Einführung
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160mm
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1. Das beste Mikroskop
Das beste Mikroskop ist, welches auch am meisten verwendet wird. Aber welche
Objekte möchten Sie gerne betrachten? Steine, Insekten? Dann ist ein Auflicht-
Mikroskop mit moderater Vergrößerung und großer Tiefenschärfe genau das
Richtige für Sie (Seite 4–6). Dünnschnitte, Schmier- oder Quetschpräparate? Dann
brauchen Sie die höchstmögliche Vergrößerung (Seite 10–19). Oder möchten Sie
unter dem Mikroskop arbeiten (Restauratoren, Elektrotechniker)? Die Lösung
ist ein industrielles Mikroskop mit langem Arbeitsabstand (Seite 7–9).
2. Was sagen Die Zahlen?
An den Objektiven findet man vier Zahlen (siehe Foto): z.B. oben: PL 40× / 0,65 und
Lichtstrahl mit
unten: 160/0,17. PL ist in diesem Fall der Typ (Plan-achromat Objektiv), 40× steht
Information
für 40-fache Vergrößerung (Punkt 3) und 0,65 ist die numerische Apertur (Punkt 5).
Unten steht 160 für die Tubuslänge (der Abstand zwischen Objektiv und Okular in
mm). 0,17 ist die Glasdicke der Deckplättchen auf dem Präparat, ebenfalls in mm.
3. Die Vergrösserung
Die Gesamtvergrößerung ist das Produkt aus der Vergrößerung des
Okulars und der Vergrößerung des Objektivs. Beispiel: 10× Okular
mit 40× Objektiv ergibt eine 400-fache Vergrößerung.
0,17mm
4. tiefenschärfe
Vergrößerung und Tiefenschärfe sind Gegenspieler, eine hohe
Vergrößerung verringert die Tiefenschärfe und umgekehrt. Deshalb
lassen sich nur sehr dünne Präparate stark vergrößern. Wiederum
bei niedrigerer Vergrößerung kann man auch dickere Präparate oder
sogar unpräparierte Objekte (Blatt, Stein, Käfer, ...) verwenden.
5. Das geheiMnisVolle „n.a."
Lichtstrahl für
Für die Leistungsfähigkeit eines Objektivs ist die numerische Apertur (N.A.)
Beleuchtung
ausschlaggebend. Je größer sie ist, desto leistungsfähiger ist das Mikroskop. Als
Faustregel nimmt man eine maximale, sinnvolle Vergrößerung von 1000-facher
numerischer Apertur an, welche in der Lichtmikroskopie bei 1000× bis 1250× liegt.
Die kleinsten Details also (400nm = Wellenlänge des blauen Lichtes) werden wir
so betrachten können, als würden wir, mit bloßen Augen, ein ca. 0,5mm großes
Objekt aus 25cm Entfernung sehen. Wie dieser Punkt am Ende des Satzes eben.
10-40-fache Vergrösserung
In diesem Bereich kommt man noch ohne
Präparation der Objekte aus. Beispiel: Spinnen,
Käfer, Sand, Vogelfedern, ... Auch für technische
Zwecke geeignet (Löten, Restaurieren, ...).
Typischer Arbeitsabstand: 20–200mm.
40-100-fache Vergrösserung
In diesem Bereich verwendet man üblicherweise
Quetschpräparate. Beispiele wären Wasserflöhe,
Fruchtfliegen oder Teile von Insekten (Mundwerkzeuge
von Moskitos, ...). Auch Haare und Trichinen kann
man in diesem Bereich untersuchen, weil der
Arbeitsabstand noch relativ groß ist (4–20mm).
100-400-fache Vergrösserung
Bei solchen Vergrößerungen lassen sich aufwändig
hergestellte Präparate (Dünnschnitte) gut verwenden.
Hier fängt der histologische Bereich an. Mit dieser
Vergrößerung lassen sich selbst Details erkennen,
die man zuvor nicht einmal erahnen konnte.
400-1000-fache Vergrösserung
Sehr dünne Schnitte oder Schmierpräparate
(Blut, Bakterien, ...) zeigen alle Details, welche
noch mit Lichtmikroskopen erkennbar sind.
Bei Objektiven mit 100× Vergrößerung ist es notwendig
Immersionsöl zu verwenden. Der gewöhnliche
Arbeitsabstand beträgt nur 0,1–0,2mm.