Gerätesteuerung
Alle Gerätefunktionen werden von einem Prozessor gesteuert. Bei
Anschluß des separaten Infrarotempfängers RE 120 oder An-
schluß an den Verstärker CV 1500 RC ist das Gerät mit dem In-
frarotgeber RC 154 voll fernsteuerbar. Über die IR-Empfangs-
schaltung (RE 120, CV 1500 RC) werden die Infrarotbefehle in
elektrische Impulse umgewandelt und auf eine Busleitung ge-
schaltet (Gerätebus), die der Prozessor verarbeitet. Dabei über-
nimmt er folgende Aufgaben:
1. Abtasten der Pulsfolge
2. Ausfiltern von Störungen
3. Erkennen der gerätespezifischen Befehle
4. Durchführen des erkannten Befehles
5. Timerfunktionen
6. Clockfunktionen
7. Auswerten der FM- und AM-Oszillatorsignale
Der Prozessor ist in einer separaten Baugruppe untergebracht.
Die Stecker bilden die Schnittstelle zwischen Prozessor und nach-
folgender Deviceelektronik.
Eingaben
Das Eingaberegister besteht aus drei in Reihe geschalteten 8-Bit-
Schieberegistern, die eine parallele oder serielle Eingabe ermög-
lichen. Die Eingabe erfolgt parallel als aktiv low über die 22
Funktionstasten, wobei die UP-Einheit die Leitung P/S (parallel/
seriell) auf high legt. Die im Schieberegister gespeicherten Daten
werden seriell mit der Leitung D1 (Daten Eingabe) dem Prozessor
zugeführt.
Die Oszillatorsignale gelangen über Stecker N 3 (OAM) und Stecker
N 2 (OFM) in die pP-Einheit. Hier werden die Signale herunterge-
teilt und vom 1.11D in Daten für die Digitalanzeige umgesetzt.
Ausgaben
Funktionsregister und LED-Anzeigen
Dieses Register besteht aus zwei in Reihe geschalteten Dual 4-Bit-
Schieberegistern IC 7502 und IC 7104, die eine seriale Eingabe
und eine parallele Ausgabe ermöglichen. Die Eingabe erfolgt
seriell vom Prozessor mit der Leitung DF (Daten Funktionsre-
gister) und dem zugehörigen Schiebetakt CKF. Die Rückmeldung
der ausgeführten Funktion (Quittierung) erfolgt optisch über
Leuchtdioden, die durch einen invertierenden Treiber (IC 7401,
IC 7402, IC 7102 und IC 7103) angesteuert werden.
Die im Prozessor aufgearbeiteten Daten, sowohl für die Clock-
Anzeige als auch von den FM- und AM-Oszillatoren, werden
seriell mit der Leitung DD (Daten Display) dem hochintegrierten
Display-Treiber IC 8000 an Pin 22 zugeführt Der dazugehörige
Takt C KD (Clock Display) gelangt an Pin 21.
Wird bei FM-Betrieb die Taste Channel betätigt, so wird durch
das Ansteuern der LED Channel (high an Pin 13 IC 7103) die
LED MHz ausgeschaltet (low an Pin 13 IC 7101). Wird AM-Betrieb
gewählt, steuert T 7101 durch und schaltet die LED MHz aus,
auch wird über Pin 10 von IC 7102 die LED kHz aktiviert. Geht
das Gerät in Stand By-Betrieb, Leitung SB high, so wird durch
das Schalten von T 7100 die LED kHz ausgeschaltet.
Remote Control
Die auf dem Gerätebus laufenden Steuersignale werden kapazitiv
(C 7808) ausgekoppelt und über R 7811 mit der Leitung IR Cl R-
Signale) direkt dem Prozessor zur Auswertung zugeführt. Um die
Timerfunktionen auszuführen, wird mit einem high Signal auf
der Leitung RE (Remote Enable) an der Basis von T 7806 über
den Optokoppler IC 7804 und T 7804 die Gerätebusspannung
auf U/2 geschaltet. Über die Leitung TF (Timerfunktion) sendet
der Prozessor Steuersignale (IR -Simulation) an Transistor T 7808,
der diese mit T 7805 auf den Bus schaltet. Leitung RE bleibt für
die Dauer der IR-Simulation auf high Pegel.
Funktionsregister
IC
Pin
Bezeichnung
Schaltbild
aktiv
Funktion
5
MAN
Manuel
4
Stat. 7
3
„ 6
10
„5
Sender -
C•1
13
„
4
Stationen
12
„
3
11
„
2
2
„ 1
5
FM
FM
4
LW
LW
3
MW
MW
10
AFC
AFC
13
MO
Mono
12
CH
Channel
11
SB
Stand By
2
T1
Timer
Austausch Keramikfilter
In dem Tuner CT 1540 RC werden im FM-ZF-Verstärker Keramik-
filter mit unterschiedlicher Resonanzfrequenz verwendet. Die
ZF-Verstärker müssen auf die Resonanzfrequenz des jeweiligen
Keramikfilters abgeglichen werden.
Für die digitale Anzeige der Empfangsfrequenz wird die Oszilla-
torfrequenz gemessen. Die Oszillatorfrequenz liegt gegenüber der
Empfangs- bzw. Eingangsfrequenz um den Betrag der ZF höher.
Dementsprechend muß von der Oszillatorfrequenz dieser Betrag
Es sind folgende Kombinationen möglich:
abgezogen werden, was durch das Programm des pP-Teiles be-
rücksichtigt wird.
Es können unterschiedliche Keramikfilter, die im Prinzip aus-
tauschbar sind (ZF-Abgleich) und unterschiedliche Programm-
bausteine (PROM und E-PROM-Version) die nicht austauschbar
sind, eingesetzt sein. Eine Beeinflussung des von der Oszillator-
frequenz zu subtrahierenden Betrages, welcher der ZF entspricht,
ist durch zwei Programmierbrücken am Microprozessor (Pin 16
und Pin 26) möglich.
Kennfarbe
Keramikfilter
ZF-Frequenz
PROM
E-PROM
Programmier-
brücken
schwarz
10,64 MHz
262 516
264 208
keine einsetzen
blau
10,67 MHz
262 516
264 208
16 oder 26 einsetzen
rot
10,70 MHz
262 516
264 208
beide einsetzen
orange
10,73 MHz
262 518
264 209
keine einsetzen
weiß
10,76 MHz
262 518
264 209
16 oder 26 einsetzen
4