Beispiel
Siemens
Building Technologies
18.3.2 Gleitender Vorrang
Die Heizkreise werden während der Brauchwasserladung gedrosselt, wenn der Wär-
meerzeuger (Kessel) den geforderten Sollwert nicht einhalten kann. Dies wird beim
Kesselregler mit
in der Anzeige angezeigt.
• Regler ohne Busverbund:
Kann der Kessel während der Brauchwasserladung mit gleitendem Vorrang den Soll-
wert nicht mehr einhalten, wird die Differenz zwischen Soll- und Istwert aufintegriert
und ein vom Integralwert abhängiges unkritisches Sperrsignal im Bereich von
0...100 % an den eigenen Heizkreis gesendet.
Da der gleitende Vorrang durch den Kessel bestimmt wird, ist diese Vorrangart nur im
Anlagentyp 2–x möglich. Bei den Anlagentypen 1–x und 3–x wirkt die Einstellung „glei-
tender Vorrang" gleich wie die Einstellung „kein Vorrang"
• Regler mit Busverbund:
Während der Brauchwasserladung meldet der Regler dem Wärmeerzeuger im glei-
chen Segment (dieser kann im eigenen Gerät sein), dass er im Moment eine Brauch-
wasserladung mit gleitendem Vorrang durchführt. Kann jetzt der Kessel seinen Soll-
wert nicht halten, wird die Differenz zwischen Soll- und Istwert aufintegriert und ein
vom Integralwert abhängiges unkritisches Sperrsignal im Bereich von 0...100 % er-
zeugt. Ist der Wärmeerzeuger im Segment 0, sendet er das Sperrsignal an alle Regler
in allen Segmenten. Ist der Erzeuger im Segment 1...14, sendet er das Sperrsignal
nur an die Regler im gleichen Segment
18.3.3 Kein Vorrang
Kein Vorrang heisst paralleler Betrieb. Die Heizkreise werden durch die Brauchwasser-
ladungen nicht beeinflusst.
18.4
Vorlaufsollwert
Bei den Vorrangarten „gleitender Vorrang" und „kein Vorrang" kann der Sollwert des
gemeinsamen Vorlaufes, aus dem bei der Ladung das Brauchwasser und der Heiz-
kreis gespeist wird, auf zwei Arten gebildet werden:
• Vorlaufsollwert gemäss Maximalauswahl
• Vorlaufsollwert gemäss Brauchwasseranforderung
Bei den Anlagentypen 1–x, 3–2, 3–4 wird der Sollwert des gemeinsamen Vorlaufes via
Datenbus dem Vorregler übermittelt.
Bei den Anlagentypen 2–x, 3–1, 3–3, 4–x, 5–x, 6–x ist der Sollwert des gemeinsamen
Vorlaufes für den Fühler B1 gültig.
In den Anlagentypen ohne eigenen Heizkreis (4–x, 5–x und 6–x) erhält der Regler die
Anforderungen der Heizkreise über den Datenbus.
18.4.1 Vorlaufsollwert gemäss Maximalauswahl
Der Sollwert des gemeinsamen Vorlaufes für Brauchwasser und Heizkreis wird bei
Brauchwasserbereitung durch eine Maximalauswahl aus den beiden Anforderungen
gebildet.
Die Anforderung des Mischerheizkreises sei 40 °C, jene des Brauchwasserkreises
65 °C. Der Sollwert der gemeinsamen Vorlauftemperatur ist bei Brauchwasserladung
der höhere der beiden, also 65 °C.
Regler für Heizkreis und Brauchwasser RVL481
18 Funktionsblock „Vorrang und Vorlaufsollwert Brauchwasser"
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CE1P2541de
20.05.2008