Sehr geehrter Kunde! Sie haben eine gute Wahl getroffen, wir freuen uns darüber und gratulieren Ihnen zur Entscheidung für Pöttinger und Landsberg. Als Ihr Landtechnischer Partner bieten wir Ihnen Qualität und Leistung, verbunden mit sicherem Service. Um die Einsatzbedingungen unserer Landmaschinen abzuschätzen und diese Erfordernisse immer wieder bei der Entwicklung neuer Geräte berücksichtigen zu können, bitten wir Sie um einige Angaben.
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A N W E I S U N G E N Z U R Dokument PRODUKTÜBERGABE ALOIS PÖTTINGER Maschinenfabrik GmbH GEBR. PÖTTINGER GMBH A-4710 Grieskirchen Servicezentrum Tel. (07248) 600 -0 D-86899 Landsberg/Lech, Spöttinger-Straße 24 Telefax (07248) 600-511 Telefon (0 81 91) 92 99-10 / 21 Telefax (0 81 91) 59 656 GEBR.
SICHERHEIT Vor Inbetriebnahme der Drillmaschine sollten Sie diese Betriebsanleitung und die Sicherheitshinweise (“Für Ihre Sicherheit”) sorgfältig lesen – und beachten; auch die Anleitung eines Kombinations-Bodenbearbeitungsgerätes. Die Bedienungsperson muß durch Unterweisung für den Einsatz, die Wartung und über Sicherheits-erfordernisse qualifiziert und über die Gefahren unterrichtet sein.
WARNbILdzEICHEN CE-Zeichen Das vom Hersteller anzubringende CE-Zeichen dokumentiert nach außen hin die Konformität der Maschine mit den Bestimmungen der Maschinenrichtlinie und mit anderen einschlägigen EG-Richtlinien. Hinweise für die Arbeitssicherheit EG-Konformitätserklärung (siehe Anhang) In dieser Betriebs- Mit Unterzeichnung der EG-Konformitätserklärung erklärt der Hersteller, daß die in den anleitung sind alle Verkehr gebrachte Maschine allen einschlägigen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheits- Stellen, die die...
WARNbILdzEICHEN Beine können durch plötzlich Bei laufendem Antrieb niemals Anschlagmittel hier anschlagen. a u s s c h w e n k e n d e o d e r Schutzeinrichtungen öffnen bzw. Nicht im Bereich der angehobenen herausgeschleuderte Elemente entfernen.
TECHNISCHE dATEN Geräte-Kurzbeschreibung ”VITASEM, VITASEM PLUS” sind mechanische Dreipunkt-Anbau-Drillmaschinen (Kat.ll). “VITASEM” ist wahlweise mit Schlepp- oder Einscheibenscharen ausgerüstet, “VITASEM PLUS ” hat wahlweise ein Scharwechselsystem für Schleppschare und Breitsaatschare, oder Einscheibenschare. Der Anbau mit Unterlenker-Pendelachse sorgt für gute Bodenanpassung bzw. sicheren Antrieb. Der Säwellenantrieb erfolgt vom rechten Laufrad über ein stufenlos verstellbares Zweibereichs-Ölbadgetriebe, welches die Säwellendrehzahl ca.
AN- UNd AbbAU Verladehinweise Mit Textilgurt im Mittelwanddurchbruch (2/1) einhängen. N u r s o l o m i t l e e r e m S a a t k a s t e n a n h e b e n ( o h n e Bodenbearbeitungsgerät).
AN- UNd AbbAU Bereifung: Spurweite / Abstreifer Die Drillmaschinen-Bereifung hat im Auslieferungszustand erhöhten Luftdruck. Vor dem Ersteinsatz Reifen auf angegebenen Luftdruck einstellen. 6.00-16 – 1,2 bar 10.0/7-1. – 0, bar Bereifung 6.00-16: auf stark klebenden Böden kann der Abstand zwischen Rad und Rahmen durch Umdrehen der Räder vergrößert werden (Fig.6);...
EINSATz Einsatzhinweise - die Drillmaschine mit wenig seitlich Unterlenkerspiel und in “waagerechter” Stellung fahren (Saatkastenoberkante waagerecht – mit Oberlenker einstellen), - Schlepperhydraulik im Einsatz auf “Schwimmstellung”: Hubhydraulik (bzw. Drill-Lift) und Spuranreißer, - am Vorgewende die Drillmaschine hoch genug ausheben, - die Drillmaschine absenken beim Anfahren (nicht im Stand) – um Scharverstopfungen zu vermeiden, - Fahrgeschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen, damit das Saatgut gleichmäßig tief abgelegt wird (bei guten Bedingungen...
EINSATz Hektarzähler (wenn keine Multitronic vorhanden) Sobald das Antriebs-Laufrad sich dreht, wird gezählt. Es werden a und ha angezeigt. Mit Hebel (66/1) auf “0” stellen. Darauf achten, daß der Hektarzähler je nach Maschinenbreite von zugehöriger “Stufe” angetrieben wird und mit genügend Federkraft anliegt.
EINSATz Saatkasten: Befüllen/Entleeren Die Drillmaschine nur aufgebaut in abgesenkter Stellung befüllen. Der Füllstand wird von der Inhaltsanzeige angezeigt (Saatkastenvorderwand). Beim Befüllen auf den Schwimmer achten (10/1). Den Saatkasten nicht “leerfahren”; bei geringem Füllstand Saatgut gleichmäßig verteilen. Entleeren Kombination absenken. Entleerungsmulden durch Anheben ausrasten (bei 11/1) und waagerecht stellen.
dOSIERVERFAHREN Multisäsystem Um alle drillfähigen Saatgutarten je nach Korngröße, Aussaatmenge und Standraumansprüchen möglichst optimal auszubringen, bietet die VITASEM - außer der stufenlos regelbaren Säwellendrehzahl - vier Dosierverfahren: 1. Unteraussaat - für “normales Saatgut” wie Getreide u.a. (Fig.15). 2. Unteraussaat mit Reduziereinsätzen - für Feinsaatgut in geringen Mengen, z.B.
dOSIERVERFAHREN Einstellen der Aussaatmenge Dem Dosierverfahren entsprechend die Stelleinrichtungen nach Sätabellenangabe einstellen. Die Säwellen-Drehrichtungsänderung und die Abdeckungen einschl. Rasten sind “Inhalt” der Zusatzausrüstung “Oberaussaat”. Stelleinrichtungen: a) Getriebestellung (Säwellendrehrichtung) b) Absperrschieber c) Bodenklappe d) Feinsaat-Reduziereinsätze e) Abdeckungen f ) Rührwelle Getriebestellung / Säwellendrehrichtung Das Zweibereichs-Ölbadgetriebe ist von 0 - 100 stufenlos verstellbar (0 = Säwellen-Stillstand).
dOSIERVERFAHREN Absperrschieber Absperrschieber (24/A) haben 2 Funktionen: - Verschliessen / Öffnen der Saatkastenausläufe - Einstellung der Saatguthöhe am Särad bei Oberaussaat. Absperrschieber dienen nicht der Regulierung der Aussaatmenge! Falsche Schiebereinstellung kann zu unterschiedlichen Aussaatmengen bei Hangneigung führen! Schieberstellung für Unteraussaat: Der Schieber muss immer voll geöffnet sein (24/2).
dOSIERVERFAHREN Bodenklappe 0 - 7 Stellrasten für verschieden großes Saatgut – jeweils in Sätabelle angegeben – Stellhebel (26/1). Kommt es beim Abdrehen - bei groß ausfallenden Saatgutpartien - zu “Körnerspritzen” bzw. Bruchkorn, dann 1 Raste höher als in Sätabelle. (Bei Getreide, bei Feinsaat mit Reduziereinsätzen und bei Raps in Oberaussaat Bodenklappenstellung "0".
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dOSIERVERFAHREN Rührwelle Steile Saatkastenwände und glatte Zuführtrichter sorgen für störungsfreien Saatfluß. Rührwelle nur für extrem ”stauendes Saatgut": - Pendelrührwelle oder - drehende Rührwelle. Pendelrührwelle – Schaltstellungen 1. Rührwelle aus – Stecker 32/1 in Bohrung (34/0), 2. großer Pendelweg – Stecker in Bohrung (34/1 = gleiche Richtung wie “0”), Schwenkhebel im Schlitz/rechts auf Anschlag (32/2), ...
AbdREHEN (KALIbRIEREN) Abdrehen (Kalibrieren) Saatgutmenge pro Hektar einstellen Das Kalibrieren (Abdrehen) Da Saatgut durch spezifisches Gewicht, Korngröße, Kornform und Beizmittel sehr unterschiedlich ist, können Sätabellenwerte nur * Anmerkung: Im deutschen Sprachgebrauch ist anstatt Richtwerte sein. "Kalibrieren" der Begriff "Abdrehen" üblich. Wir verwenden in Es ist daher immer eine Abdrehprobe durchzuführen.
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AbdREHEN (KALIbRIEREN) Saatgutmengen-Probe - Zuerst mit der Abdrehkurbel (43/1 bei 43/2) ca. 10 mal die Säwelle drehen, damit alle Säradgehäuse gefüllt und evtl. Beizmittelablagerungen an den Gehäuseoberflächen das Fließverhalten stabilisieren. - Entleerungsmulden in den Saatkasten hinein entleeren. - Dann Saatgutmengen-Probe mit angegebener Umdrehungzahl durchführen –...
SAATmENgENVERSTELLUNg Hydrauliche Saatmengenverstellung Elektrische Saatmengenverstellung In Verbindung mit der hydraulischen Schardruckverstellung kann eine Notbedienung: hydraulische “Mehrmengenverstellung” sinnvoll sein. Bei Ausfall der Elektronik kann die Saatmenge manuell eingestellt Zur Bedienung das Wegeventil entsprechend umschalten (am werden. Kupplungsstecker). Folgende Arbeitsschritte sind dabei vorzunehmen: - Verbindung zwischen Stellzylinder und Verstellhebel durch Einstellen der “Normal-”...
SCHARdRUCK Schardruckverstellung Der Schardruck – und somit die Saattiefe – ist zentral stufenlos verstellbar; bei (50/1, mit Abdrehkurbel). Anzeige (50/2). Einzelne Schare – z.B. in den Schlepperspuren – können durch Umhängen der Feder mit erhöhtem Schardruck arbeiten. Feder vorn (53/1) – erhöhter Schardruck. Am rechten und linken Außenschar (sie arbeiten mit höherem Schardruck in den Radspuren) wird der Tiefgang und somit die Saattiefe mit Anschlagschrauben begrenzt (52/1) –...
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SCHARWECHSELSYSTEm Scharwechselsystem Bei der "VITASEM, AEROSEM können Schleppschare und Breitsaatschare werkzeuglos gewechselt werden. Dazu Feder (61/1) aushängen und federgesicherten Bolzen (61/2) ziehen. Montierten Bolzen wieder sichern. Schleppschare (Fig.61) – Normalschare. Für flache Saatgutablage sind an Schleppscharen verstellbare Tiefenbegrenzer anbringbar (61/4) – auch nachträglich. Breitsaatschare (Fig.62) –...
SPURANREISSER Spuranreißer Die Scheibenspuranreißer sind bei “VITASEM 250” auf Schleppermitte und bei “VITASEM 00 und 400” auf Schleppermitte und Schlepperspur einstellbar. Einstellung: die Ausleger in Arbeitsstellung bringen. Scheibenaufstandspunkt entsprechend einstellen – bei (46/1) abstecken und bei (46/2) anpassen; (abhängig von Arbeitsbreite und Reihenabstand der Drillmaschine sowie der Schlepperspurweite bei Spur-Markierung).
STRIEgELARTEN Striegelarten Scharstriegel: nur für Schleppschare (61/). An den Scharen der hinteren Reihe abgefedert anbringbar. Für leichte bis mittlere Böden – ohne Ernterückstände – geeignet. Saatstriegel: zweiteilig, zweireihig – für alle Bodenarten geeignet. Zinkendruck federverstellbar: Feder (55/1) rechtsrum drehen – höherer Druck, linksrum drehen –...
Perfektstriegel (+2005 Modell) An diesem Perfektstriegel können zusätzlich Verlängerungen montiert werden; je nach Maschinenmodell (siehe Grafik) entweder: - links und rechts - nur rechts - nur links Vorteile: Die Arbeitsweise des Striegels wird im Randbereich verbessert; besonders bei der Beseitigung von Dämmen im Bereich der Prallbleche einer Kreiselegge.
FAHRgASSEN Das Anlegen von Fahrgassen Am Feldrand (Spurreißer feldseitig abgesenkt) den Fahrgassentakt auf richtige Anfangszahl stellen – z.B. beim er- und 4er-Rhythmus auf 2. Die automatische Weiterschaltung erfolgt durch Sensoren, z.B. beim Spurreißerwechsel. Bei symmetrischen Fahrgassenrhythmen mit geraden Zahlen wird am Feldrand mit ˚...
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FAHRgASSEN 0700-D FAHRGASSE_8521 - 29 -...
mULTITRONIC "MULTI tronic" Sämonitor Nutzbare Funktionen Der Multitronic II – Sämonitor ist ein kompakter Bordcomputer mit vielen sinnvollen Funktionen. Er erledigt wichtige Steuer- und Überwachungsaufgaben und erleichtert Ihnen die Arbeit durch sinnvolle Anzeige- und Hilfsfunktionen. Der Sämonitor ist sehr universell gestaltet. Dadurch ist er problemlos für die mechanische Drillmaschinenbaureihe “VITASEM" und für die pneumatische Drillmaschinenbaureihe “AEROSEM, TERRASEM”...
mULTITRONIC Die Bedienoberfläche des Multitronic II – Sämonitors Bedeutung der Tasten: F-Taste - Aktivieren des Hauptmenüs - Aktivieren der Hilfsfunktionen (Sensortest, Kallibrierhilfe) - Speichern von Einstellungen Pfeiltasten - Verändern der Menü-Einstellungen - Navigieren im Menü (aufwärts/abwärts) Anzeige Fahrgeschwindigkeit 1x drücken = Anzeige Fahrgeschwindigkeit Anzeige/Display Anzeige Hektarzähler F-Taste (Funktionstaste)
mULTITRONIC II KURzINFO FüR VITASEm Hauptmenü Das Hauptmenü wird über die Funktionstaste F aktiviert. Hier erfolgt die Grundeinstellung <Grnd> der Drillmaschine. Auch die Hilfsfunktionen "Sensortest <SEnS> und Kalibrierhilfe <Abdr>" werden durch diese Taste aktiviert. Über Pfeiltasten Fahrgassenrhythmus wählen und speichern 1 2 3 4 1 - Säwellenüberwachung 3 Sek.
TRANSPORT Achtung / Transport - Geräte in Transportstellung bringen; auf Transporteignung überprüfen. - Vorm Befahren öffentlicher Straßen vorhandene “MULTI tronic” vom Stromnetz trennen (Stecker aus Schleppersteckdose). - Mitfahren auf dem Gerät und der Aufenthalt im Gefahrenbereich sind verboten. - Die Transportgeschwindigkeit den Straßen- und Wegeverhältnissen anpassen.
ALLgEmEINE WARTUNg Sicherheitshinweise Abstellen im Freien Sicher- heitshin- • Vor Einstell- Wartungs- und Reparaturarbeiten Motor Bei längerem Abstellen im weise abstellen. Freien, Kolbenstangen reinigen • Vor Einstell- und anschließend mit Fett Wartungs- und koservieren. Reparaturarbeiten Motor abstellen. FETT • Arbeiten unter der Einwinterung Maschine nicht ohne sichere Ab-...
WARTUNg Wartung Bei Arbeiten an angebauter Maschine Motor abstellen und Zündschlüssel abziehen! Nicht an angehobener Drillmaschine arbeiten! Muß sie angehoben sein, dann gegen unbeabsichtigtes Senken zusätzlich sicher abstützen! Vor Arbeiten an Hydraulikteilen die Anlage drucklos machen! Öl ordnungsgemäß entsorgen! (Hydrauliköl auf Mi-neralölbasis). Nach Ersteinsatz (ca.
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WARTUNg Grundeinstellung des Spuranreißer-Schaltautomaten: Ausleger in Arbeitsstellung. Hydraulikzylinder ganz ausfahren; beide Spuranreißer sind angehoben. Die Muttern (81/1) – Schlüsselweite 24 – so verstellen, bis eine Schaltraste leichtgängig einrastet (die andere Raste ist ausgerastet). Muttern kontern. Probeschaltung durchführen. Sensoreinstellung: Sensoren werden mit Abstand 1- mm eingestellt (Fig.82).
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Bedienungsanleitung Elektronischer Sämonitor Multitronic II für VITASEM VITASEM A...
mULTITRONIC VITASEm 2 Leistungsmerkmale des Sämonitors 2.1 Elektrischer Anschluß Die Stromversorgung des Sämonitors erfolgt über einen Stecker nach DIN 9680 vom 12V-Bordnetz des Schleppers. Diese -poligen Stecker werden auch in 2-poliger Ausführung eingesetzt, da nur die zwei Hauptanschlüsse (+12V, Masse) benötigt werden. Auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit, den Sämonitor über eine Signalsteckdose nach ISO 11786 zu betreiben.
mULTITRONIC VITASEm 3 Inbetriebnahme des Sämonitors Der Multitronic II – Sämonitor wird eingeschaltet, indem der Spannungsversorgungstecker in die Steckdose gesteckt wird. Es ertönt ein kurzes Hupsignal. In der Anzeige erscheint für ca. 2 Sekunden der eingestellte Maschinentyp. Für die Baureihe VITASEM muss die Anzeige < >...
mULTITRONIC VITASEm 4.4 Das Hauptmenü Das Hauptmenü wird über die Funktionstaste F aktiviert. Hier erfolgt die Grundeinstellung <Grnd> der Drillmaschine. Auch die Hilfsfunktionen "Sensortest <SEnS> und Kalibrierhilfe <Abdr>" werden durch diese Taste aktiviert. Schnellinfo Multitronic II VITASEM Grundeinstellung Sensortest Abdrehhilfe Über Pfeiltasten Fahrgassenrhythmus wählen und speichern...
mULTITRONIC VITASEm 5 Multitronic II Hauptmenü für VITASEM Im Hauptmenü kann man drei Funktionen aufrufen: Grundeinstellung der Drillmaschine <Grnd> Sensortest <SEns> Abdrehhilfe <Abdr> F-Taste drücken und mit Pfeiltaste A oder V gewünschte Funktion wählen. Danach wieder F-Taste drücken, um gewählte Funktion zu aktivieren. 5.1 Die Grundeinstellung Vor der Inbetriebnahme des Sämonitors muß...
mULTITRONIC VITASEm 5.1.3 Eichung des Hektarzählers oder Eingabe der Radimpulse Zur genauen Hektarzählung und zur richtigen Anzeige der Fahrgeschwindigkeit ist eine Impulszahl für 100 m Fahrstrecke erforderlich. Sie kann auf zwei Arten ermittelt werden: • Eingabe der Radimpulse nach Tabelle oder •...
mULTITRONIC VITASEm 5.1.4 Säwellenüberwachung In diesem Menü wird die Säwellenüberwachung ein- oder ausgeschaltet. Zunächst wird das Symbol der Säwellenüberwachung <doSi> = Dosierung angezeigt, und nach sec der Überwachungszustand. Säwellenüberwachung ein = <Ein> Säwellenüberwachung aus = <AUS> Mit Pfeiltaste A oder V die Überwachung ein- oder ausschalten und mit F-Taste speichern (s.
mULTITRONIC VITASEm 5.2 Sensortest und Bordspannungsanzeige Der Sensortest ist eine Möglichkeit, die Funktion der Sensoren an der Drillmaschine zu überprüfen. Die F-Taste drücken und mit den Pfeiltasten A oder V den Sensortest <SEnS> wählen, dann wieder die F-Taste drücken, um den Test zu aktivieren. Es erscheinen 4 Balken in der Anzeige: 1= Säwellenüberwachung 2= Hektarzähler...
mULTITRONIC VITASEm 5.3 Abdrehhilfe (zum Kalibrieren) Erklärung: Abdrehen ist ein Eigenname und bedeutet im eigentlichen Sinn kalibrieren. Die Abdrehhilfe (Kalibrierhilfe) ist ein Hilfsprogramm für die Saatgut-Abdrehprobe (Saatgut-Kalibrierprobe). Sie berechnet die Anzahl der Kurbelumdrehungen, zeigt sie im Display an und übernimmt auch das Zählen der Kurbelumdrehungen bei der Abdrehprobe.
mULTITRONIC VITASEm 6 Die Anzeigetasten Die grünen Tasten sind die Anzeigetasten. Über sie können folgende Funktionen abgefragt werden: Fahrgeschwindigkeit anzeigen Hektarzähler anzeigen / löschen Säwellenumdrehung anzeigen Fahrgassentakt anzeigen / verändern 6.1 Fahrgeschwindigkeit anzeigen Anzeigetaste drücken. Die Fahrgeschwindigkeit wird in km/h angezeigt. 6.2 Der Hektarzähler Der Sämonitor verfügt über zwei separate Hektarzähler, und zwar einen Teilflächen- und einen Gesamtflächenzähler.
mULTITRONIC VITASEm 6.4 Der Fahrgassentakt Der Fahrgassentakt kann angezeigt und verändert werden. Die Weiterschaltung des Fahrgassentaktes kann dabei automatisch oder manuell erfolgen. Es ist auch möglich, die automatische Weiterschaltung zu unterbrechen, um zum Beispiel Hindernisse zu umfahren, ohne den Fahrgassentakt zu verändern. 6.4.1 Fahrgassentakt anzeigen / verändern Anzeigetaste drücken.
mULTITRONIC VITASEm 7 Alarmmeldungen Der Saatkastenfüllstand und die Säwellenumdrehung können überwacht werden. Voraussetzung ist, daß eine entsprechende Überwachung an der Drillmaschine vorhanden ist und sie eingeschaltet wurde. (Einschalten von Füllstands- und Säwellenüberwachung siehe Pkt. 5.1.4 und 5.1.5). Die Überwachungen sind nur aktiv, wenn sich die Drillmaschine in Arbeitsstellung befindet. (Drillmaschine abgesenkt und/oder Spurreisser abgesenkt).
mULTITRONIC VITASEm 8 Einstellung des Maschinentyps, der Landessprache und Umschaltung des Steuersignals Der Multitronic II – Sämonitor kann in der mechanischen Drillmaschinenbaureihe VITASEM und in der pneumatischen Drillmaschinenbaureihe AEROSEM, TERRASEM eingesetzt werden. Es ist auch möglich, die Menüführung in deutscher, französischer und englischer Sprache zu wählen.
POWER CONTROL - STEUERUNg Schaltpult Bedeutung der Tasten Hinweis! Bitte lesen Sie Display-Anzeige: die folgenden Informationen im Einschaltbild Hinweise und - Hersteller Erläuterungen vor dem Einsatz - Maschinentyp gründlich - Softwareversion Vitasem durch. Dadurch vermeiden Sie Bedienungs- und Nach Sekunden wird das "ARBEITSMENÜ" Einstellungsfehler.
POWER CONTROL - STEUERUNg Bedienteil einschalten Einschalten des Bedienteiles durch Hinweis! Vor der erstmaligen - Drücken der Taste-I/O für 2,5 s Inbetriebnahme der PowerControl Einschaltbild wird angezeigt. ist die - Taste "OK" drücken bis Signalton kommt Grundeinstellung System-Neustart wird durchführt des Gerätes zu überprüfen.
POWER CONTROL - STEUERUNg Menü-Grundeinstellung Impulse ha-Zähler (= Impulse ha-Zähler) Hinweis! - Eingabemöglichkeit der Impulszahl in Abhängigkeit • Taste "MENU" drücken Bei der von der jeweiligen Maschine. - Menü Grundeinstellung wird eingeblendet Grundeinstellung Achtung: eingegebener Wert wird durch einen 100m erhält die Abgleich wieder überschrieben.
POWER CONTROL - STEUERUNg Hauptmenü Teilflächenhektarzähler Hinweis! - Anzeige des aktuellen Standes • Taste "MAIN" drücken Nähere Informationen siehe Abschnitt „Hektarzählung“. Das Hauptmenü - Im Display werden die aktuellen Zustände der kann auf folgende Steuerung angezeigt. Arten verlassen werden: Betätigen der Taste Fahrgeschwindigkeit - Anzeige des aktuellen Fahrgeschwindigkeit.
POWER CONTROL - STEUERUNg Saatmenü Ausbringmenge reduzieren Hinweis! Taste drücken • Taste "Saatmenü" drücken Das Saatmenü - Saatmenge wird reduziert (im konkreten Beispiel - Im Display werden Angaben zur Saatgutart und kann auf folgende um 10%). Aussaatmenge angezeigt. Arten verlassen - Wird die Taste F2 (entspricht –10%) zweimal werden: gedrückt, reduziert man die Saatmenge um 20%).
POWER CONTROL - STEUERUNg Abdrehmenü (Kalibrierung) OK-Taste (F) drücken. Hinweis! • Taste "Abdrehmenü" drücken Das Abdrehen - Menü "Abdrehen" wird eingeblendet (Kalibrieren) dient zum Bestimmen der genauen Aus- saatmenge. Es wird abgefragt, ob der Abdrehvorgang wiederholt Die Steuerung werden soll. „Power Control“...
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POWER CONTROL - STEUERUNg - Nach 10 registrierten Säwellenumdrehungen Die Steuerung berechnet aus den vorgegebenen Werten eine theoretische Sollmenge „Soll“. - Anzeige im Display "Drehen beenden" und „Mulden Hinweis! leeren“ Die Istmenge „Ist“ ist die tatsächlich ausgebrachte Saatmenge. Das Abdrehmenü - die Mulden entleeren kann auf folgende - wieder in Kalibrierposition (Abdrehposition)
POWER CONTROL - STEUERUNg Hektarzähler Direkte Eingabe der Impulszahl • Taste "Sondermenü" drücken • Taste "Hektarzähler" drücken - mit Pfeiltasten „Impulse ha-Zähler“ auswählen - Die Power Control verfügt über 2 Hektarzähler Anzeige der aktuellen Zählerstände von Teilflächen-Hektarzähler und Vitasem Aufbau Gesamtflächen-Hektarzähler Vitasem Anbau Mit ESC (F4) wird das Menü...
POWER CONTROL - STEUERUNg Elektronische Saatmengenverstellung Saatgutbibliothek Hinweis! • Mit Pfeiltasten „Saatgutbibliothek“ auswählen. Taste "Sondermenü" drücken Mithilfe der elektronischen • Menü Grundeinstellung wird eingeblendet Saatmengenver- stellung kann sehr komfortabel und exakt die Aus- - mit O.K. bestätigen saatmenge vom Schleppersitz aus •...
POWER CONTROL - STEUERUNg Änderung in % symmetrische Fahrgassen • Mit Pfeiltasten „Änderung in %“ auswählen. • Mit Pfeiltasten „symmetrisch“ auswählen und mit O.K. bestätigen. - mit O.K. bestätigen - Fahrgassenrhythmus mit + / - Taste auswählen und - Der Prozentsatz kann den jeweiligen Bedürfnissen mit O.K.
POWER CONTROL - STEUERUNg Fahrgassenzähler Stotterschaltung Die Weiterschaltung des Fahrgassentaktes erfolgt Bei der Stotterschaltung wird beim Legen der Fahrgasse automatisch über den Sensor „Fahrwerk ausgefahren“. die Fahrspur nicht über die ganze Länge freigelassen, sondern abwechselnd gesät und freigelassen. - Eine Zeitverzögerung für die Weiterschaltung kann eingestellt werden.
POWER CONTROL - STEUERUNg Überwachungsfunktionen Überwachung: Füllstand Über eine analoge Füllstandsmessung wird der Hinweis! Die Power Control kann folgende Maschinenfunktionen Tankinhalt erfasst und überwacht. überwachen: Säwelle, Füllstand, Gebläsedrehzahl, Grundsätzlich gilt: • Mit Pfeiltasten „Füllstand“ auswählen und mit O.K. Kalibrierklappe (Abdrehklappe*) Wenn eine bestätigen.
POWER CONTROL - STEUERUNg Alarmierung - LÖSCHEN (siehe oben) Hinweis! - Die Überwachungen werden erst aktiviert, wenn der Alarm Füllstand Optischer Alarm: Sämonitor eine Fahrgeschwindigkeit registriert. blinkende Anzeige - Wenn eine aktivierte Überwachung anspricht, wird ein entsprechender Alarm ausgelöst. Akustischer Alarm: Intervall-Signalton - ein optischer (blinkende Anzeige) und akustischer blinkend...
POWER CONTROL - STEUERUNg Sensortest Mit dem Sensortest können alle Sensoren, der Stellmotor und die Bordspannung überprüft werden. Taste "Sondermenü" drücken • Menü Grundeinstellung wird eingeblendet - mit Pfeiltasten Auswahl von Menüpunkt Sensortest mit O.K. bestätigen Im ersten Bildschirm Überprüfung der Sensoren für: Fahrgasse, Säwelle, Hektarzähler und Füllstand - Metall vor Sensor: Balken auf EIN...
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Das Original ist nicht zu fälschen … Sie fahren besser mit Pöttinger Originalteilen • Qualität und Passgenauigkeit Sie stehen vor der Entscheidung “Original” oder “Nachbau”? Die Entscheidung wird oft vom Preis bestimmt. Ein “Billigkauf” kann aber manchmal sehr teuer werden. - Betriebssicherheit.
Anhang -A Sicherheitshinweise Hinweise für die Arbeitssicherheit 6.) Personen mitnehmen verboten In dieser Betriebsanleitung sind alle Stellen, die die Sicherheit a. Das Mitnehmen von Personen auf der Maschine ist nicht betreffen mit diesem Zeichen versehen. zulässig. b. Die Maschine darf auf öffentlichen Verkehrswegen nur in der beschriebenen Position für Straßentransport befördert werden.
WICHTIgE zUSATzINFORmATION FüR IHRE SICHERHEIT Kombination von Traktor und Anbaugerät Der Anbau von Geräten im Front- und Heck-Dreipunktgestänge darf nicht zu einer Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes, der zulässigen Achslasten und der Reifentragfähigkeiten des Traktors führen. Die Vorderachse des Traktors muß immer mit mindestens 20% des Leergewichtes des Traktors belastet sein.
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WICHTIgE zUSATzINFORmATION FüR IHRE SICHERHEIT BERECHNUNG DER TATSÄCHLICHEN VORDERACHSLAST T V tat (Wird mit dem Frontanbaugerät (G ) die erforderliche Mindestballastierung Front (G ) nicht erreicht, muß das Gewicht des Frontanbaugerätes V min auf das Gewicht der Mindestballastierung Front erhöht werden!) Tragen Sie die berechnete tatsächliche und die inder Betriebsanleitung des Traktors angegebene zulässige Vorderachslast in die Tabelle ein.
Sätabellen Drillmaschinen VITASEM VITASEM A Beachten Sie die Hinweise in der Betriebsanleitung! Aufgrund unterschiedlicher Tausendkorngewichte (TKG) sowie Beizung und anderer saatgutspezifischer Eigenschaften stellen die Werte in der Sätabelle nur Anhaltswerte dar. Eine Saatgutmengen-Probe ist in jedem Fall vor der Aussaat durchzuführen. Wichtige Hinweise! 1.
SäTAbELLEN Kornprobe (für Oberaussaat) Bei der Oberaussaat muß unbedingt auf die richtige Stellung des Absperrschiebers geachtet werden. Diese Schieberstellung ist von der Fließfähigkeit des Saatgutes abhängig. Sie kann durch die Kornprobe ermittelt werden. Zum Einstellen der richtigen Schieberstellung ist folgendermaßen vorzugehen: •...
Anlage 1 EG-Konformitätserklärung entsprechend der EG-Richtlinie 98/37/EG PÖTTINGER Sätechnik GmbH Wir ______________________________________________________________________ (Name des Anbieters) D-06406 Bernburg; Zimmerstr. 16 __________________________________________________________________________________ (vollständige Anschrift der Firma - bei in der Gemeinschaft niedergelassenen Bevollmächtigten ebenfalls Angabe der Firma und Anschrift des Herstellers) erklären in alleiniger Verantwortung, daß das Produkt Drillmaschine VITASEM Type: 20 / 20 PLUS...
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Im Zuge der technischen Weiterentwicklung La société PÖTTINGER Ges.m.b.H améliore Following the policy of the PÖTTINGER Ges. arbeitet die PÖTTINGER Ges.m.b.H ständig constamment ses produits grâce au progrès m.b.H to improve their products as technical an der Verbesserung ihrer Produkte. technique.