Bedienungsanleitung SOUNDLIGHT Dimmer 8207D
Vergleich von Ui mit einer abfallenden Rampenspannung, die mit den Nulldurchgängen synchronisiert sein muß,
durch einen einfachen Komparator leicht ermitteln. Dieser Komparator läßt sich durch einen unbeschalteten
Oparationsverstärker aufbauen und die Gesamtschaltung hält sich damit sehr in Grenzen. Weil ein Komparator
aber lediglich eine Gleichspannung als Ausgangssignal liefert, zur Ansteuerung er Zündübertrager jedoch
Impulse benötigt werden, wird die Rampenspannung einfach mit einem Impulsmuster überlagert. Die Impulse
liefert ein astabiler Multivibrator (NE 555 oder MC 1455), der gleichzeitig einen Binärzähler (SCL 4404) treibt.
Dieser enthält 8 Teilerstufen, die einen diskret Digital-Analog-Wandler treiben. Da die Masse des Taktgenerators
und des Zählers die - 12V Leitung ist, erscheint die damit erzeugt ansteigende Rampenspannung gegen 0 Volt
„gespiegelt", man erhält also eine abwärts laufende Rampe - was ja erwünscht ist. Fällt er Wert der
Rampenspannung unter die Eingangsspannung, steuert der Komparator (TL 071oder TL 081) den
Treibertransistor (B135/BD137) an und die Zündimpulse gelangen über den Übertrager an den Triac (TG25F60,
T2513MK). Damit der Komparator Impulspakete ausgibt, werden der Rampenspannung die Taktimpulse mittels
Q1 (BC257B, 2SA836) überlagert. Soll die Auflösung etwa 1% betragen, dann muß man die Schrittweite des
Zählers genügend klein einstellen. Eine Halbwelle dauert 10 ms ; wenn dieser Zeitraum in 200 Abschnitte
unterteilt werden soll, ist dafür eine Taktfrequenz von 29 kHz erforderlich. Diese Frequenz (ca. 24 kHz bei
Aufbau mit dem Zähler 4404) liefert IC1, und damit erfolgt demnach auch die Triac-Ansteuerung. Dies erfordert
jedoch genügend schnelle Übertrager, so daß hier unbedingt spezielle Impulsüberrager einzusetzen sind. Diese
werden in einem Kunststoffbecher vergossen und passen in die Power-Pack-Platine. Die Zündübertrager haben
ein Übersetzungsverhältnis 1:1.
Gebändigte Leistung
Bitte machen Sie sich nochmals klar, das bestimmte Schaltungsteile direkt am Netz arbeiten. Da pro Kanal 10A
aufgenommen werden können, sind das für 6 Kanäle 60 Ampere! Das die Absicherung eines kleinen Hauses, und
wer hier unvorsichtig waltet könnte seinen letzten Gig gefahren haben. Die oberste Devise heißt daher
SICHERHEIT; bitte befolgen Sie im eigenen Interesse alle diesbezüglichen Punkte soweit irgend möglich.
Funktionstest
Schließen Sie die Netzspannung und einen Verbraucher (Lampe 60-100W) an einen Kanal an und Prüfen Sie mit
dem jeweiligen Kanalschalter die Funktion. Läßt sich die Lampe schalten, ist der Kanal in Ordnung. Damit Sie
hier keinen Fehler vermuten, noch ein Hinweis: das Entsörnetzwerk ist so niederohmig, daß eine kleine
Glühbirne (<100 W auch bei nicht eingeschaltetem Power-Pack leicht leuchtet. Die ist bei größeren Lampen
(Raylight oder PAR-Lampen) ohne Bedeutung und sogar erwünscht, denn dadurch ergibt sich eine automatische
Lampenvorheizung, die Glühfäden schont und damit die Lebensdauer der Lampe erhöht. Der Effekt wird
vorrangig durch den großen Entstörkondensator bewirkt. Bei nur kleiner Last (z.B. 40 Watt Schreibtischlampe)
ergibt sich eine phasenverschobene Spannung an der Glühbirne, die bewirkt, daß hier beim Aufregeln des
Dimmers nach dem Preheat erst dunkler wird, bevor sie sich aufregeln läßt. Das ist Physik; ein normaler Effekt
und kein Fehler.
BULLIGHT Showtechnik Edition
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