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Alle technischen Angaben in diesem Buch wurden von den Autoren mit größter Sorgfalt erarbeitet. Trotzdem sind Fehler nicht vollständig auszuschließen. Die KRILO D.O.O. (in Folge TEAM 5) weist deshalb darauf hin, daß weder eine Garantie noch die juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für Folgen, die auf fehlerhafte Angaben zurückgehen, übernommen werden...
KRILO ist sehr daran interessiert, Dich als Kunden optimal über technische Entwicklungen und Neuerungen sowie jegliche Informationen, die Deinen BLUE betreffen, auf dem Laufenden zu halten. Um dazu auch zukünftig in der Lage zu sein, bitten wir Dich, sich bei krilo.org zu registrieren. Grösse...
PERSONELLE ANFORDERUNGEN Der KRILO BLUE hat die weltweit strengsten Tests erfolgreich durchlaufen und die deutsche Mus- terprüfungs-Bestätigung in Form des DHV-Gütesiegels erhalten. Dabei wurde er in die Kategorie DHV 1-2GH eingestuft. Er ist damit nicht für den Anfänger oder weniger erfahrenen Piloten geeignet. Achtung: Erfahrun- gen unter thermischen und turbulenten Flugbedingungen sollten unbedingt mit größter Vorsicht...
DIE SCHIRMKAPPE Die Kappe des BLUE besteht aus neuestem, hochfesten, spezialbeschichteten Porcher Marine-Tuch, das sich bei ordnungsgemäßem Umgang (siehe Kapitel Pflege und Wartung) als außergewöhnlich alterungsresistent und luftdicht erwiesen hat, so daß Du Dich über lange Zeit an der Sicherheit und Wertstabilität Deines BLUE erfreuen kannst.
Das neuartige DVS wird neben dem bewerten Einsteiger BLUE nun auch im BLUE angewendet. Die Wirkungsweise ist dabei sehr einfach und ebenso effizient. Generell wird der Schmutz (wie Gras, Blätter, Insekten, Steine usw.) im Fluge durch die im Schirm vorherrschende Luftströmung stets in den Stabilobereich befördert. Dort sammelt er sich an und musste bislang mühsam über dafür vorgesehen Öffnungen rausschüttelt werden.
DAS LEINENSYSTEM Der schädliche Leinenwiderstand konnte beim BLUE noch zusätzlich minimiert werden, indem die Leinen zwischen Kappe und Tragegurt über drei, zum Teil vier Ebenen vergabelt und ihre Durchmesser den auftretenden Belastungen angepaßt wurden, wie es üblicherweise nur bei rein- rassigen Hochleistern der Fall ist.
Größe. Für den BLUE XS und S sind Bremsgriffe serienmäßig kleiner als für die Größen M und L. Die definitive Einstellung der Bremsgriff-Position muß an Hand der Gurtzeugmaße, der Pilotengröße und der individuellen Gewohnheiten vorgenommen werden (siehe Kapitel Einstellmöglichkeiten).
DAS BESCHLEUNIGUNGSSYSTEM Das Beschleunigungssystem des BLUE besteht funktional aus zwei Teilen: Den Untersetzungen im Tragegurt zwischen den verschiedenen Leinengruppen und dem Flaschenzugsystem, das durch seine 1:3 Untersetzung ermöglicht, den vollen Beschleunigungsweg des BLUE ohne großen Kraft- aufwand zu nutzen. Verbindungsstelle zum Beinstrecker sind die Brummelhaken an Tragegurt und Beschleuniger- schnur, die vor dem Start einfach durch eine 90°-Drehung gegeneinander eingehängt werden.
Gefahr eines Geräteversagens als vernachlässigbar gering angesehen werden kann. Bitte wende bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes passender Größe die gleiche Sorgfalt an, wie Du es bei der Wahl Deines KRILO -Gleitschirms getan hast! Wir empfehlen unsere Rettungssysteme der Serie ORANGE.
Achtung: Denke stets daran, vor dem Bepacken die Kompressionsriemen wieder vollständig zu öffnen! Neben dem riesigen Hauptfach besitzt der KRILO Komfort-Packsack noch eine große Tasche, in die Handschuhe u.ä. verstaut werden können. Auch voluminöse Gurtzeuge mit modernen Rücken- und Seiten-protektoren finden hier Platz. Das gelingt am einfachsten, wenn Du den Schirm in den Gurt stellst und beides zusammen mit dem Schirm zum Rucksackrücken in den Packsack packst.
BREMSEN Die Einstellung, in der Dein BLUE serienmäßig ausgeliefert wurde, entspricht einer mittleren Ein- stellung. Diese Längen-Einstellung darf keinesfalls stark unterschritten werden, der Bremsgriff darf also nicht um mehr als 5 cm höher angebracht werden! Ein ständig angebremster Schirm wäre die Folge.
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In jedem Falle muß der Bremsweg noch ohne Wickeln ausreichen, den BLUE bei der Landung zum Strömungsabriß zu bringen. Dies kann auch dynamisch (unter Ausnutzen des Pendeleffekts) ge- schehen. Wie empfehlen das Wickeln der Bremsen um die Hände über Wasser und unter fachmänischer An- leitung zu erlernen, denn durch die veränderte Armhaltung wird sich auch der Steuerdruck weni- ger streng anfühlen und der Abreisspunkt muss neu ertastet und erlernt werden.
BESCHLEUNIGUNGSSYSTEM Das Beschleunigungssystem muß auf Pilot und Gurtzeug richtig eingestellt werden, um den vollen Beschleunigungsweg zu gewährleisten. Dazu werden zuerst die Tragegurte in die Karabiner des Gurtzeuges eingehängt und das Bein- strecker-Seil mit dem Beschleunigungssystem am Tragegurt verbunden (s.u.). Die Tragegurte sollten nun gestreckt werden, um die Situation im Flug zu simulieren. Dazu ist es am Günstigsten, wenn eine zweite Person behilflich ist.
Diese Einstellung sollte einen guten Kompromiß darstellen zwischen „ausreichend lang“, um im Flug „einsteigen“ zu können, und „kurz genug“, so daß der Arbeitsweg noch möglich ist, den der volle Beschleunigungsbereich verlangt. Vor dem Flug brauchen nun lediglich die Tragegurte in die Karabiner eingehängt und die Brummel- haken am Beschleunigungssystem verbunden werden.
START VORBEREITUNGEN Die Wahl eines geeigneten, hindernisfreien Startplatzes entscheidet bereits über das sichere Ge- lingen des Starts. Das Gelände sollte ausreichend Anlaufstrecke in Windrichtung und die Mög- lichkeit zum Startabbruch bieten. Zunächst wird der BLUE aus dem Schutzsack genommen und ausgelegt. Dabei zeigen die Eintrittsöffnungen nach oben und beschreiben einen deutlich gekrümmten Bogen, so daß...
Die Bremse muß vollkommen frei bis zur Umlenkrolle und von dort zum Bremsgriff laufen. Die Leinenschlösser sind daraufhin zu überprüfen, ob sie alle sicher zugeschraubt sind. Kontrolliere nun noch das Beschleunigungssystem. Der Fußstrecker muß unbedingt frei sein und darf beim Startvorgang nicht die Gurte verkürzen oder zum Stolpern führen.
Ist jedoch alles einwandfrei, so hebt der BLUE mit weiter beschleunigten Schritten (Schrittlänge, nicht Schrittfrequenz steigern) rasch ab. Der Abflug erfolgt aufrecht und laufbereit. Bei starkem Wind kann der BLUE durch Halten der D-Tragegurte wesentlich einfacher und gleich- mäßiger am Boden gehalten werden als mit den Bremsen. Das Aufziehen der Kappe erfolgt nun vorzugsweise mit einer Rückwärtsstarttechnik.
FLUGTECHNIK GESCHWINDIGKEITSSTEUERUNG ÜBER DIE BREMSEN Der alleine über die Bremsen erfliegbare Geschwindigkeitsbereich des BLUE ist verhältnismäßig hoch. Die für jede Flugsituation angepaßte Geschwindigkeit ist wichtig für die Flugleistung und Sicherheit. Das beste Gleiten (in ruhender Luft) erreichst Du beim BLUE durch einen völlig ungebremsten Flug. Die geringste Sinkgeschwindigkeit ergibt sich bei etwa 25-30 cm beidseitig gezogenen Bremsen.
KURVENFLUG Der BLUE reagiert sehr direkt auf die Bremsen und hat eine hohe Wendigkeit. Die harmonische Kopplung von Bremsleinenweg und Kurvenschräglage bedingt, dass der Pilot für ein flaches Kreisen die kurvenäußere Bremse mitbenutzen sollte: Enge, steile Kurven werden aus voller Fahrt durch einseitigen Steuerleinenzug erflogen, aus angebremster Fahrt durch gleichzeit- iges Nachlassen der kurvenäußeren Bremse.
FLIEGEN IN TURULENZ Beim Durchfliegen starker Turbulenzen empfiehlt es sich, durch beidseitiges Anbremsen den Schirm zu stabilisieren. Bis zu einem gewissen Grad von Turbulenz ist der BLUE auch voll beschleunigt sehr klappstabil. Diese Grenze kann ein erfahrener Pilot sehr weit ausdehnen, indem er die Kappe „aktiv“ stabili- siert: Sobald der Schirm sich in Turbulenzen nach vorne bewegt, wird er mehr oder weniger stark zurückgebremst.
STEILSPIRALE Die Steilspirale ist eine effektive Form des Schnellabstiegs: Mit etwas Übung erreichst Du mit dem BLUE über 15 m/s Sinkgeschwindigkeit. Taste Dich unbedingt erst langsam an diese Werte heran! Einseitiges, kontinuierliches Herabziehen einer Bremse verengt den Kurvenflug zu einer Spi- raldrehung, in der hohe Sinkgeschwindigkeiten erreicht werden können.
B-STALL Aus dem unbeschleunigten Normalflug werden die B- Leinen am Besten oberhalb der Leinenschlösser beidseit- ig ergriffen und herabgezogen. Die B-Tragegurte sind mit einem „B STALL“-Label gekennzeichnet. Die Bremsen können dabei in der Hand behalten wer- den. Die ersten ca. 10 cm benötigen relativ hohen Kraf- taufwand.
Sinnvoll anwendbar ist das Ohrenanlegen nur, um aus mäßigem Aufwind horizontal zu entkommen, ohne noch weiter Höhe zu gewinnen (z.B. unter der Wolkenbasis oder bei Gefahr, rückwärts ins Lee geblasen zu werden). Durch die aerodynamisch schlechtere Umströmung des Flügels wird die Horizontalgeschwindigkeit reduziert und das Geschwindigkeitsfenster zur Stallgeschwindigkeit empfindlich verkleinert.
Reaktionen, die den BLUE daran hindern könnten, sogleich wieder selbständig in den Normalflug zurückzukehren. Richtiges Verhalten in extremen Fluglagen kann in einem Sicherheitstraining erlernt werden. KRILO empfiehlt den Besuch eines Sicherheitstrainings. Unter professioneller Anleitung können dort über Wasser (mit Schwimmweste und Rettungsboot abgesichert) solche Flugmanöver bewußt eingeleitet und kennengelernt werden.
EINSEITIGES EINKLAPPEN Der BLUE gibt dem Piloten ausreichend Zeit, einzugreifen. Die erste Reaktion des Piloten muss in jedem Falle Gegensteuern sein, um ein Wegdrehen zu verhindern, bzw. den Schirm abzufangen. Ohne ein Gegensteuern stoppt der BLUE die Drehbewegung im Regelfalle selbständig. Die eingek- lappten Flügelbereiche öffnen daraufhin in aller Regel ohne Eingriff des Piloten.
(kleinerer Verhänger, gut geradezuhalten, Manövrierfähigkeit bleibt erhalten) oder das Rettungs- gerät ausgelöst werden muß (großer Verhänger, nur mit Stallgefahr geradezuhalten, hohes Sinken, nicht mehr manövrierfähig). Wenn Du im Zweifel bist, löse bei einem Verhänger immer sofort das Rettungsgerät aus! FRONTALES EINKLAPPEN Fliegst Du beispielsweise ungebremst aus einer starken Thermik heraus, so kann dies ein frontales Einklappen der Kappe zur Folge haben.
Flugfigur, die nicht absichtlich erflogen werden sollte. Da der BLUE über sehr lange Bremswege bis zur Fullstallgrenze verfügt, kann ein unbeabsichtigter dynamischer Stall weitgehend ausgeschlossen werden. Achtung: Niemals aus der rückwärtigen Abkippbewegung zu Beginn des Fullstalls heraus die Brem- sen freigeben! Es besteht Gefahr, daß die Schirmkappe bis unter den Piloten beschleunigt und eine Kappenberührung die Folge ist.
BREMSAUSFALL Der Bremsgriff muß unbedingt mit einem geeigneten Knoten an der Bremsleine befestigt werden (siehe Kapitel Einstellmöglichkeiten)! Wird das nicht beachtet oder sollte die Bremsleine beschädigt werden, so kann dies zum Verlust des Bremsenzugriffs führen. Das Gleiche kann passieren, wenn sich der Bremsgriff an der Brems- rolle verknotet hat.
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Kleine Risse mitten im Tuch können mit Segelreparaturmaterial selbst geklebt werden (möglichst beidseitig). Risse entlang von Nähten (festigkeitsrelevant) oder größere Verletzungen des Tuches sind nur durch eine von KRILO autorisierte Werkstatt zu reparieren. Die Leinen und die Schirmkappe müssen regelmäßig auf Beschädigungen überprüft werden.
Leinenbündler Zur Aufrechterhaltung der Betriebserlaubnis ist eine Nachprüfung gemäß der mitgelieferten Nachprüfungsanweisung durchzuführen. Nach spätestens 2 Jahren oder 150 Flugstunden muss der BLUE zum Hersteller bzw. Vertrieb zur turnusmäßigen Überprüfung gebracht werden. Anderenfalls erlischt die Gewährleistung. Solltest Du eine vorzeitige Nachprüfung, z.B. wegen extremen Gebrauchs, wünschen, so führen wir diese selbstverständlich gerne schon vor dem Fälligkeitsdatum durch.
senden. Jeder Prüfschritt ist gewissenhaft durchzuführen und im Nachprüfprotokoll einzutragen. · Falls bei der Prüfung ein Mangel festgestellt wird, darf mit dem Gerät nicht weiter geflogen wer- den. Es muss dann eine Instandsetzung durch den Hersteller oder einer, von ihm beauftragter Person durchgeführt werden.
Anhang / Appendix / Annex Übersichtszeichnung / General graphic / Dessin d’ensemble ............93 Leinenplan / Line plan / plan de suspentes ................... 93 BLUE S DHV Luftsportgeräte-Kennblatt ....................95 DHV Testflüge ...........................96 BLUE M DHV Luftsportgeräte-Kennblatt ....................97 DHV Testflüge ...........................98 BLUE L DHV Luftsportgeräte-Kennblatt ....................99 DHV Testflüge ..........................100...
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ÜBERSICHTSZEICHNUNG / GENERAL GRAPHIC / DESSIN D’ENSEMBLE Kappe / Canopy / Voile Stabilo / Stabilo / Stabilo Eintritsöffnungen / air intakes Bord d’attaque Leinen / Lines / Suspentes LEINENPLAN / LINE PLAN / PLAN DE SUSPENTES...