Blindleistungsregler
Funktionsprinzip
Messung
Die Messung ist für 3-Phasensysteme mit und ohne
Mittelpunktsleiter und Frequenzen von 50Hz oder 60Hz
ausgelegt. Das elektronische Messsystem erfasst und
digitalisiert die Effektivwerte der Spannung zwischen
L2-L3 und dem Strom in L1. Pro Sekunde werden meh-
rere Stichprobenmessungen durchgeführt. Da der Strom
nur in einem Außenleiter und die Spannung nur zwi-
schen zwei Außenleitern gemessen wird, sind Messwer-
te, die sich auf alle 3 Außenleiter beziehen, nur bei
gleich belasteten Außenleitern genau.
Folgende elektrische Größen werden berechnet:
Strom und Stromoberschwingungen
Spannung und Spannungsoberschwingungen
Wirkleistung, Summe
Scheinleistung, Summe
Blindleistung, Summe
Blindleistung für jede Kondensatorstufe
Blindstrom für jede Kondensatorstufe
Cos(phi),
Netzfrequenz.
Zusätzlich können noch die
Summe der Schaltungen je Kondensatorstufe,
die Gesamteinschaltzeit je Kondensatorstufe und
die Regler-Innentemperatur
angezeigt werden.
Der RM 2012 misst die Frequenz der Mess- und Hilfs-
spannung und zeigt einen über 10Sekunden gemittelten
Wert davon an.
RM 2012
Abb.: Anschlussbeispiel, Blindleistungsregler mit 12 Relaisausgängen, Ziel-cos(phi) Umschaltung und Alarmausgang.
= Taste 1
RM 2012
= Taste 2
= Taste 3
Schalten von Kondensatorstufen
Der RM 2012 berechnet mit dem Strom aus einem Außen-
leiter und der Spannung zwischen zwei Außenleitern die
erforderliche Blindleistung um den eingestellten Ziel-
cos(phi) zu erreichen. Weicht der cos(phi) und die Ver-
schiebungs-Blindleistung vom Ziel-cos(phi) ab, werden
externe Kondensatorstufen vom RM 2012 über Relais
oder Transistorausgänge zu- oder abgeschaltet.
Im Automatikbetrieb werden Kondensatorstufen zu- oder
abgeschaltet, wenn die erforderliche Blindleistung grö-
ßer oder gleich der kleinsten Stufenleistung ist.
Ist die Leistung der 1. Kondensatorstufe 3 mal größer als
die der gemessenen Wirkleistung, werden alle Konden-
satorstufen abgeschaltet.
Schaltausgänge
Als Schaltausgänge stehen je nach Ausführungsvariante
des Blindleistungsreglers Relaisausgänge oder Transistor-
ausgänge zur Verfügung.
Die Relaisausgänge sind für die Ansteuerung von
Kondensatorschützen und die Transistorausgänge sind
für die Ansteuerung von im Nulldurchgang schaltenden
Thyristormodulen vorgesehen.
Für Relaisausgänge ist die Zeit, die mindestens zwi-
schen zwei Zu- oder Abschaltungen vergeht, mit 2 Se-
kunden fest vorgegeben. Transistorausgänge haben kei-
ne einstellbare Zeitbegrenzung.
Netzwiederkehr
Nach einer Netzwiederkehr läuft für Relaisausgänge im-
mer die eingestellte Entladezeit ab. Transistorausgänge
berücksichtigen die Entladezeit nicht.
Seite 5