 N6 G1 X-100 N7 Y-60 N8 G50 G90 X0 Y0 Abb. 15.2-2 15.3 Spiegeln (G50.1, G51.1) Der Befehl G51.1 v...
  • Seite 120: Programmierregeln Der Sondertransformationen

    Sondertransformationen Beispiel: Unterprogramm: O0101 N1 G90 G0 X180 Y120 F120 N2 G1 X240 N3 Y160 N4 G3 X180 Y120 R80 N5 M99 Abb. 15.3-1 Hauptprogramm: O0100 N1 G90 Koordinatenangabe absolut N2 M98 P101 Aufruf des Unterprogrammes N3 G51.1 X140 Spiegeln um die Achse der Koordinate X=140, parallel zur N4 M98 P101 Y-Achse N5 G51.1 Y100...
  • Seite 121 Sondertransformationen Abb. 15.4-1 Auf dem Bild ist es ersichtlich, dass die Reihenlfolge der Anwendung der verschiedenen Transfor- mationen nicht gleichgültig ist. Beim Spiegeln ist die Situation anders. Das Spiegeln kann nur in den Zuständen G50 und G69 ein- geschaltet werden, also wenn kein Zustand für Masstabieren und Verdrehen existiert. Jedoch beim eingeschalteten Zustand der Spiegelung können sowohl das Masstabieren als auch das Verdrehen zugeschaltet werden.
  • Seite 122: Automatische Geometrische Rechnungen

    Automatische geometrische Rechnungen 16 Automatische geometrische Rechnungen 16.1 Programmierung von Anfasen und Eckenverrunden Zwischen zwei Sätze mit Geradeinterpolation (G01) oder Kreisinterpolation (G02, G039) kann die Steuerung automatisch Abbrechen oder Abrunden einfügen. Ein gleichschenkliges Abbrechen mit der unter der Adresse (Komma und C) angegebenen Länge wird zwischen den End- punkt des Satzes mit der Adresse ,C und den Anfangspunkt des...
  • Seite 123: Angabe Einer Gerade Durch Neigungswinkel

    Automatische geometrische Rechnungen L Achtung: – Abbrechen oder Abrunden können nur zwischen die Teile in der ausgewählten Ebene (G17, G18, G19) eingefügt werden, sonst wird der Fehler 3081 ANWEISUNGSFEHLER ,C ,R angezeigt. – Abbrechen oder Abrunden können nur zwischen den Sätzen G1, G2 oder G3 programmiert werden, sonst wird der Fehler 3081 ANWEISUNGSFEHLER ,C ,R angezeigt.
  • Seite 124 Automatische geometrische Rechnungen Zum Beispiel: G17 G90 G0 X57.735 Y0 ... G1 G91... X100 ,A30 (Diese Angabe ist equivalent mit der Angabe X100 Y57.735, wobei 7.735=100 tg30°) Y100 ,A120 (Diese Angabe ist equivalent mit der Angabe X-57.735 Y100 wobei 57.735=100/tg120°) X-100 ,A210 (Diese Angabe ist equivalent mit der Angabe X-100 Y-...
  • Seite 125: Schnittpunktsrechnungen In Der Ebene

    Automatische geometrische Rechnungen 16.3 Schnittpunktsrechnungen in der Ebene Die hier aufgeführten Schnittpunktsrechnungen werden nur im eingeschalteten Zustand der Rechnungen für die Werkzeugradiuskorrektur (G41, G42) durchgeführt. Selbst wenn keine Werkzeugradiuskorrektur im Programm berücksichtigt werden soll, ist der Zustand einzuschalten und die Korrektur D00 abzurufen: mit Radiuskorrektur: ohne Radiuskorrektur: G41(oder G42) ...Dnn...
  • Seite 126: Schnittpunkt Zweier Geraden

    Automatische geometrische Rechnungen 16.3.1 Schnittpunkt zweier Geraden Wenn zwei Sätze für Geradeinterpolatio- nen aufeinander folgen und der zweite so angegeben wird, dass ein Punkt der Ge- rade durch seine beiden Koordinaten in der ausgewählten Ebene und auch der Richtungswinkel der Gerade definiert werden, wird der Schnittpunkt der im ersten Satz ausgewählten und der im zweiten Satz angegebenen Gerade er-...
  • Seite 127 Automatische geometrische Rechnungen Zum Beispiel: G17 G90 G41 D0... G0 X90 Y10 N10 G1 ,A150 N20 X10 Y20 ,A225 G0 X0 Y20 Der Satz N10 kann auch durch die Ko- ordinaten eines Punktes der Gerade an- gegeben werden: G17 G90 G41 D0... G0 X90 Y10 N10 G1 X50 Y33.094 N20 X10 Y20 ,A225...
  • Seite 128 Automatische geometrische Rechnungen mit Abbrechen oder Abrunden kombiniert werden. Zum Beispiel: Abb. 16.3.1-4 Abb. 16.3.1-3 G17 G90 G41 D0... G17 G90 G41 D0... G0 X90 Y10 G0 X90 Y10 N10 G1 X50 Y33.094 ,C10 N10 G1 X50 Y33.094 ,R10 N20 X10 Y20 ,A225 N20 X10 Y20 ,A225 G0 X0 Y20 G0 X0 Y20...
  • Seite 129: Schnittpunkt Einer Gerade Und Eines Kreises

    Automatische geometrische Rechnungen 16.3.2 Schnittpunkt einer Gerade und eines Kreises Wenn ein Satz für Kreisinterpolation nach einem Satz für Geradeinterpolation so angegeben wird, dass sowohl die Endpunkts- und Anfangspunktskoordinaten des Kreises als auch der Kreishalb- messer definiert werden, d.h. der Kreis überdefiniert wird, wird der Schnittpunkt zwischen der Gerade und dem Kreis errechnet.
  • Seite 130 Automatische geometrische Rechnungen Hier ist ein Beispiel: Abb. 16.3.2-3 Abb. 16.3.2-4 %O9981 %O9982 N10 G17 G42 G0 X100 Y20 D0 S200 M3 N10 G17 G42 G0 X100 Y20 D0 S200 M3 N20 G1 X-30 Y-20 N20 G1 X-30 Y-20 N30 G3 X20 Y40 I20 J-10 R50 Q-1 N30 G3 X20 Y40 I20 J-10 R50 Q1 N40 G40 G0 Y60 N40 G40 G0 Y60...
  • Seite 131: Schnittpunkt Eines Kreises Und Einer Gerade

    Automatische geometrische Rechnungen 16.3.3 Schnittpunkt eines Kreises und einer Gerade Wenn ein Satz für Geradeinterpolation nach einem Satz für Kreisinterpolation so angegeben wird, dass die Gerade überdefiniert wird, d.h. sowohl die Endpunktskoordinate als auch der Richtungs- winkel der Gerade definiert werden, wird der Schnittpunkt zwischen dem Kreis und der Gerade errechnet.
  • Seite 132 Automatische geometrische Rechnungen Hier ist ein Beispiel: Abb. 16.3.3-3 Abb. 16.3.3-4 %O9983 %O9984 N10 G17 G0 X90 Y0 M3 S200 N10 G17 G0 X90 Y0 M3 S200 N20 G42 G1 X50 D0 N20 G42 G1 X50 D0 N30 G3 X-50 Y0 R50 N30 G3 X-50 Y0 R50 N40 G1 X-50 Y42.857 ,A171.87 Q-1 N40 G1 X-50 Y42.857 ,A171.87 Q1...
  • Seite 133 Automatische geometrische Rechnungen...
  • Seite 134: Schnittpunkt Zweier Kreise

    Automatische geometrische Rechnungen 16.3.4 Schnittpunkt zweier Kreise Wenn zwei Sätze für Kreisinterpolationen aufeinander folgen und der zweite so angegeben wird, dass sowohl die Endpunkts- und Mittelpunktskoordinaten als auch der Radius definiert werden, d.h. der zweite Kreis überdefiniert wird, errechnet die Steuerung den Schnittpunkt der Kreise. Der Endpunkt des ersten bzw.
  • Seite 135 Automatische geometrische Rechnungen Mittelpunktskoordinaten den Grundangaben eines Kreises, d.h. sie bedeuten den vom Mittelpunkt gemessenen relativen Abstand. Die im zweiten Satz (N2) angegebenen Koordinaten, unter anderem die Koordinaten I, J, K für den Kreismittelpunkt werden von der Steuerung immer als absolute (G90) Daten ausgelegt.
  • Seite 136 Automatische geometrische Rechnungen Hier ist ein Beispiel: Abb. 16.3.4-4 Abb. 16.3.4-3 %O9985 %O9986 N10 G17 G54 G0 X200 Y10 M3 S200 N10 G17 G54 G0 X200 Y10 M3 S200 N20 G42 G1 X180 D1 N20 G42 G1 X180 D1 N30 G3 X130 Y-40 R-50 N30 G3 X130 Y-40 R-50 N40 X90 Y87.446 I50 J30 R70 Q–1 N40 X90 Y87.446 I50 J30 R70 Q1...
  • Seite 137: Verkettung Von Schnittpunktsrechnungen

    Automatische geometrische Rechnungen 16.3.5 Verkettung von Schnittpunktsrechnungen Die Sätze für Schnittpunktsrechnungen können miteinander verkettet werden, d.h. mehrere, aufeinander folgende Sätze können zu Schnittpunktsrechnungen bestimmt werden. Solange die Steuerung überdefinierte Geraden oder Kreise im Programm findet, werden Schnittpunkte gerechnet. Hier ist ein Beispiel: Abb.
  • Seite 138: Bohrzyklen

    Bohrzyklen 17 Bohrzyklen Die Bohrzyklen können in die folgenden Gruppen unterteilt werden: Operation 1: Positionierung in der angewählten Ebene Operation 2: Tätigkeit nach der Positionierung Operation 3: Eilgangsbewegung bis zum Punkt R (Annäherungspunkt) Operation 4: Tätigkeit im Punkt R Operation 5: Bohren bis zum Bohrungsgrund Operation 6: Tätigkeit im Bohrungsgrund Operation 7: Rücklauf bis zum Punkt R Operation 8: Tätigkeit im Punkt R...
  • Seite 139 Bohrzyklen G-Kode Positionierebene Bohrachse worin: : X-Achse oder eine dazu parallel liegende Achse, : Y-Achse oder eine dazu parallel liegende Achse, : Z-Achse oder eine dazu parallel liegende Achse sind. Die Achsen U, V, W werden für Parallelachsen betrachtet, wenn sie im Parameterfeld als parallel liegende Achsen definiert sind.
  • Seite 140 Bohrzyklen Die in Bohrzyklen angewandten Adressen und ihre Interpretation: I_ J_ _ R_ Q_ E_ P_ F_ S_ K_ I_ _ R_ Q_ E_ P_ F_ S_ J_ K_ _ R_ Q_ E_ P_ F_ S_ Wiederholzahl Bohrangaben Weg nach Spindelorientierung Bohrungsposition Code des Bohrens Kode des Bohrens :...
  • Seite 141 Bohrzyklen Weg nach Spindelorientierung: I, J, K. Ist die Werkzeugmaschine zur Spindel- orientierung geeignet, wird das Werk- zeug in den Ausdrehzyklen G76 und G87 von der Oberfläche entfernt zu- rückgezogen werden, damit die Werk- zeugspitze die Oberfläche nicht zer- kratzt. Die Richtung, in der die Steue- rung das Werkzeug von der Oberfläche entfernen soll, kann unter der I-, J- und K-Adresse angegeben werden.
  • Seite 142 Bohrzyklen Für die Daten des Basispunktes gelten die Spiegelungs- und Masstabierungsbefehle. Diese Daten sind erbliche Werte. Die Angaben des Basispunktes werden durch G80, oder die Kodes der Interpolationsgruppe gelöscht. Die Steuerung nähert den Basispunkt stets mit der programmierten Vorschubgeschwindigkeit an. Annäherungspunkt: R Der An näherungspunkt wird unter der R-Adresse angegeben.
  • Seite 143 Bohrzyklen N2 G81 X Am Anfang des Zyklus sind die Bohrangaben (Z, R) verbindlich anzugeben N3 X Da im Satz N2 sind die Bohrangaben bestimmt und im Satz N3 die selben Angaben erforderlich sind, brauchen sie nicht von neuem anzugeben, d.h. G81, Z , R , F kann weggelassen werden. Die Bohrungsposition ändert sich nur in der X-Richtung, Der Bohrer wird in dieser Richtung verstellt und er bohrt die selbe Bohrung wie im Satz N2.
  • Seite 144 Bohrzyklen Auf die Wirkung der obigen Anweisungen bohrt die Steuerung 6 Bohrungen auf je 60 Grad auf ei- nem Lochkreis des Radius von 200 mm. Die ers- te Bohrungsposition liegt auf dem Koordinaten- punkt X=200, Y=0. Abb. 17-6...
  • Seite 145: Ausführliche Beschreibung Der Bohrzyklen

    Bohrzyklen 17.1 Ausführliche Beschreibung der Bohrzyklen 17.1.1 Tiefbohrzyklus mit hoher Geschwindigkeit (G73) Abb. 17.1.1-1 Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G73 X R Q E F L G18 G73 Z R Q E F L G19 G73 Y R Q E F L Operationen des Zyklus: Operation 1: Positionierung in der angewälten Ebene im Eilgang...
  • Seite 146: Bohrzyklus Für Linksgewinden (G74)

    Bohrzyklen 17.1.2 Bohrzyklus für Linksgewinden (G74) Abb. 17.1.2-1 Dieser Zyklus kann nur beim Einsatz eines Gewindebohrers mit Ausgleichfutter angewandt werden. Die im Zyklus angewandten Variablen sind: G17 G74 X R (P ) F L G18 G74 Z R (P ) F L G19 G74 Y R (P ) F L Vor dem Zyklusstart ist M4 (Spindeldrehung im Gegenuhrzeigersinn) einzuschalten.
  • Seite 147: Ausdrehen Mit Automatischer Werkzeugverstellung (G76)

    Bohrzyklen 17.1.3 Ausdrehen mit automatischer Werkzeugverstellung (G76) Abb. 17.1.3-1 Der Zyklus G76 kann erst angewandt werden, wenn die Spindelorientierung ind die Werkzeugma- schine eingebaut ist. Diese Tatsache wird durch den Zustand 1 des Parameterbits ORIENT1 der Steuerung mitgeteilt. Im Gegenfall wird den Fehlerkode 3052 FEHLER IN G76, G87 angezeigt. Da die Haputsindel nach der Ausdrehoperation orientiert wird und das Werkzeug von der Oberflä- che um den unter I, J und K angegebenen Wert zurückgestellt wird, wird die Oberfläche beim Werkzeugrückzug nicht zerkratzt.
  • Seite 148: Ausschalten Des Zyklus (G80)

    Bohrzyklen – Werkzeugrückstellung in der angewählten Ebene um den unter I, J, K angegebenen Wert, in entgegengesetzter Richtung, – Wiederstart der Spindel in Richtung M3 17.1.4 Ausschalten des Zyklus (G80) Der Kode G80 schaltet den Zyklus aus und löscht die Zyklusvariablen. Werden im G80-Satz Koordinaten ohne andere Anweisungen programmiert, wird der Bewegungs- ablauf nach dem vor dem Einschalten gültigen Interpolationskode (G-Kodegruppe 1, oder Interpolationsgruppe) ausgeführt.
  • Seite 149: Bohrzyklus Mit Verweilen, Rückzug Im Eilgang (G82)

    Bohrzyklen 17.1.6 Bohrzyklus mit Verweilen, Rückzug im Eilgang (G82) Abb. 17.1.6-1 Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G82 X R P F L G18 G82 Z R P F L G19 G82 Y R P F L Operationen des Zyklus: Operation 1: Positionierung in der angewälten Ebene im Eilgang Operation 2: - Operation 3: Eilgangsbewegung bis zum Annäherungspunkt R...
  • Seite 150: Tiefbohrzyklus (G83)

    Bohrzyklen 17.1.7 Tiefbohrzyklus (G83) Abb. 17.1.7-1 Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G83 X R Q E F L G18 G83 Z R Q E F L G19 G83 Y R Q E F L Operationen des Zyklus: Operation 1: Positionierung in der angewälten Ebene im Eilgang Operation 2: - Operation 3: Eilgangsbewegung bis zum Annäherungspunkt R Operation 4: -...
  • Seite 151: Gewindebohrzyklus (G84)

    Bohrzyklen Diese Länge wird entweder aus der E-Adresse vom Programm, oder aus dem Parameter CLEG83 entnommen. 17.1.8 Gewindebohrzyklus (G84) Abb. 17.1.8-1 Der Zyklus kann nur bei Einsatz eines Ausgkeichfutters angewandt werden. Die im Zyklus angewandten Variablen sind: G17 G84 X R (P ) F L G18 G84 Z R (P ) F L...
  • Seite 152: Gewindebohrzyklus Ohne Ausgleichsfutter (G84.2, G84.3)

    Bohrzyklen 17.1.9 Gewindebohrzyklus ohne Ausgleichsfutter (G84.2, G84.3) Beim Gewindebohren muss der Quotient des Bohrachsenvorschubes und der Spindeldrehzahl mit der Steigung des Gewindebohrers gleich sein. Mit anderen Worten muss der Quotient P=F/S im Idealfall stets konstant bleiben. Im Zusammenhang bedeuten: P: Gewindesteigung (mm/Umdrehung oder ionch/Umdrehung) F: Vorschub (mm/min oder Zoll/min) S: Spindeldrehzahl (1/min) In den Bohrzyklen G74 (Linksgewinde) und G84 (Rechtsgewinde) werden die Spindeldrehzahl und...
  • Seite 153 Bohrzyklen Verfahrweg Vorschub z=Abstand zwischen R-Punkt und Basispunkt – Beim Umdrehungsvorschub G95: F=P worin: P: Gewindesteigung in mm/Umdrehung oder Zoll/Umdrehung. Daraus ist es ersichtli- ch, dass die Gewindesteigung beim Umdrehungsvorschub (G95) direkt program- miert werden kann, aber das Programmieren von S ist zur Bestimmung der Vorschübe auch erforderlich.
  • Seite 154 Bohrzyklen Gegenuhrzeigersinn (-). Operation 8: - Operation 9: Bei G98: Eilgangsrücklauf bis zum Ausgangspunkt. Operation 10: - Abb. 17.1.9-2 Die Operationen des Zyklus G84.3 sind die folgenden: Operation 1: Positionierung im Eilgang in der angewählten Ebene, Operation 2: - Operation 3: Eilgangsbewegung bis zum Annäherungspunkt R, Operation 4: Spindelorientierung M19 Operation 5: Geradeninterpolation zwischen der Bohrachse und der Spindel im Gegen- uhrzeigersinn (-).
  • Seite 155: Bohrzyklus, Rückzug Mit Vorschub (G85)

    Bohrzyklen 17.1.10 Bohrzyklus, Rückzug mit Vorschub (G85) Abb. 17.1.10-1 Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G85 X R F L G18 G85 Z R F L G19 G85 Y R F L Operationen des Zyklus: Operation 1: Positionierung in der angewälten Ebene im Eilgang Operation 2: - Operation 3: Eilgangsbewegung bis zum Annäherungspunkt R Operation 4: -...
  • Seite 156: Bohrzyklus, Eilgangsrückzug Bei Stillstehender Spindel (G86)

    Bohrzyklen 17.1.11 Bohrzyklus, Eilgangsrückzug bei stillstehender Spindel (G86) Abb. 17.1.11-1 Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G86 X R F L G18 G86 Z R F L G19 G86 Y R F L Beim Zyklusstart ist die Spindeldrehrichtung M3 einzugeben. Operationen des Zyklus: Operation 1: Positionierung in der angewälten Ebene im Eilgang Operation 2: -...
  • Seite 157: Bohrzyklus, Handbedienung Im Bohrungsgrund/Ausdrehen Rückwärts Mit Automatischer Werkzeugrückstellung (G87)

    Bohrzyklen 17.1.12 Bohrzyklus, Handbedienung im Bohrungsgrund/Ausdrehen rückwärts mit automatischer Werkzeugrückstellung (G87) Die Steuerung führt den Zyklus auf zwei Arten durch: Abb. 17.1.12-1 A. Bohrzyklus, Handbedienung im Bohrungsgrund Ist die Möglichkeit der Spindelorientierung in der Maschine nicht ausgebaut (Parameter ORIENT1=0), arbeitet die Steuerung nach dem Fall A. Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G87 X R F L...
  • Seite 158 Bohrzyklen Abb. 17.1.12-2 B. Ausdrehen rückwärts mit automatischer Werkzeugrückstellung Ist die Möglichkeit der Spindelorientierung in der Maschine eingebaut (Parameter ORIENT1=1), arbeitet die Steuerung nach dem Fall B. Die im Zyklus angewandten Zyklusvariablen sind: G17 G87 X I J R F L G18 G87 Z K I R F L G19 G87 Y...
  • Seite 159: Bohrzyklus, Handbedienung Nach Einer Verweilzeit Im Bohrungsgrund (G88)

    Bohrzyklen Da die Spindel orientiert wird und das Werkzeug vor dem Ausdrehen um den Wert I, J, bzw. K zurückgenommen wird, kann ein Werkzeugbruch vor dem Einfahren vermieden werden. 17.1.13 Bohrzyklus, Handbedienung nach einer Verweilzeit im Bohrungsgrund (G88) Abb. 17.1.13-1 Die im Zyklus angewandten Variablen sind: G17 G88 X R P F L...
  • Seite 160: Bohrzyklus Mit Verweilen Im Bohrungsgrund, Rückzug Mit Vorschub (G89)

    Bohrzyklen 17.1.14 Bohrzyklus mit Verweilen im Bohrungsgrund, Rückzug mit Vorschub (G89) Abb. 17.1.14-1 Die im Zyklus angewandten Variablen sind: G17 G89 X R P F L G18 G89 Z R P F L G19 G89 Y R P F L Operationen des Zyklus: Operation 1: Positionierung in der angewälten Ebene im Eilgang Operation 2: -...
  • Seite 161: Anmerkungen Zur Anwendung Der Bohrzyklen

    Bohrzyklen 17.2 Anmerkungen zur Anwendung der Bohrzyklen – Wenn in der Betriebsart Zyklus ein Satz ohne G-Kode eine der Adressen , oder R enthält, wird der Bohrzyklus durchgeführt. Ohne diese Voraussetzung wird der Bohrzyklus nicht durchgeführt. – Nach der Programmierung des Verweilsatzes G04 P in der Betriebsart Zyklus wird der Befehl gemäss dem programmierten P ausgeführt, jedoch die auf das Verweilen bezogene Zyklus- variable wird nicht gelöscht und nicht überschrieben.
  • Seite 162: Messfunktionen

    Messfunktionen 18 Messfunktionen 18.1 Messen beim Löschen des Restweges (G31) Auf die Wirkung der Anweisung G31 v (F) (P) beginnt die Bewegung mit einer Geradeninterpolation in der durch die v Vektor angegebenen Richtung, wie mit G01 Linearinterpolation befohlen werden. Falls während der Durchführung dieses Befehls ein externes Überlesesignal eingegeben wird, wird die Befehlsausführung abgebrochen und der nächste Satz durchgeführt.
  • Seite 163: Automatische Werkzeuglängenmessung (G37)

    Messfunktionen – der aktuellen Werzeugverschiebung (G45...G48) zu verstehen. Die Satzbarbeitung ist nur im Zustand G40 möglich. Wird G31 im Zustand G41 oder G42 programmiert, wird die Fehleranzeige 3054 G31 IM FALSCHEN ZUSTAND ausgelöst. Genauso wird dieser Fehlerkode angezeigt, wenn die Zustände G95, G51, G51.1, G68 oder G16 gültig sind. Der für die v-Koordinate eingegebene Wert kann absolut oder inkremental sein.
  • Seite 164 Messfunktionen Ist die Messung erfolgreich und steht das Abtastsignal im Koordinatenpunkt Q an, – addiert die Steuerung die Differenz Q-q (wenn Parameter ADD=1) dem Verschleißwert des aktuellen Korrekturregisters H, oder – zieht sie die Differenz aus dem Verschleißwert des aktuellen Korrekturrigsters (wenn Parameter ADD=0) ab.
  • Seite 165: Sicherheitsfunktionen

    Sicherheitsfunktionen 19 Sicherheitsfunktionen 19.1 Programmierbare Arbeitsraumabgrenzung (G22, G23) Die Anweisung G22 X Y Z I J K P schaltet die Überwachung der Arbeitsraumabgrenzung ein. Durch diese Anweisung können die Verfahrwege der Achsen abbegrenzt werden. Bedeutungen der Adressen der Anweisung: positive Grenze in der X-Achse negative Grenze in der X-Achse positive Grenze in der Y-Achse negative Grenze in der Y-Achse...
  • Seite 166 Sicherheitsfunktionen Achsen gehörigen Parameter LIMPN2n. Bevor die Koordinaten in der Anweisung G22 in die entsprechenden Parameter eingeschrieben werden, werden ins Maschinen-Koordinatensystem so umberechnet, dass sie gleichzeitig auch die eingeschalteten Korrekturverschiebungen enthalten. Wurde z.B. die Längenkorrektur für die Z- Richtung beim Definieren der G22-Anweisung eingeschaltet, begrenzen die für diese Achse angegebenen abgrenzenden Koordinatenangaben die Verfahrwege so ab, dass die Werkzeugspitze diese Grenzen nicht überschreiten kann.
  • Seite 167: Parametrierter Endschalter

    Sicherheitsfunktionen 19.2 Parametrierter Endschalter Der Maschinenhersteller kann in den Steuerungsparametern den auf der gegebenen Maschine physikalisch möglichen Bewegungsbereich, also die Endstellungen bestimmen. Werden diese Grenzen angefahren, zeigt die Steuerung Fehler an, als würden die Endschalter angefahren. – Die parametrierte Endpositionsüberwachung wird erst nach Aufnahme des Refe- renzpunktes wirksam.
  • Seite 168 Sicherheitsfunktionen Liegt der Endpunkt ausserhalb des Berei- ches der Endpositio- nen, wird der Fehler- kode 3056 GRENZE angezeigt. Liegt der Endpunkt innerhalb der programmiert ge- Abb. 19.3-2 sperrten Zone, erfolgt die Fehleranzeige 3057 SCHUTZBEREICH. So kann die Bewegung praktisch nicht in Gang gesetzt werden.
  • Seite 169: Kundenmakros

    Kundenmakros 20 Kundenmakros 20.1 Einfaches Abrufen eines Makros (G65) Auf den Befehl G65 P(Programmnummer) L(Wiederholungszahl) <Bezeichnung des Argumentes> wird ein unter der P-Adresse (Programmnummer) angegebenes Makroprogramm so viele Male wiederholt aufgerufen, wie es unter der L-Adresse angegeben ist. Einem Makroprpgramm können Argumente übergeben werden. Die Argumente sind für bestimmte Adressen gegebene konkrete Zahlenwerte, die während des Aufrufes des Makros in entsprechen- den lokalen Variablen abgespeichert werden.
  • Seite 170: Erbliches Aufrufen Von Makros

    Kundenmakros – Abkürzungen: lv: lokale Variable, 1.ak: Argumentenbezeichnung 1, 2.ak: Argumentenbe- zeichnung 2. Die Indizes nach den Adressen I, J, K zeigen die Reihenfolge der Argumentenbezeichnungen an. Innerhalb eines Satzes können die Argumentenbezeichnung 1 und 2 gleichzeitig vorkommen, die Steuerung nimmt es an. Fehler wird angezeigt, wenn auf eine Variable zweimal bezuggenommen wird.
  • Seite 171: Aufrufen Von Makros Aus Jedem Satz (G66.1)

    Kundenmakros Makroprogramm %O1250 G0 Z#18 (Eilgangspositionierung in Z auf den unter der R–1 Adresse bestimmten Punkt) G1 Z#26 F#9 Bohren bis zum unter der Z–100 Adresse angegebenen Tiefpunkt mit dem unter der F130 Adresse angegebenen Vorschub) G4 P#24 (Verzögerung im Tiefpunkt der Bohrung bis zur unter der X2 Adresse angegebenen Zeit) G0 Z-[#18+#26] (Werkzeugrückzug auf den Ausgangspunkt)
  • Seite 172: Benutzerseitiger Makroaufruf Auf G-Codes

    Kundenmakros Befindet sich die N-Adresse mitten eines Satzes (steht eine von / abweichende Adresse vor ihr), wird sie als Argument ausgelegt: X34.236 N320 #24=34.236 #14=320 Wurde die N-Adresse bereits einmal als Argument eingegeben, resultiert die nächste Bezugnahme auf die N-Adresse die Fehleranzeige 3064 FALSCHER MAKRO- AUSDRUCK.
  • Seite 173: Benutzerseitiges Aufrufen Von Makros Auf Einen M-Code

    Kundenmakros ILLEGALER G KODE an. – Das Aufrufen von benutzerdefinierten M, S, T, A, B, C aus einem benutzerseitigen Aufrufen eines G-Codes, – das Aufrufen eines benutzerseitigen G-Codes aus dem Aufrufen von benutzerdefinierten M, S, T, A, B, C sind in Abhängigkeit des Parameterzustandes zugelassen: FGMAC=0: nicht zugelassen (sie werden als gewöhnliche M-,S-,...G-Codes durchgeführt), FGMAC=1: zugelassen, also erfolgt ein neues Aufrufen.
  • Seite 174: Benutzerdefiniertes Aufrufen Von Unterprogrammen Durch T-Code

    Kundenmakros kann hier die folgende Anweisung eingegeben werden: Nn Gg Xx Yy Mm. Der angegebene M-Code wird dann der PLC nicht übergeben, sondern das entsprechende Unter- programm wird aufgerufen. Im Parameterfeld ist anzugeben, welche Programmnummer der aufrufende M-Code aufrufen soll. M(9000): es ist der M-Code, der das Programm Nr.
  • Seite 175: Benutzerdefiniertes Aufrufen Von Unterprogrammen Durch A-, B-, C-Codes

    Kundenmakros Wenn im Unterprogramm ein benutzerseitiges Aufrufen von G,M,T,A,B,C erfolgt: FGMAC=0: nicht zugelassen (sie werden als gewöhnliche M-,S-,...G-Codes durchgeführt), FGMAC=1: zugelassen, also erfolgt ein neues Aufrufen. 20.8 Benutzerdefiniertes Aufrufen von Unterprogrammen durch A-, B-, C-Codes Werden die neben den Parameterwerten A(9030)=1 oder B(9031) oder C(9032) ins Programm eingegebenen A-,B- oder C-Werte der PLC, oder dem Interpolator nicht übergeben, veranlassen dann die A-, B- oder C-Codes das Aufrufen der Unterprogramme O9030, O9031 oder O9032.
  • Seite 176 Kundenmakros %O0001 N10 G66 P2 N11 G1 G91 Z10 (1-11) N12 G66 P3 N13 Z20 (1-13) N14 G67 (Löschen des Aufrufes G66 P3) N15 G67 (Löschen des Aufrufes G66 P2) N16 Z-5 (1-16) %O0002 N20 X4 (2-20) N21 M99 %O0003 N30 Z2 (3-30) N31 Z3...
  • Seite 177: Format Des Benutzermakros

    Kundenmakros Beim Anrufen des ersten Makros werden die lokalen Variablen #1 bis #33 des Hauptprogrammes abgespeichert und auf der Ebene 1 nehmen die lokalen Variablen die beim Anrufen angegebenen Argumentenwerte an. Beim erneuten Makroanruf von der ersten Ebene aus werden die lokalen Variablen der ersten Ebene von #1 bis #33 abgespeichert und auf der zweiten Ebene nehmen die lokalen Variablen die beim Anrufen angegebene Argumentenwerte an.
  • Seite 178: Bezugnahme Auf Eine Variable

    Kundenmakros #[#120] bedeutet: die Nummer der bezogenen Variablen bnefindet sich in der Variable Nr. 120. #[#120-4] bedeutet: Die Nummer der bezogenen Variablen ergibt sich, wenn aus dem in der Variablen Nr. 120 befindlichen Zahlenwert 4 abgezogen wird. 20.11.2 Bezugnahme auf eine Variable In den Worten eines Programmszatzes können die verschiedenen Adressen nicht nur Zahlenwerte, sondern die Werte von Variablen annehmen.
  • Seite 179: Typen Der Variablen

    Kundenmakros Eine leere Variable in einer wertzuweisenden Anweisung: wenn 1=(leer) wenn 2=(leer) Unterschied zwischen leeren Variablen und denen vom Wert 0 bei Bedingungsüberprüfung: wenn 1=(leer) wenn 1 EQ 1 EQ erfüllt nicht erfüllt 1 NE 0 1 NE 0 erfüllt nicht erfüllt 1 GE 1 GE...
  • Seite 180: Globale Variablen: #100 - #199, #500

    Kundenmakros Makros (G65) beschreibenden Kapitels zu sehen. Eine lokale Variable, deren Adresse in der Argumentenbezeichnung nicht angegeben ist, ist leer und sie frei anwendbar ist. 20.12.2 Globale Variablen: #100 - #199, #500 - #599 Im Gegensatz zu den lokalen Variablen sind die globalen Variablen nicht nur auf den gleichen Ebenen der Programmaufrufe, sondern über das gesamte Programm gleich, unabhängig davon, dass sie sich im Hauptprogramm, in einem Unterprogramm, oder einem Makro und auf welcher Ebene eines Makros befinden.
  • Seite 181: Systemvariablen

    Kundenmakros 20.12.3 Systemvariablen Die Systemvariablen sind verbindlich anwendbare Variablen, die Informationen über den Systemzu- stand liefern. Interface-Eingangssignale: #1000 - #1015, #1032 Über die Systemvariablen von #1000 bis #1015 können 16 Interface-Eingangssignale einzeln abge- fragt werden: Bezeichnung der Interface-Eingänge laut Systemvariablen Auslegung des PLC-Programmes I[CONST+000] 1000...
  • Seite 182 Kundenmakros Interface-Ausgangssignale: #1100 — #1115, #1132 Über die Systemvariablen von #1100 bis #1115 können 16 Interface-Ausgangssignale ausgegeben werden: Bezeichnung der Interface-Ausgänge laut Systemvariablen Auslegung des PLC-Programmes Y[CONST+000] 1100 1101 Y[CONST+001] 1102 Y[CONST+002] Y[CONST+003] 1103 1104 Y[CONST+004] Y[CONST+005] 1105 1106 Y[CONST+006] Y[CONST+007] 1107 1108...
  • Seite 183 Kundenmakros Werkzeugkorrekturwerte: #10001 — #13999 Die Werkzeugkorrekturwerte können an den Parametern #10001 — #13999 abgelesen, bzw ein- gegeben werden. Korrekturnummer geometrischer Verschleiss geometrischer Verschleiss #10001 #11001 #12001 #13001 #10002 #11002 #12002 #13002 #10999 #11999 #12999 #13999 Werkstücknullpunkt-Verschiebungen: #5201 — #5328 Die Werte der Werkstücknullpunkt-Verschiebungen können an den Variablen #5201—#5328 ab- gelesen, bzw.
  • Seite 184 Kundenmakros Die Nummerierung der Achsen bedeuetet die physikalische Achsnummer. Der Zusammenhang zwischen der Achsnummer und der Achsbenennung wird von dem Maschinenhersteller über die Parametergruppe AXIS bestimmt. Im allgemeinen sind die Achse 1 zur X-Adresse, die Achse 2 zur Y-Adresse und die Achse 3 zur Z-Adresse zugeordnet, aber davon abweichende Angaben sind möglich.
  • Seite 185 Kundenmakros Vorschub Halt, Vorschubkorrektur, Genauhalt unterdrücken: #3004 Beim Unterdrücken der Funktion Vorschub Halt hält der Vorschub nach dem Andrücken der Stop- Taste an, wenn die Unterdrückung freigegeben wird. Beim Unterdrücken der Vorschubkorrektur nimmt die Steuerung den Vorschubkorrekturwert für 100% an, solange die Unterdrückung nicht freigegeben wird. Beim Unterdrücken der Funktion Genauhalt führt die Steuerung keine Überprüfung, solange die Unterdrückung nicht freigegeben wird.
  • Seite 186 Kundenmakros Auslegung der einzelnen bites: 0: keine Spiegelung 1: Spiegelung eingeschaltet Beträgt der Wert der Variablen z.B. 5, dann ist die Spiegelung in den Achsen 1 und 3 eingeschaltet. Die Achsnummer bedeutet die physikalische Achsnummer. Die Zuordnung der Achsnamen zu den physikalischen Achsnummern ist durch den Parameter bestimmt.
  • Seite 187 Kundenmakros Positionsinformationen: #5001 — #5106 Positionen an Satzenden System- Einlesen während Positionsinformation variable einer Bewegung Position der Achse 1 am Satzende 5001 Position der Achse 2 am Satzende 5002 möglich Position der Achse 8 am Satzende 5008 Die Position am Satzende wird –...
  • Seite 188 Kundenmakros Abtastpositionen System- Einlesen während Positionsinformation variable einer Bewegung Abtastposition der Achse 1 (G31) 5061 Abtastposition der Achse 2 (G31) 5062 möglich Abtastposition der Achse 8 (G31) 5068 Die Position im Satz G31, in der das Abtastsignal ansteht, wird – im aktuellen Werkstück-Koordinatensystem, –...
  • Seite 189: Anweisungen Der Programmiersprache

    Kundenmakros Abb. 20.12.3-2 Schleppabstand System- Einlesen während Positionsinformation variable einer Bewegung Schleppabstand in der Achse 1 5101 Schleppabstand in der Achse 2 5102 unmöglich Schleppabstand in der Achse 8 5108 20.13 Anweisungen der Programmiersprache Bei der Beschreibung wird der Ausdruck #i = <Formel>...
  • Seite 190 Kundenmakros gengesetztem Vorzeichen an. Arithmetische Negation: #i = NOT #j Operationscode: NOT Auf die Wirkung der Operation wird die Variable # zuerst in eine 32-Bit-Zahl mit festem Dezimalpunkt umgewandelt. Kann die so umgewandelte Zahl auf 32 Bits nicht dargestellt werden, erfolgt die Fehleranzeige 3091 FALSCHE OPERATION # . Dann werden alle 32 Bits dieser Festpunktzahl negiert und die so entstandene Zahl wird wiederum in eine Zahl mit schwebendem Dezimalpunkt umgewandelt und in der Variablen #i abgelegt.
  • Seite 191: Funktionen

    Kundenmakros Auf die Wirkung der Operation nimmt die Variable #i den Rest der Dividierung der Variab- len #j und #k an. Der Wert von #k kann nicht 0 sein, sonst erfolgt die Fehleranzeige 3092 DIVISION MIT 0 #. Beispiel: #120 = 27 MOD 4. Der Wert der Variablen #120 wird 3. Arithmetisches UND: #i = #j AND #k Operationscode: AND Auf die Wirkung der Operation erhalten alle 32 Bits der Variablen #i das logische Produkt...
  • Seite 192 Kundenmakros Natürlicher Logarithmus: #i = LN #j Funktionscode: LN Auf die Wirkung der Operation nimmt die Variable #i den natürlichen Logarithmus der Zahl #j an. Der Wert von #j kann nicht negativ oder 0 sein. Absolutwert: #i = ABS #j Funktionscode: ABS Auf die Wirkung der Operation nimmt die Variable #i den Absolutwert der Variablen #j an.
  • Seite 193: Bedingte Ausdrücke

    Kundenmakros Operationen abgeändert werden. Die Klammerung kann fünffach geschachtelt werden. Bei einer grösseren Schachtelungstiefe zeigt die Steuerung den Fehlercode 3064 FALSCHER MAKROAUSDRUCK an. Beispiel für eine dreifache Schachtelung: #120 = COS [ [ [#121 - #122] * #123 + #125] * #126] Die Zahlen zeigen die Abarbeitungsreihenfolge der Operationen an.
  • Seite 194: Bedingte Anweisung

    Kundenmakros 20.13.6 Bedingte Anweisung: IF[<Bedingung>] (THEN)Anweisung (WENN[ <..> DANN) Wird die [<Bedingung>] erfüllt, dann wird die Anweisung hinter THEN durchgeführt. Wird die [<Bedingung>] nicht erfüllt, setzt sich die Programmabarbeitung mit den nächstfolgenden Satz fort. THEN kann in der Anweisung weggelassen werden, die Reihenfolge der Durchführung der Anweisungszeile IF[<Bedingung>] Anweisung bleibt unverändert.
  • Seite 195 Kundenmakros oder END1 FALSCH END1 – Die selbe Identnummer kann mehrfach benutzt werden: END1 RICHTIG END1 – Die DOm - ENDm-Paare können dreifach ineinander geschachtelt werden: RICHTIG END3 END2 END 1 – Die DOm - ENDm-Paare dürfen einander nicht überlappen: FALSCH END1 END2...
  • Seite 196 Kundenmakros – Von einem Zyklus aus kann nach aussen verzweigt werden: GOTO150 RICHTIG END1 N150 – Von Aussen kann in einen Zyklus nicht eingetreten werden: GOTO150 FALSCH N150 oder N150 FALSCH END1 GOTO150 – Von einem Zyklus aus kann ein Unterprogramm, oder ein Makro aufgerufen werden. Innerhalb eines Unterprogrammes oder Benutzermakros können die Zyklen wiederum dreifach ineinander geschachtelt werden: M98...
  • Seite 197: Datenausgabebefehle

    Kundenmakros 20.13.8 Datenausgabebefehle Die Steuerung kenn die folgenden Datenausgabebefehle: POPEN Eröffnen einer Peripherie BPRNT Datenausgabe binär DPRNT Datenausgabe dezimal PCLOS Schliessen einer Peripherie Diese Befehle können zur Ausgabe der Werte von Charakteren und Variablen benutzt werden. Die Ausgabe kann in den Speicher der Steuerung und auf ein externes Datenspeichergerät erfolgen. Eröffnen einer Peripherie: POPENn Vor der Ausgabe von Daten muss das entsprechende Peripheriegerät, über das die Datenausgabe erfolgen soll, eröffnet werden.
  • Seite 198 Kundenmakros BPRNT [ C*/ X#110 [3] Y#120 [3] M#112 [0] ] #110=318.49362 318494=0004DC1Eh #120=0.723415 723=000002D3h #112=23.9 24=00000018h Die auszugebenden Charaktere sind: 7 6 5 4 3 2 1 0 1 1 0 0 0 0 1 1 --- C 1 0 1 0 0 0 0 0 --- Leerstelle (Space) 1 0 1 0 1 1 1 1 --- /...
  • Seite 199 Kundenmakros – Wenn d=0, wird der Dezimalpunkt ausgegeben. Ist nur c ausgegeben, wird auch der Dezimal- punkt nicht ausgegeben. – Eine leere VAriable wir mit dem 0-Code ausgegeben. – Am Ende der Datenausgabe gibt die Steuerung eine Zeilenschaltung (LF-Code) automatisch aus.
  • Seite 200 Kundenmakros Beispiel: DPRNT [ X#130 [53] Y#500 [53] T#10 [2] ] #130=35.897421 35.897 #500=–150.8 –150.8 #10=214.8 Datenausgabe bei PRNT=0 7 6 5 4 3 2 1 0 1 1 0 1 1 0 0 0 --- X 1 0 1 0 0 0 0 0 --- Leerstelle (space) 1 0 1 0 0 0 0 0 --- Leerstelle (space)
  • Seite 201: Nc- Und Makroanweisungen

    Kundenmakros Datenausgabe bei PRNT=1 7 6 5 4 3 2 1 0 1 1 0 1 1 0 0 0 --- X 0 0 1 1 0 0 1 1 --- 3 0 0 1 1 0 1 0 1 --- 5 0 0 1 0 1 1 1 0 --- Dezimalpunkt (.)
  • Seite 202 Kundenmakros – Wertzuweisende Sätze: #i=#j – Sätze, die eine bedingte oder zyklusorganisierende Anweisung enthalten: IF, WHILE – Kontrollanweisungen enthaltenen Sätze: GOTO, DO, END – Makroaufrufe enthaltenen Sätze: G65, G66, G66.1, G67, oder die G- oder M-Codes, die ein Makroaufrufen auslösen. –...
  • Seite 203: Abarbeitung Der Makrosätze

    Kundenmakros 20.15 Abarbeitung der Makrosätze Die Makrosätze können durch die Steuerung parallel mit der Abarbeitung der NC-Sätze oder da- nach durchgeführt werden. Der die Abarbeitung der NC und der Makrosätze regelnde Parameter ist SBSTM. Ist der Parameter =0: werden die NC und Makrosätze in der im Programm beschriebenen Reihenfolge durchgeführt. =1: werden die Makroanweisungen während der Abarbeitung der NC-Sätze durchgeführt.
  • Seite 204: Benutzung Der Stop-Taste Bei Der Abarbeitung Einer Makroanweisung

    Kundenmakros gesetzt, werden auch diese Sätze angezeigt. Ist der Parameter MD9 auf 0 gesetzt, werden die von 9000 bis 9999 nummerierten Unterpro- gramme und Makros bei der Abarbeitung nicht aufgelistet. Ist der Parameter MD9 auf 1 gesetzt, werden auch diese Sätze angezeigt. 20.17 Benutzung der STOP-Taste bei der Abarbeitung einer Makroanweisung Das Andrücken der STOP-Taste, d.h.
  • Seite 205: Taschenfräszyklus

    Kundenmakros 20.18 Taschenfräszyklus Die Anweisung G65 P9999 X Y Z I J K R F D E Q M S T löst einen Taschenfräszyklus aus. Zum Durchführen des Zyklus ist das Makroprogramm der Num- mer O9999, das im PROM-Speicher der Steuerung zu finden ist, in den Speicher einzulesen. Vor dem Aufrufen des Zyklus ist das Werkzeug in der angewählten Ebene ü- ber den geometrischen Mittelpunkt der...
  • Seite 206 Kundenmakros mit – Vorzeichen: Umfahren im Uhrzeigersinn. Unter dieser Adresse können zwei Informationen der Steuerung mitgeteilt werden. Der Wert von E gibt die Fräsbreite prozentual zum Fräsdurchmesser an. Ist dieser Wert nicht angegeben, nimmt die Steuerung +83% automatisch an. Es kann vorkommen, dass die Steuerung den unter der E-Adresse abgelegten Wert abhängig von der Taschenbreite so modifiziert, dass die Frästiefe beim Ausfräsen einer Schicht gleichmässig bleibt.
  • Seite 207 Kundenmakros Abb. 20.18-3 Wurde weder die Länge noch die Breite der Tasche angegeben und es wurde nur die R-Adresse programmiert, wird eine KreisförmigeTasche gefräst. Abb. 20.18-4 Wird weder die Länge, noch die Breite, noch der Radius definiert, entartet sich der Zyklus zu einem Bohrzyklus.
  • Seite 208: Notizen

    Notizen Notizen...
  • Seite 209: Stichwortverzeichnis

    Stichwortverzeichnis Stichwortverzeichnis Abarbeitungsfolge ....71, Masstabieren ....Adressen Vergrösserung .
  • Seite 210 Stichwortverzeichnis STRKEN ..... TAPDWELL ....137, TEST FEED ....Positionierebene .

Diese Anleitung auch für:

2000m

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