Aufbau- und Verwendungsanleitung SUPER 65
Schnellbaugerüst RUX-SUPER 65
2.4 Aufbau der weiteren Gerüstlagen
Montage von Gerüsten ohne voreilendes Geländersystem und ohne PSA:
In diesen Fällen darf nur entsprechend geschultes und im Einzelfall eingewiesenes, höhentaugliches Personal ein-
gesetzt werden. Die, in den Absturz gefährdeten Gerüstbereichen arbeitenden Personen müssen physisch und
psychisch in der Lage sein, die dort erforderlichen Arbeiten auszuführen.
Nutzer des Gerüstes dürfen dieses nicht in Bereichen ohne kollektiven Seitenschutz, bestehend aus
Rückengeländer, Knieholm und Bordbrett, benutzen oder diese Bereiche betreten.
2.4.1 Transport von Gerüstbauteilen
Für Gerüste mit mehr als 8 m Gerüstfeldhöhe (Belaghöhe über Aufstellfläche) müssen beim Auf- und Abbau
Bauaufzüge verwendet werden. Zu den Bauaufzügen zählen auch handbetriebene Seilrollenaufzüge.
Abweichend davon, darf auf Bauaufzüge verzichtet werden, wenn die Gerüstfeldhöhe nicht mehr als 14 m und
die Längenabwicklung des Gerüstes nicht mehr als 10 m beträgt.
In Gerüstfeldern, in denen der Vertikaltransport von Hand durchgeführt wird, müssen Geländer- und Zwischen-
holme vorhanden sein. Bei diesem Handtransport muss auf jeder Gerüstlage mindestens eine Person stehen
(Bild 9c).
2.4.2 Montage der Vertikalrahmen
Die Vertikalrahmen sind, ausgehend von dem Gerüstfeld, in dem der Vertikaltransport durchgeführt wird, zu mon-
tieren. Der Geländerholm ist umittelbar nach dem Stellen der dafür erforderlichen Rahmen zu montieren
2.4.3 Beläge
Der Einbau der RUX-SUPER 65 Systembeläge aus Holz, Aluminium oder Stahl erfolgt nach den Hinweisen im
Abschnitt 2.2.5. Der Belag ist in voller Gerüstbreite zu montieren.
Die Systembeläge sind in der Regel durch die unteren Querriegel der aufeinandergesteckten Vertikalrahmen bzw.
in der obersten Gerüstlage durch die Geländerpfosten mit Traverse, oder Geländerpfosten und Belaghalter oder
Schutzgitterstützen gegen unbeabsichtigtes Abheben gesichert. Bei Verwendung von Außenkonsolen sind in der
obersten Gerüstebene Belaghalter über dem Vertikalrahmen einzubauen. Beläge müssen grundsätzlich gegen
unbeabsichtigtes Abheben und Verschieben gesichert werden. Dies darf im Einzelfall auch durch Festbinden mit
Stricken oder Draht erfolgen.
2.4.4 Verstrebungen
Die Verstrebungen (Vertikaldiagonalen) sind in der äußeren Gerüstebene parallel zur Fassade fortlaufend mit dem
Gerüstaufbau einzubauen. Sie werden über die an den Rahmen außen liegenden Kippstifte befestigt. Bei der
Montage sind die Bemerkungen im Abschnitt 2.2.4 zu beachten. Einem Diagonalenzug sind maximal 5
Gerüstfelder zuzuordnen. Ausführungsbeispiele sind im Abschnitt 2.5 enthalten. Die Neigungsrichtung der
Vertikaldiagonalen kann frei gewählt werden.
Aufbau- und Verwendungsanleitung nur gültig für das original Schnellbaugerüst RUX-SUPER 65 der RUX GmbH, Hagen!
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Stand: Januar 2007
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