Die gesamten Komponenten werden je nach Anwendungsbestimmungen in bestimmten Hard- und Software- Konfigurationen ausgeliefert. Änderungen der Hard- oder Software-Konfiguration, die über die dokumentierten Möglichkeiten hinausgehen, sind unzulässig und bewirken den Haftungsausschluss der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG. Qualifikation des Personals Diese Beschreibung wendet sich ausschließlich an ausgebildetes Fachpersonal der Steuerungs-, Automatisierungs- und Antriebstechnik, das mit den geltenden Normen vertraut ist.
Vorwort Hinweise zur Informationssicherheit Die Produkte der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG (Beckhoff) sind, sofern sie online zu erreichen sind, mit Security-Funktionen ausgestattet, die den sicheren Betrieb von Anlagen, Systemen, Maschinen und Netzwerken unterstützen. Trotz der Security-Funktionen sind die Erstellung, Implementierung und ständige Aktualisierung eines ganzheitlichen Security-Konzepts für den Betrieb notwendig, um die jeweilige Anlage,...
Übersicht Übersicht OPC Unified Architecture (OPC UA) ist die nächste Generation des klassischen OPC‑Standards. Es handelt sich hierbei um ein weltweit standardisiertes Kommunikationsprotokoll, über das Maschinendaten hersteller- und plattformunabhängig ausgetauscht werden können. OPC UA integriert gängige Sicherheitsstandards bereits direkt im Protokoll. Ein weiterer großer Vorteil von OPC UA gegenüber dem klassischen OPC- Standard ist die Unabhängigkeit vom COM/DCOM-System.
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Übersicht Für einen schnellen Einstieg in das Produkt empfehlen wir unsere Kapitel Installation [} 10] und Quick Start [} 13]. Bitte beachten Sie auch die Systemvoraussetzungen [} 10] zu diesem Produkt. TS6100 Version: 1.0...
Installation Installation Systemvoraussetzungen Für die Installation und den Betrieb dieses Produkts gelten die folgenden Systemvoraussetzungen. Hierbei ist zwischen dem Standalone- und Visual Studio Konfigurator zu unterscheiden. Visual Studio Konfigurator Technische Daten Beschreibung Betriebssystem Windows 10 (>=21H2) Windows Server 2022 Zielplattformen PC-Architektur (x86, x64) .NET Framework 4.8.1...
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Setup Wenn Sie TwinCAT 3.1 Build 4024 auf dem Betriebssystem Microsoft Windows verwenden, können Sie diese Function über ein Setup-Paket installieren, welches Sie auf der Beckhoff Webseite unter https:// www.beckhoff.com/download herunterladen können. Die Installation kann hierbei sowohl auf Engineering- als auch Runtime-Seite erfolgen, je nachdem, auf welchem System Sie die Function benötigen.
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Installation HINWEIS Unvorbereiteter TwinCAT-Neustart kann Datenverlust erzeugen Die Installation dieser Function hat unter Umständen einen TwinCAT-Neustart zur Folge. Stellen Sie sicher, dass keine kritischen TwinCAT-Applikationen auf dem System laufen oder fahren Sie diese zunächst geordnet herunter. Version: 1.0 TS6100...
Technische Einführung Technische Einführung Quick Start Das folgende Kapitel ermöglicht einen schnellen Einstieg in den TwinCAT OPC UA Configurator. In dieser Anleitung wird der Standalone Configurator verwendet, um eine Verbindung mit dem lokal installierten TwinCAT OPC UA Server herzustellen und diesen zu konfigurieren. Als Voraussetzung müssen beide Produkte installiert worden sein –...
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Technische Einführung Liste mit allen Server-Endpunkten zu erhalten. Wählen Sie den Endpunkt „Basic256Sha256 – SignAndEncrypt“ aus. 2. Klicken Sie anschließend auf Add, um den Server hinzuzufügen. Sollten Sie einen Warnhinweis bzgl. der Unterschiede in der ServerURL erhalten, bestätigen Sie diesen Hinweis mit Yes. Version: 1.0 TS6100...
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Technische Einführung ð Der TwinCAT OPC UA Server wurde nun zum Auswahldialog hinzugefügt. Je nach Betriebsumgebung sind nun weitere Einstellungen für die Verbindungsparameter notwendig, z.B. Benutzername/Password für den Zugriff auf den Server. In diesem Beispiel gehen wir jedoch davon aus, dass sowohl der TwinCAT OPC UA Server als auch der TwinCAT OPC UA Configurator erstmalig auf diesem System in Betrieb genommen wurden.
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Technische Einführung 1. Klicken Sie in der Toolbar auf Connect. Falls Sie einen Warnhinweis bzgl. einer abweichenden Server URL erhalten, bestätigen Sie diesen Dialog bitte mit Ok. 2. Da wir in diesem Tutorial von einer Neuinstallation ausgehen, d.h. sowohl der TwinCAT OPC UA Server als auch TwinCAT OPC UA Configurator werden erstmalig in Betrieb genommen, erkennt der Konfigurator nun, dass es sich bei dem Server um einen un-initialisierten Server im Auslieferungszustand handelt.
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Technische Einführung 4. Über die Toolbar können Sie nun erneut eine Verbindung zum Server herstellen. Der für die Initialisierung verwendete Benutzer wurde automatisch im Verbindungsprofil hinterlegt. Lediglich das Password muss bei einer Verbindung neu eingegeben werden. ð Der Connection State wechselt nun zu „Connected“ (grün) und Sie sind mit dem Server verbunden. 5.
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Technische Einführung 1. Über das Kontextmenü fügen wir nun ein weiteres Data Access-Gerät hinzu. 2. In den Geräteeigenschaften setzen wir die Parameter für Name, AmsNetId, AdsPort und SymbolFile auf die unten gezeigten Einstellungen und speichern diese Einstellungen über den Ok-Button. ð...
Technische Einführung Sie haben erfolgreich den TwinCAT OPC UA Configurator verwendet, um eine Konfigurationsänderung am TwinCAT OPC UA Server vorzunehmen. In diesem Beispiel haben wir ein zusätzliches Data Access Gerät zum Server hinzugefügt. Bei dem zusätzlichen Gerät handelt es sich um die zweite SPS Runtime auf dem lokalen System.
Zertifikatsdateien, welche zum Aufbau einer gesicherten Kommunikationsverbindung verwendet werden, werden in folgendem Verzeichnis abgelegt. Hierbei gibt es eine Unterscheidung zwischen Standalone und Visual Studio Konfigurator. %ProgramData%\Beckhoff\TF6100-OPC-UA\TcOpcUaConfigurator\PKI %ProgramData%\Beckhoff\TF6100-OPC-UA\TcOpcUaConfiguratorVs\PKI Konfigurationsdateien Sowohl der Standalone als auch der Visual Studio Konfigurator verwenden Konfigurationsdateien, z.B. für den Serverauswahldialog.
Technische Einführung 4.3.2 Neues Projekt anlegen Das Projektpaket vom OPC‑UA‑Konfigurator bindet sich in das sogenannte Connectivity-Paket ein. Sie können dieses beim Anlegen eines neuen Visual‑Studio‑Projekts auswählen. Projektvorlage „TwinCAT Connectivity Project“: Projektvorlage „TwinCAT OPC-UA Server Project”: Voraussetzungen Produkte Setup-Versionen Zielplattform TF6100 4.x.x IPC oder CX (x86, x64, ARM) 4.3.3...
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Technische Einführung 1. Fügen Sie zunächst die entsprechende Toolbar zu Ihrer Visual Studio Oberfläche hinzu. 2. Anschließend fügen Sie über den Eintrag Edit Serverlist in der DropDownBox der Toolbar eine oder mehrere Serververbindungen hinzu. Version: 1.0 TS6100...
Technische Einführung 3. Im Dialog Endpoint configuration nehmen Sie hierbei alle Einstellungen für die Verbindung mit dem Server vor, insbesondere die Server URL, die Auswahl eines vom Server angebotenen Endpunkts und optional auch das IdentityToken (z. B. Username/Password), mit dem sich der Konfigurator mit dem Server verbinden soll.
Technische Einführung 4.3.5 ADS-Geräte hinzufügen DerOPC UA Server kann mit einem oder mehreren ADS-Geräten „sprechen“. Zur Herstellung einer Verbindung ist eine Route zu dem jeweiligen ADS-Gerät erforderlich. Im OPC-UA-Konfigurator werden ADS- Geräte in der Facette Data Access angelegt, konfiguriert und somit dem OPC UA Server bekannt gegeben. 1.
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Technische Einführung 3. Die Verbindungsparameter können Sie bei Bedarf nachträglich über das Eigenschaftenfenster von Visual Studio modifizieren. Symboldatei auswählen Auf dem ausgewählten Zielgerät vorhandene Symboldateien können direkt eingelesen werden. Die Symboldateien können dabei entweder im TwinCAT‑Bootverzeichnis oder im Symbolverzeichnis des OPC UA Servers hinterlegt sein.
Technische Einführung Voraussetzungen Produkte Setup-Versionen Zielplattform TF6100 4.x.x IPC oder CX (x86, x64, ARM) 4.3.6 Konfiguration lesen und schreiben Über den Konfigurator können Sie sowohl den Download/Upload von kompletten Server-Konfigurationen anstoßen als auch jede einzelne Facette (Data Access, Historical Access, etc.) einzeln auf ein Zielgerät aufspielen bzw.
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Technische Einführung Teilkonfiguration öffnen Über den Befehl Read Configuration from Target im Kontextmenü einer bestimmten Facette der Konfiguration öffnen Sie die Teilkonfiguration vom selektierten Zielgerät. Siehe auch: Verbinden mit einem Server [} 21] Teilkonfiguration herunterladen Über den Befehl Write Configuration to Target im Kontextmenü einer bestimmten Facette der Konfiguration laden Sie die Teilkonfiguration auf das selektierte Zielgerät herunter.
Technische Einführung 4.3.7 Konfigurationsdateien importieren und exportieren Die Befehle des Kontextmenüs ermöglichen den Import/Export von Konfigurationsdateien des OPC UA Servers. Teilkonfiguration importieren Über den Befehl Import UA Configuration im Kontextmenü einer bestimmten Facette der Konfiguration importieren Sie die Teilkonfiguration (z. B. Historical Access) aus einer XML-Konfigurationsdatei. Teilkonfiguration exportieren Über den Befehl Export UA Configuration im Kontextmenü...
Technische Einführung 4.3.8 Historical Access konfigurieren Zur Konfiguration von Historical Access müssen zunächst die History Adapter eingerichtet werden. Hierbei handelt es sich um die unterschiedlichen Speicherorte für die historischen Daten, z. B. RAM, Datei, SQL Server. History Adapter fügen Sie der Konfiguration über den Kontextmenübefehl Add new History Adapter hinzu. Je nach Adaptertyp müssen Sie weitere Parameter spezifizieren, z. B.
Technische Einführung Nachdem Sie einen History Adapter angelegt haben, fügen Sie dem Adapter die gewünschten Variablen hinzu. Die Variablen müssen zum Zeitpunkt des Engineerings bereits auf dem selektierten OPC UA Server vorliegen. Zur Selektion der Variablen können Sie den integrierten OPC UA Target Browser verwenden und die Variablen aus dem Target Browser per Drag-and-drop zum History Adapter hinzufügen.
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Technische Einführung Condition Controller fügen Sie der Konfiguration über den Kontextmenübefehl Add New Condition Controller hinzu. Nachdem Sie einen Condition Controller angelegt haben, fügen Sie dem Controller die gewünschten Variablen hinzu und überwachen sie im Sinne des Alarms and Conditions. Für jede Variable wird hierbei eine Condition angelegt, welche die Parameter für die Überwachung spezifiziert.
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Technische Einführung Je nach ausgewähltem Condition-Typ spezifizieren Sie zusätzliche Parameter im Eigenschaftenfenster der Condition. Die Schwellenwerte für den jeweiligen Condition‑Typ werden als einzelne Einträge in der Baumansicht der Konfiguration angezeigt. Auch hier konfigurieren Sie die entsprechenden Parameter im Eigenschaftenfenster. Anschließend müssen Sie die Alarmtexte definieren, die beim Triggern einer Condition an den OPC UA Client versendet werden sollen.
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Technische Einführung Alarmtyp OffNormal Bei einem Alarmtyp OffNormal definieren Sie, welcher Zustand einer Boolean-Variablen als Normal gewertet wird. Wenn der Variablenwert hiervon abweicht, wird ein Alarm ausgelöst. Für das Arbeiten mit Wertebereichen (bspw. Integer- oder Double-Variablen) muss die SPS verwendet werden. Dort wird dann je nach Wert ein entsprechender TRUE oder FALSE-Zustand an den OPC UA-Server weitergegeben.
Technische Einführung Im ersten Schritt werden - wie oben beschrieben - die verschiedenen Schwellwerte konfiguriert. Anschließend definiert der Benutzer für den jeweiligen Zustand (HighHigh, High, Normal, Low, LowLow) einen Alarm-Text über die Resources. Das geschieht entweder per Drag-and-drop oder per Auswahl in der Dropdown-Liste Resource ID.
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Technische Einführung Über den Befehl Add new Language Item im Kontextmenü eines Resource Items fügen Sie diesem neue Sprachelemente (Language Items) hinzu. TS6100 Version: 1.0...
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Technische Einführung Im Eigenschaftenfenster können Sie ein Sprachelement weiter parametrieren, z. B. den Sprachtext und die zugeordnete Sprache. Wenn Sie die Sprache festlegen, wird automatisch die zugehörige LocaleID gesetzt. Die LocaleID wird vom OPC UA Client angefordert, um anzugeben, in welcher Sprache er Alarmtexte erwartet.
Technische Einführung 4.3.11 Endpunkte konfigurieren Die Endpunkte des OPC UA Servers geben an, welche Security-Mechanismen bei der Verbindungsherstellung eines Clients benutzt werden sollen. Diese reichen von „unverschlüsselt“ bis zu „verschlüsselt und signiert“, basierend auf verschiedenen Schlüsselstärken. Die Endpunkte können Sie über den Konfigurator aktivieren und deaktivieren. Es kann z. B. sinnvoll sein, den unverschlüsselten Endpunkt zu deaktivieren, damit sich alle Clients nur mit gültigem und als vertrauenswürdig eingestuftem Zertifikat verbinden können.
Technische Einführung Nachdem ein OPC UA Client zum ersten Mal versucht hat, sich mit einem sicheren Endpunkt des Servers zu verbinden, wird das Client-Zertifikat auf dem Server hinterlegt und als „rejected“ deklariert. Anschließend kann der Server-Administrator das Zertifikat freischalten. Ein anschließender Verbindungsversuch des Clients mit einem gesicherten Endpunkt wird dann erfolgreich sein.
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Technische Einführung Konfiguration Die Konfiguration der Berechtigungen erfolgt auf Basis einer XML-basierten Konfigurationsdatei (TcUaSecurityConfig.xml), die in demselben Verzeichnis wie der Server liegt. Die Konfigurationsdatei besteht aus den drei Bereichen Benutzer (Users), Gruppen (Groups) und AccessInfos. Benutzer (Users) Im Bereich Users können Sie Benutzerkonten konfigurieren, die vom OPC UA Server als Login akzeptiert werden sollen.
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Technische Einführung AccessInfos Wenn eine feingranulare Einstellung von Berechtigungen auf Node-Ebene erfolgen soll, können Sie zusätzlich AccessInfos konfigurieren, welche die Zugriffsberechtigungen auf Nodes spezifizieren. Zugriffsrechte können hierbei auf Unterelemente vererbt werden. Obwohl AccessInfos die feingranularste Konfigurationsmöglichkeit von Berechtigungen ermöglichen, wird eine solche Konfiguration auch schnell unübersichtlich.
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Technische Einführung Zugriffbeschränkungen Der Zugriff auf den Server soll für Clients wie folgt eingeschränkt werden: • Anonymous Zugriff soll deaktiviert werden. • Es soll einen Benutzer „Administrator“ geben, der Vollzugriff auf den kompletten Server hat. • Es soll einen Benutzer „User1“ geben, der ausschließlich Lesezugriff auf MAIN.Instance1 hat. Der Benutzer soll hierbei nicht aus dem Betriebssystem kommen, sondern nur intern im Server verwendet werden.
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Technische Einführung Einstellungen für den Benutzer „Administrator“: Einstellungen für den Benutzer „User1“: Einstellungen für den Benutzer „User2“: Version: 1.0 TS6100...
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Technische Einführung Einstellungen für die Gruppe „Users“: Die Benutzergruppe wird sowohl mit grundlegendem Zugriff auf benötigte Server- und Typsystem- Namensräume ausgestattet als auch mit Read- und Browse-Berechtigungen auf den PLC1-Namensraum. Ergebnis Nach Aktivierung der Konfiguration stellt sich der Namensraum des Servers für „User1“ nach einem Verbindungsaufbau wie folgt dar: Version: 1.0 TS6100...
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Technische Einführung Auf die Node „Instance1“ hat der Benutzer nur Leserechte, was durch das Attribut UserAccessLevel deutlich wird: Der Benutzer „Administrator“ hingegen hat volle Zugriffsrechte auf alle Elemente des Namensraums: TS6100 Version: 1.0...
Technische Einführung 4.3.14 Server neu starten Der OPC‑UA‑Konfigurator ermöglicht das Triggern eines Neustarts des OPC UA Server. Dies kann lokal oder remote erfolgen und bezieht sich auf das jeweils selektierte Zielgerät. Verbindungsverlust Ein Neustart des OPC UA Server führt immer zu einem Verbindungsverlust aller verbundenen Clients.
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Last wird jedoch auch auf der Serverapplikation verursacht, wodurch sich das Timingverhalten entsprechend ändert. Bitte aktivieren Sie daher das Logging nur im Diagnosefall und in Absprache mit dem Beckhoff Support. Activate App Trace In den meisten Fällen ist es ausreichend ein sogenanntes „AppTrace“ zu erstellen. Hierbei werden Informationen der Serverapplikation protokolliert.
Technische Einführung Siehe auch: Auswahl eines Zielgeräts [} 21] Standalone 4.4.1 Übersicht Der Standalone-Konfigurator ermöglicht eine Parametrisierung des TwinCAT OPC UA Servers unabhängig vom Visual Studio. Sie können alle unterschiedlichen Features des Servers konfigurieren. 4.4.2 Verbinden mit einem Server Der OPC‑UA‑Konfigurator ermöglicht die vollständige Parametrierung des Servers über OPC UA. Ähnlich wie im TwinCAT‑XAE‑System können Sie über die Symbolleiste einen OPC-UA-Server auswählen, mit dem Sie sich verbinden wollen.
Technische Einführung Durch Eingabe einer ServerURL und Aufruf des Get Endpoints-Buttons kann eine Server-Verbindung zur Liste hinzugefügt werden. Etwaige Einstellungen zum IdentityToken, z. B., ob sich der Konfigurator als Anonymous-Benutzer oder mit einer Benutzername/Password-Kombination verbinden soll, müssen manuell eingestellt werden. Bestätigen einer Konfiguration Bitte bestätigen Sie Änderungen an den Einträgen immer mit der ENTER-Taste, da sie nur dann im Hintergrund automatisch gespeichert werden.
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Technische Einführung Im anschließenden Dialog setzen Sie die Geräte-spezifischen Parameter. Auswählen einer AMS NetID Zur Auswahl einer AMS NetID können entweder die ADS-Teilnehmer vom lokalen System oder dem verbundenen TwinCAT OPC UA Server selektiert werden. Als ADS-Teilnehmer wird hierbei ein System bezeichnet, welches eine ADS-Route zu dem lokalen oder Server-System besitzt.
Technische Einführung Auswählen einer Symboldatei Die Auswahl einer Symboldatei erfolgt immer vom lokalen System aus. Die Symboldatei kann jedoch über den Upload-Button auf den verbundenen TwinCAT OPC UA Server hochgeladen werden. Die Symboldatei wird dabei in dem Unterordner „symbolfiles“ des TwinCAT OPC UA Server-Basisverzeichnisses abgelegt und automatisch über einen Platzhalter in der Konfigurationsdatei referenziert.
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Technische Einführung Anschliessend kann eine History Node über die AdapterID mit dem jeweiligen History Adapter verknüpft werden. Durch einen Doppelklick auf die History Node gelangen Sie in den entsprechenden Konfigurationsdialog. Version: 1.0 TS6100...
Technische Einführung 4.4.7 Alarms and Conditions konfigurieren Über die Registerkarte Alarms & Conditions können Sie die entsprechende Konfiguration vornehmen und sowohl die Condition Controller als auch die Conditions konfigurieren. Ein Condition Controller ist hierbei eine Verwaltungseinheit zur Organisation der einzelnen Conditions. Eine Condition hingegen spiegelt eine Variable wider welche im Sinne von Alarms &...
Technische Einführung Die bei Selektion des jeweiligen AlarmTypes zu konfigurierenden Alarmtexte lassen sich über die entsprechenden DropDown-Boxes auswählen. Bitte beachten Sie, dass die Alarmtexte hierbei schon vorhanden sein müssen. In dem Kapitel Alarmtexte konfigurieren [} 54] erfahren Sie mehr zu diesem Thema.
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Technische Einführung 1. Über das Kontextmenü fügen Sie eine neue Alarmtextdatei hinzu. Diese Dateien sind nach der jeweiligen Sprache gruppiert, für welche die Alarmtexte definiert werden. TS6100 Version: 1.0...
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Technische Einführung 2. Über den Paste from clipboard-Button werden ID und Text aus einer Excel-Tabelle übernommen, indem sie von dort zuerst in die Zwischenablage kopiert (STRG+C) und dann über den Button importiert werden. ð Nach der Konfiguration der Sprachdateien können Sie die Alarmtexte an einer Condition verwenden. Version: 1.0 TS6100...
Technische Einführung Über die Detected languages-Felder können Sie schnell überprüfen, ob Sie die selektierte AlarmtextID auch für alle Sprachen definiert haben, oder ob eventuell eine Sprache vergessen wurde. 4.4.9 Endpunkte konfigurieren Die Endpunkte des OPC UA Servers geben an, welche Security-Mechanismen bei der Verbindungsherstellung eines Clients benutzt werden sollen.
Technische Einführung 4.4.10 Vertrauensstellung für Zertifikate Über die Registerkarte Online Panel und den dortigen Bereich Certificates lassen sich die Vertrauensstellungen für Clientzertifikate auf dem TwinCAT OPC UA Server konfigurieren. Durch Selektion eines Clientzertifikats in dem jeweiligen TrustStore (Rejected/Accepted) lassen sich Zertifikatsdetails anzeigen und dieses zwischen den TrustStores verschieben.
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Technische Einführung • Zugriffsrechte für Gruppen auf einzelne Nodes Benutzer und Gruppen Zur Konfiguration von Zugriffsrechten müssen zunächst einmal Benutzer und Benutzergruppen erstellt werden. Im Auslieferungszustand des Servers sind bereits einige Gruppen vordefiniert. Über das Kontextmenü lassen sich neue Benutzer oder Gruppen zur Konfiguration hinzufügen. Ein Benutzer kann hierbei entweder der Anonymous-Benutzer, ein Betriebssystembenutzer oder ein Serverbenutzer sein.
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Technische Einführung Zugriffsrechte auf einzelne Nodes Über die Registerkarte Node permissions lassen sich Zugriffsrechte auf einzelne Nodes und deren Kindelemente definieren. Sie können die Nodes hierbei manuell über das Kontextmenü konfigurieren oder sie per Drag&Drop aus dem Target Browser zur Konfiguration hinzufügen, sofern Sie mit einem Server verbunden sind.
Technische Einführung Über den Parameter Depth können Sie einstellen, ob die Berechtigungen auf Kindelemente vererbt werden sollen. Der Wert „-1“ gibt hierbei an, dass alle Kindelemente die Berechtigungen vererbt bekommen sollen. 4.4.12 Server neu starten Über das Server-Menü lässt sich ein TwinCAT OPC UA Server neu starten. Üblicherweise möchten Sie den gerade über OPC UA verbundenen Server neu starten.
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Last wird jedoch auch auf der Serverapplikation verursacht, wodurch sich das Timingverhalten entsprechend ändert. Bitte aktivieren Sie daher das Logging nur im Diagnosefall und in Absprache mit dem Beckhoff Support. Activate App Trace In den meisten Fällen ist es ausreichend ein sogenanntes „AppTrace“ zu erstellen. Hierbei werden Informationen der Serverapplikation protokolliert.
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Anhang HRESULT Name Beschreibung 0x500 1280 0x98110500 ROUTERERR_NOLOCKEDMEMORY Lockierter Speicher kann nicht zugewiesen werden. 0x501 1281 0x98110501 ROUTERERR_RESIZEMEMORY Die Größe des Routerspeichers konnte nicht geändert werden. 0x502 1282 0x98110502 ROUTERERR_MAILBOXFULL Das Postfach hat die maximale Anzahl der möglichen Meldungen erreicht. 0x503 1283 0x98110503...
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Anhang HRESULT Name Beschreibung 0x700 1792 0x98110700 ADSERR_DEVICE_ERROR Allgemeiner Gerätefehler. 0x701 1793 0x98110701 ADSERR_DEVICE_SRVNOTSUPP Service wird vom Server nicht unterstützt. 0x702 1794 0x98110702 ADSERR_DEVICE_INVALIDGRP Ungültige Index-Gruppe. 0x703 1795 0x98110703 ADSERR_DEVICE_INVALIDOFFSET Ungültiger Index-Offset. 0x704 1796 0x98110704 ADSERR_DEVICE_INVALIDACCESS Lesen oder Schreiben nicht gestattet. 0x705 1797 0x98110705...
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Anhang HRESULT Name Beschreibung 0x736 1846 0x98110736 ADSERR_DEVICE_LICENSEPLATFORM Ungültiger Plattform Level. 0x737 1847 0x98110737 ADSERR_DEVICE_FORWARD_PL Kontext – Weiterleitung zum Passiv-Level. 0x738 1848 0x98110738 ADSERR_DEVICE_FORWARD_DL Kontext – Weiterleitung zum Dispatch-Level. 0x739 1849 0x98110739 ADSERR_DEVICE_FORWARD_RT Kontext – Weiterleitung zur Echtzeit. 0x740 1856 0x98110740 ADSERR_CLIENT_ERROR Clientfehler.
Die Downloads sind in verschiedenen Formaten erhältlich. Beckhoff Niederlassungen und Vertretungen Wenden Sie sich bitte an Ihre Beckhoff Niederlassung oder Ihre Vertretung für den lokalen Support und Service zu Beckhoff Produkten! Die Adressen der weltweiten Beckhoff Niederlassungen und Vertretungen entnehmen Sie bitte unserer Internetseite: www.beckhoff.com...
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Anhang Beckhoff Service Das Beckhoff Service-Center unterstützt Sie rund um den After-Sales-Service: • Vor-Ort-Service • Reparaturservice • Ersatzteilservice • Hotline-Service Hotline: +49 5246 963-460 E-Mail: service@beckhoff.com Beckhoff Unternehmenszentrale Beckhoff Automation GmbH & Co. KG Hülshorstweg 20 33415 Verl Deutschland Telefon: +49 5246 963-0 E-Mail: info@beckhoff.com...
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Mehr Informationen: www.beckhoff.com/TS6100 Beckhoff Automation GmbH & Co. KG Hülshorstweg 20 33415 Verl Deutschland Telefon: +49 5246 9630 info@beckhoff.com www.beckhoff.com...