Bedienungs- und Wartungsanleitung für
Be- und Entlüftungsventil für Abwasser und Trinkwasser
Best. Nr. 986-00
(ab Baujahr 01/2013)
1. Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Hawle Be- und Entlüftungsventil Best.-Nr. 986 ist zum Be- und Entlüften von Druckleitungen mit Betriebsdruck von 0 - 16
bar verwendbar.
Medium: kommunales Abwasser (nach EN 1085:2007), Trinkwasser.
Max. Betriebsdruck PFA = 16 bar.
Bei der Verlegung und bei Wartungsarbeiten sind neben der Montageanleitung, die gültigen Normen und Regelwerke, Unfallver-
hütungsvorschriften sowie die Vorschriften der Berufsgenossenschaften einzuhalten.
Achtung: Be- und Entlüftungsventile enthalten komprimierte Luft. Vor Wartungsarbeiten ist das Be- und Entlüftungsventil außer
Betrieb zu nehmen und in einen drucklosen Zustand zu bringen!
2. Produktbeschreibung
Das Be- und Entlüftungsventil mit patentierter Rollmembran-Technik ist für die Entlüftung großer Luftmengen unter Betriebsdruck
bestens geeignet.
Der Dichtsitz kommt nicht in Kontakt mit dem Medium. Das Be- und Entlüftungsventil arbeitet stufenlos von 0 bis 16 bar und
dichtet selbst im drucklosen Zustand einwandfrei ab. Durch Rollmembran und Federmechanismus werden zudem Druckstöße
gedämpft.
Das Be- und Entlüftungsventil besitzt einen Spülabschluss. Durch Anschluss einer Spülleitung können schnell und einfach Ver-
schmutzungen aus dem Be- und Entüftungsventil herausgespült werden. Bei größeren Verschmutzungen ist das Innenleben
auszubauen, zu reinigen und wieder einzusetzen (siehe Punkt 5).
3. Montage
Das Be- und Entlüftungsventil ist auf einen senkrechten Abgang, unmittelbar auf der Druckrohrleitung zu montieren.
Achtung: Eine seitlich verschleppte Anordnung von Be- und Entlüftungsventilen ist zu vermeiden.
Das Be- und Entlüftungsventil ist für den Einbau in Schächten konzipiert.
Unter dem Be- und Entlüftungsventil ist immer eine Absperrarmatur vorzusehen, um Wartungsarbeiten durchführen zu können.
Der Auslassbogen ermöglicht den Anschluss an eine ausreichend groß dimensionierte, bauseits zu erstellende Entlüftungs-
leitung.
Nähere Informationen zu Einbau und Betrieb von Be- und Entlüftungsventilen sind dem aktuellen DVGW-Merkblatt W 334 zu
entnehmen.
4. Inbetriebnahme und Druckprüfung
Be- und Entlüftungsventile sind generell vor einer Druckprüfung der Rohrleitung außer Betrieb zu nehmen. Dazu ist die Ab-
sperrarmatur unterhalb des Ventils zu schließen.
Nach erfolgreicher Druckprüfung ist die Absperrarmatur langsam zu öffnen und das Be- und Entlüftungsventil einer Funktions-
und Sichtprüfung unter Betriebsdruck zu unterziehen.
Beim Befüllen der Rohrleitung ist die maximale Füllgeschwindigkeit einzuhalten (DVGW-Merkblatt W 334). Vor dem Befüllen der
Rohrleitung ist zu prüfen, ob die Entlüftungseinrichtungen der Schächte die Luftmenge ableiten können.
Achtung: Vor einer Druckluftspülung ist das Be- und Entlüftungsventil zu schließen oder mit einem Entlüftunsstop Best.-Nr.
986ES, der diese Funktion automatisch ausführt, auszurüsten. Die Nachrüstung von bereits eingebauten Ventilen mit einem
Entlüftungsstop ist möglich.
5. Wartung - Instandhaltung des Be- und Entlüftungsventils Best.-Nr. 986
Be- und Entlüftungsventile sind entsprechend DVGW W 392 mindestens 1 x pro Jahr und insbesondere in Abwasserdruck-
leitungen mit hohem Verschmutzungsgrad häufiger zu warten.
Arbeiten an Be- und Entlüftungsventilen sind nur von entsprechend geschultem Personal vorzunehmen. Wir empfehlen die erste
Wartung nach einem Zeitraum von ca. 4 - 8 Wochen durchzuführen und nach dem Ergebnis dieser Wartung die weiteren War-
tungsintervalle festzulegen.
Die Funktionssicherheit des Be- und Entlüftungsventils wird durch regelmäßige Kontrollen erhöht.
Vor allen Wartungsarbeiten ist das Be- und Entlüftungsventil durch Schließen der Absperrarmatur vom Rohrnetz zu trennen. Der
Überdruck im Be- und Entlüftungsventil ist durch kurzzeitiges Öffnen des Kugelhahns abzulassen.
Beim Betreten von Schachtbauwerken sind grundsätzlich die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Wir empfehlen
bei Arbeiten in Schächten, eine Zwangsbelüftung des Bauwerkes vorzunehmen und Wartungsarbeiten nur bei abgeschalteten
Pumpen durchzuführen.
Nach Wartungsarbeiten ist eine ordnungsgemäße Druckprüfung entsprechend den gültigen Regeln und Vorschriften durchzu-
führen.
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Mat.-Nr. 316