Grundlegendes zum Tragen von kleinen Babys
Tragen fördert die psychische und die physische Ent-
wicklung des Babys. Getragene Babys schreien weniger
und sind insgesamt zufriedener. Das Tragen erfüllt
Grundbedürfnisse. Ein Baby ganz nah am Körper ge-
tragen, immer mit dabei, fühlt sich sicher und wohl, ge-
borgen und geliebt. Es fühlt sich für das Baby "richtig"
an, denn ein Säugling ist völlig hilflos und abhängig.
Es hat nichts mit Verwöhnen zu tun! Das Tragen stärkt
Urvertrauen und Selbstvertrauen, sowie das Nervensy-
stem und Körperbewusstsein.
Das Tragen kommt auch den Eltern zugute! Es hilft
leichter in den Alltag zurückzufinden, Sie bekommen
mehr Selbstsicherheit, Sie profitieren vom zufriedenen
Kind und es unterstützt die Bindung.
Folgendes ist beim Tragen von Säuglingen zu beach-
ten: Solange sich das Baby nicht selber auf-
recht halten kann muss der Rücken beim
Tragen gut gestützt werden (es darf nicht zu-
sammensacken). Stellen Sie daher die Rückenstütze so
eng, dass kein Raum mehr zwischen Ihnen und dem
Baby ist. Das anpassungsfähige weiche Material vom
Beco Butterfly kann den Rücken des Babys gut um-
schließen und stützen – eng am Körper des Tragenden.
Ebenso muss der Kopf des Babys gestützt wer-
den, solange es nicht volle Kontrolle über sein Köpf-
chen hat (kann es den Kopf sicher halten ist beim
Schlafen weiterhin eine Stütze nötig). Der Kopf soll
dabei jedoch nicht "bewegungsunfähig steif/fest" ge-
halten werden, sondern es soll den Kopf schon bewe-
gen können. Stellen Sie den Säuglingseinsatz (wie
beschrieben) so ein, dass die Rückenstütze weit genug
hochreicht um den Kopf zu stützen. Ist dies bei nied-
rigster Einstellung nicht mehr möglich, dann entfernen
Einhocken
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Sie den Säuglingseinsatz und verwenden den Beco ab
jetzt ohne diesen. Zudem ist für eine gesunde Hüftent-
wicklung wichtig, dass die Hüft- und Kniegelenke
gebeugt sind (Anhock-Spreiz-Haltung). Das Becken
soll so gekippt sein, dass sich der Rücken runden kann
und das Baby nicht im Hohlkreuz ist. Die Knie sollen
mindestens in Höhe des Pos sein (besser noch höher)
und die Oberschenkel sollen nach oben gerichtet sein.
Nimmt man einen Säugling hoch, zieht er automatisch
die Beinchen an. In annähernd dieser natürlichen Hal-
tung soll das Baby getragen werden. Erst mit zuneh-
mendem
Alter des Babys entwickelt sich die
Wirbelsäule weiter bis sie in die typische S-Form
kommt. Die Position beim Tragen orientiert sich immer
am Entwicklungsstand des Babys. Je kleiner es ist,
umso wichtiger ist die Anhock-Spreiz-Haltung. Die
Beinchen sind mäßig gespreizt (nicht zu stark spreizen!
Nur so, wie es für das Baby natürlich und angenehm
ist! Die Knie dürfen ruhig nahe zusammengeschoben
werden) und angehockt (Hüft- und Kniegelenke sind
gebeugt).
Kann sich das Baby schließlich selber aufrecht halten,
ist der Rücken natürlicherweise nicht mehr rund (zu-
mindest nicht wenn es wach ist). Achten Sie einfach
auf die jeweilige natürliche Haltung des Babys (beob-
achten Sie ihr Baby). Beim entspannten und schlafen-
den größeren Baby/Kleinkind sollte weiterhin auf eine
annähernde Anhock-Spreiz- Haltung geachtet werden,
das ist einfach bequem und entwicklungsfördernd.
Weitere Infos z.B.: "Ein Baby will getragen sein" (Eve-
lin Kirkilionis),"Hüftdysplasie – Sinnvolle Hilfen für Ba-
byhüften" (Dr. med. Ewald Fettweis)
Nachdem Sie das Baby in die Trage gesetzt haben
hocken Sie es immer ein. Z.B. so: Greifen Sie mit
den Händen an den Po, die Daumen sind in den
Kniekehlen - beugen Sie nun Hüft- und Kniege-
lenke: schieben Sie mit den Daumen die Knie nach
oben und kippen Sie das Becken so nach vorne,
dass sich der Rücken runden kann. Wenn Sie das
Baby vor dem Bauch haben ist es praktisch eine
leichte Drehbewegung in Richtung zu Ihrer Brust.