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Philips 22 RL673 Bedienungsanleitung Seite 13

Am/ fm -transistor —reiseempfänger mit cassetten —tonbandgerät
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Automatischer WSChosziIIator-FrequenzumschaIter
Bei MW—Oder LW—Empfang kann es vorkommen, dass bei
eingeschaltetem Tonbandgerät, das auf "Aufnahme" steht,
eine Harmonische
der Löschoszillatorfrequenz
mit dem
empfangenenSendesignal interferiert.
Wenn dieser Fall
eintritt,
ist keine einwandfreie Aufnahme
möglich, da dann auchder Interferenzton aufgenommen wird.
Um das zu verhimdern,
enthält das Gerät eine Schaltung, die,
wenn Interferenz
durch eine Harmonische
der IÆschfrequenz
auftritt, die Lösehoscillatorfrequenz um ca. 5 kHz verlegt,
so dass der Interferenzton
nicht mehr hörbar ist.
1m nachstehendem
Wird eine Beschreibung
der Wirkungsweise
dieser Schaltung gegeben.
In den Stellungen MW und LW wird, wennder Wellenbereich—
schalter ganz eingedri.ickt ist, (Durchdrückstellung) uber Ci2
das Löschoszillatorsignal
in die Antennenkoppelspule
(SII)
geleitet, damit Interferenzfrequenzen gegebenenfallsstark
genug durchkommen.
Wird nun das Gerät
auf einen Mittelwellen-
Oder Langwellen—
sender abgestimrmt, und eine Harmonische der Löschfrequenz
interferiert
mit dieser Sendefrequenz, dann wird, durch die
grosse Ampl•itude des Interferenzsignals, die ALR eine Starke
Wirkung ausüben— D. h. , dass die Spannung am Emitterwider—
stand R12 von TS2 dann eine grosse Änderung aufweist. TS2
wird nämlich durch
die ALR geregelt.
Die Spannungsänderung
an R12 dient nun. zur Steuerung der automatischen
Frequenz-
umschaltung der Löschoszillatorfrequenz.
1m nachfolgenden Wird der Teil der Schaltung beschrieben,
der zur Umschaltung dient. Zuerst die Schaltung von TS2 und
TS4, die einen sag. Schmitt—Trigger bilden; Siehe Abb. 1.
Er
wirkt
so:
Ohne Eingangssignal ist die Basis von TS3 uber R22 stark
hegativ eingestellt. TS3 führt nunden maximalen Emitter und
Kollektorstrom.
Die Kollektorspannung
von TS3 hat ihren
kleinsten
Wert
erreicht
und ist gleich
der Emitterspannung
plus der Kollektor/Emitter—Kniespannung
von TS3. Gleich-
zeitig Wird die Basis von TS4 positiv gesteuert undführt TS4
deshalb keinen E mitter-
und Kollektorstrom.
Das erklärt
sich folgendermassen:
Die Emitterspannung von TS4 ist gleich der Emitterspannung
von TS3, die Basisspannung von TS4 ist jedoch gleich der
Kollektorspannung von TS3, multipliziert mit demAnzapf-
verhältnis
von R27
und R25,
in der Formel
R27
B4
R27+
R25
In der Schaltung
ist das ca. (),3 VC3.
Wenn wir nun die Kniespannung
von TS3 vernachlässigen,
dann
ist vcgæ
V 3•
TS4 hat nun a o eine positive Basisspannung von V 3 —
0, 3 VC3, also O, 7 VC3. TS4 f Uhrt dann keinen EmitCter-
und
Kollektorstrom.
Schliessen
wir nun an den Eingang eine nega-
tive Spannungan. Z.B. die Emitterspannung von TS2, indem
wir
die Mittelwellen—
Oder Langwellenschaltertaste
durch-
drUcken, clann tritt
einer der beiden folgenden Zustände ein:
a. Es ist keine Interferenz
vorhanden
—die Emitterspannung
von TS2 ist gross.
b. Es ist eine Interferenz
vorhanden
- die Emitterspannung
von TS2 ist klein.
1m Fall "a" geschieht nichts mit dem Schmitt-Trigger.
In
Fall
Wird TS3 aber viel weniger ausgesteuert.
Der
Emitter-
und Kollektorstrom
von TS3 Wird dadurch Weiner.
Die Kollektorspannung
von TS3 Wird grösser.
Dieses Spannungs—
änderung Wird Uber R25 der Basis von TS4 zugeführt. Die
Basis von TS4 wurde positiv
gesteuert,
erhält nun aber eine
negative Spannung, und TS4 führt nun einen Emitter-
und Kol-
lektorstrom.
Durch die Emitterstromzunahme
von TS4 nimmt
die Spannungam gemeinsamen Emitterwiderstand
(R26) zu,
wodurch TS3 gezwungen wird,
einen noch kleineren
Emitter—
und Kollektorstrom
zu fiihren.
Die Kollektorspannung
von TS3
kann dadurch
noch weiter
zunehmen,
so dass TS4 noch surker
ausgesteuert wird. Dadurch nimmt auch der Emitter— und
Kollektorstrom
von TS4 noch weiter
zu usw. Dieser
ganze
Vorgang geht so weiter, bis TS4 den maximalen und TS3 Uber—
haupt keinen Emitter— und Kollektorstrom
führt. 1st das der
Fall,
dann ist die Schaltung wieder stabil.
Wenn die Eingangsspannung
nun wieder
über einen bestimmten
Wert ansteigt,
dann geschieht
das vorstehend
Beschriebene,
jetzt aber mit umgekehrten Vorzeichen, mit dem Ergebnis,
dass der erste
Zustand
wieder
eintritt.
TS3 führt
also wieder
maximalen
und TS4 minimalen
Emitter-
und Kollektorstrom.
Die beschriebenen
Vorgänge vollziehen
sich während des
Umschaltens
sehr
rasch.
Am
Kollektor
von TS4 treten
nun
jeweils beim Umschalten Spannungssprunge auf, wie Sie in
Abb. 2 dargestellt Sind. Führt TS3 Strom und TS4 nicht,
dann 1st die Kollektorspannung
von TS4 so, wie bei a. angege—
ben 1st. FUhrt TS3 keinen Strom und TS4 wohl, dann entspricht
die Spannung Fall b.
Diese Spannungssprünge werden durch C63 und R28 zu Nadel—
impulsen differenziert
—siehe Abb. 2 -,die nun weiter ver—
wendet
werden
zur Aussteuerung
der Schaltung
von TS5 und
TS6 (siehe Abb. 3), eines sog. bistabilen
Mumvibrators.
Nachstehend beschreiben
wir die Ft.mktion dieser Schaltung.
Wenn wir
annehmen,
dass TS5 maximalen
und TS6 minimalen
Strom fUhrt, dann ist das ganz willkUrlich,
doch kann nur
einer
der beiden Transistoren
Strom
fUhren.
Führt
weise TS5 Strom,
dann iSt die Kollektorspannung
von TS5
klein.
Über den Basisspannungsteiler
R31 und R35 Wird nun
die Basis von TS6 positiv gesteuert,
denn der Emitter Non
TS6,
der mit dem Emitter
von TS5 verbunden
ist,
eine
negative Spannung. TS6 führt dann seinen Mindeststrom,
die
Kollektorspannung
von TS6 ist also maximal.
Über den Basis—
spannungsteiler
R32 und R29 wird dann die Basis von TS5
maximal
negativ ausgesteuert;
TS5 fiihrt dadurch maximalen
Strom.
Wird jetzt dem Eingang (dem Knotenpunkt der Anoden von GR2
und GR3) ein positiver
Impuls zugeführt,
der vom Schmitt-
Trigger
kommt,
dann Wird dieser
Impuls über GR2 an die
Basis von TS5.und über GR3 an die Basis von TS6 geleitet.
Auf den stromlosen
Transistor
TS6 hat dieser
Impuls
keinerlei
Wirkung,
aber TS5, der seinen maximalen
Strom fuhrt,
Wird
durch diesen Impuls positiv gesteuert,
Der Kollektorstrom
von TS5 sinkt also ab. Die Spannungsänderung am Kollektor
von TS5,
die dadurch
bewirkt
wild,
zelangt
über R31 an die
Basis
von TS6. Die Basis
von TS6 erhält
nun eine negative
Steuerspannung.
Die dadurch bewirkte
Kollektorspannungs—
änderung von TS6 Wird nun über R32 der Basis von TS5 zuge—
führt.
Es ergibt sich eine kumulative
Wirkung.
Dadurch
fliesst
in sehr
kurzer
Zeit
durch
TS6 der
höchste
und
durch TS5 der geringste
Strom,
und es ist wieder ein stabiler
Zustand
entstanden.
Wenn dem Eingang wieder ein positiver
Impuls zugeht, dann
ist klar,
dass das Vorstehende nun mit umgekehrten Vorzeichen
stattfindet,
so dass die Schaltung Wieder in die Anfangsstellung
gelangt.
Die Schmitt-Trigger-SchaItung
liefert ausser positiven
auch negative Impulse über R28, die jedoch durch die Dioden
GR2
und GR3 blockiert
werden.
In der Kollektorleitung
von TS6 liegt der Widerstand R601.
Wenn TS6 keinen Strom führt,
iSt an diesem Widerstand prak—
tisch keine Spannung vorhanden.
1st TS6 aber stromführend,
dann entsteht an diesem Widerstand
eine beträchtliche
Spannung.
Die Spannung an R601 Wird nun verwendet zur Aussteuerung
von
TS601. Es ist klar,
dass die Impedanz zwischen Kollektor
und
Emitter
bei TS601 sehr hoch 1st, wenn die Basis/ Emitterspannung
dieses
Transistors
gleich
Null
ist (TS6 führt
keinen
Strom).
Hat TS601 aber eine Basis/Emitterspannung
(TS6 führt Strom) ,
dann ist die Impedanz von Kollektor
und Emitter
von TS601
sehr niedrig.
TS601 ist somit als Schalter anzusehen, der
C603 mit dem Oszillatorstromkreis
verbindetv
Oder von ihm
trennt;
siehe Abb.
4.
Der
Oszillator
arbeitet
nach dem sog.
Colpitts-Prinzip,
denn
die Anzapfung des Oszillatorkreises
erfolgt durch kapazitive
Teilung.
des
Durch die Wärme entstehen im Oszillatorkreis
Rauschspan—
nungen mit sehr breitem
Frequenzspektrum.
Diese Rausch—
spannungen werden über R603 der Basis von TS602 zugeleitet.
Nur die Rauschspannung,
deren Frequenz gleiCh der Resonanz-
frequenz
des Oszillatorkreises
ist,
Wird nun von TS602 ver—
stärkt,
denn ein Teil
des Oszillatorkreises
liegt in der Emitter-
schaltung.
Dieser
Kreis hat nämlich
nur fur seine Resonanz—
frequenz eine hohe Impedanz.• Das von TS602 verstärkte
Signal,
das in diesem
Teil
des Oszillatorkreises
entsteht,
Wird nun
wieder in der richtigen
Phase über R603 der Basis von TS602
zugeleitet,
durch
TS602 verstärkt
usw.
Das Signal
im Oszilla—
torkreis
Wird so ständig
grösser,
aber
wenn es eine bestimmte
Grosse
erreicht
hat,
arbeitet
GR601 als Begrenzer
und stabili-
siert
so die Amplitude
des Oszillatorsignals.
Wie beschrieben,
ist die Oszillatorfrequenz
gleich der Resonanzfrequenz des
oszillatorkreises.
(KI, C602, C604, C605
C606.)
Durch
die beschriebene
elektronische
Steuerschaltung
Wird
nun C603 im einen Fall parallel
zum Oszillatorkreis
geschaltet
und im anderen
Fall
vom Oszillatorkreis
abgeschaltet.
Dadurch
entsteht
die gewUnschte
Löschfrequenzänderung,
die ca. 5 kHz
beträgt.
R
R
22
23
TS3
10K
125
R 13
c 63
1K8
SK- D13
SK-CIZ
CSI
27
28
Fig.
1
30
R 31
TSS
29
GR2
AA 119
C63
TS601
c 606
127
ISOK
c
KI
c 603
602
605
o
5K8
150K
51K
SK-C12
SK• DIL
-18-
-3
C-TS-4
GR2-3
R28
t
Fig. 2
C601
601
100K
B, TS 601
'0 602
Cl.7
R 32
TS6
AC125
GR3
119
Fig. 3
R604
R603
TS 602
5
AC 126
GR 601
R 606
s 601
Fig. 4
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