M-10 Produktübersicht 1.1 Produktmerkmale Seite 1.2 Mechanische Daten Seite 1.3 Elektrische Daten Seite 1.4 Logische Daten Seite...
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1.Produktübersicht Bedienhandbuch M-10 Produktmerkmale Kurzbeschreibung Die M-10 ist eine Einachspositioniersteuerung für Servo- und Schrittmotor-Achsen. Es stehen für einfache Steuerungsauf- gaben bzw. für die Ankopplung an eine SPS jeweils 6 digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Über das Frontbedienfeld (Folientastatur mit zweizeiligem Display) kann die Achse konfiguriert, können die Fahrprogramme einge-...
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1.Produktübersicht Bedienhandbuch M-10 Mechanische Daten Abmessungen Gehäusewanne B / H / T : 200 mm * 112 mm * 110 mm Alle Anschlüsse auf der Rückseite über Steckverbindungen. Einbautiefe: 190 mm inklusive Stecker und Kabel. 123,5 Netzeingang X 34 X 33...
1.Produktübersicht Bedienhandbuch M-10 Elektrische Daten Netzanschluß Für den Netzanschluß befindet sich auf der Rückseite eine Kaltgerätedose. Mit einem Standard Netzkabel wird die Verbindung zu einer 230V-Steckdose hergestellt. Anschlußwert: 230 VAC ±10% ca. 100 mA Das eingebaute Netzteil ist mit einer von der Rückseite zugänglichen Feinsicherung abgesichert.
M-10 Installation, Anschlußtechnik 2.1 Installationshinweise Seite 2.2 Mechanische Installation Seite 2.3 Elektrische Installation Seite 2.4 Schaltplan - Beispiele Seite...
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Bedienhandbuch M-10 Installationshinweise Arbeitstemperatur Die M-10 hat einen Umgebungstemperaturbereich von 0 bis 40 °C. Durch die gerin- ge Stromaufnahme von ca. 100 mA entsteht nur minimale Eigenwärme, die über das Gehäuse an die Umgebung abgegeben wird. Zwangskonvektion ist nicht erfor- derlich, es muß...
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Mechanische Installation Schaltschrankeinbau Frontplattenausschnitt für 19”/2, 3HE (Größe 213,36 * 126,9 mm), Befestigung des Steue- rungsgehäuses über 4 Rändelschrauben. Für den Kompletteinbau mit Anschlußsteckern und Kabel muß eine Gesamttiefe von 190mm vorhanden sein. 198,5 123,5...
2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Elektrische Installation Anschlußübersicht (Rückwandansicht) Netzsicherung 230VAC / 2A MT Zentraler Erdungs- anschluß Netzanschluß X 21/ X 29 X 33 X 34 230VAC / 50Hz Für die Verbindung zur Peripherie befinden sich auf der Rückseite der Steuerung 9- bzw.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Steckerbelegungen Es stehen jeweils 6 digitale Ein- und Ausgänge an X34 zur Verfügung. Die Endschaltersignale für die positive und negative Endlage werden ebenso über X34 zugeführt. Für die Funktion ist auch der Anschluß der externen 24V-Versorgung erforderlich.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Die Schrittmotorsignale Takt und Richtung (TAKT, R/L) zur Ansteuerung des Schrittmotortreibers werden über X33 ausgegeben. Pegel: 5V-TTL potentialgebunden. Den für eine Servoachse erforderlichen analogen Sollwert (DC +, DC -) sowie die Reglerfreigabe (FRG +, FRG -) wird ebenso über den Stecker X33 ausgegeben.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 X6 - 9pol SUBD-Buchse * 05 * 04 * 03 * 02 * 01 Hinweis Die Kontaktbelegung des V24-Anschlusses X6 entspricht dem RS232 - Standard. Für die Verbindung zu einem PC verwenden Sie die Bei- spiele für Kabelausführungen in Kapitel 6.1 „Serielle Schnittstelle“.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Digitale Ausgänge (X34) Beispiel: Ausgang 1 Spannung: 24VDC ±10% Strom: 0,5A / Ausgang, 2A / alle Ausgänge 24V ext. Signal Hinweis Die digitalen Ausgänge sind intern durch Ableitdioden geschützt. Trotzdem sollten induktive Verbraucher, zum Beispiel Relais oder Magnetventile, mit geeigneten Löschgliedern versehen werden.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Encodersignale (X29) Encodernachbildung im Servoverstärker 100R X5/7 Kanal B 100R X557 HCPL 2630 100R X5/8 Kanal A 100R X5/6 X5/3 Kanal C 220R X5/4 Versorg. Beispiel: Baldor BSC 1102 Die Eingänge für die Encodersignale entsprechen dem RS422 - Standard für Geber mit Linedriver- Ausgängen.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Schrittmotorsignale (X33) Takt- und Richtungssignale führen 5V - Pegel und sind positiv schaltend. Spannung: 5V TTL Strom: 8mA max. Grenzfrequenz: Leistungs - Treiber Takt X Richt. X Beispiel: Berger WS5-9 Hinweis Um größtmögliche Störsicherheit zu erreichen, sollten die Leistungstreiber optoentkoppelte Eingänge haben.
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2. Installation, Anschlußtechnik Bedienhandbuch M-10 Schirmung Für die Verbindungen zwischen der MPS und der Peripherie nur abgeschirmte Leitungen verwenden. Der Schirm muß beidseitig geerdet werden. Eine optimale Schirmung auf der Steuerungsseite wird erreicht durch Verwendung von metallisierten Steckern. Hier kann der Schirm über die Zugentlastung flächig mit dem Steckergehäuse verbunden werden.
M-10 Bedienung 3.1 Tastatur Seite 3.2 Betriebsartenwahl Seite 3.3 Handbetrieb Seite 3.4 Handeingabe Seite 3.5 Teach In Seite 3.6 Automatikbetrieb Seite 3.7 Eingabemodus Seite 3.8 Speicher löschen Seite 3.9 Externe Daten Seite...
3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Tastatur TEACH Grund begrenz- tenTastenanzahl haben einige Tasten mehrere Funktionen, abhängig von AUTO dergerade gewählten Be-triebsart. START ± STOP Beschreibung der Tastenfunktionen HAND Anwahl der Betriebsart HAND. Durch wiederholtes Betätigen kann zwischen den Betriebsarten HAND und HANDEINGABE gewechselt werden.
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 EXTERNE DATEN Anwahl der Betriebsart EXTERNE DATEN. EINGABEMODUS Anwahl der Betriebsart EINGABEMODUS. Die Taste dient zusätzlich als Speichertaste in den Betriebsarten EINGABEMODUS und TEACH IN. REFERENZFAHRT Start der Referenzfahrt in der Betriebsart HAND. Wenn keine Betriebsart aktiv ist, dient diese Taste als RESET-Taste.
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 ZEHNERTASTATUR Eingabe von Zahlenwerten. In den Betriebsarten HAND und TEACH IN dienen die Tasten 1 bis 6 als Tipp-Tasten zum manuellen Verfahren der Achse. ± Betriebsartenwahl Nach dem Einschalten und dem Abarbeiten des Autostart-Programmes (siehe Kapitel 5.2) erscheint auf dem Display der Grundstellungstext.
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Handbetrieb Istposition HAND X+..19,000 Display In dieser Betriebsart kann die Achse in drei verschiedenen Geschwindig- keiten auf beliebige Positionen gefahren werden. Die aktuelle Position wird ständigangezeigt. Fahrtrichtung bestimmen Die Pfeilrichtungen auf den Fahrtasten bedeuten: Links = Position inkrementieren, Rechts = Position dekrementieren.
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Handeingabe Istposition Sollposition HANDEIN X+.245,270 Display X ..30,01 G-Funktion Diese Betriebsart erlaubt die direkte Eingabe und Ausführung von einzelnen G- Funktionen. In der zweiten Zeile des Displays wird die G-Funktion - wie bei der Programmierung im EINGABEMODUS - mit allen erforderlichen Parametern editiert.
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Teach In TEACH IN Display TEACH PROGRAMM P 0001 Programm-Nr. Der TEACH IN - Betrieb dient dem Programmieren von Fahrsätzen mit direkter Übernahme der Positionsdaten aus dem Positionszähler. Programm erstellen Ein NC-Programm wird in dieser Betriebsart genauso eingegeben und editiert wie im EINGABEMODUS.
3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Automatikbetrieb Istposition Sollposition AUTO AUTOMAT X+..20,000 Display START PROGRAMM P 0035 Programm-Nr. Im Speicher abgelegte Programme werden in dieser Betriebsart automatisch abgearbeitet. Vorgehensweise 1. Betriebsart anwählen mit der Taste ....
3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Eingabemode EINGABEMODUS Display PROGRAMM P 0001 Programm-Nr. Im EINGABEMODUS können Programme eingegeben bzw. geändert werden. Auch das Editieren der Maschinendaten (P0000) erfolgt in dieser Betriebsart. Grundsätzliche Arbeitsweise Betriebsart anwählen mit der Taste ... . .
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Programm duplizieren 1. Betriebsart anwählen mit der Taste ....2. Programm-Nr. löschen mit der Taste ....
3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Speicher löschen SPEICHER LÖSCHEN Display PROGRAMM P 0001 Programm-Nr. Das Löschen kompletter Programme oder des gesamten Programmspeichers ist in dieser Betriebsart möglich. Programme löschen 1. Betriebsart anwählen mit der Taste ....
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3. Bedienung Bedienhandbuch M-10 Externe Daten EXTERNE DATEN Display Die Übertragung von Programmen über die serielle Schnittstelle wird in dieser Betriebsart durchgeführt. Die Schnittstellenparameter sindstandardmäßig: 9600 Baud, No Parity, 8 Datenbit, 1 Stopbit Die Baudrate ist nicht veränderbar. In der Defaulteinstellung wird RTS/CTS- Handshake verwendet, über das Datum N902X 64 der Maschinendaten kann auf...
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Drucker. Es werden nur die folgenden Steuerzeichen verwendet(in Klammern der HEX-Code): CR (0Dh), LF (0Ah), FF (0Ch), HT (09h) Beispiel: MINIPOS M-10 V3.05 18.01.99 + INTERPLTR 1802 +DILAG 1298 Seite01 P0001 N0010 G00 X+.800,00 N0020 G00 X+.125,510 N0030 G13 M2241 M2248 M..M..M..M..M..M..Programme ausgeben Zur Datensicherung, zum Beispiel auf einem PC, können mit dieser Funktion einzelne...
M-10 Inbetriebnahme 4.1 Voraussetzungen Seite 4.2 Erste Schritte Seite 4.3 Liste der Maschi- Seite nendaten 4.4 Beschreibung der Seite Maschinendaten 4.5 Referenzfahrt Seite...
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Vorarbeiten abgeschlossen sind, alle Komponenten überprüft und die komplette Verdrahtung kontrolliert wurde. Hinweis Beim Anschluß der M-10 sowie der Installation der Antriebe müssen unbedingt die zuständigen VDE-Vorschriften beachtet werden. Die Sicherheit von Mensch und Maschine muß jederzeit gewährleistet sein. Zum Beispiel durch geeigne- te Sicherheits-Endschalter bzw.
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Erste Schritte Neuinitialisierung Vor der Erstinbetriebnahme bzw. nach einem Hardware-Tausch sollte das Positioniersystem neu initialisiert werden. Dies empfiehlt sich auch nach einer verse- hentlichen Falschprogrammierung der Maschinendaten. Vorgehensweise Beim Einschalten der Steuerung die Taste gedrückt halten.
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Mechanische In die Sätze N706 / N707 wird die Anzahl Schritte pro verfahrene Strecke Auflösung in mm oder Grad eingegeben. Beispiel 1 Achse mit 5-Phasen-Schrittmotor (1000 Schritte/Umdr.), plus Spindel mit 5 mm Steigung ergeben N706 X1000;...
4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Liste der Maschinendaten Die Maschinendaten ermöglichen eine einfache Anpassung der Steuerung an unterschiedliche Mechaniken und Achssysteme. Die Daten werden ab Satz N700 im Programm P0000 im Speicher abgelegt. Es wird keine Plausibilitätsprüfung durchgeführt. Deshalb ist darauf zu achten, daß...
4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Maschinendaten für Servo- bzw. Schrittmotor Satz Nr. Funktion Bereich Default Seite N813 X Freigabe 0 = keine Achse (0 oder 1 oder 16) 1 = Servoachse 16 = Schrittmotor Allgemeine Steuerungsdaten Parameter Satz Nr. Funktion Bereich...
4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Beschreibung der Maschinendaten Maschinendaten für den Interpolatorteil N699 X ..R ..Korrekturweg Referenz Dieser Wert wird nach dem Referenzpuls mit dem in N902A programmierten F gefahren. Bei R wird 0 eingetragen. N700 X ..Maximal-...
4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 N702 X ..Stop- geschwindigkeit Bereich 1 - 32767 mm/min Default Stop Beim Anhalten wird ebenfalls nicht bis zur Geschwindigkeit 0 verzögert, sondern bis zur hier angegebenen (min. 1 mm/min). Außedem erfogt das Freifahren vom Endschalter bei der Referenzfahrt mit dieser Geschwindigkeit.
Die M-10 arbeitet intern mit der physikalischen Einheit umrechnung Inkrement bzw. Step. Durch Angabe der mechanischen Auflösung ist die M-10 in der Lage, nach außen in geläufigen technischen Einheiten wie mm oder Grad zu arbeiten. Geschwindigkeitsangaben, wie in den folgenden Parametern, werden somit in mm/min gemacht.
4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Referenzfahrt - Parameter N710 X ..Referenzfahrt- Geschwindigkeit Bereich 1 - 32767 mm/min Default Mit der hier angegebenen Geschwindigkeit wird bei der Ausführung eines G74 - Befehles in die vorgegebene Richtung gefahren, bis der Endschalter erreicht ist.
N800 X..P-Faktor Bereich 1 - 32767 Konstante Default Der Lageregler der M-10 arbeitet als reiner P-Regler. Die Sollwertspannung zum Servoverstärker ist immer proportional zum Schleppfehler. Die maximale Ausgangsspannung wird erreicht bei einem Schleppfehler von: 32.000 32.000 Schleppfehler = ————...
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 N813 X ..Motor-Freigabe Bereich 0, 1 oder 16 Konstante Default Der Wert 0 in diesem Maschinendatum verhindert die Freigabe eines Servoreglers, sowie die Taktausgabe auf einen Schrittmotorantrieb. Der Wert 1 in diesem Parameter aktiviert den digitale Lageregler.
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Allgemeine Steuerungsdaten Parameter Die Datensätze N900 bis N903 beinhalten achsunabhängige Steuerungsdaten. Teilweise handelt es sich um Bit- und um Wort-Informationen, wobei auch hier die Bit-Informationen als Wort (Summe der einzelnen Wertigkeiten) eingegeben werden. N900 X ..Y ..
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Verschiedene Steuercodes Im Datensatz N902 beinhalten die einzelnen Parameter unterschiedliche achsunabhängige Steuercodes. N902 X ..Y ..Z ..U ..V ..A ..B ..C ..Steuercode 1 (N902 X) Wert Funktion Fehlermeldung nach Power-On ignorieren. (z. B. Tastaturfehler) Tastaturfernbedienung über serielle Schnittstelle ausschalten.
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 N902 U: N902 V: Wert Funktion Wert Funktion M2341 M2241 M2342 M2242 M2343 M2243 M2344 M2244 M2345 M2245 M2346 M2246 M2347 M2247 M2348 M2248 keine Initia- keine Initia- lisierung lisierung Hinweis Auch beim Verlassen einer Betriebsart und Rückkehr in die Betriebsartenwahl wird die Initialisierung durchgeführt.
4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Referenzfahrt Positioniersysteme wie die M-10, die nicht über ein absolutes Meßsystem verfügen, müssen nach jedem Kaltstart eine Referenzfahrt durchführen. Einzige Ausnahme: Wickel- oder Vorschubachsen, die nur relativ verfah- ren. Start der Referenz- Aktiviert wird die Referenzfahrt durch die Funktion G74 . Entweder in ei- fahrt nem NC-Programm oder direkt per Handeingabe.
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4. Inbetriebnahme Bedienhandbuch M-10 Beispiel Standard-Referenzfahrt Servoachse mit Nullimpulsauswertung F-Referenz (N710) F-Start/Stop (N701/702) F-Refpuls (N902) F-Freifahren (N705) Nullimpuls Endschalter Freifahrweg (N711) Referenzpunkt Sonder-Ablauf Rundachsen benötigen keine Endschalter. Damit der vorhandene Referenz- schalter auch nur bei der Referenzfahrt wirksam ist, darf die Achse in N790 nicht als Linearachse definiert sein.
M-10 Programmierung 5.1 Allgemeines Seite 5.2 Sonderprogramme Seite 5.3 Funktionsübersicht Seite 5.4 Beschreibung der G- Seite und M-Funktionen...
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P8000 bis P9999 Reservierter Bereich für Sonderprogramme Programm- Die Programmierung der M-10 erfolgt in einer an die DIN 66025 angelehnten Sprache, struktur wie sie in der CNC- Technik allgemein üblich ist. Jedes Programm setzt sich aus einer endlichen Anzahl von Sätzen zusammen. Ein Satz besteht aus einer Satznummer und einer G-Funktion.
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Sonderprogramme Neben den frei verfügbaren Programmnummern P0001 bis P7999 gibt es einen reservierten Bereich von P7000 bis P9999. Hierin sind einige Programme für Sonderfunktionen vorgesehen. P9999 Nach Power-On überprüft die Steuerung selbsttätig, ob im Speicher ein Programm Autostart- mit der Nr.
5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Funktionsübersicht Liste der Ein NC-Satz beinhaltet immer eine G-Funktion. Einige G-Funktionen können G-Funktionen zusätzlich eine M-Funktion (G09, G23) oder mehrere M-Funktionen (G13) enthalten. Positionieren im Eilgang Seite 6 Positionieren mit F Seite 6 Verweilzeit Seite 6 Restweg löschen...
5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Steuerfunktionen Reglerfreigabe schalten Funktion M2141 M2151 nur für Servo-Achse Interne Steuerfunktionen Funktion M2257 M2247 In Position M2357 M2347 Sperrung der Starttaste zur Überbrückung von Eingangsbedingungen. Seite 5...
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 4 Beschreibung der G- und M- Funktionen G - Funktionen: Positionieren im Eilgang G00 X..,... Wirkung Die Achsen fährt mit der maximal möglichen Geschwindigkeit (Fmax aus Maschinendaten N700) zum programmierten Endpunkt. Ob die Positionen absolut oder relativ wirken, muß zuvor einmal durch G90 bzw. G91 festgelegt werden.
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Die Positioniergeschwindigkeit F in mm/min kann hiermit für die Funk- tionen G01 und G09 voreingestellt werden (wirkt speichernd). Die Zusatzparameter S, T und M sind für die M-10 nicht relevant. Zusatzfunktion G13 M..M..M..M..M..M..M..M..M..
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Programmsprung (Progr.-Wechsel) G20 P..N..Wirkung Unbedingter Sprung zu einem beliebigen Satz in einem beliebigen Programm. Wird nur N programmiert, erfolgt der Sprung innerhalb des gerade aktiven Programmes. Wird nur P programmiert, erfolgt der Sprung zum ersten Satz des angegebenen Programmes.
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Beispiel 1 P0001 N0200 G23 P 10 W 5 M 0162 N0210 G01 X 3100 Wenn Eingang 2 auf I/O-Kanal 1 gesetzt ist wird Programm 10 sechsmal abgearbeitet, sonst wird direkt Satz 210 bearbeitet. Beispiel 2 N0870...
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Linearteilung X..,... O..P..Wirkung Eine Gerade im Raum wird in gleiche Teilungen aufgeteilt. Die Anzahl der Teilungen wird in O programmiert. Nach dem Erreichen wird das unter P eingegebene Unterprogramm aufgerufen. In diesem Unterpro- gramm kann der Kunde festlegen, welche Funktionen nach jeder Teilung ausgeführt werden sollen.
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 M - Funktionen: Programmierter Halt: M0000 Das Programm wird mit dieser Funktion angehalten und kann mit der Starttaste wieder fortgesetzt werden. Programmende: M0002 Wirkung Das Programm wird mit dieser Funktion beendet. Nach dem letzten Programmsatz braucht keine M2-Funktion programmiert werden, das Programm endet automatisch.
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5.Programmierung Bedienhandbuch M-10 Starttaste sperren für Eingangs bedingungen AUS: M2357 EIN: M2347 Wartet das Programm auf eine Eingangsbedingung (M-Funktion), kann diese mit der Starttaste überbrückt werden. Wenn dies nicht erwünscht ist, muß mit dieser Funktion die Überbrückung freigegeben werden. M0140 - Alle Ausgänge setzen...
M-10 Serielle Schnittstelle 6.1 Handhabung Seite 6.2 Fernsteuerung M-10 Seite...
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6. Handhabung der Schnittstelle Bedienhandbuch M-10 Handhabung der Schnittstelle Der serielle V24-Anschluß (X21/X6) dient der Ankopplung des Systems an einen externen Rechner. Damit besteht die Möglichkeit, zwei grundle- gende Aufgaben von einem PC auszuführen: Laden und Sichern von Programmen und Maschinendaten.
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6. Handhabung der Schnittstelle Bedienhandbuch M-10 Schnittstellen- Zur Synchronisation der Kommunikation wird RTS-CTS - Handshake anschluß X6 oder XON - XOFF verwendet. Kabelausführung MPS X6 PC-9pol oder PC-25pol TxD ---------------------- 2---------------------------- 3 RxD ----------------------3---------------------------- 2 GND ---------------------- 5---------------------------- 7 RTS ---------------------- 8---------------------------- 4...
6. Handhabung der Schnittstelle Bedienhandbuch M-10 Fernsteuerung der M-10 Das Betriebsystem der MPS überwacht ständig die serielle Schnittstelle. Dadurch ist es jederzeit möglich, von einem externen Rechner Kommandos an die Steuerung zu senden. Die Kommandos bestehen aus einzelnen ASCII-Zeichen und sind teilweise direkt den Tasten des Bedienfeldes gleichgesetzt.
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6. Handhabung der Schnittstelle Bedienhandbuch M-10 Statusabfragen Um eine komplette Fernsteuerung aller Funktionen realisieren zu können, muß der steuernde Rechner ständig über den Status der Steuerung informiert sein. Dieser Status kann je nach gewünschter Information durchverschiedene Kommandos von der Steuerung angefordert werden.
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6.Handhabung der Schnittstelle Bedienhandbuch M-10 Alle Sollwerte in Hex anfordern Kommando & Antwort 400D03000000000000000000000..(64 Zeichen = 8 Achsen)..00C Positions-Sollwert Achse X. Hexadezimale Darstellung des Sollwertes wie bei „/“. Pro Wert 4 Byte = 8 Zeichen. Es werden immer 8 Sollwerte (64 ASCII-Hex-Zeichen) in einer Zeile aus- gegeben, unabhängig von der tatsächliche implementierten Achsenzahl.
M-10 Systemmeldungen 7.1 Liste der Systemmeldungen Seite 1 7.2 Beschreibung der Meldungen Seite 2...
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7. Systemmeldungen Bedienhandbuch M-10 Liste der Systemmeldungen Das Betriebsystem der Steuerung erzeugt eine Reihe von Meldungen, die auf Bedien- und Programmierfehler hinweisen. Auch Störungen, die im System oder der Anwendung auftreten, werden gemeldet. Damit ist eine rasche Fehlerdiagnose möglich. Die Meldungen werden auf dem Display im Klartext ausgegeben.
7. Systemmeldungen Bedienhandbuch M-10 Beschreibung der Meldungen CHECKSUM Ursache Ermittelte Checksum stimmt nicht mit dem im EPROM abgelegten Wert überein. Abhilfe EPROM tauschen. PAGE 0 RAM Ursache Fehler beim Speichertest (Arbeitsspeicher, nicht CMOS-RAM). Abhilfe Hardware tauschen. TASTATUR Ursache Das System erkennt nach Power-On ein dauernd anstehendes Tastensignal.
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7. Systemmeldungen Bedienhandbuch M-10 Beschreibung der Meldungen P NICHT GEFUNDEN Ursache In Automatik wurde ein Programm gewählt, das nicht existiert. Im Ablauf wird ein nichtexistierendes Unterprogramm aufgerufen. Abhilfe Programm korrigieren bzw. fehlendes Programm nachladen. N NICHT GEFUNDEN Ursache Angegebene, angewählte bzw. anzuspringende Satz-Nr. existiert nicht.
7. Systemmeldungen Bedienhandbuch M-10 Beschreibung der Meldungen P NICHT FAHRBAR Ursache Es wurde versucht, P0000 (Maschinendaten) zu starten. Abhilfe Richtige Programm-Nr. angeben. IN POSITION Ursache Die Funktion M2247 ist aktiv und der Schleppabstand hat innerhalb von 2 Sekunden nicht den im Positionsfenster angegebenen Wert erreicht.
7. Systemmeldungen Bedienhandbuch M-10 Beschreibung der Meldungen DATENFORMAT Ursache Bei der seriellen Datenübertragung wurde ein Formatfehler erkannt. Abhilfe Datenformat muß auf beiden Seiten gleich eingestellt sein. ENDSCHALTER Ursache Achse hat einen Endschalter angefahren. Abhilfe Fehler quittieren, im Handbetrieb Schalter freifahren.