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Arbeiten mit dem Gerät
Arbeitsprinzip
5.1 Bedienung
5.1.1 Ein- / Ausschalten
Die Steuerung der LABORETTE 24 beruht auf einer Frequenzansteuerung
des Schwingsystems. Ein Elektromagnet zieht ein federgelagertes Joch an
und lässt es wieder los. Durch die Feder- und Trägheitskräfte wird das
Material auf der Rinne in eine bevorzugte Richtung gefördert. Dabei
führt es auf der Rinne Wurfbewegungen aus.
Bei adhäsiven Materialien kann es zu einem Probenaufbau
in der Rinne und zu Kompaktierungen kommen. Bei sehr
leichtem Material kann die Förderung behindert sein. Dies
ist prinzipbedingt.
Da die Rinne über Ihre gesamte Länge mit dem Schwing‐
system mitschwingt, bilden sich Schwingungsknoten und
Schwingungsbäuche. Bei inhomogenen Materialien kann es
daher zu Entmischungen auf der Rinne kommen. Auch dies
ist prinzipbedingt.
Die Steuerung ist auf die mechanische Eigenfrequenz (Resonanzfre-
quenz) des Systems voreingestellt. Bei der Anzeige Intensität=100% ent-
spricht die Ansteuerfrequenz der Eigenfrequenz des Schwingsystems.
Eine Verschiebung der Ansteuerfrequenz durch Drücken der +/- Tasten
steuert direkt die Schwingungsintensität und damit die Förderrate.
Im oberkritischen Arbeitsbereich geht die Phasenlage zwischen Erregung
und Resonator gegen 180°. Dieser Arbeitsbereich kompensiert
Dämpfungsänderungen bei gleichzeitiger Erhaltung der harmonischen
Schwingbewegung des mechanischen Schwingers; deshalb ist diese Ein-
stellung z.B. gut geeignet für schwierige Kunststoff-Proben. Die Förder-
geschwindigkeit ist stabil für leichte bis hin zu mittelschweren Proben.
Betätigen Sie den Hauptschalter auf der Rückseite des Gerätes.
Die zuletzt eingestellten Parameter werden angezeigt.
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Arbeiten mit dem Gerät