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Vixen R114M Kurze Anleitung Seite 4

Kurze Anleitung zur Benutzung der Vixen Reflektoren R114M/R130Sf/R135S/R150S/R200SS
Der Komakorrektor, speziell gerechnet für den Reflektor R200SS
Das Spiegelteleskop R200SS hat eine enorme Lichtstärke von 1:4. Leider haben Parabolspiegel
mit extremen Krümmungsradien - wie es hier nötig ist, um diese hohe Lichtstärke zu erzielen -
einen Abbildungsfehler, welcher Koma genannt wird. Die Sterne am Rand des Gesichtsfeldes wer-
den nicht mehr punktförmig abgebildet, sondern zu kleinen „Kometenschwänzchen - radial zur
Bildmitte - auseinandergezogen. Dieser Abbildungsfehler wird durch den Komakorrektor behoben.
Die Montagereihenfolge: Entfernen Sie die Reduzierhülse 60mm - T2 aus dem Okularauszug. Die
Hülse hat auf der Rückseite ein Innengewinde, in welches der Komakorrektor eingeschraubt wird.
Beide Teile werden dann, Korrektor voran, in den Okularauszug gesteckt und wieder festge-
schraubt. Dann wird der Okularadapter T2 – 31.7mm oder die Kamera (mit passendem T2-Ring)
direkt aufgeschraubt. Somit ist der korrekte Abstand des Linsensystems zur Fokalebene sicherge-
stellt. Möchten Sie die größtmögliche Freiheit von Vignettierung bei der Fotografie erzielen, dann
verwenden Sie bitte den Fokaladapter (#3876-3878), in den der Komakorrektor ebenfalls einge-
schraubt werden kann.
13.2.1 - Die Justierung eines Newton Systems
Die häufigste Ursache für Unzufriedenheit bei der visuellen Beobachtung, „schlechte Bildqualität"
wird von unerfahrenen Beobachtern meist auf eine Dejustierung der Optik zurückgeführt.
Schlechte Abbildungsqualität wird aber auch oft durch ungünstige atmosphärische Konditionen,
dem sogenannten „schlechten" Seeing, hervorgerufen. Bevor Sie daran gehen, das optische Sys-
tem neu zu justieren (=kollimieren), schließen Sie aus, dass die schlechte Abbildung durch Luftun-
ruhe / ungenügendes Seeing entsteht. Die wahre Abbildungsqualität können Sie nur beurteilen,
wenn eine Sternabbildung bei starker Vergrößerung längere Zeit (einige Sekunden) ohne Flim-
mern oder Flackern zu beobachten ist. Suchen Sie sich dazu einen helleren Stern, der möglichst
hoch über dem Horizont steht (hier sind die atmosphärischen Einflüsse am geringsten). Oft eignen
sich Nächte mit leichtem Dunst oder Hochnebel am besten. Klirrend kalte Winternächte sind eher
ungeeignet. Um Fehlinterpretationen schlechter Abbildungsqualität wegen Seeing-Effekten auszu-
schließen, zeigt Abbildung 27 eine Reihe von Sternabbildungen, von links nach rechts bei immer
besserem Seeing mit einigen Zwischenstadien. Abbildung 28 darunter zeigt links ein Sternbild bei
gutem Seeing, abgebildet durch eine perfekt justierte Spiegeloptik, einmal im Fokus und einmal
defokussiert. Die rechte Seite der Abbildung 28 zeigt das gleiche Bild aufgenommen mit einer Op-
tik, die kollimiert werden muss. Abbildung 28 zeigt zur besseren Sichtbarkeit der auftretenden Ef-
fekte das Sternbild als Negativ.
Abbildung 27: Sternbilder, verschmiert durch Seeingeffekte
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Diese Anleitung auch für:

R130sfR150sR135sR200ss