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ÜBERGABESTATION Einbau-, Bedienungs- und Wartungsanleitung für Fern- und Nahwärme – Kompaktstationen pewoCompact – Komfortable Hausanschlussanlage für Heizung und Trinkwarmwasser in Ein- und Zweifamilienhäusern Die Abbildung ist beispielhaft. Diese Anlage stellt eine aufpreispflichtige Ausstattung dar. PEW-DHB-1004...
Heizwassernetz die Heizungsanlagen und Trinkwassererwärmung. Die Trinkwassererwärmung erfolgt im Speicher-/Speicherlade- oder Durchflussprinzip. pewoCompact ist als kompakte Einheit gefertigt. Sie enthält alle erforderlichen Baugruppen zum Anschluss der Hausanlage an das vorhandene Nah- bzw. Fernwärmenetz. pewoCompact wird als Wandmontageausführung ggf. auch mit Standmontagerahmen gefertigt.
Betreiber genau geregelt sein. Liegen bei dem Personal nicht die notwendigen Kenntnisse vor, so ist dieses zu schulen und zu unterweisen. Falls erforderlich, kann dieses im Auftrag des Anlagenbetreibers durch die PEWO Energietechnik GmbH erfolgen. Weiterhin ist durch den Betreiber sicherzustellen, dass autorisiertes Fachpersonal an der Anlage eingewiesen wurde.
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Umbau oder Veränderungen der Anlage sind nur nach Absprache mit dem Hersteller zulässig. Originalersatzteile und vom Hersteller PEWO Energietechnik GmbH autorisiertes Zubehör dienen der Sicherheit. Die Verwendung anderer Teile kann die Haftung des Herstellers PEWO Energietechnik GmbH der Anlage für die daraus entstehenden Folgen aufheben. •...
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Die Anlage unbedingt frostfrei lagern, da sich nach dem Abdrücken und Spülen der Anlage immer noch Wasserreste in den Rohrleitungen und Anlagenkomponenten befinden. PEWO Anlagen werden nach den geltenden Normen und Richtlinien gefertigt. Angaben dazu entnehmen Sie bitte der EG-Konformitätserklärung in der Unterlage ´Technische Dokumentation´.
Ihre Anlage Die pewoCompact ist das Bindeglied zwischen dem Fernwärmenetz und der Hausanlage. Beide Netze können entweder direkt oder indirekt miteinander verbunden sein. Entscheidungskriterien sind die technischen Anschlussbedingungen (TAB) am Einbringungsort der Anlage. Der Anschluss der Hausheizungsseite ist direkt. Eine hydraulische Trennung des Fernwärmenetzes von der Hausanlage erfolgt nicht.
3.1.2 Trinkwarmwasserbereitung im Durchflussprinzip Mit dieser Variante der Trinkwarmwasserbereitung wird eine höchste Trinkwasserhygiene garantiert. Die Trinkwarmwassererwärmung erfolgt im Durchfluss durch den Plattenwärmeübertrager. Das Trinkwarmwasser wird nur im Bedarfsfall erzeugt. Eine separate Trinkwarmwasserspeicherung ist nicht notwendig. Die Dimensionierung des Wärmeübertragers sorgt für eine nahezu gleichbleibende Wassertemperatur an allen angeschlossenen Zapfstellen der Hausanlage.
Funktionsweise Ihrer pewoCompakt Anlage entnehmen Sie bitte dem hydraulischen Schaltbild (RI-Fließschema) in der Unterlage ´Technische Dokumentation´. In der folgenden Abbildung ist die pewoCompact IDL.Plus mit einem Heizkreis dargestellt. Diese ist beispielhaft für unsere Produktgruppe pewoCompact. Es sind die systemrelevanten Komponenten bezeichnet. Ausstattungsgrad, Größe, Rohführung etc.
Komponenten Ihrer Anlage Die folgenden beschriebenen Komponenten sind funktionsbedingt nicht immer Bestandteil Ihrer Anlage. Absperrarmatur Die Absperrarmatur sperrt in einem Rohrsystem das strömende Medium in der gesamten Installation ab oder in Teilen davon. Absperrventil. Im Absperrkörper des Ventils wird das Verschlussteil (z. B. ein Kegel) in oder gegen die Strömungsrichtung des Mediums bewegt.
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Druckbegrenzer (DB) Der Druckbegrenzer schützt die Anlage vor unzulässigen Drücken. Bei überschreiten oder unterschreiten eines festeingestellten Wertes, spricht der Druckbegrenzer an. Er muss quittiert werden. Dazu wird der ausgelöste Schalter nach Beseitigung der Ursache manuell entriegelt. Druckminderer Mit einem Druckminderer wird ein höherer Vordruck auf einen für die Anlage zugelassenen Druck geregelt.
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Das Passstück wird werkseitig als Platzhalter in der Anlage vormontiert. Ohne größeren Aufwand ist es zu einem späteren Zeitpunkt möglich, eine zusätzliche Anlagenkomponente zu installieren. pewoTFS Das PEWO Thermo Fluid System ist ein dynamisches, robustes, thermostatisches Temperaturregelsystem für Trinkwarmwasser und Raumheizung. Dieses mechanische System benötigt keine Hilfsenergie. Plattenwärmeübertrager Siehe Wärmeübertrager.
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Sicherheitsventil, (Membran, Vollhub-Feder) Das Sicherheitsventil verhindert bei einer unzulässigen Ausdehnung des Mediums die mechanische Zerstörung der Anlage. Im Regelfall ist das Sicherheitsventil geschlossen. Erhöht sich der Anlagendruck unzulässig, spricht das Ventil an. Der Ansprechdruck ist werkseitig fest eingestellt. Ist der zulässige Druck in der Anlage wieder erreicht, schließt das Sicherheitsventil selbstständig.
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Bei einem Plattenwärmeübertrager werden Platten aneinander befestigt. Dies kann Gelötet oder Geschraubt erfolgen. Durch die konstruktive Form der Platten entstehen Kammern. Diese werden im Wechsel vom warmen und kalten Medium durchflossen. Der Rohrbündelwärmeübertrager besteht konstruktiv aus einem zylindrischen Behälter. In diesem befindet sich das Rohrbündel. Dieses setzt sich aus einer Reihe einzelner Rohrbögen mit geringer Nennweite zusammen.
PEWO Anlagen kommen mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad auf die Baustelle. Damit wird eine schnelle und kostengünstige Montage gewährleistet. Bei der PEWO Anlage handelt es sich um einen Zusammenbau von Komponenten, welche als eigenständige Einheit keine verwendungsfähige Baugruppe nach der Druckgeräterichtlinie bildet.
Ist bei der Trinkwassererwärmung im Durchflussprinzip eine Zirkulationsleitung vorhanden, muss diese durch den ausführenden Installateur vor Ort gegen unzulässigen Überdruck abgesichert werden, z. B. mit einem Sicherheitsventil. Wir empfehlen die Montage des Sicherheitsventils unmittelbar nach der Absperrarmatur vom Trinkwarmwasseraustritt oder vor der Absperrarmatur Eintritt Zirkulationsanschluss.
Das betrifft insbesondere die Stromzuführung über die Klemmstelle in der zentralen Elektroversorgung des Kunden. Achtung! Die Stromversorgung der PEWO Anlage darf nicht über Baustrom erfolgen! Das Nichtbeachten führt zum Verlust der Gewährleistung. Hinweis Das Netzanschlusskabel der Anlage sowie Leitungen von Anlagenkomponenten, welche eine externe Verdrahtung benötigen (z.
Das Netzanschlusskabel 230 V~ wird zum einen als vorinstalliertes Kabel (ohne bzw. mit Stecker) nach Außen geführt. Dieses wird an den entsprechend elektrischen Anschlussklemmen bzw. unter Verwendung des am Kabel befindlichen Steckers mit dem Stromkreis verbunden. Zum anderen muss ein Kabel an die Anlage herangeführt werden. Für den Netzanschluss 230 V~ befinden sich im Schaltschrankinneren Anschlussklemmen für: •...
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Informationen zum Anschluss des Raumfühlers bzw. des Raumleitgerätes sind dem Reglerhandbuch zu entnehmen. • Pumpen (PEWO-Heizkreise, bauseitige Bestückung) Der Ausgang für die Pumpe ist ausgelegt für einen dauerhaften Nennstrom von 1A bei 230 V~. Bei Einsatz von Hocheffizienzpumpen ist funktionsbedingt ein sehr hoher Einschaltstrom möglich, welcher nicht direkt über diese Ausgänge abgesichert ist.
Inbetriebnahme Bei der PEWO Anlage handelt es sich um einen Zusammenbau von Komponenten, welche als eigenständige Einheit keine verwendungsfähige Baugruppe nach der Druckgeräterichtlinie bildet. Die Anlage darf erst in Betrieb genommen werden, wenn festgestellt wurde, dass die Anlage und das Wärmenetz den einschlägigen Normen und Vorschriften entsprechen.
5.1.1 Sekundär Die Sekundärseite der Anlage wird über die eingebaute Sicherheitsfülleinrichtung im Rücklauf gefüllt. Es können dabei Luftpolster in der Hausheizungsanlage entstehen. Es ist dafür zu sorgen, dass die Anlage entlüftet wird. Nutzen Sie dazu z. B. ein Entlüftungsventil an einem Hochpunkt der Hausheizungsanlage. Ist eine Trinkwarmwasserladung angeschlossen, so ist auch diese zu entlüften.
Sämtlichen Handfunktionen werden durchgefahren. Alle angeschlossenen Fühler werden getestet. Die Endschalter der angeschlossenen Stellantriebe werden voreingestellt. Hydraulische Inbetriebnahme Alle Eingriffe an einer PEWO Anlage (wie Inbetriebnahme, Einstellung, Reparatur und Wartung) dürfen nur durch qualifiziertes Fachpersonal aus dem Bereich des Heizungsbaus durchgeführt werden.
Anlage. Sind keine Unterlagen zugänglich, sind die Pumpen so einzustellen, dass an der Hausheizungsanlage 0,3 bar und an der PEWO Anlage 0,1 bar zur Verfügung stehen. Die Pumpen sind im Regelfall auf Proportional-Druck einzustellen. In einigen Anwendungsfällen, wie z. B. bei einer Fußbodenheizung, ist Konstant-Druck zu verwenden.
Besteht nicht die Möglichkeit die einzelnen Abgänge gesondert einzustellen, so ist als Minimalforderung der Gesamt-Volumenstrom der Heizkreise einzustellen! Hinweis Bei Betrieb mit Umwälz-Pumpen im Heizkreis muss vor Einstellung des Strangventils der Differenzdruck der Pumpe eingestellt werden. Näheres ist den separaten Anleitungen der Anlagenkomponenten in der Unterlage ´Technische Dokumentation´...
Service Informationen Wartung Alle Eingriffe an einer PEWO Anlage (wie Inbetriebnahme, Einstellung, Reparatur und Wartung) dürfen nur durch qualifiziertes Fachpersonal aus dem Bereich des Heizungsbaus durchgeführt werden. Gefahr! Bei Arbeiten an elektrisch/hydraulischen Anlagen besteht Lebensgefahr. PEWO Anlagen sind technische Geräte, die zur Gewährleistung einer fehlerfreien Funktion in regelmäßigen Abständen von einem autorisierten Fachmann technisch überprüft und...
Störungsbeseitigung Störung Mögliche Ursache Gegenmaßnahme Auf der Primärseite ist kein Durchfluss vorhanden. Absperrungen geschlossen. Nach Ermittlung der Gründe, die Absperrungen wieder öffnen. Fehlender Differenzdruck. Informieren Sie das Energieversorgungsunternehmen. Schmutzfänger verschmutzt. Schmutzfänger (im Primär-Vorlauf) reinigen. Differenzdruckregler geschlossen. Differenzdruckregler Federpaket vorspannen. Achtung! Max. Druckverlust der Anlage beachten, siehe auch Bedienungsanleitung Differenzdruckregler.
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Störung Mögliche Ursache Gegenmaßnahme Pumpe mechanisch blockiert (durch Pumpe durch drehen der Welle freisetzen. längere Standzeiten). Falls vorhanden Druck - bzw. Druck- bzw. Temperaturüberwachung entriegeln. Temperaturüberwachung ausgelöst. Pumpe defekt. Pumpe wechseln. Stellantrieb öffnet nicht. Netzspannung nicht vorhanden. Absicherung der Netzversorgung überprüfen. Vorsicherung im Schaltschrank defekt.
Demontage Hinweis Die Demontage der Anlage setzt das Einverständnis des zuständigen Energieversorgungsunternehmens voraus! Gefahr! Alle Eingriffe an der Anlage dürfen nur durch qualifiziertes Fachpersonal durchgeführt werden. Bei Nichtbeachtung Lebensgefahr! Vor der Demontage der Anlage ist diese stromlos zu schalten und es sind die Absperrvorrichtungen zum Primär- und Sekundärnetz zu schließen.
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Telefax 03571 4898-28 Email: service@pewo.de Hinweis Die jeweils aktuell gültigen Servicebedingungen der PEWO Energietechnik GmbH finden Sie auf unserer Internetseite unter www.pewo.com. Hinweis Für einen langjährigen, optimalen Betrieb der Anlage empfehlen wir einen Wartungsvertrag abzuschließen. Eventuelle Unregelmäßigkeiten der Anlage können so früh erkannt und behoben werden.