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A) und einem Verbindungskabel. welches mit einem USB-Typ-A Stecker auf der
einen und mit einem USB-Micro-B-Stecker auf der anderen Seite versehen ist.
Das Netzteil sollte am besten 1 A (1000 mA, 5 W) liefern können, so dass noch et-
was Reserve für später anzuschließende Peripherie gegeben ist. Wichtig ist, dass es
sich um ein Netzteil mit einer geregelten Ausgangsspannung von 5 V handelt und
dass es über einen Micro-USB-Anschluss verfügt, der dementsprechend mit der
Power-Buchse (51, siehe Abbildung 1.2) des Raspberry Pi-Board verbunden wird.
Oftmals befindet sich das Verbindungskabel nicht im Lieferumfang des separat
erworbenen Netzteils und muss möglicherweise dazugekauft werden.
Mitunter wird auch ein »Ladegerät« empfohlen, wie es für Smartphones eingesetzt
wird. Bei den aktuellen Modellen, die mit einem Lithium-Akku arbeiten, entspricht
das vermeintliche Ladegerät allerdings einem üblichen Netzteil, denn die eigentli-
che Ladeschaltung befindet sich innerhalb des Smartphones.
Grundsätzlich handelt es sich bei einem Ladegerät und bei einem Netzteil um zwei
unterschiedliche Gerätetypen, so dass nicht das Ladegerät eines x-beliebigen Mo-
biltelefons verwendet werden kann. Ein »richtiges« Ladegerät liefert demgegen-
über nicht eine konstante Spannung von 5 V, wie sie der Raspberry Pi benötigt,
sondern startet typischerweise mit einem konstanten Ladestrom, der immer gerin-
ger wird, bevor am Schluss eine konstante Spannung (von vielleicht 5 V) für die
Restaufladung des Akkus sorgt.
Aus Sicherheitsgriinden sollten Spannungsverbindungen nur bei ausgeschaltetem
Board vorgenommen werden, auch wenn der USB den Geräteanschluss bei akti-
vem Gerät erlaubt und HDMI dies ebenfalls vertragen sollte. Gleichwohl ist das
Board mit den quasi freiliegenden Anschlüssen, insbesondere wenn es sich noch
nicht in einem Gehäuse befindet, nicht gegen den unabsichtlichen Kontakt mit
daneben liegenden Kabeln oder Werkzeugen geschützt.
In die Steckdose wird das Netzteil erst dann eingesteckt, wenn alle Verbindungen
soweit hergestellt sind. Weil weder der Raspberry Pi noch die üblichen USB-
Netzteile über einen Einschalter verfügen, empfiehlt sich der Einsatz einer schalt-
baren Steckdosenleiste, die später auch das Netzteil für einen USB-Hub aufnehmen
kann. Das Raspberry Pi-System kann somit mit einem einzigen Schalter komplett
ein- und ausgeschaltet werden, ohne dass laufend die einzelnen Netzteile aus der
Dose entfernt werden müssen. Es sei darauf hingewiesen, dass es keine praktikable
Alternative ist, wenn stattdessen das Kabel für die Spannungsversorgung aus der
Micro-USB-Buchse ständig eingesteckt und herausgezogen wird. Dieses Verfahren
sollte schon gar nicht mit anderen Netzteilen, die später vielleicht noch dazukom-
men, praktiziert werden, weil Stecker durchaus verkanten können oder man gerät