Wärmepumpenschutz bei TWW-Ladung
Allgemeine Parameter
Kompensation
Wärmedefizit
102/208
MHG Heiztechnik GmbH
Spricht der HD-Pressostat während der Trinkwasserladung an oder muss die
Wärmepumpe ausschalten, weil sich die Heissgas- oder Vorlauftemperatur ihrem
Maximalwert nähert, schaltet die Wärmepumpe aus.
Mit dem Parameter „Anzahl TWW-Ladeversuche" (BZ 2893) ist einstellbar, ob die
Ladung sofort abgebrochen wird, oder ob die Wärmepumpe eine bestimmte Anzahl
Ladeversuche unternehmen soll. Bei mehreren Versuchen startet die Wärmepumpe
jeweils nach der minimalen Stillstandszeit den nächsten Ladeversuch.
Hat die Wärmepumpe nur einen Versuch zur Verfügung, oder ist nach der eingestellten
Anzahl Ladeversuche das Trinkwasser immer noch nicht geladen, wird die
Trinkwasserladung abgebrochen und der Regler speichert die aktuelle TWW-
Temperatur und korrigiert den Einschaltpunkt auf TWW-Temperatur – Schaltdifferenz
TWW. Die abgespeicherte Temperatur ist bei der Diagnose auf der Anzeige „Akt TWW
Ladetemperatur WP" (BZ 7093) ersichtlich. Der Wert bleibt erhalten, bis die
Wärmepumpe die TWW-Ladung infolge einer Begrenzung wieder abbrechen muss.
Liegt die „Akt TWW Ladetemperatur WP" unter dem einstellbaren Wert „TWW
Ladetemp WP Minimum" (BZ 7092) erscheint eine Wartungsmeldung.
Liegt der Reduziert-Sollwert unter der „TWW Ladetemp WP Minimum"und die
Wärmepumpe kann die Bw-Ladung beenden, generiert der Regler keine
Wartungsmeldung.
Bei Sollwertsprüngen ändert der Einschaltpunkt auf Sollwert - Schaltdifferenz.
Zeilennr.
Bedienzeile
2886
Kompensation Wärmedefizit
Aus ¦ Ein ¦ Nur bei aktiver Estrichfunktion
2893
Anzahl TWW-Ladeversuche
2894
Verzögerung Drehstr'fehler
2895
Verzögerung Ström'wächter
2910
Freigabe oberhalb TA
2911
Für Pufferzwangsladung
2912
Durchladung Pufferspeicher
Die Funktion kompensiert Wärmeüberschüsse und –defizite.
Diese können in folgenden Situationen entstehen:
•
Minimale Lauf- und Stillstandszeiten des Kompressors
•
Bei tiefen Temperaturanforderungen kann die Vorlauftemperatur unter dem
geforderten Sollwert liegen aber die Rücklauftemperatur lange nicht unter den
Einschaltpunkt fallen. In dieser Situation ist es notwendig die Wärmepumpe
einzuschalten, damit kein Wärmedefizit entsteht.
Der Regler vergleicht dauernd den Vorlauf-Sollwert mit dem Vorlauf-Istwert und
integriert die vorhanden Überschüsse und Defizite gegeneinander auf. Differenzen
werden durch Verlängerung der Kompressorlaufzeiten und Kompressorstillstandszeiten
kompensiert.
Wenn der Verdichter bedingt durch Wärmeüberschuss / -defizit nicht ein- oder
ausschaltet, zeigt dies der Regler mit einer entsprechenden Statusmeldung an.
Die Funktion ist nur bei Regelung auf den Rücklauf anwendbar. Bei Anlagen mit Puffer-
oder Kombispeicher ist die Einstellung (Ein / Aus) ohne Auswirkung.
Die „Kompensation Wärmedefizit" wirkt nur im Heizbetrieb. Im Kühlbetrieb ist der
Parameter wirkungslos.
Die maximale Ausschalttemperatur hat Vorrang gegenüber der Kompensationsfunktion.
Bei Sollwertsprüngen werden beide Integrale gelöscht.
Montage-Betrieb-Wartung RVS 61.843