Legionellen
Legionellen sind Bakterien, die unter bestimmten Bedingungen in jedem Wassersystem entstehen können.
Die Vermehrung dieser Bakterien hängt von mehreren Faktoren ab und die besten Lebensbedingungen sind in einem
Temperaturbereich von 20 bis 45ºC.
Zwar hat jedes Land seine eigenen Bestimmungen zur Vorbeugung eines Legionellenbefalls, doch alle haben die Erhit-
zung des Wassers auf über 50° C gemein.
Antilegionellenzyklus
Der Antilegionellenzyklus ist eine Sonderfunktion des Emix. Ziel dieser Funktion ist es, dass Wasser im Behälter zu
erhitzen, um alle Bakterien, die sich eventuell entwickelt haben, abzutöten.
Der Antilegionellenzyklus kann nicht deaktiviert werden, um Gesundheitsprobleme für den Endverbraucher zu vermei-
den. Auch der Ablauf des Zyklusses kann nicht verändert werden.
Der Antilegionellenzyklus hängt von einer der folgenden Bedingungen ab:
bei einer Wassertemperatur von 50° C dauert er 2 Stunden in Folge;
bei einer Wassertemperatur von 55° C dauert er 30 Minuten in Folge;
D
bei einer Wassertemperatur von 60° C dauert er 2 Minuten in Folge;
Wurde keine der oben genannten Bedingungen im Laufe von 72 Stunden (3 Tage) erfüllt, verschiebt sich der Sollwert
automatisch auf 60º C, um den Zyklus auszuführen.
Die gelbe LED leuchtet.
Sind elektrische Widerstände angeschlossen, können diese während des Antilegionellenzyklus verwendet werden.
Während des Zyklus erfolgt eine Kontrolle des Temperaturverlaufs des Wassers: erfasst die Software, dass die aus-
schließliche Verwendung der Wärmepumpe nicht genug Energie bereitstellt, wird das erste elektrische Element au-
tomatisch aktiviert. Alle anderen elektrischen Elemente werden alle 120' eingeschaltet und die Wassertemperatur wird
weiter geprüft, bis eine der drei Bedingungen vorliegt und der Zyklus abgeschlossen werden kann.
Ist nach 4 Stunden keine der oben genannten Bedingungen eingetreten, wird der Zyklus als NICHT abgeschlossen
gewertet; der Zyklus wird weiter ausgeführt und die gelbe LED blinkt langsam, um den Anwender auf den vorliegenden
Zustand hinzuweisen.
Aus diesem Grund empfehlen wir dringen, den zusätzlichen elektrischen Widerstand bei der Installation des Emix mit
anzuschließen.
HINWEIS: der Antilegionellenzyklus ist von grundsätzlicher Bedeutung für die Gesundheit der Menschen; er wird nor-
malerweise dank der thermodynamischen Wärme durchgeführt, es ist aber nicht auszuschließen, dass die Wärmepum-
pe im Falle von ungünstigen atmosphärischen Bedingungen den Zyklus alleine nicht abschließen kann. Aus diesem
Grund ist es wichtig, den/die elektrischen Widerstand/Widerstände anzuschließen; wird kein elektrischer Widerstand
angeschlossen, können einige atmosphärische Bedingungen dazu führen, dass der Antilegionellenzyklus nicht abge-
schlossen wird. Hierfür übernehmen wir jedoch keinerlei Haftung.
Verwendung und Konfi guration der elektrischen Widerstände
Um die Einsatzweise der elektrischen Widerstände zu konfi gurieren muss Emix eingeschaltet und aktiv sein, dann die
schwarze Taste gedrückt halten, bis die blaue LED aufl euchtet. Die blaue LED zeigt an, dass ein elektrischer Wider-
stand eingeschaltet ist.
Emix kann selbst bis zu drei elektrische Widerstände mit je 1.5 kW steuern, wobei jeder an seine eigene, spezifi sche
Klemme angeschlossen ist.
Die Verwendung der in einem Sammelbehälter oder einem Durchlauferhitzer installierten Widerstände erlaubt die
schnellere Erhitzung des Wassers, die gewünschten Wassertemperaturen auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen
zu erreichen bzw. das Wasser auch dann zu erhitzen, wenn die Wärmepumpe zur Wartung ausgeschaltet ist.
Steuerung zusätzlicher elektrischer Widerstand – Betriebsart Booster
Durch das Drücken der Funktionstaste bis zum Einschalten der blauen LED können die Endbenutzer die Betriebsart
Booster einschalten. In diesem Fall steuert die Software die Widerstände unter bestimmten Bedingungen.
Wird der Sollwert des Wassers 120' nach dem Start des Systems (die Zeituhr startet nicht, wenn der Automatikbetrieb
eingeschaltet ist, sondern wenn die Wärmepumpe eingeschaltet wird) nicht erreicht, schaltet sich automatisch das
erste elektrische Element ein. Die anderen Elemente werden nach und nach alle 120' je nach Verlauf der Wassertem-
peratur eingeschaltet, bis der Sollwert erreicht ist.
Zum Verlassen der Betriebsart Booster wird der Startvorgang wiederholt.
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