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Bedienungsanleitung Oberwagen AC 300-6 85421...
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Disclaimer Disclaimer Für unsere Produkte wird ausschließlich die entsprechende, schriftlich niedergelegte Standardgarantie gewährt. Tadano leistet keinerlei darüber hinaus gehende Garantie, weder ausdrücklich noch stillschweigend. Die genannten Produkte und Dienstleistungen sind in den USA und anderen Ländern ggf. Marken, Dienstleistungsmarken oder Handelsnamen der Tadano Ltd.
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Inhaltsverzeichnis 7.4.5.1 Allgemeines .................. 199 7.4.5.2 Automatischer Anbau ..............200 7.4.5.3 Notwendige Tätigkeiten zusätzlich zur Automatik ......204 7.4.5.4 Manueller Anbau ................205 Abbau des Gegengewichts ............209 Verhalten im Störungsfall / Überbrücken der Steuerung ....209 Gegengewichtsablage am Fahrzeugheck (Option) ...... 211 Abmessungen ................214 7.8.1 Durchschwenkradius und Breite ...........214...
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Inhaltsverzeichnis 8.1.7.8.2 Einzelparameter der Maske "Anwahl der Betriebsart" ....273 8.1.7.8.3 Wichtige Hinweise zur Maske "Anwahl der Betriebsart" ....275 8.1.7.8.4 Maske "Tabellenansicht" .............. 278 8.1.7.8.4.1 Allgemeine Hinweise zu dieser Maske ......... 278 8.1.7.8.4.2 Maske "Suche Rüstzustand für Lastfall" ........282 8.1.7.8.4.3 Maske "Längencode LK" .............. 285 8.1.7.9 Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten"...
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Inhaltsverzeichnis 8.1.12 Automatische Gegengewichtserfassung (Option) ......341 8.1.13 Lasten heben mit Tragfähigkeitswerten aus der Tragfähigkeits- tabelle ................... 342 8.1.13.1 Angaben in den Tragfähigkeitstabellen ........342 8.1.14 Lasten heben mit "Drehwinkelabhängigen Tragfähigkeiten" (Option) ..................346 8.1.15 Teleservice (Option) ..............348 8.1.16 Hakenhöhe - wiederholtes Anfahren einer abgespeicherten Hö- he ....................349 8.1.17 Verhalten im Störungsfall .............
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Inhaltsverzeichnis 9.1.3 Umgebungsbedingungen ............. 382 9.1.4 Kranzustand während des Kraneinsatzes ........383 9.1.5 Kranbetrieb ................... 383 9.1.6 Aufnahme von Lasten in großer Höhe bzw. Spulen auf den oberen Seillagen der Winden ............387 Wind am Kran und an der Last .............388 9.2.1 Planung / Durchführung des Kraneinsatzes (bzgl.
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Inhaltsverzeichnis 9.3.5 Pendelleuchte am Hauptauslegerkopf ..........441 Umrechnung Einheiten ..............443 Teleskopieren ................447 10.1 Allgemeines .................. 447 10.2 Aufbau, Funktionsweise des Hauptauslegers ......448 10.2.1 Bestandteile des Hauptauslegers ..........448 10.2.2 Ausfahrzustände des Hauptauslegers ..........449 10.2.3 Funktionsweise des Teleskopiersystems ........449 10.2.4 Sicherungs- und Verbolzungseinheit (SVE) .........
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Inhaltsverzeichnis 10.4.3.3.1.7 Maske "Auswahl Längencode (LK) - Teachen" ......490 10.4.3.4 Vorgehensweise zum manuellen Teleskopieren bei mechani- schen Störungen, halbautomatisch ..........493 10.4.3.5 Teachen des Ausfahrzustandes der Teleskope ......506 10.4.3.5.1 Allgemeine Gefahrenhinweise ............506 10.4.3.5.2 Vorgehensweise zum Teachen ............ 507 10.4.3.5.3 Längencode beim Teachen direkt eingeben ........
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Inhaltsverzeichnis 13.3.3.3.3 Rüstrahmen entfernen ..............555 13.3.3.4 Abbau ................... 557 13.4 An- und Abbau Einheit Hubwerk 2 mit Wippseil-/Wippstützent- raverse ..................558 13.4.1 Allgemeines .................. 558 13.4.2 Anbau ................... 558 13.4.3 Abbau ................... 562 13.5 Hubwerksbetrieb ................563 13.6 Regulieren der Hubgeschwindigkeit ..........563 13.7 Kameraüberwachung des Hubwerkes (Option) ......563 Heizung und Lüftung ..............565...
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Inhaltsverzeichnis 15.2.3.5 Transportmaße der Unterflaschen ..........618 15.3 Einscherung des Hubseiles am Hauptauslegerkopf mit 4 Kopf- rollen .....................619 15.3.1 Allgemeines .................. 619 15.3.2 Einscherungen 8-, 7-strängig ............620 15.3.3 Einscherungen 7-, 6-, 5-, 4-, 3-strängig ........621 15.3.4 Einscherungen 3-, 2-, 1-strängig ..........622 15.4 Einscherung des Hubseiles am Hauptauslegerkopf mit 4 Kopf- rollen und zusätzlicher Kopfrolle (Schwerlasteinrichtung, Opti-...
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Inhaltsverzeichnis 18.2.8 Montagespitze mit Pendelleuchte / Lasthakenkamera (Optio- nen) ....................684 18.2.8.1 Allgemeines / Bedienung ..............684 18.2.8.2 Montage / Demontage der Pendelleuchte ........685 18.2.8.3 Montage / Demontage der Lasthakenkamera ......686 18.3 Montagespitze 4,6 m (15.1 ft) ............686 18.3.1 Allgemeines ..................
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Inhaltsverzeichnis 19.5.4.1.1.8.1 Zuglaschen für 20°-/40°-Kranbetrieb montieren und Hilfszylin- der anbolzen .................773 19.5.4.1.1.8.2 Hauptauslegerverlängerung auf Boden ablegen ......776 19.5.4.1.1.9 Verstellzylinder montieren (Hauptauslegerverlängerung mit hydraulisch stufenloser Arbeitswinkelverstellung) ......779 19.5.4.1.1.10Hubseil auflegen und Unterflasche einscheren ......784 19.5.4.1.1.11Restarbeiten am Grundausleger der Hauptauslegerverlänge- rung durchführen ................
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Inhaltsverzeichnis 19.6.3.2.1 Vorbereitungen an der Hauptauslegerverlängerung durchfüh- ren ....................884 19.6.3.2.2 Vorbereitungen am Krangrundgerät durchführen ......884 19.6.3.2.3 Grundausleger der Hauptauslegerverlängerung am Hauptaus- legerkopf in 0°-Position anbauen ..........886 19.6.3.2.3.1 Zuglaschen am Kopf des Hauptauslegers in 0°-Position mon- tieren und verbolzen ..............888 19.6.3.2.3.2 Hauptauslegerverlängerung am Hauptauslegerkopf elektrisch anschließen ..................
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Inhaltsverzeichnis 19.8.3.4 Arbeitswinkel an der Funkfernsteuerung einstellen ......946 19.9 Umgang mit Störungen ..............947 19.9.1 Notablegen bei Teleskopierproblemen .........947 19.9.2 Hydraulikzylinder am Grundausleger der HAV einfahren .....947 19.10 Hauptauslegerverlängerung mit Lasthakenkamera / Pendel- leuchte (Optionen) ................ 950 19.10.1 Allgemeines / Bedienung ..............950 19.10.2 Montage / Demontage der Lasthakenkamera ......
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Inhaltsverzeichnis 20.13 Lasthakenkamera / Pendelleuchte (Option) ....... 1012 Wippbarer Hilfsausleger (Option) ........... 1013 21.1 Allgemeines ................1013 21.2 Bestandteile ................1014 21.3 Kombinationsmöglichkeiten ............1016 21.3.1 Allgemeines ................1016 21.3.2 Variante "SWIHI" ................ 1021 21.3.2.1 Kombinationen der Komponenten ..........1021 21.3.2.2 Kombinationen der Haltestangen ..........1022 21.3.2.3 Zugehörigkeit der Haltestangen zu den entsprechenden Gitter- maststücken ................
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Inhaltsverzeichnis 21.6.10.4.3 Restarbeiten durchführen (Hubendschalter, Windmesser, Hin- dernisfeuer, Sicherheitskette schließen) ........1084 21.7 Betriebsart anwählen ..............1084 21.8 Unterstützung durch die Kransteuerung beim Rüsten ....1087 21.9 Aufrichten ................... 1090 21.9.1 Vor dem Aufrichten ..............1090 21.9.2 Aufrichtevorgang ................ 1091 21.10 Arbeiten mit dem wippbaren Hilfsausleger ......... 1094 21.11 Ablassen / Ablegen ..............1097 21.11.1...
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Inhaltsverzeichnis 23.2 Hydraulischer Notablass .............1156 23.2.1 Hydraulischer Notablass über helfenden Kran ......1156 23.2.1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung ........... 1156 23.2.1.2 Sicherheitshinweise ..............1156 23.2.1.3 Allgemeines ................1157 23.2.1.4 Anschließen des Transformators ..........1159 23.2.1.5 Bergen einer kleinen Last ............1162 23.2.1.6 Nach dem Bergen einer kleinen Last ......... 1167 23.2.2 Hydraulischer Notablass über 8-kW-Aggregat ......
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Inhaltsverzeichnis Notbetrieb (Option) ..............1201 24.1 Allgemeines ................1201 24.2 Notaggregat ................1202 24.2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung ........... 1202 24.2.2 Hauptbestandteile des Notaggregates ........1202 24.2.3 Bedien- und Kontrollelemente ............ 1203 24.2.4 Technische Daten ...............1206 24.2.5 Transport und Lagerung ............. 1207 24.2.6 Fehler- und Störungssuche Bedienpanel "ttCAN" ...... 1207 24.2.6.1 Störungen und Anzeigen allgemein ..........1207 24.2.6.2...
1 Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise Allgemeines Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über Gefährdungen, die im Zusammenhang mit Betrieb und Fahren des Kranes auftreten können. In den entsprechenden Kapiteln der Bedienungsanleitungen werden diese Informationen - bei Bedarf - wieder aufgegriffen und konkreti- siert.
1 Sicherheitshinweise 1.2.2 Aufbau Der Aufbau wird am Beispiel des dargestellten Warnhinweises erläu- tert. Abbildung 1: Sicherheitshinweis(z82353) 1 Piktogramm 2 Gefahrenzeichen 3 Signalwort 4 Art und Quelle der Gefahr 5 Mögliche Folgen 6 Maßnahmen zur Vermeidung / Verbote Pos. Funktion Piktogramm, optional: symbolisiert Folgen, Maßnahmen oder Verbote bzgl.
1 Sicherheitshinweise 1.2.3 Typen In dieser Anleitung werden folgende Typen von Warnhinweisen ver- wendet: GEFAHR Bei Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder schwere Verletzungen zur Folge hat, wenn sie nicht vermieden wird. WARNUNG Bei Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder schwere Verletzungen zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
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1 Sicherheitshinweise Symbol Bedeutung Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung Warnung vor Laserstrahl Warnung vor nicht ionisierender Strahlung Warnung vor magnetischem Feld Warnung vor Hindernissen am Boden Warnung vor Absturzgefahr Warnung vor Biogefährdung Warnung vor niedriger Temperatur/Frost Warnung vor Rutschgefahr Warnung vor elektrischer Spannung Warnung vor Flurförderzeugen Warnung vor schwebender Last...
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1 Sicherheitshinweise Symbol Bedeutung Warnung vor giftigen Stoffen Warnung vor heißer Oberfläche Warnung vor automatischem Anlauf Warnung vor Quetschgefahr Warnung vor Hindernissen im Kopfbereich Warnung vor feuergefährlichen Stoffen Warnung vor spitzem Gegenstand Warnung vor ätzenden Stoffen Warnung vor Handverletzungen Warnung vor gegenläufigen Rollen Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien Warnung vor optischer Strahlung 85421 2020-02-05...
1 Sicherheitshinweise Symbol Bedeutung Warnung vor brandfördernden Stoffen Warnung vor Gasflaschen Tabelle 1: Warnsymbole Bestimmungsgemäße Verwendung Der Kran ist zum Heben und Senken von nicht festsitzenden Lasten bestimmt. Der Kran ist ausschließlich zum Montagebetrieb bestimmt. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch das Beachten der Tragfähigkeitstabellen, der Betriebsanleitung - insbesondere die Einhaltung der vorgegebenen Montageabfolge - und der Schmier- und Wartungsvorgaben.
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1 Sicherheitshinweise GEFAHR Lebensgefahr aufgrund nicht bestimmungsgemäßer Verwendung! Es ist in zahlreichen Fällen zu ernsthaften Verletzungen gekommen, wenn Personen dennoch mit Personenauf- nahmemitteln (oder sogar am Haken bzw. auf Lasten) befördert wurden. Sie haben in diesen Fällen keinerlei Kontrolle über die Kranbewegungen und sind weder ge- gen Stöße noch Stürze geschützt.
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1 Sicherheitshinweise - Vor dem Einsatz wurde eine Besprechung mit allen relevanten be- teiligten Personen abgehalten. - Die Vorschriften für das Arbeiten in der Nähe von Stromleitungen gemäß Baustellenbedingungen und nationalem Recht / Vorschrif- ten werden eingehalten. Anforderungen bzgl. Ausrüstung für Ausnahmefall Mannkorb - Mit Ausnahme der Tatsache, dass der Mannkorb die Last darstellt, wird der Kran bestimmungsgemäß...
1 Sicherheitshinweise Unbedingt zusätzlich die entsprechenden Richtlinien ICSA N003 der International Crane Stakeholder Assembly beachten. Sie finden die- se auf der Homepage der FEM (European materials handling fede- ration) unter Produktgruppe "Cranes & Lifting Equipment". Betrieb von Kranen auf Schiffen, Bargen, Pontons Die in den Tragfähigkeitstabellen angegebenen Lastaufnahmefähig- keiten können nur gehoben werden, wenn alle Vorgaben in den "Hin- weisen zum Kranbetrieb", die mit den Tragfähigkeitstabellen ausge-...
1 Sicherheitshinweise Alle wichtigen Bauteile des Kranes sind für den normalen Montagebe- trieb berechnet und hergestellt. Dabei ist vorausgesetzt, dass Arbei- ten mit der maximalen Ausnutzung des Kranes, Kranarbeiten mit ge- ringerer Ausnutzung und Arbeitspausen in einem Verhältnis stehen, welches für einen Montagekran typisch ist. Härtere Betriebsbedingun- gen führen zwangsläufig zu einer verkürzten Lebensdauer des Kra- nes.
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1 Sicherheitshinweise Bei Temperaturen unter -20°C (-4°F) muss folgendes zusätzlich be- achtet werden: - Betriebsstoffe anpassen Betriebsstoffe können evtl. nicht den gesamten Temperaturbereich abdecken. Sie müssen daher gegebenenfalls entsprechend aus- getauscht werden. Beachten Sie dazu die detaillierten Angaben im Kapitel "Betriebs- stoffe und Füllmengen"...
1 Sicherheitshinweise Der Untergrund, auf dem der Kran abgestützt wird - oder steht oder verfährt - muss ausreichend tragfähig sein. Detaillierte Informationen zur Tragfähigkeit des Untergrundes befinden sich - abhängig vom Krantyp - im Kapitel "Arbeitshinweise" bzw. "Arbeiten mit der Kranein- richtung"...
1 Sicherheitshinweise WARNUNG Lebensdauer von Komponenten weicht ab von der Lebensdauer des Kranes! Einige Komponenten sind nicht für die gesamte Lebens- dauer des Kranes ausgelegt. Für die Winden die Vorschriften zur Ermittlung der verbleibenden theoretischen Nutzungsdauer im Kapi- tel "Prüfungen des Kranes" der Schmier- und War- tungsanleitung beachten.
1 Sicherheitshinweise Organisatorische Maßnahmen Ergänzend zur Betriebsanleitung sind national gültige Vorschriften und sonstige verbindliche Regelungen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz zu beachten und anzuweisen! Die Betriebsanleitung sollte um diese ergänzt werden. Derartige Pflichten können auch z. B. den Umgang mit Gefahrstof- fen oder das Zurverfügungstellen/Tragen persönlicher Schutzaus- rüstungen oder straßenverkehrsrechtliche Regelungen betreffen.
1 Sicherheitshinweise Anforderungen an Personal Um einen Kran ohne Über− oder Unterbeanspruchung optimal nutzen zu können, ist eine gründliche Schulung von Kranführer und dem mit Wartung, Montage und Demontage befassten Personal erforderlich. Diese Schulung liegt in der Verantwortung des Kranbetreibers/−eig- ners.
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1 Sicherheitshinweise GEFAHR Lebensgefahr beim Arbeiten in der Nähe von Hoch- spannungsleitungen! Leitungen stromfrei schalten lassen Gefahrenbereich abdecken bzw. abschranken las- sen. GEFAHR Lebensgefahr durch Stromschlag! Nur Elektrofachleute dürfen an Hochspannungsleitun- gen arbeiten. GEFAHR Stromschlag durch nicht ausreichenden Sicherheits- abstand! Die Sicherheitsabstände müssen bei ungünstigster Kran- oder Laststellung noch vorhanden sein.
1 Sicherheitshinweise GEFAHR Kontakt mit Hochspannungsleitungen! Sollte es dennoch zur Kontakt mit Hochspannungsleitun- gen kommen und verlässt der Kranführer den Kran oder nähert sich eine andere Person dem Kran und berührt diesen, so erhält der Betroffene einen Stromschlag. Auch der Boden rund um den Kran steht unter Span- nung.
1 Sicherheitshinweise Beeinträchtigung der Kranelektrik Die Gefahr, dass die Kranelektrik und insbesondere der Lastmoment- begrenzer durch den Einfluss hochfrequenter Strahlung beeinflusst werden kann, ist nach dem Stand der Technik (Abschirmungen) mini- miert. Sie ist jedoch nicht vollkommen auszuschließen. Dies gilt ins- besondere, wenn der Kran in der näheren Umgebung hochfrequenter Strahlungsquellen (z.
1 Sicherheitshinweise 1.7.4 Gas, Staub, Dampf, Rauch GEFAHR Lebensgefahr durch Einatmen von Abgasen! Abgase nicht einatmen. Verbrennungsmotoren und kraftstoffbetriebene Heiz- ungen nur in ausreichend belüfteten Räumen betrei- ben. Vor dem Starten in geschlossenen Räumen auf aus- reichende Belüftung achten. Die für den jeweiligen Einsatzort geltenden Vorschrif- ten befolgen.
1 Sicherheitshinweise 1.7.7 Quetschen / Scheren Beachten Sie an den im folgenden aufgeführten Punkten die konkrete Beschreibung in den entsprechenden Kapiteln der Bedienungsanlei- tung. - beim Aus- und Einteleskopieren des Hauptauslegers - beim Ablassen des Hauptauslegers am Fußlager des Oberwagen- rahmens - beim Drehen des Oberwagens - beim Aus- und Einfahren von Abstützträgern und - zylindern...
1 Sicherheitshinweise Der A−bewertete daueräquivalente Schalldruckpegel am Arbeitsplatz des Kranführers in der Krankabine, gemittelt über die Schichtdauer von 8 Stunden, liegt unter 70 dB(A). Hierzu wurden Messungen mit Dosimetern bei Betrieb auf Baustellen durchgeführt. Gemessen wur- de mit einem Schallpegelmessgerät mit dem Messmikrofon an der Ohrposition des Kranführers.
1 Sicherheitshinweise Wenn Einweiser eingesetzt werden, müssen zwischen diesen und den Kranführern entsprechende Signale abgesprochen werden (sie- he Kap. 1.14 Handzeichen, Seite 62). Die Kranführer haben durch entsprechend ruhige Fahrweise dafür Sorge zu tragen, dass keine Kollisionen aufgrund unkontrollierter Be- wegungen stattfinden.
1 Sicherheitshinweise Unbedingt zusätzlich die entsprechenden Richtlinien ICSA N002 der International Crane Stakeholder Assembly beachten. Sie finden die- se auf der Homepage der FEM (European materials handling fede- ration) unter Produktgruppe "Cranes & Lifting Equipment". Vor schwierigen Einsätzen beim Kranhersteller fragen, ob der Kran mit zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen (z.
1 Sicherheitshinweise Achslasten über 12 t (26.4 kip) sind in Ländern mit Vorschriften nach EEC (oder reduzierten Achslasten) für die Straßenfahrt nicht erlaubt. Wird auf der Straße mit Achslasten über 12 t (26.4 kip) verfahren, so trägt der Kranverwender die Verantwortung. Alle Bauteile und Anla- gen sind für 12 t (26.4 kip) Achslast bei maximaler Geschwindigkeit ausgelegt und berechnet.
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1 Sicherheitshinweise Prüfen Sie vor der Kranarbeit noch einmal die Belastungsbedingun- gen: Ist die Masse (das Gewicht) der Last und der Arbeitsablauf be- kannt und reichen z. B. Tragfähigkeit, Ausladung und Hubhöhe aus? Vergleichen Sie die Werte mit der Tragfähigkeitstabelle. Prüfen Sie anhand der Anzeigesysteme des Kranes: Belastungszu- stand, Flüssigkeitsstände, Motorbetrieb, Hydrauliköldrücke und Wind- geschwindigkeiten.
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1 Sicherheitshinweise Wird am Kran eine Funkfernsteuerung eingesetzt, können Funksen- der, atmosphärische Störungen oder andere Funkfernsteuerungen, die auf der gleichen Frequenz senden, die Funkübertragung stören. Daher muss vor dem eigentlichen Einsatz die Funktionsfähigkeit der Funkfernsteuerung bzw. der Funkübertragung geprüft werden. Kön- nen Störungen der Funkübertragung durch einen Wechsel der Ar- beitsfrequenz nicht beseitigt werden, muss auf den Einsatz der Funk- fernsteuerung verzichtet oder störende Funksender bzw.
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1 Sicherheitshinweise Richtige Auslegerlänge zum Lastfall wählen und richtige Einscherung des Hubseiles zum Lastfall vornehmen. Überprüfen Sie vor dem Einscheren und vor Beginn einer Kranarbeit den Zustand aller zugänglichen Seile (einschließlich der Endverbin- dungen), Winden und Seilrollen. Anschlagmittel entsprechend dem Gewicht der Last, der Anschlagart und dem Neigungswinkel auswählen.
1 Sicherheitshinweise 1.11.2 Während des Kranbetriebes WARNUNG Lebensgefahr für Personen im Gefährdungsbereich! Während der Durchführung von kraftbetriebenen Ar- beits-, Rüst- oder Montagevorgängen darf sich ledig- lich der Kranführer auf dem Kran (und zwar in der Krankabine) aufhalten. Für Krane, die über eine Funkfernsteuerung gesteu- ert werden, muss sich der Kranführer außerhalb des Gefährdungsbereiches der sich bewegenden Krantei- le und der Last aufhalten.
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1 Sicherheitshinweise Halten Sie beim Arbeiten aus der Krankabine die Scheiben sauber, damit gute Sicht gewährleistet ist. Ist der Gefahrenbereich nicht direkt vom Kranführer einzusehen, müssen geeignete Hilfsmittel (z. B. Spiegel, Ultraschallgeräte, TV-Ka- meras, Funkfernsteuerung) angewendet werden, oder es muss ein Einweiser eingeteilt werden (siehe 1.14 Handzeichen, Seite 62).
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1 Sicherheitshinweise Der Kranfahrer darf Kranbewegungen nur aus der vorgeschriebenen Arbeitsposition heraus einleiten, durchführen und beenden. Hierdurch soll u. a. verhindert werden, dass beim Ein- und Aussteigen aus der Krankabine ungewollte Kranbewegungen eingeleitet werden. Die Ar- beitsposition wird durch eine entsprechende Freigabeschaltung über- wacht.
1 Sicherheitshinweise Setzen Sie bei Funktionsstörungen den Kran sofort still und sichern Sie ihn. Lassen Sie Störungen umgehend beseitigen. Beachten Sie Ein- und Ausschaltvorgänge und Kontrollanzeigen ge- mäß Betriebsanleitung. Schalten Sie bei schlechter Sicht und Dunkelheit grundsätzlich die Außenbeleuchtung zu. Die Innenbeleuchtung ist dann abzuschalten, damit eine unbeeinflusste Sicht auf die Last und die Umgebung des Kranes möglich wird.
1 Sicherheitshinweise Nachfolgend einige Beispiele für mögliche Ereignisse, die bei einem unbeaufsichtigten Zurücklassen des Krans eintreten können. Die da- mit verbundenen möglichen Risiken sind zu berücksichtigen: - Nachgeben des Bodens: - Wegrutschen des Bodens aufgrund von starkem Regen, Erdrut- schen oder Auswaschungen - Schmelzendes Eis unter den Abstützungen - Schlechtes Wetter: - Sturm und Wind...
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1 Sicherheitshinweise - Während des unbeaufsichtigten Abstellens des Krans müssen die Energieversorgung und die Funktionstüchtigkeit von Sicherheits- technik (beispielsweise die Flugzeugwarnleuchten usw.) gewähr- leistet sein. - Zur Vermeidung von unbefugter Benutzung müssen alle Schlüssel an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. - Um unbefugte Benutzung zu verhindern, muss der Kran gesichert und müssen die Kabinentüren (von Unter−...
1 Sicherheitshinweise - Es ist zu prüfen, ob unbeabsichtigte (langsame) Bewegungen möglich sind, beispielsweise aufgrund von inneren oder äußeren Undichtigkeiten an allen lasttragenden Hydraulikzylindern und Winden: - Stützzylinder der vertikalen Abstützungen - Hauptausleger−Wippzylinder - Hydraulikzylinder zum Verstellen der Einrichtung, sofern zutref- fend - Hubwinde - Einziehwinde, sofern zutreffend...
1 Sicherheitshinweise 1.11.3.4 Spezielle Anweisungen für Raupenkrane mit Einrichtung - Wenn die vorhergesagte Windgeschwindigkeit den für die ausge- wählte Konfiguration gemäß der Betriebsanweisung zulässigen Höchstwert überschreitet, muss der Ausleger abgesenkt werden, ehe die für eine Montage und Demontage zulässige maximale Windgeschwindigkeit erreicht wird.
1 Sicherheitshinweise In den sicherheitsrelevanten Hydraulikkreisen besteht redundante Ab- bremsung der Winden und Zylinder durch Sperrstellung oder zusätzli- che Haltebremse. 1.12.2 Winden und Zylinder Die hebenseitige Ölsäule der Windenmotoren und Zylinder wird über lastunabhängige Bremsventile (Senkbremsventile) abgesichert. Die Winden und Zylinder können bei Ausfall der Energieversorgung nur durch Anschluss eines Notaggregates und einer externen Energie- quelle bewegt werden.
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1 Sicherheitshinweise Die Montage und Demontage von Krankomponenten darf in keinem Fall durch ungeschultes Personal erfolgen. Dies gilt auch für Hilfstä- tigkeiten. Fehlerhafte Montage würde zu bedrohlichen Gefährdungen führen. Wegen der Gefährdung durch Ausrutschen, Stolpern und Fallen dür- fen Oberwagen, Ausleger und Einrichtungen (z. B. Hauptauslegerver- längerung) nicht betreten werden.
1 Sicherheitshinweise Ein Befestigungsvorgang ist erst dann abgeschlossen, wenn das hän- gende Kranelement mit dem stabil abgelegten Teil des Kranes fest verbunden ist, z. B. durch das Einschlagen von Bolzen eines Zwi- schenstückes oder durch Anziehen aller Schrauben einer Schraub- verbindung mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment usw..
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1 Sicherheitshinweise VORSICHT Unfallgefahr durch Missverständnisse! Als Einweiser dürfen nur zuverlässige Personen, die mit den Handzeichen vertraut sind, eingesetzt wer- den. Der Einweiser sollte sich in einer sicheren Position befinden, von wo er die LAST SEHEN kann und selbst deutlich vom KRANFÜHRER GESEHEN wird. Der Einweiser muss für den Kranführer leicht erkenn- bar sein.
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1 Sicherheitshinweise LAST AUF Unterarm senkrecht erhoben, Zeigefinger zeigt nach oben, Hand in einem kleinen waagerechten Kreis bewegen. LAST AB Ein Arm nach unten gestreckt, Zeigefinger zeigt nach unten, Hand in einem kleinen waagrechten Kreis bewegen. HAUPTSEIL VERWENDEN Den Kopf mit der Faust antippen; dann normale Signale verwenden. HILFSSEIL VERWENDEN Den Ellbogen mit einer Hand antippen;...
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1 Sicherheitshinweise AUSLEGER AUF Arm ausgestreckt, Finger zur Faust geschlossen, Daumen zeigt nach oben. AUSLEGER AB Arm ausgestreckt, Finger zur Faust geschlossen, Daumen zeigt nach unten. LANGSAM BEWEGEN Mit einer Hand ein Bewegungssignal geben und die andere Hand be- wegungslos vor die Hand halten, die das Bewegungssignal gibt. (Im Beispiel: langsam heben.) AUSLEGER AUF, LAST AB Arm ausgestreckt, Daumen zeigt nach oben, Finger solange zur...
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1 Sicherheitshinweise AUSLEGER AB, LAST AUF Ausgestreckter Arm, Daumen zeigt nach unten, Finger solange zur Faust öffnen und schließen wie die Lastbewegung gewünscht wird. DREHEN Ausgestreckter Arm, mit dem Finger die Richtung anzeigen, in die der Ausleger bewegt werden soll. BEWEGEN Nach vorne ausgestreckter Arm, geöffnete und leicht angehobene Hand, wegschiebende Bewegung in Fahrtrichtung durchführen.
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1 Sicherheitshinweise BEWEGEN (AUF ZWEI RAUPENKETTEN) Mit beiden Fäusten vor dem Körper kreisende Bewegung um die Fäuste durchführen, um die Fahrtrichtung vorwärts und rückwärts an- zuzeigen. (Nur für Landkrane.) BEWEGEN (AUF EINER RAUPENKETTE) Spur auf einer Seite verriegeln, durch eine erhobene Faust anzeigen. Senkrecht vor dem Körper kreisende Bewegung der anderen Faust zeigt Richtung, in die die andere Spur bewegt werden soll.
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1 Sicherheitshinweise AUSLEGER AUSFAHREN Beide Fäuste vor dem Körper, die Daumen zeigen nach außen. AUSLEGER EINFAHREN Beide Fäuste vor dem Körper, die Daumen zeigen zueinander. STOPP Arm ausgestreckt, Handfläche zeigt nach unten, Arm waagrecht vor und zurück bewegen. NOTSTOPP Beide Arme ausgestreckt, Handflächen zeigen nach unten, Arme waagrecht vor und zurück bewegen.
2 Aufbau des Autokranes Aufbau des Autokranes Technische Daten Länge Breite siehe "Bedienungsanleitung Kranfahrgestell” unter “Technische Daten” Höhe Max. Tragfähigkeit siehe Tragfähigkeitstabellen Max. Hauptausleger- 80 m (262 ft) länge Max. Systemlänge mit wippbarem Hilfsausle- 118 m (387 ft) Länge Hubseile 366 m (1200 ft) Max.
2 Aufbau des Autokranes Abbildung 3: Hauptelemente Kran 1 Oberwagenrahmen 2 Schaltkasten "X0002" mit Siche- rungen (Zentralelektrik), hinter Abdeckklappe 3 Drehwerk 4 Rollendrehverbindung Leitern, Haltevorrichtungen und Geländer 2.3.1 Allgemeines Zum Durchführen bestimmter Tätigkeiten (z. B. Betreten der Kranka- bine) muss ein Aufsteigen auf den Kran (und späteres Wiederabstei- gen) erfolgen.
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2 Aufbau des Autokranes WARNUNG Lebensgefahr durch Abstürzen aufgrund nicht geeig- neter Aufstiegshilfen! Zum Auf-/Absteigen sind die im folgenden beschrie- benen Hilfsmittel ordnungsgemäß zu verwenden. Der Kran ist mit Leitern und Haltevorrichtungen ausgerüstet. Zusätz- lich gibt es abhängig von der Kranausführung Geländer, Begehungen und Absturzsicherungssysteme für bestimmte Komponenten.
2 Aufbau des Autokranes 2.3.2 Übersicht Leitern, Haltevorrichtungen und Geländer 2.3.2.1 Leitern am Kranfahrgestell Abbildung 4: Leitern am Kranfahrgestell 1 Klappleiter, jeweils zwei links 2 Haltegriff und zwei rechts 2.3.2.2 Mehrzweckleiter in der Transporthalterung Abbildung 5: Mehrzweckleiter 1 Zurrgurt 2 Mehrzweckleiter 85421 2020-02-05...
2 Aufbau des Autokranes 2.3.2.3 Leitern am Oberwagen Abbildung 6: Leitern am Oberwagen 1 Leiter (Option) 2 Leiter Leiter (1) gibt es nur als Option in Verbindung mit zusätzlichen Git- terrosten, um Arbeiten im Bereich des hinteren Oberwagenrahmens durchführen zu können. 85421 2020-02-05...
2 Aufbau des Autokranes 2.3.2.4 Geländer (Option) Abbildung 7: Geländer Transportstellung (Option) Abbildung 8: Geländer Arbeitsstellung (Option) 1 Geländer (Option) 1 Geländer (Option) 2 Rohrklappstecker 2 Rohrklappstecker WARNUNG Absturzgefahr bei nicht ordnungsgemäßer Verwen- dung des Geländers! Beim Abstürzen aus dieser Höhe besteht Lebensgefahr. Geländer in Arbeitsstellung hochklappen.
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2 Aufbau des Autokranes Das heruntergeklappte obere Teil des Geländers um 180° hoch- klappen. In der Arbeitsposition (siehe Abb. 7, Seite 75) oberes Teil am starren unteren Teil des Geländers mit den beiden Rohrklappste- ckern (2) abstecken und diese sichern. Unmittelbar vor dem Verlassen des Bereiches den oberen Teil des Geländers wieder herunterklappen und sichern.
2 Aufbau des Autokranes 2.3.3 Vor dem Auf-/Absteigen über Leitern WARNUNG Lebensgefahr/Verletzungsgefahr durch Ausrutschen und Fallen! Die folgenden Vorgaben sind unbedingt zu beachten. - Es ist darauf zu achten, dass alle beschriebenen Einrichtungen zum Auf-/Absteigen: - angebaut sind. Dies gilt sowohl für Leitern selbst als auch für die zugehörigen Haltevorrichtungen.
2 Aufbau des Autokranes 2.3.4 Auf- und Absteigen über Klappleitern 2.3.4.1 Allgemeines Abbildung 9: Griffe Krankabine Bei der Verwendung dieser Leitern zum Aufsteigen in die Krankabine müssen zusätzlich die Handgriffe außerhalb und innerhalb der Kran- kabine verwendet werden, damit ein ständiger 3-Punkt-Kontakt reali- siert werden kann.
2 Aufbau des Autokranes 2.3.4.2 Klappleitern in Arbeitsstellung bringen WARNUNG Unfallgefahr im Schwenkbereich! Vor Beginn des Schwenk- und Klappvorganges ist darauf zu achten, dass sich weder Personen noch Hindernisse im betroffenen Bereich befinden. WARNUNG Quetschgefahr im Bereich der Leiterscharniere! Beim Angreifen der Leiter im Scharnierbereich und an- schließenden Schwenken besteht Quetschgefahr für Fin- ger und Hände.
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2 Aufbau des Autokranes Abbildung 11: Klappleiter in Arbeitsstel- lung 1 Klappleiter 2 Blech 3 Führungsbolzen WARNUNG Absturzgefahr bei nicht ordnungsgemäß angebauter Leiter! Leiter darf nicht betreten werden, wenn sie nicht kor- rekt in der Arbeitsstellung arretiert ist. Der Führungs- bolzen muss am Blech einrasten wie dargestellt.
2 Aufbau des Autokranes 2.3.4.3 Klappleiter benutzen Bei Benutzung der Leiter sind folgende Punkte zu beachten: - Max. Nutzlast der Leiter (hier: 150 kg / 330 lbs) nicht überschrei- ten. - Gesicht/Körpervorderseite zur Leiter - 3-Punkt-Kontakt muss stets bestehen. Das bedeutet, dass entwe- der 2 Hände und ein Fuß...
2 Aufbau des Autokranes Vor dem Verfahren des Kranes müssen alle Klappleitern in Transport- stellung gebracht und in der Arretierung gesichert werden. Es ist da- bei sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge vorzugehen als in 2.3.4.2 Klappleitern in Arbeitsstellung bringen, Seite 79 beschrieben. Allerdings muss vor dem Hochklappen der Leiter weg vom Fahrge- stell zunächst das Blech von Hand in die dargestellte Position ge- bracht werden.
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2 Aufbau des Autokranes Je nach Ausführung der Leiter beträgt die Masse ca. 13 kg (29 lbs; 2x10-sprossig) oder ca. 8,5 kg (19 lbs; 2x8-sprossig). Diese Leiter kann auf zwei Arten verwendet werden: - als Stehleiter; dazu muss sie aufgeklappt und aufgestellt werden. - als Anlegeleiter;...
2 Aufbau des Autokranes 2.3.5.2 In Stellung bringen und Aufstellen der Mehrzweckleiter Beachten Sie dazu folgende Punkte: - Die Leiter muss in der richtigen Aufstellposition aufgestellt werden, z. B. richtiger Aufstellwinkel für Anlegeleitern (Neigungswinkel ca. 1:4); Sprossen oder Auftritte waagrecht und vollständiges Öffnen einer Stehleiter.
2 Aufbau des Autokranes 2.3.5.3 Mehrzweckleiter benutzen Beachten Sie insbesondere bei Benutzung der Mehrzweckleiter (Stehleiter oder Anlegeleiter) die folgenden Vorgaben: - Nicht zu weit hinauslehnen. Benutzer sollten ihre Gürtelschnalle (den Nabel) zwischen den Holmen halten und mit beiden Füßen auf derselben Stufe/Sprosse stehen. - Nicht ohne zusätzliche Sicherung in größerer Höhe von einer Anle- geleiter wegsteigen, z.
2 Aufbau des Autokranes Bei der Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Ab- stürzen beachten: - Alle Personen, die persönliche Schutzausrüstung verwenden, müssen entsprechend geschult sein und kompetent bzgl. Auswahl, Prüfung vor dem Benutzen und der korrekten Verwendung ihrer persönlichen Schutzausrüstung. - Ganzkörpergeschirr verwenden.
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2 Aufbau des Autokranes Je nach Geräteausführung kann es optional zusätzliche begehbare Flächen (Begehungen) geben (z .B. zur Durchführung von Arbeiten am Oberwagenrahmen, hinten). Die Verwendung dieser Begehun- gen ist dann im entsprechenden Kapitel beschrieben. Folgendes ist zum Betreten der Trittflächen zu beachten: - Zulässige Lauf- und Trittflächen frei von Öl/Fett, grobem Schmutz, Schnee/Eis und Hindernissen halten - nur mit sauberen Schuhen begehen...
2 Aufbau des Autokranes 2.3.8 Einhängeösen für persönliche Schutzausrüstung WARNUNG Unfallgefahr durch unsachgemäße Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung! Alle Personen, die persönliche Schutzausrüstung ver- wenden, müssen entsprechend geschult sein und kompetent bzgl. Auswahl, Prüfung vor dem Benutzen und der korrekten Verwendung ihrer persönlichen Schutzausrüstung.
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2 Aufbau des Autokranes Abbildung 16: Einhängeöse PSA Abbildung 17: Einhängeöse PSA mit Schild 1 Einhängeöse 1 Einhängeöse 2 Leiterhalter 3 Anhängepunkt An verschiedenen Stellen des Kranes befinden sich Einhängeösen (teilweise als Bestandteil des Leiterhalters). Sie dienen als Einhänge- punkt für den Sicherungshaken geeigneter persönlicher Schutzaus- rüstung.
2 Aufbau des Autokranes - Die Befestigungsposition ist so zu wählen, dass die Pendelbewe- gungen einer Person beim Absturz weitestgehend reduziert wer- den. Vorzugsweise sind Befestigungen über Kopfhöhe zu verwen- den und das Verbindungsmittel/das Seil/der Gurt muss möglichst kurz sein. Die länderspezifischen Vorschriften bzgl.
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2 Aufbau des Autokranes Für die Ablagekiste am Oberwagen (Option) beträgt die maximal zu- lässige Zuladung 100 kg (220 lbs). HINWEIS Beschädigungsgefahr! Maximal zulässige Zuladung beachten. 85421 2020-02-05...
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2 Aufbau des Autokranes 85421 2020-02-05...
3 Krankabine Abbildung 20: Gesamtüberblick 1 Bedienelemente Krankabinentür (siehe 2 Podeste (siehe 3.1.6 Be- 3.5.3 Podest an der Kabine ein-/ dienelemente an der Kabinentür, Seite 104) ausfahren, Seite 117) 3 Bedienelemente im Fußraum (siehe 4 Steuerkonsole links (siehe 3.1.7 Bedie- 3.1.8 Steuerkonsole nelemente im Fußraum, Seite 105) links, Seite 105)
3 Krankabine 3.1.3.1.1 Zündstartschalter Der Schlüsselschalter des Zündschlosses ist als Vier-Stellungsschal- ter ausgeführt: Stellung "Aus" Je nach Ausführung des Zündstartschalters ist der Schlüssel in dieser Stellung abziehbar. Stellung "Aus" Schlüssel abziehbar. Betriebsstellung Die Zündung ist eingeschaltet. Motorstartstellung WARNUNG Gefahr des Startens durch unbefugte Personen! Auch bei kurzzeitigem Verlassen des Fahrzeugs Schlüssel abziehen.
3 Krankabine 3.1.3.3 Anschlüsse unter seitlicher Armaturentafel Abbildung 27: Anschlüsse unter seitlicher Armaturentafel 1 Zigarettenanzünder bzw. Span- 2 Spannungsversorgung 24V DC nungsversorgung 24V DC 3 Ethernet RJ45 CAT 5 − An- 4 USB−Anschluss für Kransteue- schluss für Kransteuerung rung Bei den Anschlüssen (3) und (4) handelt es sich um Serviceanschlüs- se zur Wartung der Kransteuerung.
3 Krankabine 3.1.8.2 Steuerhebel links Abbildung 38: Steuerhebel links 1 Feinabstimmung Bewegungsge- 2 Vibrationsanzeige: Hubwerk 2 schwindigkeit - Kranbewegung dreht (Option) anwählen 3 Schnellgang Hubwerk 2 (Option) 4 ohne Funktion 5 Freigabeschaltung Kranbewe- gungen WARNUNG Unfallgefahr durch unbeabsichtigte Kranbewegun- gen! Da für die Steuerhebelbelegung über die IC-1 mehre- re verschiedene Varianten angewählt werden können (siehe...
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3 Krankabine VORSICHT Ein falsch eingestellter Sitz gefährdet Ihre Gesund- heit! Vor Arbeitsantritt den Sitz optimal auf Ihren Körper einstellen - insbesondere bei Fahrerwechsel. WARNUNG Eine Nichtbeachtung folgender Warnhinweise kann zu schweren Verletzungen führen! Der Sitz darf nur von Fachpersonal montiert und re- pariert werden.
3 Krankabine 3.1.9.2 Kranführersitz einstellen Abbildung 40: Kranführersitz 1 Gurtschloss 2 2-Punkt-Beckengurt 3 Sitzheizung 4 Sitzhöheneinstellung 5 Sitzkissentiefeneinstellung Pos. Benennung Symbol Funktion Gurtschloss (je nach Kranausführung) 2-Punkt-Be- (je nach Kranausführung) ckengurt Heizung Thermostatisch geregelte Sitzkissen- und Rückenlehnenheizung. Durch Schalter ein- bzw. auszuschalten. Sitzhöhenein- +/- Taste betätigen.
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3 Krankabine Abbildung 41: Kranführersitz 1 Lendenwirbelstütze 2 Höhen- / Neigungseinstellung vorne 3 Längsverstellung des Sitzes ohne Armlehnen 4 Horizontaleinstellung 5 Längsverstellung des Sitzes mit Armlehnen 6 Rückenlehneneinstellung Pos. Benennung Symbol Funktion Lendenwirbel- Die drei Kammern der pneumatischen Lendenwirbelstüt- stütze ze können unabhängig voneinander über den entsprech- enden Taster be- und entlüftet werden.
3 Krankabine 3.1.10 Armkonsolen einstellen Zum Einstellen in Längsrichtung am unteren Hebel ziehen und damit die Armkonsolen mit Sitz vor- bzw. zurückschieben. Abbildung 42: Armkonsole in Höhe und Neigung einstellen - Die Armkonsolen können in 3 verschiedenen Höhen an der Sei- tenwand der Krankabine befestigt werden.
3 Krankabine Fahrzeugschlüssel gegen Uhrzeigersinn drehen. Kabinentür wird entriegelt. 3.2.2 Mit Funkfernbedienung ver-/entriegeln (Option) Funktionstaste der Fernbedienung 2x kurz drücken. Tür wird verriegelt. Das Verriegeln der Kabinentür mit der Fernbedienung wird durch zweimaliges kurzzeitiges Aufleuchten der Blinker am Fahrgestell an- gezeigt.
3 Krankabine 3.2.2.1 Übersicht/ Aufbau Schlüssel-Fernbedienung (Option) Abbildung 43: Funkfernbedienung - Kabinentüren 1 Klappschlüssel 2 Druckknopf für Klappschlüssel 3 LED 4 LED 5 Tür Krankabine 6 Zentralverriegelung 7 Tür Fahrerkabine Pos. Funktion Klappschlüssel Druckknopf für Klappschlüssel bestätigt das Drücken einer Sendetaste: - grün für die Öffnungsvorgänge - rot für die Schließvorgänge - blau wenn die Taste (7) länger als 3 Sekunden gedrückt...
3 Krankabine Kabinentür von innen entriegeln/öffnen Tür entriegeln: Türöffner betätigen. Kabinentür am Handgriff aufschieben. Kabinentür öffnen Türdrücker betätigen - das Türschloss wird geöffnet. Hangriff ziehen und Kabinentür aufschieben. 85421 2020-02-05...
3 Krankabine Ein-/Aussteigen - Benutzen Sie zum sicheren Ein- und Aussteigen die Haltegriffe (Pfeile). - Die Kabinentür wird in vollständig geöffnetem Zustand automatisch arretiert, um ein unbeabsichtigtes Schließen zu vermeiden. - Zum bequemeren Ein- und Aussteigen kann es nötig sein, die lin- ke Armkonsole zurück zu schieben (siehe 3.1.10 Armkonsolen einstellen, Seite 111).
3 Krankabine Abbildung 44: Bedienelemente Krankabine betreten/verlassen 1 Zündschlüssel 2 Haltegriffe 3 Haltegriff 4 Haltegriff 5 Podest 6 Handgriff zum Auf-/Zuschieben der Kabinentür VORSICHT Gefahr! Damit Podest (siehe Abb. 44, Seite 116) in voller Breite genutzt werden kann, muss die Tür der Kran- kabine geschlossen sein.
3 Krankabine Beim Verlassen der Kabine muss die linke Armkonsike hochge- klappt werden. Anschließend werden die Arbeitsschritte zum Betre- ten der Kabine in sinngemäß umgekehrter Reihenfolge durchge- führt. 3.5.3 Podest an der Kabine ein-/ausfahren Zum Betreten/Verlassen der Krankabine Podest (Pfeil) vollständig ausfahren.
3 Krankabine Seitliches Podest an der Krankabine ausfahren Taste "seitliches Podest Krankabine ein-/ausfahren" (1) und Rich- tungstaste (3) gemeinsam drücken, bis das Podest vollständig ausge- fahren ist. Seitliches Podest an der Krankabine einfahren Taste "seitliches Podest Krankabine ein-/ausfahren" (1) und Rich- tungstaste (2) gemeinsam drücken, bis das Podest vollständig einge- fahren ist.
3 Krankabine Kabine im Notfall verlassen Frontfenster als Notausstieg verwenden (siehe 3.9.3 Frontfenster, Seite 121). Krankabine kippen (Option) Abbildung 46: Wipptaster Krankabine kippen Um das Arbeiten mit dem Kran besser verfolgen zu können, kann die Krankabine mittels Hydraulikzylinder nach hinten gekippt werden Wipptaster oben betätigen.
3 Krankabine Fenster öffnen/schließen 3.9.1 Heckfenster Das Fenster in der Kabinenrückwand ist als Schiebefenster ausge- führt. In geschlossenem Zustand sind das jeweilige Griffstück am Fenster- element und das feststehende Gegenstück am Kabinenrahmen mitei- nander verriegelt. Zum Öffnen des Heckfensters Griffstück zusammendrücken. Die Ar- retiernase wird angehoben und das Fensterelement kann verscho- ben / geöffnet werden.
3 Krankabine 3.9.3 Frontfenster 3.9.3.1 Aufbau/Funktion des Frontfensters Abbildung 47: Frontfenster 1 Gasfeder 2 Arretierung 3 Griff 4 Frontfenster Pos. Benennung Funktion Gasfeder Arretierung Ent-/Verriegeln Frontfenster Griff Öffnen/Schließen Frontfenster Frontfenster 3.9.3.2 Frontfenster öffnen/schließen Abbildung 48: Öffnen des Frontfensters 1 Arretierung 2 Griff Zum Öffnen des Frontfensters beide Arretierungen (1) mit den Griffen (2) zusammen drücken und Fenster aufdrücken.
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3 Krankabine HINWEIS Bruchgefahr! Das Fenster beim Aufdrücken nicht loslassen, bevor dieses voll- ständig geöffnet ist. Damit wird ein festes Anschlagen des Fens- ters in Endlage vermieden. VORSICHT Quetschgefahr beim Schließen zwischen Fensterele- ment und Kabinenrahmen! Vorgesehene Griffe benutzen, damit gewährleistet ist, dass sich die Hand nicht im gefährdeten Bereich be- findet.
3 Krankabine 3.10 Sonnenschutz Die Krankabine verfügt an Dach-, Heck- und Seitenscheibe(n) über Sonnenschutzrollos. Diese können bei Bedarf entsprechend betätigt werden, um unerwünschten Blendwirkungen bzw. Aufheizung der Krankabine entgegenzuwirken. Abbildung 50: Sonnenschutz Krankabine 1 Lasche Sonnenrollo Dachschei- 2 Kordel zum Lösen der Arretie- rungen Sonnenrollos 3 Laschen senkrechte Sonnenrol- Pos.
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3 Krankabine Sonnenrollo an der Dachscheibe Abbildung 51: Sonnenschutz an der Dachscheibe 1 Lasche Sonnenrollo Dachschei- Zum Abrollen Sonnenrollo an der Dachscheibe an Lasche (1) greifen und vordere Stange des Sonnenrollos innerhalb ihrer Führungsschie- nen leicht nach vorne / unten kippen, um die Arretierung zu lösen. In dieser Position Sonnenrollo manuell in die gewünschte Position nach vorne ziehen und Lasche loslassen.
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3 Krankabine Senkrechte Sonnenrollos Abbildung 52: Senkrechte Sonnenrollos 1 Laschen senkrechte Sonnenrol- 2 Kordel zum Lösen der Arretie- rungen Sonnenrollos Die senkrechten Sonnenrollos können an der entsprechenden La- sche (1) in beliebige Positionen herunter gezogen werden. Sobald das Herunterziehen beendet wird, verbleiben sie automatisch in der erreichten Stellung.
3 Krankabine 3.11 Innenbeleuchtung Abbildung 54: Kabineninnenleuchten 1 Leuchte 2 Schalter In der Dachkonsole befinden sich 2 Leuchten (1), die als Leseleuchte oder Ambientebeleuchtung verwendet werden können. Über 3-Stellungs-Schalter (2) gewünschte Funktion schalten: - Links drücken: Leseleuchte EIN - Rechts drücken: Ambientebeleuchtung EIN - Mittelstellung: Licht AUS 85421 2020-02-05...
3 Krankabine 3.12 Ablagen Abbildung 55: Ablagen und Abstellmöglichkeiten (Prinzipdarstellung) 1 Ablage auf Oberseite des Arma- 2 Abstellmulde an der rechten Ka- turenpultes (mit Netz) binenseite 3 Aschenbecher 4 Staufach in rechter und linker Armkonsole (unter der Armleh- 5 Abstellfläche hinter dem Sitz 6 Ablagefach unter dem Sitz des Kranführers (hinter der Klappe) 85421 2020-02-05...
4 Motor Motor Allgemeines Der Oberwagen verfügt nicht über einen eigenen Antriebsmotor. Der Oberwagenbetrieb wird über den Motor des Kranfahrgestelles reali- siert. Für detaillierte Informationen zum Motor siehe Bedienungsanleitung des Kranfahrgestells unter "Motor". Diese und insbesondere die Si- cherheitshinweise sind vor Inbetriebnahme des Motors zu beachten. Vor der Inbetriebnahme ist die Betriebsanleitung des Motorherstel- lers zu beachten (siehe Teil "Verschiedenes").
4 Motor 4.3.2 Startvorgang 4.3.2.1 Sicherheitsregeln beim Startvorgang WARNUNG Unfallgefahr durch schlagartige Bewegung! Beim Starten des Motors kann es zu einer schlagartigen Bewegung des Kranes kommen, was zu Personen- und Sachschäden führen kann. Vor dem Motorstart ist sicherzustellen, dass die Steu- erhebel in Neutralstellung sind.
4 Motor HINWEIS Beschädigungsgefahr für den Motor bei Nichtbeachtung der Vorgaben! Kran nur innerhalb des zulässigen Umgebungstemperaturberei- ches betreiben (siehe 1.4.5 Einzuhaltende Umgebungsbedin- gungen, Seite 34). Nur geeignete Betriebsstoffe (z. B. Motoröl, Getriebeöl etc.) für den entsprechenden Umgebungstemperaturbereich verwenden (siehe Schmier- und Wartungsanleitung unter "Betriebsstoffe"). Fahrzeugbatterien fest anschließen.
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4 Motor Zündung einschalten. Hierzu Zündschlüssel in Zündschloss ein- stecken und im Uhrzeigersinn bis zur ersten Raste drehen (Stel- lung "I"). Die Kransteuerung wird gestartet. WARNUNG Unfallgefahr im Gefahrenbereich! Im Gefahrenbereich und außerhalb des Blickfeldes des Kranfahrers kann es zu schweren Personen- und Sach- schäden kommen.
4 Motor HINWEIS Beschädigungsgefahr durch falsche Betätigung des Anlas- sers! Nach Anspringen des Motors Zündschlüssel loslassen. Anlasser niemals bei laufendem Motor betätigen. Hinweise bei Startproblemen: - Vor einem erneuten Startversuch Zündschlüssel bis zum An- schlag zurückdrehen. - Dreht der Anlasser des Motors gar nicht oder zu langsam: Batte- rien aufladen oder Starthilfe durchführen (siehe 4.3.4 Batterie- ladegerät (Option), Seite 134 bzw.
4 Motor 4.3.2.4 Starten bei niedrigen Temperaturen Die vor Ort geltenden Umweltvorschriften müssen eingehalten wer- den. Kraftstoffvorwärmer und Motorheizung verwenden, um Startpro- bleme und Weißrauchbildung zu vermeiden. Bei geringer Motordrehzahl und mittlerer Belastung wird die Weiß- rauchbildung begrenzt und der kalte Motor erreicht schneller seine Betriebstemperatur als beim Warmlauf ohne Last.
4 Motor 4.3.5 Nach dem Starten des Motors 4.3.5.1 Allgemeines Abbildung 58: Displays 1 Zusatzdisplay 2 Display der Kransteuerung Es müssen bestimmte Kontrollen durchgeführt werden. Dies ge- schieht entweder am Zusatzdisplay (1) oder am Display der Kran- steuerung (2). HINWEIS Beschädigungsgefahr für Motor bei Weiterbetrieb! Motor sofort abstellen bei: - abnormal sinkendem oder stark schwankendem Öldruck...
4 Motor 4.3.5.2 Motoröldruck Am Zusatzdisplay an der Maske "Motor-/Hydraulikdaten" kontrollie- ren. HINWEIS Beschädigungsgefahr bei Motorbetrieb ohne Öldruck! Motor nicht hochdrehen, solange kein Motoröldruck angezeigt wird. Wird nach ca. 10 Sekunden kein Motoröldruck angezeigt, Motor abstellen und Ursache feststellen. Nach Erreichen von Betriebstemperatur und -drehzahl beträgt der Öl- druck normalerweise ca.
4 Motor WARNUNG Unfallgefahr bei Nichtbeachtung! Tritt ein Alarm aus dem Motorsteuergerät auf, ist die Be- triebssicherheit des Krans gefährdet. Motor abstellen. Störung umgehend beheben (lassen). 4.3.5.4 Luftfilterzustand Erscheint am Display der Kransteuerung eine Fehlermeldung durch die dargestellten Symbole (siehe unter Maske "Fehlermeldungen" in Kapitel "Sicherheitseinrichtungen"), die den Luftfilter betrifft: Luftfilter warten.
4 Motor Fehlermeldung Wird im Oberwagen am Display der Kransteuerung die Fehlermel- dung (Sammelfehler E .."Fehler UW Sonstiges Warnung") ausge- geben, so kann dies u. a. durch einen zu niedrigen Hydraulikölstand verursacht sein. Eine eindeutige Identifizierung der Fehlerursache bei dieser Fehler- meldung im Oberwagen ist nur am Fahrer-Informationssystem in der Fahrerkabine (Kranfahrgestell) möglich.
4 Motor 4.3.5.9 Füllstand Motoröl Am Zusatzdisplay an der Maske "Motor-/Hydraulikdaten" kontrollie- ren. Die dargestellte Anzeige symbolisiert einen Ölmessstab. Die senk- rechte Linie links markiert den "Min" Stand, die Linie rechts "Max". Zulässige Stände werden grün, unzulässige rot angezeigt. Erscheint das dargestellte Symbol, so ist keine Anzeige des Ölstands möglich (z.
4 Motor 4.3.5.11 Füllstand des Tanks von AdBlue/DEF Nur bei Motoren mit in Funktion befindlichem Abgasnachbehandlung SCR-System. Am Zusatzdisplay an der "Betriebsmaske" kontrollieren. Bei ausrei- chendem AdBlue-/DEF-Vorrat wird die Prozentanzeige in weiß darge- stellt. Bei einem Füllstand im Reservebereich wird die Prozentanzeige in gelb dargestellt (hier: 10%).
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4 Motor WARNUNG Verletzungsgefahr durch bewegte Teile! Bauteile im Motorraum führen im Betrieb eine Bewegung aus. Körperteile, Kleidung oder fallen gelassene Werk- zeuge können sich in drehenden Teilen (z. B. Lüfter) ver- fangen und zu schweren Verletzungen oder zum Verlust von Gliedmaßen führen.
4 Motor Die Anpassung der Drehzahl des Motors kann auf zwei Arten erreicht werden: Automatisch Manuell Einstellen "Automotives Fahren" mit Pedal (siehe Pfeil in an der Kransteuerung (siehe Abb. 59, Seite 141 4.6.2 Maske "Automotives Fah- Über die Motoranzeige (sie- ren"...
4 Motor WARNUNG Unfallgefahr durch unbefugtes Betreiben des Kra- nes! In diesem Zustand ist der Kran betriebsbereit. Kabine nicht verlassen. Beim Verlassen der Kabine Zündschlüssel entfernen und Kabine absperren. 4.5.2 Motor abstellen im Normalfall (Arbeitsende) HINWEIS Beschädigungsgefahr bei Abstellen eines überhitzten Motors! Es kann zu Turboladerschäden und Nachkochen kommen.
4 Motor 4.5.3 Motor abstellen im Notfall 4.5.3.1 Standardausführung Im Notfall kann der Motor durch Drücken des Schnell-Stopp-Tasters in der Krankabine abgestellt werden. Je nach Kranausführung befin- den sich weitere Schnell-Stopp-Taster am Fahrgestell in der Nähe der Abstützbetätigungen. HINWEIS Beschädigungsgefahr für Motor und Anbauteile! Schnell-Stopp-Taster nur im Notfall benutzen.
4 Motor 4.6.1.2 Anzeige Motordaten Abbildung 62: Motordaten Anzeige Bedeutung Motordrehzahl Betriebsstunden Vorrat Reduktionsmittel (nur bei Motoren mit Abgasnachbehandlung SCR) 4.6.1.3 Anzeige Meldeleuchten Abbildung 63: Meldeleuchten Motor/Abgasnachbehandlung Meldeleuchten zu Fehlern im Bereich Motor/Abgasnachbehandlung gibt es nur bei Motoren mit Abgasnachbehandlung SCR. Zur Interpretation von Fehlern im Bereich Motor/Abgasnachbehand- lung sollen die entsprechenden Meldeleuchten am Zusatzdisplay herangezogen werden.
4 Motor Abbildung 66: Pedal zur Drehzahlverstellung Wird während des Arbeitens kurzzeitig eine höhere Motordrehzahl gewünscht, kann durch Betätigen des Pedals zur Drehzahlverstel- lung ("Gaspedal", siehe Pfeil) die Motordrehzahl erhöht werden. 4.6.2.3 Motordrehzahl manuell einstellen Abbildung 67: Maske "Automotives Fahren" Bei abgeschaltetem "Automotiven Fahren"...
4 Motor Zusatzdisplay 4.7.1 Allgemeines Abbildung 68: Zusatzdisplay Masken am Zusatzdisplay: - Betriebsmaske mit Fahrzeugdaten und Meldeleuchten, siehe 4.7.3 Betriebsmaske, Seite 150 - Maske "Motor-/Hydraulikdaten" siehe 4.7.4 Maske "Motor-/ Hydraulikdaten", Seite 151 Beim Einschalten der Kransteuerung des Oberwagens wird das Zu- satzdisplay automatisch gestartet.
4 Motor 4.7.3 Betriebsmaske Abbildung 70: Betriebsmaske Darstellung Erläuterung Füllstand Kraftstofftank (siehe 4.3.5.10 Füllstand des Kraftstofftanks, Seite 139) Füllstand AdBlue (siehe 4.3.5.11 Füllstand des Tanks von AdBlue/DEF, Seite 140) Motordrehzahl analog und digital (U/min x 1000) Temperatur Kühlmittel (siehe 4.3.5.8 Kühlmittel- temperatur, Seite 138) Temperatur Hydrauliköl (siehe 4.3.5.5 Hydrauliköl-...
4 Motor 4.7.4 Maske "Motor-/Hydraulikdaten" Abbildung 71: Motor-/Hydraulikdaten 1 Batteriespannung in Volt 2 Motoröldruck 3 Füllstand Motoröl 4 Betriebsstunden Motor 5 Wechsel zu Fahrzeugdaten/ 6 Füllstand Hydrauliköl Meldeleuchten (Anwahl über die darunterliegende Funktionstas- 7 Zugang nur für Kundendienst (Anwahl über die darunterlie- gende Funktionstaste) Betriebseinschränkungen bei Motoren mit Abgasnachbehandlung SCR-System 4.8.1...
4 Motor 4.8.2 Betriebseinschränkungen bei Abgasnachbehandlung SCR-System Dazu entsprechenden Punkt in der Bedienungsanleitung des Kran- fahrgestelles in Kapitel "Fahren" beachten. 4.8.3 Anzeige Meldeleuchten Liegen Fehler im SCR-System vor oder ist der Reduktionsmittelstand im Reduktionsmittelbehälter zu niedrig, gibt die Steuerung eine War- nung über Meldeleuchten aus.
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4 Motor Qualität von AdBlue/DEF unzureichend Anzeige Melde- Abhilfe Ursache leuchten Die Qualität von AdBlue/DEF entspricht nicht den Qualität von AdBlue/DEF Vorgaben des Motorherstellers prüfen Die Qualität von AdBlue/DEF entspricht nicht den Qualität von AdBlue/DEF Vorgaben des Motorherstellers prüfen Leichte Betriebseinschränkung Die Qualität von AdBlue/DEF entspricht nicht den Qualität von AdBlue/DEF Vorgaben des Motorherstellers...
4 Motor Hydraulikanlage 4.9.1 Allgemeines Das verwendete Hydrauliköl muss für die jeweilige Einsatztemperatur geeignet sein. In der folgenden Tabelle finden Sie die relevanten Temperaturanga- ben für alle freigegebenen Hydrauliköle. Detaillierte Informationen zum Hydrauliköl finden Sie in der Schmier- und Wartungsanleitung unter "Betriebsstoffe und Füllmengen". Freigegebene Hydrauliköle (°C) °C °C...
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4 Motor Freigegebene Hydrauliköle (°F) °F °F °F °F Fuchs Renolin Xtreme Temp 46 Plus +3.2 +10.4 (+113) Fuchs Renolin Xtreme Temp 32 Plus -9.4 -2.2 +185 (+104) Shell Tellus STX 46 ** Tellus S3 V 46 -0.4 +6.8 +196 (+104) Shell Tellus STX 32 ** Tellus S3 V 32...
4 Motor 4.9.2 Warmlaufen der Hydraulikanlage Wenn die Temperatur des Hydrauliköls unter der entsprechenden "unteren Betriebstemperatur" liegt, muss das System zunächst warm- laufen. Dazu Motor starten und Drehzahl langsam von Leerlauf auf 1000 min /rpm steigern. Bei Inbetriebnahme bei "Start-Umgebungstemperatur" muss die Hydraulikanlage so lange warmlaufen, bis die Tanktemperatur höher als die von der Ölsorte abhängige untere Betriebstemperatur ist.
5 Abstützen des Kranes aus der Krankabine (Option) Abstützen des Kranes aus der Krankabine (Option) Allgemeine Hinweise und Warnhinweise WARNUNG Unfallgefahr wegen Nichtbeachtung der Sicherheits- hinweise! Angaben aus "Allgemeines / Wichtige Hinweise" un- ter "Abstützung" aus der Bedienungsanleitung des Kranfahrgestells beachten. Die Abstützung sollte generell mit den Bedienelementen in den Ab- stützbetätigungen seitlich am Fahrgestell eingestellt werden (siehe Bedienungsanleitung des Kranfahrgestelles in "Abstützung"...
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5 Abstützen des Kranes aus der Krankabine (Option) Mit den unter Betätigungselemente 5.2 Betätigungselemente, Sei- te 158 beschriebenen Betätigungselementen die Hydraulikzylinder der Abstützung betätigen. Um eine Bewegung auszuführen, muss je- weils ein Doppeltaster zur Auswahl der Bewegung/Funktion (z. B. Stützzylinder vorne links) und ein Doppeltaster zur Auswahl der Be- wegungsrichtung (z.
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5 Abstützen des Kranes aus der Krankabine (Option) 85421 2020-02-05...
6 Drehen des Oberwagens Drehen des Oberwagens Allgemeines 6.1.1 Allgemeine Gefahrenhinweise Abbildung 74: Stützbasis (Prinzipdar- Abbildung 73: Schild - Kippgefahr stellung) GEFAHR Kippgefahr! Nach dem Abstützen des Kranes und dem Anbau des Gegengewichtes Stützbasis kontrollieren, EHE der Oberwagen gedreht werden darf. Die Angaben in den Tragfähigkeitstabellen beachten.
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6 Drehen des Oberwagens WARNUNG Quetschgefährdung zwischen Oberwagen und Fahr- gestell und zwischen hinterem Ende des Oberwa- gens (Gegengewicht) und in der Nähe befindlicher Hindernisse. Der Aufenthalt von Personen im Schwenkbereich ist VERBOTEN! VORSICHT Unfallgefahr! Nicht über Personen drehen. Nicht vom drehenden Kran springen. Dolly bzw.
6 Drehen des Oberwagens 6.1.2 Systembeschreibung Abbildung 75: Prinzipieller Aufbau des Drehwerks 1 Hydraulikmotor 2 Drehwerksgetriebe 3 Drehwerksritzel (unter Abde- 4 Zahnkranz ckung) Das Bild zeigt den prinzipiellen Aufbau des Drehwerks. Die Antriebs- einheit besteht aus einem Hydraulikmotor (1), dem Drehwerksgetrie- be (2) und dem Drehwerksritzel (3).
6 Drehen des Oberwagens Betriebsbremse Durch ein Fußpedal in der Krankabine wird der Hydraulikölabfluß des Drehwerksmotors gedrosselt. Im offenen Drehwerkskreis erfolgt das Abbremsen der Drehbewe- gung ausschließlich durch Betätigen des Fußpedals der Betriebs- bremse. Dollyvorbereitung (Option) Um den Kran mit geringeren Achslasten verfahren zu können, kann der Hauptausleger während der Fahrt auf einen Anhänger (Dolly) ab- gelegt werden.
6 Drehen des Oberwagens 6.1.3.1 Geschlossener Kreis Abbildung 77: Schalter "Umschaltung Drehwerk" Im geschlossenen Kreis ist der dargestellte Schalter nicht betätigt (Kontrollleuchte im Schalter leuchtet nicht). Im geschlossenen Kreis hängt die Geschwindigkeit der Drehbewe- gung unmittelbar an der Auslenkung des entsprechenden Steuerhe- bels.
6 Drehen des Oberwagens Abbildung 79: Fußpedal "Drehwerksbremse" (Prinzipdarstellung) Zum gezielten Abbremsen der Drehbewegung muss das dargestell- te Fußpedal der Drehwerksbremse entsprechend der gewünschten Bremswirkung niedergetreten werden. Bei dieser Ausführung des offenen Kreises kann auch durch Gegen- steuerung mit dem Steuerhebel z. B. einer Seitenwindeinwirkung ge- gengehalten werden.
6 Drehen des Oberwagens Anzeige an der Maske "Kranbetrieb" Abbildung 81: Anzeige "aktueller Drehwinkel" Die Anzeige besteht aus der Angabe des aktuellen Drehwinkels und zweier zusammengesetzter halbkreisförmiger Pfeile. Die Pfeilspitzen geben die entsprechende Drehrichtung an. Durch die Farbe der halb- kreisförmigen Pfeile wird dargestellt, ob Drehen möglich oder ge- sperrt ist.
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6 Drehen des Oberwagens Vorgehensweise: WARNUNG Unfallgefahr durch Ausführung von unbeabsichtig- ten Kranbewegungen! Es liegt in der Verantwortung des Kranführers, sich vor dem Einleiten einer Kranbewegung zu vergewis- sern, welche die aktuelle Steuerhebelbelegung ist. Der Arbeitsaufgabe entsprechender Modus für die Belegung der Steuerhebel anwählen.
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6 Drehen des Oberwagens Drehwerk im "Offenen Kreis" Die Drehwerksfeststellbremse wird geöffnet. Abbildung 83: Fußpedal "Drehwerksbremse" VORSICHT Unfallgefahr durch unbeabsichtigte Drehbewegung oder selbsttätigem Nachlaufen des Oberwagens in- folge Windeinwirkung oder Schräglage des Kranes! Oberwagen vorsichtig über die dynamische Bremse mit dem in Abb.
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6 Drehen des Oberwagens Drehwerk im "Geschlossenen Kreis" Erst beim Einleiten der Drehbewegung im nächsten Arbeitsschritt wird die Drehwerksfeststellbremse tatsächlich geöffnet. Abbildung 85: Schalter "Öffnen / Schlie- Abbildung 84: Steuerhebel Krankabine ßen der Drehwerksfeststellbremse" WARNUNG Unfallgefahr! Warnhinweise und sonstige Hinweise zur Freigabe- schaltung in Kapitel "Sicherheitseinrichtungen"...
6 Drehen des Oberwagens Wahl der Drehgeschwindigkeit Das Drehwerk wird elektrisch vorgesteuert. Die Drehgeschwindigkeit richtet sich nach der Motordrehzahl und der Auslenkung des ent- sprechenden Steuerhebels. WARNUNG Unfallgefahr durch unangemessene Drehgeschwin- digkeit insbesondere bei Betrieb mit Hilfsausleger oder besonderen örtlichen Gegebenheiten! Drehwerk und Drehbremse vorsichtig handhaben.
6 Drehen des Oberwagens Abbremsen der Drehbewegung Abbildung 86: Schalter "Öffnen / Schlie- Abbildung 87: Fußpedal "Drehwerks- ßen der Drehwerksfeststellbremse" bremse" (Prinzipdarstellung) Das Drehwerk verfügt über zwei Bremssysteme: - Drehwerksfeststellbremse: statische Haltebremse, federbelastet, zum Öffnen / Schließen des Drehwerkes. Diese Bremse wird über den in Abb.
6 Drehen des Oberwagens Drehwerk im "Offenen Kreis" Im offenen Kreis läuft die Drehbewegung allmählich aus. Sie muss - falls erwünscht - über das Fußpedal zum Stillstand gebracht oder mit dem Steuerhebel gegengehalten werden. Drehwerk im "Geschlossenen Kreis" Im geschlossenen Kreis wird die Drehbewegung durch die einge- spannte Ölsäule direkt zum Stillstand gebracht.
6 Drehen des Oberwagens Abbildung 89: Drehwerkgetriebe 1 Drehwerksgetriebe 2 Bügel 3 Vorhängeschloss 4 Sicherungsblech Während des Kranbetriebs muss der Bügel (2) an der Bremse des Drehwerksgetriebes (1) in der nach unten gerichteten Stellung stehen und mit Sicherungsblech (4) fixiert sein. Das Sicherungsblech (4) ist mit dem Vorhängeschloss (3) zu sichern.
6 Drehen des Oberwagens Je nach Stellung des Hauptauslegers wird die Sicht auf den Spiegel durch den Hauptausleger bzw. den Wippzylinder behindert. WARNUNG Quetschgefahr beim Drehen des Oberwagens! Beim Drehen des Oberwagens in Hauptauslegerstel- lungen in der die Sicht zum Spiegel behindert ist, muss ein Einweiser eingeteilt werden.
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6 Drehen des Oberwagens 85421 2020-02-05...
7 Gegengewicht Gegengewicht Allgemeines Bei der Planung eines Lastfalles wird unter Zuhilfenahme der Tragfä- higkeitstabellen die benötigte Gegengewichtskombination bestimmt. Diese Gegengewichtskombination stellt - insbesondere für einen si- cheren Kranbetrieb - einen wesentlichen Bestandteil der Krankonfigu- ration dar. Der Kranführer ist dafür verantwortlich, dass die benötigte Gegenge- wichtskombination auch tatsächlich angebaut und der Lastmoment- begrenzer entsprechend eingestellt wird.
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7 Gegengewicht GEFAHR Unfallgefahr durch falsche Gegengewichtskombinati- Alle Bestandteile der vorgegebenen Gegengewichts- kombination korrekt anbauen. Ausschließlich nur die in diesem Kapitel aufgeführten Gegengewichtskombinationen anbauen. Um einwandfreie Passgenauigkeit zu gewährleisten nur solche Gegengewichtselemente anbauen, die mit der Baunummer des jeweiligen Kranes gekennzeich- net sind.
7 Gegengewicht Gegengewichtskombinationen - Variante "Standard" In der folgenden Darstellung und Tabelle finden Sie alle zulässigen Gegengewichtskombinationen sowie die Vorgabe, aus welchen Ele- menten diese zusammengestellt werden müssen. Abbildung 92: Gegengewichtskombination "Standard" 1 Gegengewichtsplatte 4900 kg 2 Gegengewichtsplatte 9600 kg (10.8 kip) (21.3 kip) 3 Gegengewichtsplatte 12200 kg...
7 Gegengewicht Anbau des Gegengewichts 7.4.1 Allgemeines Das Ablegen der Gegengewichtselemente auf dem Kranfahrgestell erfolgt mit Hilfe einer zusätzlichen eingewiesenen Person, die sich während dieses Vorganges ausnahmsweise zusätzlich zum Kranfüh- rer auf dem Kran befindet. GEFAHR Quetschgefahr durch Gegengewichtselemente bei Aufenthalt im gefährdeten Bereich! Beim An- und Abbau einzelner Gegengewichtselemente besteht Quetschgefahr zwischen den einzelnen Gegen-...
7 Gegengewicht Das Anbauen des Gegengewichts wird am Beispiel der größtmögli- chen Gegengewichtskombination beschrieben. Das Anbauen aller Gegengewichtskombinationen kann grundsätzlich mit dem eigenen Kran erfolgen. Der Anbauvorgang setzt sich prinzipiell aus zwei aufeinanderfolgen- den Vorgängen zusammen: - Ablegen der Gegengewichtskombination auf dem Kranfahrgestell - Anbauen der Gegengewichtskombination an den Oberwagenrah- men.
7 Gegengewicht - Verhalten nach erfolgtem Fall - Notwendigkeit der Festlegung wirksamer Rettungsmaßnahmen vor dem Einsatz - Zustandsprüfung vor jedem Einsatz, Instandsetzung, regelmäßige Prüfungen - Transport, Pflege, Lagerung. WARNUNG Unfallgefahr bei Nichtbeachtung zusätzlicher Sicher- heitshinweise! Auch die Informationen und Hinweise beachten, die sich direkt an den einzelnen Komponenten des Ab- sturzsicherungssystems befinden.
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7 Gegengewicht WARNUNG Unfallgefahr bei Nichtbeachtung der Sicherheitshin- weise! Beachten Sie zum korrekten und sicheren Verwen- den dieser Leiter unbedingt das Kapitel "Aufbau des Autokrans" unter "Auf- und Absteigen über bewegli- che Mehrzweckleiter". Ein Montagehelfer muss über Klappleiter auf den Kran aufstei- gen.
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7 Gegengewicht Zunächst die ersten beiden Gegengewichtsplatten auflegen (sie- he Kapitel "Gegengewicht" unter "Ablegen der Gegengewichts- kombination auf dem Kranfahrgestell"). Zum Lösen (bzw. Anbrin- gen) der Anschlagmittel muss sich der Montagehelfer nicht in den absturzgefährdeten Bereich am Rand des Kranfahrgestelles begeben.
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7 Gegengewicht Abbildung 99: Sicherungsmast vollstän- dig in Aufnahme eingeschoben 1 Sicherungsmast 2 Aufnahme für Sicherungsmast Sicherstellen, dass der eigentliche Sicherungsmast (1) vollstän- dig - bis zum roten Markierungsring (siehe Pfeile) - in die Aufnah- me (2) eingesteckt ist. Abbildung 100: Sicherungsmast 1 Sicherungsmast 2 Anschlagpunkte Haken des Sicherungsgerätes der geeigneten persönlichen...
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7 Gegengewicht Sind die Anschlagpunkte am oberen Ende des Mastes nicht erreich- bar, kann zum vorübergehenden Sichern beim Aufsteigen auch der untere Anschlagpunkt am Adapterstück des Mastes verwendet wer- den. Dann muss die persönliche Schutzausrüstung allerdings über einen zusätzlichen Sicherungshaken verfügen, damit der Montage- helfer nach dem Aufsteigen beim notwendigen Einhängen in den hohen Anschlagpunkt zu jeder Zeit gesichert ist.
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7 Gegengewicht Abbildung 102: Sicherungsmast Der Montagehelfer kann sich dann in gesichertem Zustand auf dem Gegengewichtsstapel bewegen - z. B. zur Unterstützung des An- oder Abbaus eines Sattelgewichtes - wie dargestellt. 10. Nach Beendigung der Arbeiten in gesichertem Zustand vom Ge- gengewichtsstapel absteigen, Sicherungshaken aushängen und Mast entfernen.
7 Gegengewicht 7.4.3 Anschlagen der Gegengewichtselemente WARNUNG Unfallgefahr beim Anschlagen der Gegengewichtse- lemente! Unbedingt die im Folgenden aufgeführten Sicher- heitshinweise zum Anschlagen der Gegengewichtse- lemente beachten. Zulässige Maximalbelastung pro Anschlagpunkt nicht überschreiten. Das Anschlagen aller Gegengewichtselemente muss an den vorgese- henen Anschlagpunkten erfolgen.
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7 Gegengewicht Übrige Gegengewichtsplatten Abbildung 104: Gegengewichtsplatte mit Anhängepoller Max. zulässige Belastung pro Anhängepoller entsprechend der Kenn- zeichnung am Poller: Gegengewichtsplatte Max. Belastung pro Poller Standard 9600 kg (21.3 kip) 8,5 t (18.7 kip) 12200 kg (27.1 kip) 8,5 t (18.7 kip) 10900 kg (24 kip) 8,5 t (18.7 kip) 4700 kg (10.4 kip)
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7 Gegengewicht Sattelgewichte Abbildung 107: Sattelgewicht Die Sattelgewichte dürfen nur mit dem Eigengewicht des einzelnen Elementes belastet werden. Abbildung 108: Gegengewichtsplatte mit Anschlagmittel Verwenden Sie nur Anschlagmittel, die für die anzuhebenden Gegen- gewichtselemente geeignet und ausreichend dimensioniert sind. Insbesondere dürfen zum Anhängen an den angegossenen Pollern nur Hebebänder aus Kunststoff verwendet werden.
7 Gegengewicht Abbildung 109: Transporteinheit alle Gegengewichtsplatten Die Anhängehaken an den Zugstangen der Gegengewichtsplatte 4900 kg (10.8 kip) sind so ausgelegt, dass der Gegengewichtsstapel max. bis zur Gegengewichtskombination 49,8 t (109.8 kip) an ihnen angehängt und komplett angehoben werden kann. Dazu muss ein geeignetes 4-Strang-Gehänge verwendet werden.
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7 Gegengewicht WARNUNG Unfallgefahr bei nicht abgestütztem Kran! Zum An- und Abbauen bzw. zum Umbauen der Ge- gengewichtskombinationen Kran grundsätzlich ab- stützen. Dazu Kapitel "Abstützung" der Bedienungs- anleitung des Kranfahrgestelles beachten. WARNUNG Kippgefahr beim Drehen des Oberwagens mit redu- zierten Abstützbreiten! Bei reduzierten Abstützbreiten ist das maximale Gegen- gewicht, das angebaut werden darf, begrenzt.
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7 Gegengewicht WARNUNG Quetschgefahr zwischen Gegengewichtsplatte und Kranfahrgestell bzw. zwischen den Gegengewichtse- lementen! Entsprechend vorsichtig vorgehen. Ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten. Sich dazu im Bereich zwischen abgelegtem Gegengewicht und Kabine des Kranfahrgestelles aufhalten. WARNUNG Unfallgefahr bei Aufenthalt im gefährdeten Bereich! Der Aufenthalt unter hängenden Lasten bzw. im ab- sturzgefährdeten Bereich ist verboten.
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7 Gegengewicht Die notwendigen Gegengewichtsplatten nacheinander 4−strän- gig am eigenen Kran anschlagen und so auf die bereits abgeleg- te(n) Gegengewichtsplatte(n) ablassen, dass sich die Zugstan- gen der untersten Gegengewichtsplatte innerhalb der entsprech- enden Aussparungen der aufzulegenden Gegengewichtsplatte befinden und die Aussparungen der jeweils oberen in die Zent- riernocken der jeweils unteren Gegengewichtsplatte einfahren.
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7 Gegengewicht Abbildung 114: Aufstieg Montagehelfer auf Gegengewichtsstapel (Prinzipdarstel- lung) Zur Unterstützung der Montage dieser Gegengewichte muss ein Montagehelfer auf den Gegengewichtsstapel aufsteigen. WARNUNG Absturzgefahr beim Arbeiten ohne geeignete Hilfs- mittel! Unbedingt langsam und vorsichtig bewegen. Unbedingt ausreichenden Sicherheitsabstand von den Außenkanten halten.
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7 Gegengewicht Abbildung 115: Einhängen Sattelgewicht 4 Gegengewichtsplatte 10900 kg 5 Sattelgewicht, innen 11000 kg (24 kip) (24.3 kip) Eines der beiden inneren Sattelgewichte (5) mit eigenem Kran anschlagen. Dies erfolgt 2-strängig an den angegossenen Pol- lern. Sattelgewicht mit beiden Einhängenasen in die eingegossenen Taschen an Gegengewichtsplatte (4) einhängen.
7 Gegengewicht GEFAHR Quetschgefahr bei Verbleiben des Montagehelfers im gefährdeten Bereich! Nach Abschluss des Ablegevorganges muss der Montagehelfer den Kran und den gefährdeten Be- reich wieder verlassen. Erst danach darf der Anbauvorgang fortgesetzt wer- den wie auf den folgenden Seiten beschrieben. 7.4.5 Anbau der Gegengewichtskombination am Oberwagenrahmen 7.4.5.1...
7 Gegengewicht 7.4.5.2 Automatischer Anbau Vergewissern Sie sich, welcher Modus für die Belegung der Steuerhebel angewählt ist. Der aktuelle Modus (hier: 1) wird durch das entsprechende Symbol in der obersten Zeile des IC-1 Displays angezeigt. Abbildung 117: Drehen des Oberwagens Oberwagen drehen, bis eine Stellung von ca.
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7 Gegengewicht Maske "Gegengewichtsanzeige" Abbildung 119: Maske "Gegengewichtsanzeige" 1 Anzeige Gegengewicht 2.1 Statusanzeige "nicht überbrückt" 2.2 Statusanzeige "überbrückt" 3.1 Statusanzeige "manuell" 3.2 Statusanzeige "Automatik" Pos. Symbol Erläuterung Anzeige: symbolische Darstellung des angebauten Gegengewichts Statusanzeige: "Überwachung durch Steuerung aktiv" / Taste: Wechsel zu "Über- wachung durch Steuerung überbrückt"...
7 Gegengewicht Abbildung 120: Maske "Gegengewichtsanzeige" 4 Zustandsanzeige 5 Drehwinkelanzeige 6 Aktuelle Position des Oberwagens 7 Aktueller Hydraulikdruck Pos. Symbol Erläuterung Zustandsanzeige der Gegengewichtszylinder über Prozentangabe des Ausfahr- zustands und Pfeilsymbole Zylinder vollständig eingefahren Zylinder fahren ein Zylinder fahren aus Zylinder vollständig ausgefahren Drehwinkelanzeige: zeigt nur den für den Anbau kritischen Winkelbereich von 0°/ 360°...
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7 Gegengewicht Abbildung 121: Maske "Gegengewichts- anzeige" Nach Ein-/Ausschalten der Zündung ist beim Öffnen der Maske "Ge- gengewichtsanzeige" der manuelle Betrieb vorgewählt. Es muss um- gewählt werden. "Automatischer Betrieb" anwählen. Dazu entsprechende Taste betätigen. Sie ändert ihr Aussehen wie dargestellt. Automatikbetrieb kann nur angewählt werden, wenn die Gegenge- wichtshubzylinder soweit wie möglich eingefahren sind.
7 Gegengewicht Das Bestimmen der Drehrichtung durch entsprechendes Auslenken des Steuerhebels und das Halten des Steuerhebels in dieser Positi- on sind das Einzige, was der Kranführer aktiv durchführen muss. Der restliche Vorgang läuft dann automatisch ab und kann am Dis- play der Steuerung beobachtet werden.
7 Gegengewicht - Überprüfen, dass die Gegengewichtskombination mittig zum Ober- wagenrahmen sitzt. WARNUNG Unfallgefahr durch nicht korrekt angebautes Gegen- gewicht! Wenn nicht BEIDE Bedingungen erfüllt sind, muss der Anhebevorgang noch einmal wiederholt werden! WARNUNG Unfallgefahr durch selbsttätiges Absenken des Ge- gengewichtes! Überprüfen Sie regelmäßig, dass das angehobene Gegengewicht sich nicht selbsttätig abgesenkt hat...
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7 Gegengewicht Abbildung 122: Maske "Manueller An- bau" "Manueller Betrieb" anwählen: 1.1. Nach Ein-/Ausschalten der Zündung ist beim Öffnen der Maske "Gegengewichtsanzeige" der manuelle Be- trieb bereits vorgewählt. Das entsprechende Symbol sieht aus wie dargestellt. 1.2. Wenn "Automatischer Betrieb" eingestellt war, muss umgewählt werden.
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7 Gegengewicht Abbildung 123: pilzförmige Enden der Kolbenstangen (Prinzipdarstellung) 1 pilzförmige Enden der Kolben- stangen 2 Aufnahme Wenn die Gegengewichtshubzylinder vollständig in den Gegenge- wichtsstapel hinein ausgefahren sind, befinden sich die pilzförmigen Enden (1) der Kolbenstangen seitlich neben den entsprechend ge- stalteten Aufnahmen (2) der Zugstangen der Gegengewichtsgrund- platte.
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7 Gegengewicht Abbildung 124: Maske "Manueller An- bau" Gegengewichtshubzylinder einfahren, um die Gegengewichts- kombination anzuheben. Dazu den dargestellten Leuchttaster in der oberen Hälfte betätigen und in dieser Position halten. An der Zustandsanzeige der Gegengewichtshubzylinder er- scheint "Pfeil nach oben". Die Prozentangabe an den Symb- olen der Gegengewichtszylinder (hier: 90%) verringert sich sukzessive.
7 Gegengewicht Die Prozentwerte können nicht bis auf 0% zurückgehen, da die Ein- fahrbewegung der Gegengewichtshubzylinder durch das Fahren der Oberkante der Zugstangen (bzw. der obersten Gegengewichtsplat- te) gegen die Unterkante des Oberwagenrahmens begrenzt ist. Das eigentliche manuelle Anbauen der Gegengewichtskombination an den Oberwagenrahmen ist damit erfolgt.
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7 Gegengewicht WARNUNG Unfallgefahr durch überbrückte Kransteuerung! In überbrücktem Zustand findet keinerlei Überwachung durch die Steuerung mehr statt. Allein der Kranführer entscheidet, welche Bewegungen sicher sind und somit durchgeführt werden dürfen. Der Kranführer darf nur überbrücken, wenn er mit der Gegengewichtsmontage gemäß...
7 Gegengewicht Sollen die bestehenden Gefährdungen bewusst in Kauf genom- men werden, dargestellte Taste betätigen. Erst dann wird die Überbrückung tatsächlich aktiviert Der überbrückte Zustand wird an zwei Stellen dargestellt. In der Maske "Gegengewichtsanzeige" ändert die ursprünglich betätigte Taste ihr Aussehen in ein rotes Warnsymbol. Abbildung 125: Anzeige: Gegenge- wichtssteuerung überbrückt Zusätzlich erscheint im Bereich der Krananzeige das darge-...
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7 Gegengewicht Die Vorgehensweise zum Ablegen des Gegengewichtes hinten er- folgt sinngemäß zum Ablegen des Gegengewichtes vorne. Zur Einhaltung der korrekten Position tauchen die Zentriernocken des Fahrgestellls in die entsprechenden Aussparungen ein. Abbildung 126: Gegengewichtsablage Fahrzeugheck (Prinzipdarstellung) 1 Halter für Spanngurte 2 Zentriernocken 3 Konsolen 4 Halter für Spanngurte...
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7 Gegengewicht Abbildung 127: Gegengewichtsablage Fahrzeugheck (Prinzipdarstellung) 1 Verzurrpunkte 2 Spanngurte Gegengewicht mit Spanngurten (2) an den Verzurrpunkten (1) si- chern. Abbildung 128: Gegengewichtsablage Fahrzeugheck (Prinzipdarstellung) 1 Sicherungsklappstecker 2 Blech 3 Spannschraube 4 Scheibe Falls das Gegengewicht zum Anschrauben vorgesehen ist: Scheiben (4) in die Bohrungen des Gegengewichtes legen und das Gegengewicht auf dem Fahrgestell mittels Spannschrauben (3) festschrauben.
7 Gegengewicht 7.8.2.2 Variante "UK" Abbildung 133: Gegengewichtselemente 3a Gegengewichtsplatte 4700 kg (10.4 kip) 3b Gegengewichtsplatte 7500 kg (16.5 kip) Der Unterschied der Variante "UK" besteht darin, dass die untere der beiden Gegengewichtsplatten (3) durch zwei Gegengewichtsplatten (3a) und (3b) ersetzt wird. Masse Breite Tiefe...
8 Sicherheitseinrichtungen Sicherheitseinrichtungen Kransteuerung IC-1 8.1.1 Allgemeine Hinweise zur Kransteuerung IC-1 Die Kransteuerung IC−1 (Intelligent Control System) kombiniert meh- rere Vorrichtungen, die dem Kranführer wesentliche Informationen lie- fern, um den Kran innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Para- meter zu betreiben: - Vorrichtung zur Überlastsicherung (Lastmomentbegrenzer LMB) - Teleskopier−Informationssystem - Anzeige zahlreicher Kranfunktionen wie z.B.
8 Sicherheitseinrichtungen VORSICHT Es ist für die Betriebssicherheit des Kranes unab- dingbar, dass die IC−1 Kransteuerung im Originalzu- stand arbeitet. Notwendige Updates sind durch den Kundendienst des Kranherstellers zu realisieren. 8.1.2 Überlastsicherung durch Lastmomentbegrenzer (LMB) 8.1.2.1 Normalbetrieb 8.1.2.1.1 Funktion Die Kransteuerung beinhaltet als Überlastsicherung eine Lastmo- mentbegrenzung.
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8 Sicherheitseinrichtungen GEFAHR Unfallgefahr! Kippgefahr! Auch ohne Last darf der Ausleger nur in den Berei- chen bewegt werden, in denen Tragfähigkeiten ange- geben sind! Detaillierte Informationen zur Anzeige des Status des Lastmoment- begrenzers finden Sie unter "Anzeige von Statusinformationen zum Kranzustand".
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8 Sicherheitseinrichtungen GEFAHR Unfallgefahr - Grenzen des Lastmomentbegrenzers! Trotz funktionierendem und korrekt auf die Krankon- figuration eingestelltem Lastmomentbegrenzer kann dieser insbesondere bei folgenden Fällen / Bedie- nungsfehlern nicht wirksam werden: nicht ausreichende Tragfähigkeit des Untergrundes am Aufstellort des Kranes Abstützfehlern Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Teleskopierfol- Windeinwirkung Schrägzug...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.2.1.2 Anzeigen, Warnungen und Eingriffe der Steuerung Es muss dabei zwischen den Ausführungen "EN 13000" (siehe 8.1.2.1.2.1 Ausführung "EN 13000", Seite 223) und "Nicht-EN 13000" (siehe 8.1.2.1.2.2 Ausführung "Nicht-EN 13000", Seite 226) unterschieden werden. Ob der Kran mit Steuerungssoftware gemäß EN 13000 ausgestattet ist, kann durch Anwahl der Maske "Systemeinstellungen (Benutzer) an der Kransteuerung geprüft werden (siehe 8.1.7.3 Maske "Sys-...
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8 Sicherheitseinrichtungen Rüsten Abbildung 134: Rüsten Wird eine Kranbewegung (z. B. Aufwippen) außerhalb der Tragfähig- keitstabelle durchgeführt, um die geplante Arbeitsstellung zu errei- chen, erscheint das im Bild hervorgehobene Symbol "Rüsten". Zusätzlich wird die Auslastungsanzeige des Lastmomentbegrenzers rot (mit 3 Sternen) dargestellt. GEFAHR Unfallgefahr durch Heben von Lasten im Rüstbe- trieb!
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8 Sicherheitseinrichtungen Anzeigen, Warnungen und Eingriffe der Steuerung (Rüsten) Signale für Personen Ausfüh- Signale für Kranfahrer in der Kabine Gefahrenbereich rungsge- des Kranes schwindig- Auslastung Warnampel keit Maske "Kranbetrieb" / "An- Warn- Kabi- Warnsi- Kranbewe- zeigen" summer nenvorder- rene gungen seite Normalbe- reich...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.2.1.2.2 Ausführung "Nicht-EN 13000" Signale für Personen Ausfüh- Signale für Kranfahrer in der Kabine Gefahrenbereich rungsge- des Kranes schwindig- Auslastung Warnampel keit Maske "Kranbetrieb" / "An- Warn- Kabi- Warnsi- Kranbewe- zeigen" summer nenvorder- rene gungen seite Normalbe- reich leuchtet uneinge- (unter 90%)
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8 Sicherheitseinrichtungen Rüsten Abbildung 135: Rüsten Wird eine Kranbewegung (z. B. Aufwippen) außerhalb der Tragfähig- keitstabelle durchgeführt, um die geplante Arbeitsstellung zu errei- chen, erscheint das im Bild hervorgehobene Symbol "Rüsten". Zusätzlich wird die Auslastungsanzeige des Lastmomentbegrenzers rot (mit 3 Sternen) dargestellt. GEFAHR Unfallgefahr durch Heben von Lasten im Rüstbe- trieb!
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8 Sicherheitseinrichtungen Anzeigen, Warnungen und Eingriffe der Steuerung (Rüsten) Signale für Personen Ausfüh- Signale für Kranfahrer in der Kabine Gefahrenbereich rungsge- des Kranes schwindig- Auslastung Warnampel keit Maske "Kranbetrieb" / "An- Warn- Kabi- Warnsi- Kranbewe- zeigen" summer nenvorder- rene gungen seite Normalbe- reich...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.2.2 Überbrücken des Lastmomentbegrenzers Nach einer Abschaltung von Kranbewegungen durch den Lastmo- mentbegrenzer ist eine Überbrückung dieser Sicherheitseinrichtung nur für besondere Betriebszustände und in Notsituationen zulässig. GEFAHR Unfallgefahr! Die Überbrückung darf nur erfolgen, wenn sich die Steuerhebel in Neutralstellung befinden und / oder die eingeleitete Arbeitsbewegung zu Ende geführt ist! GEFAHR Unfallgefahr!
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8 Sicherheitseinrichtungen Durch die Betätigung des Schlüsseltasters "Setup" werden keine Be- wegungen zugelassen, die zu Bauteilversagen oder zum Verlust der Standsicherheit führen. Aufheben der Überbrückung erfolgt: - durch erneutes Betätigen des dargestellten Schlüsseltasters "Set- up" - durch Bringen der Steuerhebel in Neutralstellung. Die Überbrü- ckung wird dann mit Zeitverzögerung (nach 10 s) aufgehoben.
8 Sicherheitseinrichtungen Signale für Personen Ausfüh- Signale für Kranfahrer in der Kabine Gefahrenbereich rungsge- des Kranes schwindig- Auslastung Warnampel keit Maske "Kranbetrieb" / "An- Warn- Kabi- Warnsi- Kranbewe- zeigen" summer nenvorder- rene gungen seite Überlastbe- reich reduziert auf (100% - 110%) Dauerton blinkt gelb Überlastbe- reich...
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8 Sicherheitseinrichtungen GEFAHR Kippgefahr! Bruchgefahr! Wenn mit überbrücktem Lastmomentbegrenzer eine Last gehoben wird, er- folgt keine Überwachung des Kranes! Das mechanische Verriegeln des Schlüsseltasters ist nicht zulässig! GEFAHR Unfallgefahr! Die Freigabe dieser Bewegung darf nur erfolgen, wenn dadurch keine Gefahrensituation ent- stehen kann, sondern der Kran in einen sicheren Zu- stand gebracht wird! Die Kranbewegung wird ausge- führt, ohne daß...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.2.2.2.2 Anzeigen, Warnungen und Eingriffe der Steuerung Es muß zwischen den Ausführungen "EN 13000" und "Nicht−EN 13000" unterschieden werden. Ob der Kran mit Steuerungssoftware gemäß EN 13000 ausgestattet ist, kann durch Anwahl der Maske “Systemeinstellungen (Benutzer)” 8.1.7.3 Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)" aufrufen, Sei- te 264) an der Kransteuerung geprüft werden.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.2.2.3 Überbrücken der Abschaltung aller Bewegungen GEFAHR Unfallgefahr! Der Lastmomentbegrenzer darf nur in Ausnahmefällen wie z. B. Reparaturen, Auflegen ei- nes Seiles o. ä. überbrückt werden! Alle Kranbewe- gungen werden dann ausgeführt, ohne dass die Kransteuerung überwacht, ob die ausgeführten Be- wegungen zu Gefährdungen führen! Dies darf nur durch befugte Personen erfolgen, die mit der Bedienung des Kranes vertraut sind!
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8 Sicherheitseinrichtungen An der Oberseite der Krankabine am Haltegriff zwischen den bei- den Befestigungsblechen mit persönlicher Schutzausrüstung (z. B. Auffanggurt) einhängen. An den Haltegriffen mit der linken Hand festhalten und mit der rech- ten Hand die Tätigkeiten ausführen. Abbildung 137: Kasten Schlüsseltaster 1 Arretierbügel 2 Deckel 3 Schlüsseltaster...
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8 Sicherheitseinrichtungen Anzeigen, Warnungen und Eingriffe der Steuerung Signale für Personen Ausfüh- Signale für Kranfahrer in der Kabine Gefahrenbereich rungsge- des Kranes schwindig- Auslastung Warnampel keit Maske "Kranbetrieb" / "An- Warn- Kabi- Warnsi- Kranbewe- zeigen" summer nenvorder- rene gungen seite lastmoment- verringernde Bewegungen...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.2.2.3.2 Ausführung "Nicht-EN 13000" Mit dem dargestellten Schlüsseltaster kann der Lastmomentbegren- zer überbrückt werden. Hierzu muss der Schlüssel in dargestelltem Schlüsseltaster im Uhr- zeigersinn gedreht und in dieser Stellung festgehalten werden. Die Überbrückung wird aufrechterhalten, solange der Schlüsseltaster in dieser Stellung gehalten wird.
8 Sicherheitseinrichtungen Anzeigen, Warnungen und Eingriffe der Steuerung Signale für Personen Ausfüh- Signale für Kranfahrer in der Kabine Gefahrenbereich rungsge- des Kranes schwindig- Auslastung Warnampel keit Maske "Kranbetrieb" / "An- Warn- Kabi- Warnsi- Kranbewe- zeigen" summer nenvorder- rene gungen seite über alle Aus- lastungsbe- leuchtet rot...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.4 Bedienung der Kransteuerung (IC-1) Bei diesem System werden die Funktionen durch "Antippen" von symbolisch dargestellten Tasten am Bediengerät der Kransteuerung ausgeführt (Touchscreen). Durch Antippen einer Taste (siehe Beispiel links) wechselt die Anzei- ge in eine andere Maske. Auf der Taste befindet sich ein Symbol, das auf die Funktion schließen lässt (Beispiel: Wechsel auf Maske "An- wahl der Betriebsart";...
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 142: Maske "Anwahl der Betriebsart" Beim Antippen der entsprechenden Taste (siehe Pfeil) klappt im an- gewählten Bereich eine Liste der Auswahlmöglichkeiten auf (Pull- Down-Menü). Es muss dann aus der Auswahlliste ein Wert ausge- wählt werden. Soll der eingestellte Wert nicht verändert werden, muss aus der Auswahlliste erneut der vorherige Wert ausgewählt werden.
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8 Sicherheitseinrichtungen Wurde der Aufbau- bzw. Betriebszustand geändert, müssen die An- gaben in der Maske "Anwahl der Betriebsart" entsprechend ange- passt werden. Damit die Änderungen an die Steuerung übertragen werden, muss die Maske "Anwahl der Betriebsart" in diesem Fall mit der Taste "Speichern"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Ausschalten (Power Control) Abbildung 147: Power Control Nach dem Ausschalten der Zündung wechselt die Anzeige auf die Maske "Power Control". Hier wird die Zeit bis zum Ausschalten des Rechners angezeigt. Wird innerhalb dieser Zeit die Zündung wieder eingeschaltet, ist die Kransteuerung wieder betriebsbereit. Es er- scheint dann die Maske "Anwahl der Betriebsart".
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.6 Zentrale Masken 8.1.6.1 Maske "Kranbetrieb" Abbildung 149: Maske "Kranbetrieb" 1 aktuelle Rüstinformationen 2 Auslastungsanzeige 3 Funktionsabhängige Masken 4 Basiszeile 5 Statusinformationen 6 Last und Radius Pos. Erläuterung Anzeige von aktuellen Rüstinformationen (siehe 8.1.6.1.1 Anzeige von aktuellen Rüstinformationen, Seite 247) Auslastungsanzeige (siehe 8.1.6.1.2 Auslastungsanzeige, Seite 249)
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8 Sicherheitseinrichtungen Die Maske "Kranbetrieb" erscheint nach dem Bestätigen bzw. dem Verlassen der Maske "Anwahl der Betriebsart". In dieser Anzeige werden die Parameter, die während des Kranbetriebs relevant sind, angezeigt. GEFAHR Unfallgefahr durch falsch eingestellte Kransteue- rung. Beim Kranbetrieb mit falsch eingestellter Kran- steuerung kann der Kran kippen oder Teile des Krans brechen.
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 151: Anzeige von aktuellen Rüstinformationen 1 Gegengewicht 2 Stützbasis 3 Einscherzahl Pos. Symbol Farbe Erläuterung Gegengewichtskombination Wird beim Speichern/Verlassen der Maske ”Anwahl der Betriebsart” eine andere Gegengewichtskombination, als die von der Kransteuerung er- kannte eingestellt, wird das Gegengewichtssymbol rot hinterlegt darge- stellt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.6.1.3 Funktionsabhängige Masken (hier: Quick Menü) Abbildung 154: Maske "Quick Menü" Dieser Bereich ist - je nach ausgeführter Funktion - mit verschiede- nen Inhalten / Masken belegt. Nach dem Bestätigen / Verlassen der Maske "Anwahl der Betriebsart" nach dem Einschalten der Kransteu- erung wird die Maske "Quick Menü"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.6.1.5 Anzeige von Statusinformationen zum Kranzustand Abbildung 157: Anzeigen Maske Kranbetrieb 1 Hubendschalter 2 Senkendschalter 1 3 Stützkraft/Stützbasis 4 Lastmomentbegrenzer Pos. Symbol Farbe Erläuterung Anzeige: Hubendschalter Hubendschalter ist angefahren und nicht überbrückt. schwarz Hubendschalter ist überbrückt. Anzeige: Senkendschalter 1 (Hubwerk 1) ist angefahren Warnung: Stützkraft / Stützbasis Mindeststützkraft ist unterschritten (<...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 158: Anzeigen Maske Kranbetrieb 1 Gegengewichtssteuerung überbrückt 2 Senkendschalter 2 3 aktuelle Windgeschwindigkeit 4 Warnsymbole Pos. Symbol Erläuterung Anzeige: Gegengewichtssteuerung überbrückt (siehe Kapitel "Gegengewicht") Anzeige: Senkendschalter 2 (Hubwerk 2 ) ist angefahren Anzeige: aktuelle Windgeschwindigkeit Anzeige: Warnsymbole Vorwarnbereich: 90%-99% der zulässigen Kranauslastung ist erreicht.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 159: Anzeigen Maske Kranbetrieb 1 Arbeitsbereichsbegrenzung 2 Funkfernsteuerung aktiv 3 Notbetrieb 4 Schnellgang Pos. Erläuterung Anzeige: Arbeitsbereichsbegrenzung aktiv (siehe 8.1.7.10 Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" (Option), Seite 297) Anzeige: Funkfernsteuerung aktiv Siehe Kapitel "Funkfernsteuerung"; keine Bedienung mehr am Bediengerät der Kransteue- rung möglich.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 160: Anzeigen Maske Kranbetrieb 1 Kransymbol 2 Stützkraft vorne rechts 3 Stützkraft hinten rechts 4 Stützkraft hinten links 5 Stützkraft vorne links Pos. Erläuterung Anzeige: Kransymbol Zuordnung der Stützen zur Ausrichtung am Kranfahrgestell bei angewählter Betriebsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" (siehe 8.1.7.22.5 Betriebsmaske "Drehwinkelab- hängige Tragfähigkeiten"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 161: Anzeigen Maske Kranbetrieb 1 Länge des Hauptauslegers 2 Hauptauslegerfußwinkel 3 aktueller Drehwinkel 4 Drehwerksbetrieb im offenen Kreis 5 Symbol 6 Hubwerksbewegung Pos. Symbol Farbe Erläuterung Anzeige: Länge des Hauptauslegers Anzeige: Hauptauslegerfußwinkel zur Horizontalen Anzeige: aktueller Drehwinkel (siehe 6 Drehen des Oberwagens, Seite 161) Anzeige: Drehwerksbetrieb im offenen Kreis...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 162: Anzeigen Maske Kranbetrieb 1 Hakenhöhe 2 Differenz der Hakenhöhe / Nullpunkt 3 max. / min. Hauptauslegerwinkel erreicht 4 Hauptauslegerkopfwinkel 5 aktueller Lastradius 6 max. / min. Grenzradius erreicht 7 aktuelle Kopfhöhe Pos. Symbol Farbe Erläuterung Taste: Hakenhöhe (Pos. 2) auf Null setzen Anzeige: Differenz der Hakenhöhe zum gesetzten Nullpunkt grün grüner Rahmen: gültiger Wert...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.6.1.6 Anzeige von Last und Radius Abbildung 163: Anzeige von Last und Radius 1 Nettolast 2 Maximallast 3 aktuelle Gesamtlast (Bruttolast) 4 Ist-Radius 5 maximaler Radius Pos. Anzeige Farbe Erläuterung Nettolast; hier: 2,7 t Durch Betätigen der Taste "Net" wird die aktuelle Last tariert (siehe 8.1.8 Lastkontrolleinrichtung, Seite 335).
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.6.2 Maske "Hauptmenü" Die Maske "Hauptmenü" können Sie durch Betätigen der dargestell- ten Taste unterhalb der Maske "Quick Menü" aufrufen. Systemeinstellungen Abbildung 164: Maske "Hauptmenü" - "Systemeinstellungen" Aufrufen der Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)", (siehe 8.1.7.3 Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)" aufrufen, Seite 264) Aufrufen der Maske "Farbprofileinstellungen"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Kranbetrieb Abbildung 165: Maske "Hauptmenü" - "Kranbetrieb" Aufrufen der Maske "Kranbetrieb" (siehe 8.1.7.7 Maske "Kranbe- trieb" aufrufen, Seite 271) Aufrufen der Maske "Anwahl der Betriebsart" (siehe Maske "Anwahl der Betriebsart") Aufrufen der Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" (Option) (siehe Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" (Option)) Aufrufen der Maske "Joystick-Modi"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Diagnose Abbildung 167: Maske "Hauptmenü" - "Diagnose" Aufrufen der Maske "Funktionsanzeige" (siehe entsprechenden Punkt) Aufrufen der Diagnosemaske "I/O-Anzeige" (siehe 8.1.7.17 Maske "I/O-Anzeige", Seite 322) Aufrufen der Diagnosemaske "CAN-Anzeige" (siehe 8.1.7.18 Mas- ke "CAN-Anzeige", Seite 323) Aufrufen der Diagnosemaske "Load-Sensing-Anzeige" (siehe 8.1.7.19 Maske "Load-Sensing-Anzeige", Seite 324) Aufrufen der Diagnosemaske der Steuerhebel "Joystick-Diagnose"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7 Untermenüs 8.1.7.1 Allgemeines Abbildung 168: Hauptmenü Abbildung 169: Quick Menü Im Folgenden werden die Untermenüs beschrieben, die aus dem "Hauptmenü" ( Abb. 168, Seite 262, Prinzipdarstellung) bzw. dem "Quick Menü" ( Abb. 169, Seite 262, Prinzipdarstellung) aufgerufen werden können.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.2 Untermenüs - grundsätzlicher Aufbau Abbildung 170: Untermenüs 1 Kopfzeile 2 funktionsabhängiger Inhalt der Maske 3 Basiszeile Pos. Symbol Erläuterung Kopfzeile Name der entsprechenden Maske eingetragen funktionsabhängiger Inhalt der Maske Basiszeile Folgende Tasten / Schaltflächen sind in den Untermenüs häufig verwen- det: Taste: Verlassen Durch Betätigen dieser Taste / Schaltfläche kann die Maske verlassen...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.3.1 Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)" - Infobereich Abbildung 172: Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)" Info Krantyp (siehe Erläuterungen zu "Angaben in der Tragfä- higkeitstabelle" in diesem Kapitel) Tabellen Tragfähigkeitstabellensatz 75 entspricht EN 13000 85 entspricht 85 % MTC-Version Anzeige der aktuellen Softwareversion MTC Firmware Anzeige der aktuellen MTC Firmware Version Baunummer...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.3.2 Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)" - Einstellungen Abbildung 173: Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)" Einstellungen Sprache Anwahl der Spracheinstellung Einheiten Anwahl der Einheitendarstellung. Es kann zwischen "Metrisch" und "Feet" gewählt werden. Datum Einstellmöglichkeit für das Datum Uhrzeit Je nach Konfiguration: Anzeige der vom Tacho- graph übernommenen Uhrzeit oder Einstellmög- lichkeit für die Uhrzeit Die Tasten, die sich am unteren Ende der Maske ("Basiszeile") be-...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.4 Maske "Farbprofileinstellungen" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Farbprofileinstel- lungen" aufzurufen. Abbildung 174: Maske "Farbprofileinstellungen" Diese Maske ermöglicht die Einstellung verschiedener Farbprofile: Standard Nacht 8.1.7.5 Maske "Setup" - Teleservice (Option) Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Setup" - Teleser- vice aufzurufen.
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8 Sicherheitseinrichtungen Einstellungen Mobilfunkverbindung Hat der Kran die Option "Teleservice", so ist das eingebaute Modem mit einer SIM-Karte ausgestattet. Solange die SIM-Karte nicht ge- wechselt wird, ist keine Eingabe von Daten nötig. Wird in der Maske "Teleservice" hinter dem Eintrag "Mobile" der Schriftzug "No APN"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Die IMSI-Nummer besteht aus maximal 15 Ziffern. Es müssen hier aber nur die ersten fünf oder sechs Ziffern eingegeben werden. Aus diesem Grund ist die Eingabe der Zeichenzahl eingeschränkt. Die ersten drei Ziffern der IMSI-Nummer stehen für "Mobile Country Code"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.6 Maske "Systemeinstellungen (Erweitert)" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Systemeinstel- lungen (Erweitert)" aufzurufen. Abbildung 176: Maske "Systemeinstellungen (Erweitert)" Diese Maske ermöglicht es Service-Tätigkeiten durchzuführen. Zugang nur für Kundendienst Diese Tasten werden zum Ausführen von Service−Tätigkeiten be- nutzt.
8 Sicherheitseinrichtungen Softwarestand der Eingabe-/ Ausgabeboxen ansehen / Software- Update Abbildung 177: Maske "Systemeinstellungen (Erweitert)" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Software" aufzu- rufen. Abhängig vom Softwarestand besitzt diese Maske eine oder mehrere Seiten. Hat die Maske mehrere Seiten, gibt es Tasten am rechten bzw.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.8 Maske "Anwahl der Betriebsart" 8.1.7.8.1 Allgemeines Abbildung 179: Maske "Anwahl der Betriebsart" Diese Maske erscheint: - nach jedem Neustart, sobald die IC-1 die Startprozedur durchlau- fen hat Abbildung 180: Maske "Anwahl der Betriebsart" aufrufen - wenn in der Maske "Hauptmenü" oder der Maske "Kranbetrieb" (im Quick Menü) die dargestellte Taste betätigt wird.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.8.2 Einzelparameter der Maske "Anwahl der Betriebsart" Abbildung 181: Maske "Anwahl der Betriebsart" In dieser Maske sind die Einzelparameter, die für die Betriebsart / Krankonfiguration relevant sind, anhand von Symbolen aufgelistet. Rechts neben dem Symbol befindet sich das Auswahlfenster zur Pa- rameterauswahl.
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8 Sicherheitseinrichtungen Anzahl der eingescherten Seilstränge Taste "Tabellenansicht" (siehe Maske "Tabellenansicht") Die Taste “Tabellenansicht” erscheint, wenn bei den Auswahlmög- lichkeiten der Abstützung eine “symmetrische Stützbasis” angewählt ist. Taste Simulation "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" (Option) (siehe Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" (Option)) Die Taste Simulation "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" er- scheint, wenn bei den Auswahlmöglichkeiten der Abstützung "Dreh- winkelabhängige Tragfähigkeiten"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.8.3 Wichtige Hinweise zur Maske "Anwahl der Betriebsart" GEFAHR Unfallgefahr! Alle Parameter müssen vom Kranführer so gewählt werden, dass sie dem tatsächlichen Zu- stand des Kranes entsprechen! Dies liegt allein in der Verantwortung des Kranführers! Nur wenn diese Eingabe korrekt durchgeführt wird, kann der Lastmomentbegrenzer dann den Kranbe- trieb zuverlässig überwachen! Nach einem Neustart der Kransteuerung werden die Parameter der...
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8 Sicherheitseinrichtungen Stimmen die dargestellten Angaben nicht mit dem Kranzustand übe- rein, muss die Betriebsart neu eingestellt werden. Gehen Sie zum Einstellen / Abändern der Parameter folgendermaßen vor: Abbildung 183: Maske "Anwahl der Betriebsart" Beginnend am ersten Parameter "Kurzzeichen der Krankonfiguration" über dargestellte Pfeiltaste das zugehörige Pull-down-Menü...
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8 Sicherheitseinrichtungen Weicht der aktuelle Aufbauzustand von den vorherigen Einstellungen ab, wird abhängig von der eingestellten Gegengewichtskonfiguration, die aktuelle Abstützbreite oder die kleinste für die eingestellte Gegen- gewichtskonfiguration vorhandene Abstützbreite voreingestellt. Die voreingestellte Abstützbreite wird dann in roter Schrift dargestellt. Wie weiter vorne beschrieben, müssen Werte in rot vom Benutzer bestä- tigt werden, d.
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 185: Kontrolle der eingegebenen Parameterwerte Nach Beendigung der Übertragung erscheint die Maske "Kranbe- trieb". Dort erscheinen im linken Bereich der obersten Zeile die gera- de angewählten Parameterwerte. GEFAHR Unfallgefahr! Wenn diese Werte nicht mit dem tatsächlichen Kranz- ustand übereinstimmen, ist kein Kranbetrieb zulässig! 8.1.7.8.4 Maske "Tabellenansicht"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Auf den im System hinterlegten Tragfähigkeitstabellen finden Sie fol- gende Angaben: Abbildung 186: Maske "Tabellenansicht" 1 verbolzte Tragfähigkeiten 2 Nr. des Längencodes (LK) 3 Hauptauslegerlänge 4 Scrollbalken 5 Ident.-Nr. der Tragfähigkeitstabelle Pos. Erläuterung verbolzte Tragfähigkeiten Nr. des Längencodes (LK) Hauptauslegerlänge Scrollbalken Ident.-Nr.
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 187: Maske "Tabellenansicht" 1 aktueller Winkelschritt 2 Aufrufen der Maske ”Suche Rüstzustand für Lastfall” 3 Aufrufen der Maske “Längencode LK” Pos. Symbol Erläuterung Anzeige aktueller Winkelschritt bei wippbaren Auslegerverlängerungen wird hier zusätzlich der aktuelle Winkel- schritt (z. B. 40°) angezeigt. Durch Drücken auf diese Taste können dann nacheinander die übrigen Winkel- schritte aufgerufen werden.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 188: Maske "Tabellenansicht" 1 Aufrufen der unverbolzten Tragfähigkeiten 2 Horizontale Tragfähigkeiten 3 Mindesteinscherung 4 Radius Pos. Erläuterung Taste zum Aufrufen der unverbolzten Tragfähigkeiten (nur bei Betriebsart “HA” vorhanden) Siehe Kapitel “Teleskopieren” unter “Tragfähigkeiten in unverbolztem Zustand”. Horizontale Tragfähigkeiten Die Tragfähigkeitstabellen enthalten Werte zum Heben von Lasten in nahezu “horizontaler Hauptauslegerstellung“...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.8.4.2 Maske "Suche Rüstzustand für Lastfall" Durch Betätigen der dargestellten Taste wird die Maske "Suche Rüst- zustand für Lastfall" aufgerufen. Abbildung 189: Eingabemaske "Suche Rüstzustand für Lastfall" Bei bekannter Last und bekanntem Lastradius können mögliche Rüst- zustände zum Heben der Last angezeigt werden. Gehen Sie folgendermaßen vor: Eingabefeld unterhalb von "Last [t/kip]"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 190: Maske "Rüstzustände" Alle gefundenen Rüstzustände werden in das entsprechende Feld (unterer markierter Bereich) eingetragen. Durch Drücken auf die Pfeiltaste wird die gesamte Auswahl geöffnet. Der gewünschte Rüstzustand kann durch Antippen ausgewählt wer- den. Öffnet man die Maske "Anwahl der Betriebsart" wird der ausge- wählte Rustzustand als Vorschlag angezeigt.
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 191: Maske "Rüstzustände" Ein Eintrag wie z. B. HA (0.0m / 0.0m / 0.0°) / 0.0t / 6.98m bedeutet: - Hauptauslegerbetrieb Die Bedeutung aller Kurzzeichen finden Sie unter "Anzeige von ak- tuellen Rüstinformationen". - die Angaben in Klammern sind nur beim Arbeiten mit Zusatzein- richtungen relevant: Klammernwert Bedeutung Länge 1...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.8.4.3 Maske "Längencode LK" Abbildung 192: Maske "Längencode LK" Innerhalb der Maske "Tabellenansicht" kann durch Betätigen der Tas- te "LK" die Maske "Längencode LK" aufgerufen werden. Hier werden - in Abhängigkeit vom aktuell eingestellten Rüstzustand - die mögli- chen Ausfahrzustände des Hauptauslegers mit Angabe von Längen- code (LK), Hauptauslegerlänge, Ausfahrzustand der einzelnen Tele- skope und möglichen Tragfähigkeiten aufgeführt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.9.2.2 Eingabebereich Abbildung 194: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Angewählter Längencode (LK) 2 Anwahl Gegengewicht Pos. Erläuterung Taste / Anzeige: Angewählter Längencode (LK) Bei Berührung erscheint die Maske “Auswahl Längencode (LK)”, zur Auswahl eines anderen Längencodes (LK). Die Beschreibung dieser Maske befindet sich im Kapitel "Teleskopieren". Taste / Anzeige: Anwahl Gegengewicht Bei Berührung öffnet sich ein Pull-down−Menü...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 195: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Stütze vorne rechts 2 Stütze hinten rechts 3 Kransymbol Pos. Erläuterung Taste / Anzeige: Stütze vorne rechts Zur Eingabe des Ausfahrzustandes Die jeweils angewählte Stützbasis wird grün hinterlegt. Der Ausfahrzustand wird als Zahlen- wert unter dem Stützensymbol dargestellt.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 196: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Stütze hinten links 2 Stütze vorne links Pos. Erläuterung Taste / Anzeige: Stütze hinten links Zur Eingabe des Ausfahrzustandes Die jeweils angewählte Stützbasis wird grün hinterlegt. Der Ausfahrzustand wird als Zahlen- wert unter dem Stützensymbol dargestellt. (Stütze am Kransymbol als “B” bezeichnet) Taste / Anzeige: Stütze vorne links Zur Eingabe des Ausfahrzustandes Die jeweils angewählte Stützbasis wird grün hinterlegt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.9.2.3 Ergebnisanzeigebereich Abbildung 197: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Anzeigebereich Pos. Symbol Erläuterung Anzeigebereich Die Farben im Anzeigebereich kennzeichnen die Verteilung der im aktuellen Auf- bauzustandes des Krans möglichen zulässigen Tragfähigkeiten. orange Bereich der zulässigen Tragfähigkeit zwischen 1 t (2.2 kip) und max. Tragfähig- bis grün keit für diesen Kranaufbauzustand unzulässiger Arbeitsbereich: ein Heben von Last in diesem Bereich würde zu...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 199: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Aktueller Lastpunkt Pos. Erläuterung Anzeige: Aktueller Lastpunkt aktueller Lastpunkt zur Anzeige der an diesem Punkt gültigen Maximallast (siehe Anzeige: Maximallast) wird durch Bildschirmberührung angewählt 85421 2020-02-05...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 200: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Balkenanzeige 2 Maximalradius 3 Drehwinkel 4 Lastradius 5 Maximallast Pos. Erläuterung Balkenanzeige Die Balkenanzeige ermöglicht die Zuordnung der möglichen Tragfähigkeiten zu den Farben im Anzeigebereich (1). Anzeige: Maximalradius maximal im eingestellten LK des Hauptauslegers erreichbarer Radius Anzeige: Drehwinkel Drehwinkel des Oberwagens zum Fahrgestell bezüglich des aktuellen Lastpunkts Anzeige: Lastradius...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.9.2.4 Basiszeile Abbildung 201: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" - "Basiszeile" 1 Simulationsberechnung durchführen Pos. Erläuterung Taste: Simulationsberechnung durchführen Alle sonstigen Anzeigen und Tasten, die in der Basiszeile vorkom- men können, sind unter 8.1.6.1.4 Basiszeile, Seite 251 beschrie- ben. 85421 2020-02-05...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.9.3 Simulationsberechnung durchführen Mit Hilfe der Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkei- ten" (siehe Aufbau der Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten") kann eine Simulationsberechnung der möglichen Tragfähigkeiten des Krans durchgeführt werden. Längencode (LK), Gegengewichtskonfiguration und Ausfahrzustand der Stützen des ak- tuellen Aufbauzustandes des Krans werden in dieser Maske als Vor- einstellung übernommen.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 203: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Angewählter Längencode (LK) 2 Anwahl Gegengewicht 3 Stützen Falls die Simulationsberechnung nicht für den aktuellen Aufbau- zustand durchgeführt werden soll, Längencode (LK) (1), Gegen- gewichtskonfiguration (2) und Ausfahrzustände (3) der Stützen anpassen. Die Zuordnung des jeweiligen Stützensymbols zu der Stütze am Fahrgestell ist in "Eingabebereich"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 205: Simulationsmaske "Drehwinkelabhängige Tragfähigkeiten" 1 Anzeigebereich 2 Aktueller Lastpunkt 3 Drehwinkel 4 Lastradius 5 Maximallast Touchscreen im runden Anzeigebereich (1) am gewünschten Lastpunkt (2) − zur Anzeige der Maximaltragfähigkeit an diesem Lastpunkt − berühren. Nach Berührung des Touchscreens wird der maximale Trag- fähigkeitswert (5), der Lastradius (4) und der Drehwinkel (3) zwischen Oberwagen und Fahrgestell am gewünschten Last- punkt angezeigt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.10 Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" (Option) 8.1.7.10.1 Allgemeine Hinweise zu dieser Maske Abbildung 206: Aufrufen der Maske Arbeitsbereichsbegrenzung Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Arbeitsbereichs- begrenzung" aufzurufen. Dort können Arbeitsbereichsbegrenzungen betrachtet, definiert und aktiviert / deaktiviert werden. Wenn die eingeleitete Bewegung in die Nähe einer festgelegten Be- grenzung kommt, wird die Bewegung bis zum Stillstand verlangsamt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.10.2 Aufbau der Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" Abbildung 207: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" 1 aktive Arbeitsbereichsbegren- 2 Höhe des Hauptauslegerkopfes zungen 3 Aktuelle Werte zu Last und Ra- dius Pos. Erläuterung aktive Arbeitsbereichsbegrenzungen Der durch die aktiven Arbeitsbereichsbegrenzungen definierte Arbeitsbereich wird als grüner Bereich dargestellt. Das schwarze Viereck (1) zeigt die aktuelle Position des Haupt- auslegerkopfes an.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 208: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" 1 Drehwinkelbegrenzung 2 Radiusbegrenzung 3 Arbeitsbereichsbegrenzung 4 Höhenbegrenzung durch virtuelle Wand Pos. Erläuterung Drehwinkelbegrenzung (siehe 8.1.7.10.4 Drehwinkelbegrenzung, Seite 302) Radiusbegrenzung (siehe 8.1.7.10.5 Radiusbegrenzung, Seite 303) Arbeitsbereichsbegrenzung durch virtuelle Wand (siehe 8.1.7.10.6 Begrenzung durch eine virtuelle Wand, Seite 304) Höhenbegrenzung (siehe...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.10.3 Vorgehensweise zum Definieren, Aktivieren und Deaktivieren von Arbeits- bereichsbegrenzungen Abbildung 209: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" 1 aktive Arbeitsbereichsbegren- zungen Bei Anwahl der Maske "Arbeitsbereichsbegrenzungen" ist das ge- samte Feld (1) grün dargestellt, wenn keine Arbeitsbereichsbegren- zung aktiviert ist. Vorgehensweise Definieren einer Arbeitsbereichsbegrenzung.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 210: Tasten zum Aktivieren / Deaktivieren der Arbeitsbereichsbegren- zungen Aktivieren / Deaktivieren Arbeitsbereichsbegrenzung. Hierzu mit der entsprechenden Taste die Arbeitsbereichsbegrenzung akti- vieren. Die Taste zum Aktivieren / Deaktivieren ist im entsprech- enden Abschnitt der jeweiligen Arbeitsbereichsbegrenzung be- schrieben.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.10.4 Drehwinkelbegrenzung Abbildung 211: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" - Drehwinkelbegrenzung Aktivieren / Deaktivieren der Drehwinkelbegrenzung (zur optischen Unterscheidung der beiden Zustände "Aktiviert" / "Deaktiviert" siehe 8.1.7.10.3 Vorgehensweise zum Definieren, Ak- tivieren und Deaktivieren von Arbeitsbereichsbegrenzungen, Sei- te 300) Teachen des linken Drehwinkels Dazu gewünschten linken Grenzpunkt anfahren und diese Taste be- tätigen.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.10.5 Radiusbegrenzung Abbildung 212: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" - Radiusbegrenzung Aktivieren / Deaktivieren der max. Radiusbegrenzung (zur optischen Unterscheidung der beiden Zustände "Aktiviert" / "Deaktiviert" siehe 8.1.7.10.3 Vorgehensweise zum Definieren, Ak- tivieren und Deaktivieren von Arbeitsbereichsbegrenzungen, Sei- te 300) Teachen des max. Radius Aktivieren / Deaktivieren der min.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.10.6 Begrenzung durch eine virtuelle Wand Abbildung 213: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" - "Virtuelle Wand" 1 Wandpunkt 1 X / Y Koordinaten Aktivieren / Deaktivieren der Begrenzung durch eine virtuelle Wand (zur optischen Unterscheidung der beiden Zustände "Aktiviert" / "Deaktiviert" siehe 8.1.7.10.3 Vorgehensweise zum Definieren, Ak- tivieren und Deaktivieren von Arbeitsbereichsbegrenzungen, Sei- te 300)
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 214: Maske "Arbeitsbereichsbegrenzung" - "Virtuelle Wand" 1 Wandpunkt 2 X / Y Koordinaten Teachen des 2. Wandpunktes (1) Dazu gewünschten Wandpunkt mit der Unterflasche anfahren und diese Taste betätigen. In der Darstellung erscheint ein blauer Punkt (1). Die Koordinaten dieses Punktes (hier: "+5,00" als Wert der x-Ach- se, "+10,00"...
8 Sicherheitseinrichtungen Umschaltung des zulässigen Arbeitsbereiches Soll die andere Seite der Wand als zulässiger Arbeitsbereich definiert werden, diese Taste betätigen; ihr Aussehen ändert sich, d. h. sie wird grün hinterlegt. Beachten Sie die Beschreibung der Vorgehensweise zum Definie- ren, Aktivieren und Deaktivieren der Arbeitsbereichsbegrenzung un- 8.1.7.10.3 Vorgehensweise zum Definieren, Aktivieren und Deaktivieren von Arbeitsbereichsbegrenzungen, Seite 300.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.11 Maske "Joystick-Modi" / "Steuerhebelbelegung" 8.1.7.11.1 Allgemeines Betätigen Sie in der Maske "Hauptmenü" die dargestellte Taste, um die Maske "Joystick-Modi" aufzurufen. 8.1.7.11.2 Aufbau der Maske "Joystick-Modi" / "Steuerhebelbelegung" Abbildung 217: Aufbau der Maske "Joystick-Modi" 1 Anzeige "aktuelle Belegung der Steuerhebel" Pos.
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 218: Aufbau der Maske "Joystick-Modi" 1 Anzeige "aktuelle Belegung der Steuerhebel" Fortsetzung von Pos. (1) Pos. Symbol Erläuterung "Wippwerk (Hauptausleger)" Hauptausleger wippt auf Hauptausleger wippt ab "Hubwerke" (hier Beispiel Hubwerk 1) Hubwerk wickelt ab Hubwerk wickelt auf 85421 2020-02-05...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.11.3 Anzeige / Änderung der Steuerhebelbelegung Abbildung 220: Aufbau der Maske "Joystick-Modi" 1 Anzeige "aktuelle Belegung der 2 Tasten "Anwahl Belegung der Steuerhebel" Steuerhebel" Bei Position (1) wird an den Achsen der beiden Achsenkreuze jeweils das Symbol der aktuellen Kranbewegung dargestellt. Der zugehörige Modus wird bei (2) an der entsprechenden Taste "grün"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.12 Maske "Parametereinstellungen" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Parameter" auf- zurufen. Abbildung 222: Maske "Parametereinstellungen" In dieser Maske kann für die Kranbewegungen Drehen, Wippen, Hub- werk 1 und Hubwerk 2 die Ausführung der Bewegungsgeschwindig- keit abhängig von der Auslenkung des Steuerhebels gewählt werden. Folgende Profile der Progressivität stehen zur Auswahl: Anzeige Ansteuerung...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.12.1 Profil ändern Abbildung 223: Maske "Parametereinstellungen" Symbol des gewünschten Kranführers betätigen - es wird grün hinterlegt (hier: Kranführer "1"). Zu ändernde Progressivität der Ansteuerung so oft betätigen, bis die gewünschte Progressivität erscheint (siehe Tab. 5, Seite 312 "Parametereinstellungen"). Dargestellte Taste zum Abspeichern der Änderung betätigen.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.13 Maske "Datalogger" (Option) 8.1.7.13.1 Aufruf und Anzeige Der Datalogger speichert relevante Ereignisse der Kransteuerung. Bei dargestellter Anwahltaste "Maske Datalogger" kann eine entspre- chende Anzeige angesehen werden. Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Datalogger" auf- zurufen. Abbildung 224: Maske "Datalogger"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Legende Ereignistabelle Daten Anzeige / Bedeutung Datum Angabe des Datums des Ereignisses Zeit Angabe der Uhrzeit des Ereignisses LMB-Stop 0 = Freigabe 1 = keine Freigabe UE_RT_EU 0 = Rüsttaster 110% (EN 13000) nicht betätigt 1 = Rüsttaster 110% (EN 13000) betätigt UE_LMB 0 = Überbrückungstaster LMB nicht betätigt (EN 13000: Schlüsseltaster Kabinenrück-...
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8 Sicherheitseinrichtungen Daten Anzeige / Bedeutung HA-Winkel Aktueller Hauptauslegerwinkel [0,1°] HA-Kopfwinkel Aktueller Hauptauslegerkopfwinkel [0,1°] HAV-Winkel Aktueller Winkel der Hauptauslegerverlängerung (HAV) [0,1°] HA_Laenge Aktuelle Hauptauslegerlänge [0,1 m] SVE-Laenge Aktuelle Ausfahrlänge des Teleskopierzylinders [mm] SVE-Zustand Aktueller SVE-Zustand 1 = entsichert und verbolzt 12 = Zustandswechsel Sicherung und verbolzt 2 = gesichert und verbolzt 23 = gesichert und Zustandswechsel Verbolzung...
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 226: Maske "Info" In Maske "Datalogger" dargestellte Taste betätigen. Während des Downloads erscheint die Maske "Info": "Kopiere ausgewählte Datei auf den USB−Stick.". Nach erfolgreichem Download verschwindet die Maske "Info" wieder. Abbildung 227: Maske "Info" Tritt ein Fehler bei der Übertragung auf, erscheint die Maske “In- fo”: “Es ist ein Fehler aufgetreten! Die Datei wurde nicht kopiert.”...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 228: Maske "Betriebsstundenzähler" Anzeige Betriebsstunden Drehwerk Anzeige Betriebsstunden Wippwerk Anzeige Betriebsstunden Teleeinheit Anzeige Betriebsstunden Hubwerk 1 Anzeige Betriebsstunden Hubwerk 2 (Option) Anzeige Betriebsstunden des Motors im Oberwagenbetrieb (Option) Die Tasten, die sich am unteren Ende der Maske befinden bzw. auf- treten können, sind unter 8.1.7.2 Untermenüs - grundsätzlicher Aufbau, Seite 263 beschrieben.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.15 Aktivieren / Deaktivieren der Funktionen ”Hydraulischer Notablass” / ”Not- betrieb” (Optionen) Betätigen Sie die dargestellten Tasten, um die Funktionen ”Hydrauli- scher Notablass” bzw. ”Notbetrieb” zu aktivieren / deaktivieren. Alle Angaben zu dieser Option finden Sie in Kapitel “Notbetätigung” und Kapitel “Notbetrieb”.
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8 Sicherheitseinrichtungen Anzeige Teleskopieren Anzeige Wippwerk Anzeige Gegengewicht rüsten Die angewählte Taste bekommt eine grüne Hintergrundfarbe (hier "Oberwagen drehen"). Die Tasten, die sich am unteren Ende der Maske befinden bzw. auf- treten können, sind unter 8.1.7.2 Untermenüs - grundsätzlicher Aufbau, Seite 263 beschrieben. Ausnahmen machen die Tasten / Schaltflächen, die im Folgenden beschrieben sind.
8 Sicherheitseinrichtungen Taste "Wippzylinder vorspannen bei Dollybetrieb" Abbildung 231: Taste "Wippzylinder vorspannen" Wenn der Kran mit Option "Dollybetrieb" ausgestattet ist, befindet sich bei angewählter Kranbewegung "Wippwerk" eine weitere Taste am unteren Ende der Maske. Bedeutung und Gebrauch dieser Taste sind in der Bedienungsanleitung des Kranfahrgestells, Kapitel "Fah- ren", unter "Nachläufer (Option)"...
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 232: Maske "I/O-Anzeige" Die Auswahl des benötigten Elementes erfolgt über die links darge- stellten Tasten. In diesem dargestellten Beispiel ist dies "A0701". Die Tasten, die sich am unteren Ende der Maske befinden bzw. auf- treten können, sind unter 8.1.7.2 Untermenüs - grundsätzlicher Aufbau, Seite 263 beschrieben.
8 Sicherheitseinrichtungen In diesem dargestellten Beispiel ist dies "CAN 1". Statusanzeige Bedeutung operational Farbe "grün", ok Farbe "rot", Teilnehmer nicht not available verfügbar Alle CAN-Teilnehmer, die nicht am Bus aktiv sind, werden mit einem roten Punkt markiert. Dies kann zwei Ursachen haben: - Teilnehmer wie z.
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8 Sicherheitseinrichtungen Es erscheint die Darstellung zur Pumpe P1: Abbildung 234: Maske "Load-Sensing-Anzeige" 1 Symbole der Kranbewegungen 2 Lastdruck 3 Pumpendruck 4 Differenzdruck Pos. Symbol Erläuterung Symbole der Kranbewegungen, die der Pumpe zugeordnet sein können (Teleskopieren, Wippen, Hubwerk 1, Hubwerk 2 (Option)) Lastdruck Pumpendruck Differenzdruck...
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 235: Maske "Load-Sensing-Anzeige" 1 Darstellung der Schieber 2 "Load-Sensing" abgeschaltet 3 "Load-Sensing" Pos. Symbol Erläuterung Symbolische Darstellung der Schieber (“z”) Symbol “Load-Sensing” abgeschaltet Durch Ausschalten des “Load-Sensing“ können z. B. bei einer Fehlersuche die “Load-Sensing“ Elemente weggeschaltet und damit als potentielle Fehlerquel- le ausgeschlossen werden.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.20 Maske "Joystick-Diagnose" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Joystick-Diagno- se" zur Diagnose der Steuerhebel aufzurufen. Abbildung 236: Maske "Joystick-Diagnose" Durch Bewegen der Steuerhebel kann die Funktion geprüft werden. Die Tasten, die sich am unteren Ende der Maske befinden bzw. auf- treten können, sind unter 8.1.7.2 Untermenüs - grundsätzlicher Aufbau, Seite 263 beschrieben.
8 Sicherheitseinrichtungen Inhalt der Maske ”Fehlermeldungen” Hier sind die Fehler mit Fehlercodes und Beschreibungstext aufgelis- tet: Abbildung 237: Maske "Fehlermeldungen" Wenn der Beschreibungstext eines Fehlers zu lang ist, um vollstän- dig dargestellt zu werden, kann durch Antippen der entsprechenden Zeile ein Hilfsfenster aufgerufen werden. Dort wird dann der voll- ständige Text angezeigt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.7.22.2 Maske "Gegengewichtsanzeige" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Gegengewichts- anzeige" aufzurufen. Detaillierte Informationen zu diesem Thema fin- den Sie im Kapitel "Gegengewicht". 85421 2020-02-05...
8 Sicherheitseinrichtungen Das Verlassen der Maske erfolgt über die dargestellte Taste in der Maske "Kranbetrieb". Es erscheint dann die Maske "Kranbetrieb" mit der Teilmaske "Quick Menü". 8.1.7.22.4 Maske "Motoranzeige" Betätigen Sie die dargestellte Taste, um die Maske "Motoranzeige" aufzurufen. Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie in Kapitel "Motor".
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 239: Maske "Tragfähigkeitsradar" 1 Winkelsegment 2 maximal in diesem LK erreichbarer Radius 3 Aktueller Lastpunkt Pos. Symbol Farbe Erläuterung Anzeige: Winkelsegment +/− 25° der aktuellen Oberwagenstellung grün Normalbereich: Auslastung kleiner 90% gelb Vorwarnbereich: Auslastung zwischen 90% und 100% Überlastbereich: Auslastung über 100%;...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.8 Lastkontrolleinrichtung Mit Hilfe des Rechners des Lastmomentbegrenzers ist es möglich, das Gewicht der angehobenen Last (Nettolast) zu kontrollieren. GEFAHR Unfallgefahr! Die Lastkontrolleinrichtung darf nicht zur Gewichtser- mittlung benutzt werden, sondern dient der Kontrolle vorher ermittelter Gewichte von Lasten zur besseren Einschätzung des Lasthubes und Vermeidung even- tueller Gefahrensituationen! Abbildung 242: Anzeige "Maximallast"...
8 Sicherheitseinrichtungen Die Bruttolast beinhaltet - außer dem Lastgewicht - das Gewicht der Hakenflasche und aller Lastaufnahmemittel. Die Nettolast ist die tat- sächliche Last an der Hakenflasche ohne die Lastaufnahmemittel. Anzeigefehler sind möglich wegen äußerer Faktoren, wie z. B. Wind, der auf den Kran und die Last wirkt. 8.1.9 Neigungsanzeige Vor jedem Kranbetrieb muss der Kran abgestützt und waagerecht...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 244: Maske "Stützbasis" (Prinzipdarstellung) Je nach Krantyp und Ausstattung variieren die Anzeigen in der Mas- ke "Stützbasis". In der Maske “Stützbasis” wird für jede der 4 Stützen die aktuelle und die maximal auftretende Kraft (siehe Pfeil in Abb. "Maske Stützbasis") als Zahlenwert und als Anzeigebalken dargestellt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.11 Stützbasisanzeige (abhängig der Kranausführung) Ist der Kran mit einer Stützbasisanzeige ausgerüstet, befindet sich an jeder Stütze eine Längenmesseinrichtung um den Ausfahrzustand der jeweiligen Stütze zu erfassen. Anzeige in Maske ”Stützbasis” Abbildung 245: Maske "Stützbasis" (Prinzipdarstellung) Je nach Krantyp und Ausstattung variieren die Anzeigen in der Mas- ke "Stützbasis".
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8 Sicherheitseinrichtungen GEFAHR Unfallgefahr durch nicht korrekt aufgebaute Abstüt- zung! Bei der Stützbasisanzeige wird nur die Ausfahrpositi- on der Stütze angezeigt. Es wird nicht überwacht, ob die an der Abstützung einzulegenden Bolzen richtig montiert und gegen Herausfallen gesichert sind. Stützen Sie den Kran in der unter “Abstützung” (Be- dienungsanleitung des Kranfahrgestelles) beschrie- benen Weise ab.
8 Sicherheitseinrichtungen Anzeige in Maske ”Anwahl der Betriebsart” Beim Aufrufen der Maske “Anwahl der Betriebsart” wird die gemesse- ne Stützbasis angezeigt. Falls die zuletzt gemachten Einstellungen von den jetzt gemessenen Werten abweichen, wird der Ausfahrzu- stand in roter Schrift dargestellt. Die Auswahl ist entweder zu bestäti- gen oder durch Änderung der Konfiguration anzupassen.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.12 Automatische Gegengewichtserfassung (Option) In der Maske “Anwahl der Betriebsart” (siehe entsprechende Be- schreibung in diesem Kapitel) wird das Gewicht der Gegengewichts- kombination eingegeben. Bei Kranen mit optionaler Gegengewichtserfassung wird hier die er- kannte Gegengewichtskombination als Vorschlag angezeigt. Bei Kranen mit optionalen "Drehwinkelabhängigen Tragfähigkeiten"...
8 Sicherheitseinrichtungen GEFAHR Kippgefahr! Beim Arbeiten mit an der Kransteuerung falsch eingestellter Gegengewichtskombination kann der Kran kippen. Falls die angezeigte vorgeschlagene Gegengewichts- kombination manuell überschrieben wird, vergewis- sern Sie sich davon, dass die tatsächlich angebaute Gegengewichtskombination eingegeben wird. Der Kranfahrer ist für die korrekte Auswahl verant- wortlich.
3 Kurzzeichen der Krankonfiguration 4 Zulässiger Drehbereich 5 Abstützlänge 6 Abstützbreite 7 Gegengewicht Pos. Erläuterung Krantyp; hier: P85400 = AC 300-6 Tragfähigkeiten am Hauptausleger alle Teleskope verbolzt Kurzzeichen der Krankonfiguration (hier: “HA” für Hauptauslegerbetrieb) Die Bedeutung aller Kurzzeichen finden Sie unter 8.1.6.1.1 Anzeige von aktuellen...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 248: Muster Tragfähigkeitstabelle - mittlerer Bereich 1 Hauptauslegerlänge 2 Lastradius bis Mitte Drehkranz 3 Tragfähigkeit (verbolzt) Pos. Erläuterung Hauptauslegerlänge Lastradius bis Mitte Drehkranz Tragfähigkeit (verbolzt) 85421 2020-02-05...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 249: Muster Tragfähigkeitstabelle - unterer Bereich 1 Horizontale Tragfähigkeit 2 Mindesteinscherzahl des Hubseiles 3 Längencode-Nr. (LK) der Ausfahrfolge 4 Ausfahrzustand der Teleskope 5 Einschränkungen / Gefahrenhinweise 6 Ident.-Nr. / Seiten-Nr. der Tragfähigkeitstabelle Pos. Erläuterung Horizontale Tragfähigkeit Mindesteinscherzahl des Hubseiles Längencode-Nr.
8 Sicherheitseinrichtungen Tragfähigkeitstabellen mit Sondertragfähigkeiten Abbildung 250: Muster Tragfähigkeit mit Sondertragfähigkeit 1 Gegengewicht 2 Sondertragfähigkeitswerte 3 Hinweis zu den Sondertragfähigkeiten Pos. Erläuterung Gegengewicht Sondertragfähigkeitswerte Hinweis zu den Sondertragfähigkeiten Sortierung der Tragfähigkeitswerte Die Spalten der Tragfähigkeitswerte in der Tragfähigkeitstabelle sind nach aufsteigendem Längencode (LK) sortiert. Die Spalten der Trag- fähigkeitswerte am Bediengerät der Kransteuerung sind nach steig- ender Hauptauslegerlänge sortiert.
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8 Sicherheitseinrichtungen GEFAHR Kippgefahr durch falsche Interpretation der Tragfä- higkeitswerte! Sind an der Maske "Anwahl der Betriebsart" drehwin- kelabhängige Tragfähigkeiten eingestellt, gelten nur die Berechnungen der Kransteuerung bezüglich der möglichen Tragfähigkeiten bzw. der Abschaltpunkte. Die Angaben der Tragfähigkeitstabellen sind hier un- gültig.
8 Sicherheitseinrichtungen Bei eingestellten "Drehwinkelabhängigen Tragfähigkeiten" in Einsatz- ländern in denen die EN 13000 nicht gültig ist, gibt es folgende Ve- ränderungen gegenüber dem dort üblichen Verhalten: - Die Schlüsseltaster der verschiedenen Überbrückungen funktionie- ren, wie bei der Einstellung "EN 13000" beschrieben. - Die Kranbewegungen bei Überbrückung werden in der Geschwin- digkeit, wie bei der Einstellung "EN 13000"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.16 Hakenhöhe - wiederholtes Anfahren einer abgespeicherten Höhe Diese Option kann zum wiederholten Anfahren einer abgespeicherten Hakenhöhe mit dem Hubwerk 1 (siehe Pfeil) benutzt werden. Dies ist z. B. beim Einheben von Lasten in nicht einsehbare Bereiche auf Ge- bäuden hilfreich.
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 252: Taste Hakenhöhe 1 Taste "Hakenhöhe" 2 Differenz Hakenhöhe / Nullpunkt Werden Hauptauslegerlänge und Hauptauslegerwinkel wieder auf seine bei Berührung der Taste (1) vorhandene Länge bzw. Winkel zu- rückgebracht, wird der Rahmen um die Anzeige (2) wieder grün dar- gestellt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.17.2 Fehlermeldungen werden am Visualisierungsrechner angezeigt Wenn an der Kransteuerung ein Fehler auftritt, erscheint in jeder Maske mit Fehleranzeige eine Taste mit einem entsprechenden Sym- bol. Beispielhaft ist hier die Fehleranzeige in der Maske ”Hauptmenü” dargestellt. Abbildung 253: Maske "Fehlermeldungen" Der Fehler muss unverzüglich identifiziert werden.
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8 Sicherheitseinrichtungen Abhängig vom Status des Fehlers erscheinen unterschiedliche Sym- bole: Es sind neue (noch nicht quittierte) Fehler aufgetreten oder bestehen- de Fehler entfallen oder beides gleichzeitig. Das Symbol blinkt. Es sind alte bereits “quittierte” Fehlermeldungen vorhanden. Betätigen Sie zur Identifikation des Fehlers in der aktuell angezeigten Maske die Taste ”Fehleranzeige”, um die Maske ”Fehlermeldungen”...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.17.3 Verhalten bei sicherheitsrelevanten Fehlern, deren Ursache nicht direkt be- seitigt werden kann Je nach vorhandenem Fehler kann die Last noch mittels Hubwerk ab- gesetzt werden. Der Hauptausleger kann durch Betätigen des entsprechenden Steu- erhebels in Einteleskopierrichtung (abhängig von der eingestellten Steuerhebelbelegung) einteleskopiert werden.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.1.17.5 Verbindungsprobleme Bediengerät der Kransteuerung zur Kransteuerung Abbildung 254: Anzeige Verbindungsproblem Besteht keine Verbindung zwischen dem Bediengerät der Kransteue- rung und den sonstigen Komponenten der Kransteuerung, erscheint die Meldung "Keine Verbindung zur Steuerung! Ohne Verbindung fortfahren zur Diagnose". In diesem Fall an die Service-Abteilung des Kranherstellers wenden.
8 Sicherheitseinrichtungen Pflege, Wartung, Instandsetzung und Entsorgung HINWEIS Beschädigungsgefahr durch mechanische Einflüsse! Der Bildschirm muss vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden! Bildschirm nur mit sauberen Fingern bzw. bei Ausführung mit Kunststoffbildschirm alternativ mit sauberen weichen Handschu- hen berühren. Bildschirm vor Verschmutzung schützen. Bildschirm nicht mit scharfen oder harten Gegenständen wie Kugelschreiber, Schraubendreher, Schneidmesser, etc.
8 Sicherheitseinrichtungen Freigabeschaltung für Kranbewegungen 8.3.1 Allgemeines Der Kranfahrer darf Kranbewegungen nur aus der vorgeschriebenen Arbeitsposition heraus einleiten, durchführen und beenden. Hierdurch soll u. a. verhindert werden, dass beim Ein- und Ausstei- gen aus der Krankabine ungewollte Kranbewegungen eingeleitet wer- den.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.3.3 Betätigen der Freigabetaster Das Drücken sowie Loslassen der Taster bzw. Hinsetzen auf / Auf- stehen vom Kranführersitz darf nur erfolgen, wenn sich die Steuerhe- bel in “Neutralstellung” befinden und/oder die eingeleitete Arbeitsbe- wegung zu Ende geführt ist. Während einer Kranbewegung können die Freigabetaster abwechselnd betätigt werden.
8 Sicherheitseinrichtungen Geschwindigkeiten 8.4.1 Feinabstimmung der Bewegungsgeschwindigkeit Abbildung 256: Steuerhebel Zur Feinabstimmung der Geschwindigkeit verschiedener Bewegun- gen zunächst einen der Wipptaster (siehe Pfeile) kurz betätigen. Auf der rechten Seite des IC-1 Displays erscheint für 5 s die Maske "Pro- zenteinstellung". Abbildung 257: Bewegungsgeschwindigkeit in Prozent Solange die Maske "Prozenteinstellung"...
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 258: Bewegungsgeschwindigkeit in Prozent Die Geschwindigkeiten der folgenden Bewegungen können einge- stellt werden: Oberwagen drehen Hubwerk 1 auf- und abwickeln Hauptausleger auf- und abwippen Hubwerk 2 (Option) auf- und abwickeln WARNUNG Unfallgefahr durch unangemessen schnell ausge- führte Kranbewegungen! Auf eine angemessene Bewegungsgeschwindigkeit achten.
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8 Sicherheitseinrichtungen Belegung der Drucktaster Abbildung 259: Steuerhebel 1 Schnellgang Hubwerk 2 (Option) 2 Schnellgang Hubwerk 1 schalten schalten 3 Schnellgang Wippwerk schalten Für die Bewegungen "Wippwerk ab", "Drehen des Oberwagens" und "Hauptausleger teleskopieren" kann kein Schnellgang zuge- schaltet werden. Abbildung 260: Bewegungsgeschwindigkeiten in Prozent bei Schnellgang Wenn der Schnellgang für eine der genannten Bewegungen zuge- schaltet wird, wird für 5 Sekunden die Maske "Prozenteinstellungen"...
8 Sicherheitseinrichtungen WARNUNG In folgenden Fällen dürfen Sie den Schnellgang nicht einschalten: zum Arbeiten mit Lasten > 30% der Tragfähigkeit mit angebautem Hilfsausleger zum Heben des ganz oder teilweise ausgefahrenen Hauptauslegers GEFAHR Kippgefahr durch Dynamik! Betätigen des Wippwerkes im Schnellgang bei Hauptauslegerbetrieb ohne Last ist nur bis deutlich vor das Erreichen der Abschaltung durch den Last- momentbegrenzer zulässig (maximal bis zur Vorwar-...
8 Sicherheitseinrichtungen Die folgenden Kranbewegungen werden abgeschaltet: - Hubwerke heben - Teleskope ausfahren - Wippwerk senken und Wippwerk heben Dann entweder Hubwerk senken oder Einteleskopieren, um diesen unzulässigen Zustand zu beenden. 8.5.1.2 Hubendschalter überbrücken Die Hubendschalter dürfen nur in Ausnahmefällen (z. B. Auflegen von Hubseilen) überbrückt werden.
8 Sicherheitseinrichtungen Bei der weiteren Beschreibung muss dabei zwischen den Ausführun- gen "EN 13000" ( 8.5.1.3 Ausführung "EN 13000", Seite 363) und "Nicht-EN 13000" ( 8.5.1.4 Ausführung "Nicht-EN 13000", Sei- te 363) unterschieden werden. Ob der Kran mit Steuerungssoftware gemäß EN 13000 ausgestattet ist, kann durch Anwahl der Maske "Systemeinstellungen (Benutzer)"...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.5.2 Senkendschalter 8.5.2.1 Funktion Senkendschalter sind Sicherheitseinrichtungen, die das Abwickeln des Hubseiles abschalten, wenn es bis auf 3 Wicklungen abgewickelt ist. Damit wird ein gegenläufiges Aufwickeln des Seiles verhindert. Es gibt einen Senkendschalter für Hubwerk 1 (SES1) und einen für Hubwerk 2 (SES2).
8 Sicherheitseinrichtungen Elektrische Sicherheitskette 8.6.1 Windmesseinrichtung (Anemometer) und Hindernisfeuer (Option) Der Kran wird entweder mit Windmesseinrichtung (Anemometer) al- lein oder optional mit Windmesseinrichtung (Anemometer) und Hin- dernisfeuer auf einem gemeinsamen Halter ausgeliefert. Einsatz der Windmesseinrichtung GEFAHR Beim Betrieb des Kranes mit unerlaubt hohen Wind- geschwindigkeiten besteht Kippgefahr! Wird kein Anemometerrotor an der Spitze des Haupt- auslegers / Auslegersystems angebaut, kann die Ein-...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.6.1.1 Umgang mit Windmesseinrichtung und Hindernisfeuer (Option) auf verstell- barem Halter Abbildung 261: Windmesseinrichtung auf verstellbarem Halter 1 Hindernisfeuer (Option) 2 Windmesseinrichtung 3 Halteblech 4 Flügelmutter Montage Windmesseinrichtung (2) und Hindernisfeuer (1, Option) am Haupt- auslegerkopf anbauen (falls nicht montiert). Dazu auf der linken Seite des Hauptauslegerkopfes den Halter (3) am Hauptauslegerkopf mit den beiden Flügelmuttern (4) befestigen und elektrisch anschließen, wie es unter "Verteilerkasten am Hauptauslegerkopf anschließen"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Windmesseinrichtung / Hindernisfeuer (Option) von Transport− in Arbeitsstellung bringen Abbildung 262: Verstellung Windmesseinrichtung 1 Haltestange 2 Rastbolzen 3 Halteblech 4 Griffstück 5 Klappstecker 6 Führungs- und Verstellblech Haltestange (1) am Griffstück (4) festhalten und den Klappste- cker (5) entfernen (siehe "A" in Bild oben). Haltestange (1) in der Führung des Führungs- und Verstellblechs (6) hochschieben, bis die Bohrung in der Stange (1) mit der Boh- rung in der Führung fluchtet (siehe "A"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 263: Verstellung Windmesseinrichtung 1 Führungs- und Verstellblech 2 Rastbolzen 3 Halteblech X1 Absteckung Transportstellung X2 Absteckung nicht abgewinkelte X3 Absteckung abgewinkelte HAV Über den am Führungs- und Verstellblech (1) angebauten Rast- bolzen (2) den benötigten Winkel einstellen. Dazu den Rastbol- zen (2) ziehen und in einer der mit “X”...
8 Sicherheitseinrichtungen 8.6.2 Verteilerkasten am Hauptauslegerkopf anschließen Abbildung 264: Verteilerkasten am Hauptauslegerkopf A Steckdose Anemometerrotor A1 Überbrückungsstecker C Steckdose CANBUS C1 CANBUS-Abschlussstecker Belegen Sie bei Hauptauslegerbetrieb die Steckdosen folgenderma- ßen: X550 Steckdose Belegung Stecker des Anemometerrotors und des optionalen Hin- dernisfeuers alternativ: Überbrückungsstecker (A1)
8 Sicherheitseinrichtungen 8.6.3 Einsatz des Hubendschalters 8.6.3.1 Funktionsprinzip Abbildung 265: Übersicht Hubendschaltung (Prinzipdarstellung) 1 Hubendschalter 2 Schaltgewicht 3 Hubseil 4 Unterflasche Der Hubendschalter (1) verhindert, dass die eingescherte Unterfla- sche (4) mit dem Kopf des Hauptauslegers bzw. des Hilfsauslegers kollidiert. Am Hubendschalter (1) ist das Schaltgewicht (2) befestigt. Das Hubseil (3) wird durch das Schaltgewicht (2) geführt.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.6.3.2 Wo befinden sich Hubendschalter Am Kopf des Hauptauslegers befindet sich ein Hubendschalter. Wird der Kran mit einem Hilfsausleger (z.B. Hauptauslegerverlängerung) ausgeliefert, wird ein zusätzlicher Hubendschalter mitgeliefert. Dieser wird am jeweiligen Hilfsausleger eingesetzt. Während des Hubbetriebs mit einem Hilfsausleger ist am Hauptausle- ger in der Regel keine Unterflasche eingeschert.
8 Sicherheitseinrichtungen 8.6.3.3.2 Hubendschalter in Funktionszustand bringen Schaltdraht nach unten ziehen. Gezogenen Schaltdraht seitlich wegziehen. Rückhalter abziehen. Rückhalter hängen lassen. Der Hubendschalter befindet sich nun im funktionsfähigen Zu- stand. 85421 2020-02-05...
8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 267: Rückhalter in Parkposition Je nach Ausführung kann der Rückhalter auf das Gehäuse des elektrischen Schalters in Parkposition aufgesteckt werden. 8.6.3.3.3 Hubendschalter überbrücken (außer Funktion setzen) Schaltdraht seitlich wegziehen. Rückhalter auf das Gehäuse des Hubendschalters aufsetzen. Gezogenen Schaltdraht durch die Längsnut des Rückhalters füh- ren und in senkrechte Position bringen.
8 Sicherheitseinrichtungen Schaltdraht loslassen. Der Schaltdraht wird durch seine aufgebrachte Verdickung am Rückhalter gespannt. Damit ist der Hubendschalter über- brückt, also außer Funktion gesetzt. 8.6.3.4 Schaltgewicht des Hubendschalters Funktionsstellung Wie bei 8.6.3.1 Funktionsprinzip, Seite 370 beschrieben wird das Schaltgewicht des Hubendschalters bei eingeschertem Hubseil am Hubseil montiert (siehe auch Kapitel "Einscherung"...
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8 Sicherheitseinrichtungen Abbildung 268: Hubendschaltergewicht (Prinzipdarstellung) 1 Sicherungsfeder 2 Hubendschaltergewicht Das Hubendschaltergewicht (2) wird über den entsprechenden Lager- zapfen geschoben und durch eine Sicherungsfeder (1) gegen He- rausfallen gesichert. Hierbei muss das Hubendschaltergewicht (2) so gedreht werden, dass die Sicherungsfeder (1) durch die beiden Ring- ösen der Hubendschaltergewichtshälften gesteckt werden kann.
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8 Sicherheitseinrichtungen 85421 2020-02-05...
9 Arbeitshinweise Arbeitshinweise Einsatzplanung / Kontrolle der Sicherheitsmaßnahmen 9.1.1 Allgemeines zu Einsatzplanung / Kontrolle der Sicherheitsmaßnahmen Vor dem Arbeitsbeginn, das heißt, bevor eine Last aufgenommen wird, muss eine detaillierte Einsatzplanung durchgeführt werden. Planung und Betrieb dürfen nur durch erfahrenes und befähigtes Per- sonal durchgeführt werden.
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9 Arbeitshinweise Bei einer symmetrischen Abstützbasis befinden sich alle Stützen im gleichen im Fahrgestellkapitel "Abstützung" beschriebenen Aufbauzu- stand. GEFAHR Kippgefahr durch zu schwere angebaute Gegenge- wichtskombination! Wird versehentlich für die Abstützbasis eine zu schwere Gegengewichtskombination angebaut, besteht Kippge- fahr nach hinten. Der Oberwagen darf dann nicht gedreht werden! Für Krane mit optionalen drehwinkelabhängigen Tragfähigkeiten müs- sen sich alle Stützen in einem Aufbauzustand, wie er im Kapitel “Ab-...
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9 Arbeitshinweise Die in den Tragfähigkeitstabellen angegebenen Lastaufnahmefähig- keiten können nur gehoben werden, wenn alle Vorgaben in den "Hin- weisen zum Kranbetrieb", die mit den Tragfähigkeitstabellen ausge- liefert werden, eingehalten werden. Dazu gehört u. a.: - Kran steht auf horizontal ebenem Boden (±0,5%) - Untergrund muss für die auftretenden Flächenpressungen ausrei- chend tragfähig sein.
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9 Arbeitshinweise Bei der Aufnahme von Lasten in großer Höhe bzw. beim Spulen auf den oberen Seillagen einer Winde mit hohem Seilzug kann es in den darunter liegenden Seillagen zum Einschneiden des auf-/ablaufenden Seiles in den Seilverband und zur Beschädigung des Seiles kommen. Siehe 9.1.6 Aufnahme von Lasten in großer Höhe bzw.
9 Arbeitshinweise 9.1.2 Krantragfähigkeit und Tragfähigkeitstabellen Die Tragfähigkeit eines Fahrzeugkrans in einem bestimmten Rüstzu- stand wird durch verschiedene Einflussfaktoren begrenzt (z. B. kon- struktive Bauteilfestigkeit, Stabilität des Krans als Ganzes). Die zuläs- sige Lastaufnahmefähigkeit in Abhängigkeit des Rüstzustands wird als Kombination der zulässigen Last beim entsprechenden Radius er- fasst.
9 Arbeitshinweise 9.1.3 Umgebungsbedingungen - Die Tragfähigkeit des Untergrundes muss ausreichen, um die ma- ximal auftretenden Stützdrücke aufnehmen zu können. Falls not- wendig, Stützfläche vergrößern, indem die Stützteller mit geeigne- ten Materialien unterbaut werden. Angaben zu den maximal auftretenden Stützdrücken, zur Berech- nung der nötigen Abstützflächen und zum Sicherheitsabstand zu Böschungen und Gruben finden Sie in Kapitel "Abstützung"...
9 Arbeitshinweise GEFAHR Unfallgefahr durch Bauteilüberlastung! Durch Drehen des Krans sicherstellen, dass beide Auslegerseiten etwa gleiche Temperatur aufweisen. - Soll der Kran im aufgerüsteten Zustand verfahren werden, muss die Fahrbahn ausreichend tragfähig und eben sein. Siehe hierzu die Beschreibung zu “Fahren im aufgerüsteten Zustand”. 9.1.4 Kranzustand während des Kraneinsatzes - Kran korrekt abgestützt und waagerecht ausgerichtet.
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9 Arbeitshinweise Der Kran darf nur in Betrieb genommen werden, wenn die Fahrerka- bine (Kranfahrgestell) geschlossen ist (außer beim Verfahren des Kranes aus der Fahrerkabine). Vier Kranbewegungen können gleichzeitig und unabhängig voneinan- der durchgeführt werden. Elektrische Anschlüsse / Elektrische Sicherheitskette Beachten Sie bei Hauptauslegerbetrieb zum korrekten Herstellen der elektrischen Anschlüsse (Schließen der Sicherheitskette) Kapitel “Si- cherheitseinrichtungen"...
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9 Arbeitshinweise Es gibt Tragfähigkeitstabellen, bei denen ein zulässiger Mindestradi- us eingehalten werden muss. Beim Unterschreiten des zulässigen Mindestradius werden die entsprechenden Kranbewegungen abge- schaltet. GEFAHR Rückfallgefahr beim Unterschreiten des zulässigen Mindestradius! Dieser Mindestradius darf nicht unterschritten wer- den! Es gibt eine Tragfähigkeitstabelle, die lediglich einen Kranbetrieb bei 0°...
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9 Arbeitshinweise Abbildung 269: Hauptausleger 1 Unterflasche 2 Wippzylinder HINWEIS Beschädigungsgefahr durch Pendelbewegungen der Unterfla- sche! Befindet sich der Hauptausleger in Steilstellung und wird voll- ständig einteleskopiert, so müssen die Kranbewegungen ent- sprechend vorsichtig und mit geringer Geschwindigkeit durchge- führt werden. Dadurch vermeiden Sie insbesondere Pendelbe- wegungen der Unterflasche (1), die möglicherweise zu Kollisio- nen mit dem Wippzylinder (2) führen könnten.
9 Arbeitshinweise GEFAHR Unfallgefahr bei sich ändernden Umgebungseinflüs- sen! Bei angehängter Last ist es erforderlich, stets reagieren zu können. Antrieb des Kranes nicht ausschalten. Krankabine nicht verlassen. Eine Ausnahme ist lediglich in Notsituationen zulässig. Zur Vermei- dung von Gefahrensituationen kann dann als letzte Möglichkeit die Antriebsquelle (Dieselmotor) über den Schnell-Stopp-Schalter in der Krankabine abgeschaltet werden.
9 Arbeitshinweise Mögliche Abhilfe: - Ist der Seildurchmesser noch innerhalb der zulässigen Toleranz, ist eine sichere Methode das kontrollierte, saubere Aufspulen des Seiles unter einer Vorspannung von 10% des Nennseilzuges (bzw. 2% der Mindestbruchkraft nach Kranpass) pro Strang. Die Ein- scherung muss so gewählt werden, dass das gesamte Seil mit vollständig ausgefahrenem Hauptausleger abgewickelt werden kann.
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9 Arbeitshinweise Übersteigt die während des Kraneinsatzes zu erwartende Windge- schwindigkeit am höchsten Punkt des Auslegers die zulässige Wind- geschwindigkeit, darf der Hub nicht durchgeführt werden. GEFAHR Bruch- oder Kippgefahr beim Arbeiten mit zu hoher Windgeschwindigkeit! Heben Sie die Last nur an, wenn gewährleistet ist, dass während des gesamten Kraneinsatzes die zu- lässige Windgeschwindigkeit nicht überschritten wird.
9 Arbeitshinweise Zur Kontrolle der Windgeschwindigkeit ist der Kran mit einem Wind- messgerät (Anemometer) ausgestattet. Siehe hierzu 9.2.6 Messen der Windgeschwindigkeit, Seite 429. In "Zulässige Höchstwerte der Windgeschwindigkeit bei Montage / Aufrichten des Auslegersystems, Kranbetrieb, Kran außer Betrieb ("Parken")" ist das Verhalten bzgl. Wind vor, während und nach dem Kraneinsatz beschrieben.
9 Arbeitshinweise - für den Kranbetrieb ermittelte eventuell abgesenkte Windge- schwindigkeit in m/s (mph) unter Berücksichtigung von Masse (m), Projektionsfläche (A ) und Windwiderstandsbeiwert (c (siehe 9.2.4.3.1 Berechnung der zulässigen Windgeschwin- digkeit, Seite 401 bzw. 9.2.4.3.2 Windgeschwindigkeitsver- minderungsdiagramm, Seite 404) - aus Windvorhersage ermittelte zu erwartende Windgeschwin- digkeit v am höchsten Punkt des Auslegersystems (siehe...
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9 Arbeitshinweise - Wind von vorne: Der Wind von vorne vermindert nicht die Belas- tung des Hakens, des Hubseils, der Seilrollen und der Hubwinde, da die Last weiterhin mit ihrer Schwerkraft wirkt. Bei Wind von vor- ne wird das Auslegersystem entlastet, da der Wind auf die Wind- angriffsfläche des Auslegers wirkt und somit das Eigengewicht des Auslegers vermindert.
9 Arbeitshinweise 9.2.4 Ermittlung der zulässigen Windgeschwindigkeit für den Kranbetrieb 9.2.4.1 Allgemeines Form und Beschaffenheit der Last und die Hubhöhe wirken sich auf den Kran aus. Beachten sie hierzu und zu den hieraus resultierenden Gefahren den Abschnitt 9.2.3 Windeinwirkung auf den Kran und die Last, Seite 391).
9 Arbeitshinweise 9.2.4.2 Windangaben in Tragfähigkeitstabellen Tragfähigkeitstabellen sind nur bis zu einer bestimmten Windge- schwindigkeit v (z. B. 9,8 m/s; 21.9 mph) gültig (siehe hierzu die An- gaben in den Hinweisen zum Kranbetrieb bzw. in den Tragfähikgeits- tabellen). Bei der Berechnung der Tragfähigkeitswerte wird standardmäßig eine Projektionsfläche (Ap) der gehobenen Last von 1,0 m /t (4.88 ft /kip)
9 Arbeitshinweise 9.2.4.3 Vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der zulässigen Windgeschwindigkeit für den Kranbetrieb Abbildung 272: Berechnungsverfahren 85421 2020-02-05...
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9 Arbeitshinweise In diesem Abschnitt wird ein vereinfachtes Berechnungsverfahren zur Berechnung der zulässigen Windgeschwindigkeit vorgestellt. Die Vor- gehensweise zur Bestimmung der zulässigen Windgeschwindigkeit ist im Bild "Berechnungsverfahren" dargestellt. Dieses Berechnungs- verfahren deckt alle Einzelfälle ab und ist daher als konservativ zu betrachten.
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9 Arbeitshinweise Abbildung 273: Berechnungsverfahren 85421 2020-02-05...
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9 Arbeitshinweise Erläuterungen zum zweiten Verzweigungs- / Entscheidungsele- ment Im Ablaufdiagramm ( Abb. 273, Seite 397) im zweiten Verzwei- gungs- / Entscheidungselement wird die Masse (m) zur Projektions- fläche (A ) ins Verhältnis gesetzt. Der in der Formel genannte Faktor “x” bezieht sich auf das Verhältnis zwischen dem maximalen Strömungswiderstandskoeffizienten 2,4 und dem Standard-Strömungswiderstandskoeffizienten 1,2, der für die Lastannahme herangezogen wird.
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9 Arbeitshinweise Abbildung 274: Berechnungsverfahren 85421 2020-02-05...
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9 Arbeitshinweise zulässige Windgeschwindigkeit v Die zulässige Windgeschwindigkeit (v ) für den Kranbetrieb ist das Minimum der maximalen Windgeschwindigkeit aus der Tragfähig- keitstabelle (v ) und der für den Kranbetrieb ermittelten, evtl. abge- senkten Windgeschwindigkeit (v ) unter Berücksichtigung von Masse (m), Projektionsfläche (A ) und Windwiderstandsbeiwert (c Die Ermittlung der für den Kranbetrieb ermittelten, evtl.
9 Arbeitshinweise Wenn die zulässige Windgeschwindigkeit (v ) erreicht oder über- schritten wird, muss die Last möglichst schnell wieder auf dem Boden aufgesetzt werden. Da es häufig sehr schwierig oder sogar unmöglich ist, eine bereits schwebende Last wieder auf dem Boden abzusetzen, ist es für einen sicheren Hubvorgang äußerst wichtig, dass die während der gesam- ten Dauer der Kranarbeit herrschenden Windbedingungen bereits im Vorfeld bekannt sind.
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9 Arbeitshinweise - metrisch: in m/s mit Masse (m) in metrischen Tonnen (t) und die Projektionsfläche (A ) in Quadratmeter (m Abbildung 276: abgesenkte Windgeschwindigkeit in m/s - imperial: in mph mit Masse (m) in kip und die Projektionsfläche ) in ft Abbildung 277: abgesenkte Windgeschwindigkeit in mph Beispiel 1 Eine Last mit einem Gewicht m von 85 t (187.4 kip) hat einen c...
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9 Arbeitshinweise Ergebnis: Die zulässige Windgeschwindigkeit (v ) für diesen Lastfall bleibt beim Wert 9,8 m/s (21.9 mph) wie in der Tragfähigkeitstabelle ange- geben. Beispiel 2 Eine Last mit einem Gewicht von 50 t (110.2 kip) hat einen c - Wert von 1,3 und eine Projektionsfläche von 77 m (829 ft ).
9 Arbeitshinweise 9.2.4.3.2 Windgeschwindigkeitsverminderungsdiagramm Abbildung 286: Windgeschwindigkeitsverminderungsdiagramm Das Windgeschwindigkeitsverminderungsdiagramm stellt dar, um wieviel die zulässige Windgeschwindigkeit (v ) abhängig vom Ver- hältnis von Windangriffsfläche (A ) zu Hublast (m) herabgesetzt wer- den muss. Multipliziert man die Projektionsfläche (A ) mit dem Wind- widerstandsbeiwert (c ) erhält man die Windangriffsfläche (A Diese Windgeschwindigkeitsverminderungsdiagramme gibt es für je-...
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9 Arbeitshinweise Beispiel 1 Abbildung 287: Diagramm Beispiel 1 Die gestrichelten Linien im Windgeschwindigkeitsverminderungsdia- gramm zeigen das Beispiel 1. Eine Last mit einem Gewicht von 85 t (187.4 kip) hat einen c - Wert von 1,2 und eine Projektionsfläche von 50 m (538 ft ).
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9 Arbeitshinweise Beispiel 2 Abbildung 288: Diagramm Beispiel 2 Die durchgezogenen Linien im Windgeschwindigkeitsverminde- rungsdiagramm zeigen das Beispiel 2. Eine Last mit einem Gewicht von 50 t (110.2 kip) hat einen c -Wert von 1,3 und eine Projektionsfläche von 77 m (829 ft ).
9 Arbeitshinweise 9.2.4.3.3 Tabelle mit typischen Körperformen und dazugehörigen Windwiderstands- beiwerten Widerstandsbeiwert C Körperform Bemerkung 1,1 bis 2,0 0,3 bis 0,4 0,6 bis 1,0 0,8 bis 1,2 0,2 bis 0,3 0,05 bis 0,1 Rotorblätter ca. 1,6 Rotorblätter Tabelle 7: Typische Körperformen und Widerstandsbeiwerten 85421 2020-02-05...
9 Arbeitshinweise 9.2.4.4 Aus Windvorhersage zu erwartende Windgeschwindigkeit am höchsten Punkt des Auslegers ermitteln 9.2.4.4.1 Allgemeines / Vorgehensweise Einen wesentlichen Punkt der Einsatzplanung stellt das Einholen von Informationen zu den zu erwartenden Windverhältnissen während der Einsatzdauer beim zuständigen Wetteramt dar. Es muss beachtet werden, dass z.
9 Arbeitshinweise 9.2.4.4.2 “Beaufort-Skala” Windgeschwindigkeiten werden in der Regel klassifiziert mit der so- genannten ”Beaufort-Skala” in ”bft.”. Dies ist eine Skala von 0 bis 12 nach phänomenologischen Kriterien (durch Beobachtung von Natur- phänomenen). Die Windstärken lassen sich anhand von typischen sichtbaren Auswirkungen und Naturbeobachtungen auf die Land- schaft bestimmen.
9 Arbeitshinweise 9.2.4.4.4 Begriff “Bodenrauigkeit” Hoch über dem Bodenniveau, auf einer Höhe von ca. 1 km (3280 ft), wird der Wind nicht mehr von den Oberflächeneigenschaften des Bo- dens beeinflusst. Die Windgeschwindigkeiten in den unteren Luft- schichten werden durch den Reibungswiderstand des Bodens ver- mindert.
9 Arbeitshinweise In der Windindustrie verweisen Techniker häufig auf Rauigkeitsklas- sen, wenn es darum geht, die Windverhältnisse einer Landschaft zu bewerten. Üblicherweise wird der Wind umso mehr gebremst, je aus- geprägter die Rauigkeit des Bodens ist. Im folgenden befinden sich einige Beispiele zu den Rauigkeitsklas- sen: Rauigkeits- Beschreibung...
9 Arbeitshinweise 9.2.4.4.5.1 Tabelle “Windgeschwindigkeit abhängig von der Höhe über Grund" in m/s Die Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen der Drei-Sekunden- Böengeschwindigkeit v(z) in Abhängigkeit von der mittleren Windge- schwindigkeit ⊽ nach Beaufort-Skala und der Höhe z. Beaufort Grad ⊽ [m/s] 10,1 10,7 13,8...
9 Arbeitshinweise v(z) [m/s]: in der Höhe z wirkende, für die Berechnung maßgebende Geschwindigkeit einer Drei- Sekunden-Windböe ]: in der Höhe z wirkender quasistatischer Staudruck, siehe 9.2.4.4.6 Staudruck abhän- q(z) [N/m gig von der Höhe über Grund, Seite 416 ermittelt aus v(z) 9.2.4.4.5.2 Tabelle “Windgeschwindigkeit abhängig von der Höhe über Grund"...
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9 Arbeitshinweise Windstufen für Kran in Betrieb: 1 leicht ⊽ = 22.6 [mph] => für z = 32.8 [ft] => q(z) = 2.61 [lb 2 normal ⊽ = 32.0 [mph] => für z = 32.8 [ft] => q(z) = 5.22 [lb Obergrenze der Beaufort-Stufe Tabelle 12: Zusammenhang zwischen Drei-Sekunden-Böengeschwindigkeit und Windgeschwindigkeit ⊽...
9 Arbeitshinweise 9.2.4.4.5.3 Beispiel Abbildung 290: Beaufort-Tabelle 1 Windgeschwindigkeit 2 maximale Hubhöhe 3 Drei-Sekunden-Böenwindgeschwindigkeit Sie erhalten (z. B. von der Wetterstation) die Angabe einer Windge- schwindigkeit von 6,2 m/s (13.9 mph) bei 10 m (33 ft) über dem Bo- denniveau, berechnet über 10 Minuten. Dies entspricht laut Beaufort- Tabelle (siehe 9.2.4.4.2 “Beaufort-Skala”, Seite 409) einer Windge- schwindigkeit (1) mit einem Beaufort-Wert von 4.
9 Arbeitshinweise v(z) [m/s]: in der Höhe z wirkende, für die Berechnung maßgebende Geschwindigkeit einer Drei- Sekunden-Windböe ]: in der Höhe z wirkender quasistatischer Staudruck, ermittelt aus v(z) q(z) [N/m 9.2.4.4.6.2 Tabelle “Staudruck abhängig der Höhe über Grund” in mph Beaufort Grad ⊽...
9 Arbeitshinweise ⊽ [mph]: über 10 min gemittelte Windgeschwindigkeit in 32.8 ft Höhe (Obergrenze der Beaufort- Stufe) z [ft]: Höhe über ebenem Boden v(z) [mph]: in der Höhe z wirkende, für die Berechnung maßgebende Geschwindigkeit einer Drei- Sekunden-Windböe q(z) [lb ]: in der Höhe z wirkender quasistatischer Staudruck, ermittelt aus v(z) 9.2.5 Zulässige Höchstwerte der Windgeschwindigkeit...
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9 Arbeitshinweise Kran in Betrieb mit Hauptausleger, Montagespitze, Hauptausle- gerverlängerung (HAV, HAVHY) Die zulässige maximale Windgeschwindigkeit beträgt 9,8 m/s (21.9 mph). 85421 2020-02-05...
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9 Arbeitshinweise Kran in Betrieb mit starrem Hilfsausleger (Varianten SF, F, FHY, LF, LFHY) Für die zulässigen maximalen Windgeschwindigkeiten (Vmax) für den Kranbetrieb mit starrem Hilfsausleger folgende Tabellen beachten. In Abhängigkeit von der Länge des Gesamtsystemes (Länge des Haupt- auslegers (HA) + Länge des starren Hilfsauslegers (SF oder F, FHY oder LF, LFHY)) gelten unterschiedliche Werte.
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9 Arbeitshinweise Kran in Betrieb mit wippbarem Hilfsausleger (Varianten SWIHI, WIHI, LWIHI) Für die zulässigen maximalen Windgeschwindigkeiten (Vmax) für den Kranbetrieb mit wippbarem Hilfsausleger folgende Tabellen beachten. In Abhängigkeit von der Länge des Gesamtsystemes (Länge des Hauptauslegers (HA) + Länge des Adapters (AD) + Länge des wipp- baren Hilfsauslegers (SWIHI oder WIHI oder LWIHI)) gelten unter- schiedliche Werte.
9 Arbeitshinweise Kran in Betrieb LWIHI (m/ft) 45,0 51,0 57,0 63,0 147.6 167.3 187.0 206.7 Vmax (m/s) 19,5 64.0 24,4 80.1 29,4 96.5 34,3 112.5 39,3 129.0 44,2 145.0 49,2 161.4 54,1 177.5 59,1 193.9 9.2.5.3 Zulässige Höchstwerte der Windgeschwindigkeit für Kran außer Betrieb (be- aufsichtigt) Ist der Kran außer Betrieb (beaufsichtigt), kann er in Abhängigkeit von angebauten Zusatzeinrichtungen, Gesamtsystemlänge und...
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9 Arbeitshinweise Konfigurationen: Hauptausleger, Montagespitze, Hauptausleger- verlängerung (HAV, HAVHY) Die zulässige maximale Windgeschwindigkeit beträgt 15 m/s (33.6 mph). Bis zu dieser Windgeschwindigkeit kann der Hauptausle- ger (auch bei angebauter Hauptauslegerverlängerung oder Montage- spitze) − unbelastet − zunächst noch austeleskopiert bleiben. Der Winkel des Hauptauslegers zur Horizontalen muss mindestens 70°...
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9 Arbeitshinweise Dazu folgende Tabellen beachten. In Abhängigkeit von der Länge des Gesamtsystems (Länge des Hauptauslegers (HA) + Länge des Adapters (AD) + Länge des wippbaren Hilfsauslegers (SWIHI oder WIHI oder LWIHI)) gelten unterschiedliche Werte. Adapter (AD) bedeutet in diesem Zusammenhang die Kombination aus Kopfanschlussstück und Wippstützenanschlussstück.
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9 Arbeitshinweise Das Windmessgerät besteht aus zwei Elementen: Abbildung 291: Rotor - dem Rotor (siehe Pfeil), der am Kopf von Hauptausleger oder Hilfsausleger angebaut werden muss. Detaillierte Informationen zum Anbau finden Sie: - bzgl. Hauptauslegerkopf in Kapitel “Sicherheitseinrichtungen” unter “Sicherheitskette” - bzgl.
9 Arbeitshinweise Kameras am Kran (Option) 9.3.1 Allgemeines / Warnhinweise Bei diesem Krantyp können optional vier Kameras zum Einsatz kom- men. Auf einem Monitor in der Krankabine können die Bilder aller vier Kameras gleichzeitig betrachtet werden. GEFAHR Quetschgefahr / Kollisionsgefahr durch Fehlinterpre- tation der dargestellten Bilder! Bestehen Zweifel über die tatsächlichen Platzverhält- nisse der über die Kameras zur Überwachung des Ar-...
9 Arbeitshinweise Abbildung 293: optionale Pendelleuchte (Prinzipdarstellung) Zum Beleuchten der Last von oben dient eine optionale Pendel- leuchte am Hauptauslegerkopf (siehe unter "Pendelleuchte am Hauptauslegerkopf"). 9.3.3 Monitor Kameraüberwachung (Option) 9.3.3.1 Allgemeines Abbildung 294: Monitor Kameraüberwachung Voreingestellte Prioritäten der einzelnen Kameras Priorität Anzeige auf Bild- Kamera...
9 Arbeitshinweise 9.3.3.2 Bedien- und Anzeigeelemente Abbildung 295: Bedien- und Anzeigeelemente (Prinzipdarstellung) Symbol Erläuterungen Mode-Taste - Durch Betätigen der Mode-Taste kann zwischen den einzelnen Darstellungsmodi (Einzelbild, geteiltem Bild, gedrittelten Bild, quadriertem Bild und Timer Modus) um- geschaltet werden. Einzelbildmodus - Mit dieser Taste kann im Einzelbildmodus zwischen den angeschlossenen Kame- ras umgeschaltet werden.
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9 Arbeitshinweise Abbildung 296: Bedien- und Anzeigeelemente (Prinzipdarstellung) Symbol Erläuterungen Auswahltaste "Minus" Auswahltaste "Plus" Tag / Nacht Umschaltung Monitor an /aus Kontrollleuchte 85421 2020-02-05...
9 Arbeitshinweise 9.3.4 Lasthakenkamera 9.3.4.1 Allgemeines Abbildung 297: Lasthakenkamera (Prinzipdarstellung) 1 Display 2 Bedieneinheit 3 Videoempfänger 4 Videosender 5 Lasthakenkamera 6 Pendelleuchte Durch die Lasthakenkamera hat der Kranführer von oben Sicht auf die Last und das unmittelbare Arbeitsumfeld. Um den Lastbereich besser auszuleuchten, kann die Pendelleuchte (6), die in "Pendel- leuchte am Hauptauslegerkopf"...
9 Arbeitshinweise Bei kurzen Austeleskopierlängen des Hauptauslegers, bei denen der Abstand zwischen Videosender und Videoempfänger weniger als 10 m (33 ft) beträgt, kann es aus technischen Gründen zu Stö- rungen des Videobildes kommen. Zum Verfahren des Kranes GEFAHR Lebensgefahr durch Sichtbehinderung! Tod oder ernsthafte Verletzungen können die Folge sein, wenn der Kran trotz Sichtbehinderung verfahren wird.
9 Arbeitshinweise Sobald die Zündung, die Bedieneinheit (2) und das Display (1) in der Krankabine eingeschaltet sind, ist das System der Lasthakenkamera aktiv. Der Lasthaken (Unterflasche) kann am Display (1), nach ent- sprechender Anwahl, überwacht werden. 9.3.4.4 Montage / Demontage der Lasthakenkamera am Hauptauslegerkopf Abbildung 299: Lasthakenkamera am Hauptauslegerkopf (Prinzipdarstellung) 1 Halter 2 Pendelhalterung...
9 Arbeitshinweise Die Lasthakenkamera elektrisch anschließen. Hierzu Anschluss (6) des Anschlusskabels des Senders an der Lasthakenkamera (5) anschließen. GEFAHR Unfallgefahr! Die Lasthakenkamera darf nicht ohne Fallsicherung (Sicherungskette (4)) betrieben werden! Die Demontage wird sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge wie die Montage vorgenommen. Im demontierten Zustand muss die Kamera so transportiert werden, dass der Anschluss des Kamerakabels nicht nass werden kann.
9 Arbeitshinweise Die Bedienung der Lasthakenkamera erfolgt über das dargestellte Bedieneinteil (Prinzipdarstellung). Element Anzeige Funktion Ein- bzw. Ausschalten Brightness Ein- bzw. Ausschalten Bildaufhellung Auto-Focus Aus- bzw. Einschalten des Autofokus AF OFF Funktionstaste in Kombination mit anderen Tasten Manuelles Fokussieren der Motorzoomkamera im Zustand von "AF Focus OFF"...
9 Arbeitshinweise Bei der Ausführung des Bedienteils bei der der Servicemode nicht au- tomatisch beendet wird, müssen gleichzeitig die links dargestellten Tasten zum Verlassen betätigt werden. 9.3.5 Pendelleuchte am Hauptauslegerkopf Abbildung 300: Pendelleuchte am Hauptauslegerkopf (Prinzipdarstellung) 1 Halter 2 Sicherungsfeder 3 Pendelleuchte Montage / Demontage der Pendelleuchte am Hauptauslegerkopf Die Pendelleuchte (3) auf den Halter (1) aufstecken.
9 Arbeitshinweise Abbildung 301: Verteilerkasten "X0550" (Prinzipdarstellung) L Anschluss Die Pendelleuchte am Anschluss (L) am Verteilerkasten "X0550" elektrisch anschließen. Die Demontage wird sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge wie die Montage vorgenommen. Der Anschluss der Pendelleuchte muss mit der dazugehörigen Verschlusskappe verschlossen werden. Im demontierten Zustand muss die Pendelleuchte so transportiert werden, dass der Anschluss des Elektrokabels nicht nass werden kann.
9 Arbeitshinweise Zum Verfahren des Kranes Wenn der Kran mit abgelegtem Hauptausleger und gleichzeitig am Hauptauslegerkopf angebauter Pendelleuchte verfahren wird, besteht eine Sichtbehinderung für den Kranfahrer. GEFAHR Lebensgefahr durch Sichtbehinderung! Tod oder ernsthafte Verletzungen können die Folge sein, wenn der Kran trotz Sichtbehinderung verfahren wird. Die Pendelleuchte zum Verfahren des Kranes entfer- nen.
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9 Arbeitshinweise Umrechnen von Multiplizieren mit inch (in) 0.039 inch (in) 25.4 inch (in) 2.54 inch (in) 0.394 3.281 0.3048 mile 0.621 mile 1.6093 0.155 inch 6.4516 inch sq,ft. (ft 9.2903 x 10 10.746 sq,ft. (ft ft/sec 3.281 ft/sec 0.3048 ft/min 196.86 ft/min...
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9 Arbeitshinweise Umrechnen von Multiplizieren mit gal (US) 3.7854 barrel 0.0063 barrel 158.99 floz 0.0338 floz 29.6 °C °F t°F= 1.8 (t°C) + 32 °F °C t°C= (t°F-32) / 1.8 85421 2020-02-05...
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10 Teleskopieren Teleskopieren 10.1 Allgemeines Inhalt des Kapitels - Teleskopiervorgang, incl. Aufbau und Funktionsprinzip des Haupt- auslegers, soweit dies zum Verständnis des Telekopiervorganges erforderlich ist. - Tragfähigkeiten in unverbolztem Zustand des Hauptauslegers, Te- leskopieren unter Last: Erklärung des Zusammenhanges zwischen Zustand des Hauptauslegers (verbolzt, unverbolzt in Zwischenstel- lung) und zulässige bzw.
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10 Teleskopieren Krane mit am Kopf des Hauptauslegers in Transportstellung an- gebauter Montagespitze VORSICHT Unfallgefahr beim Heben von Lasten mit am Haupt- auslegerkopf eingeschertem Hubseil! Vor dem Austeleskopieren des Hauptauslegers Mon- tagespitze vor den Hauptauslegerkopf in Montage- stellung klappen oder entfernen. Zum Klappen der Montagespitze in Montagestellung siehe Kapitel "Montagespitze".
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10 Teleskopieren 10.2.2 Ausfahrzustände des Hauptauslegers Alle Teleskope können bei 0% / 45% / 90% und 100% ihrer mögli- chen Ausfahrlänge verbolzt werden. Für alle in Tragfähigkeitstabellen benutzte Ausfahrzustände gibt es Längencodes ("LK"). 10.2.3 Funktionsweise des Teleskopiersystems Das Ein- und Austeleskopieren der Teleskope wird über folgende Ele- mente realisiert: - einem Teleskopierzylinder, dessen Zylinderstange hinten am Grundkasten befestigt ist.