der Messwert nicht durch Chlorzehrung in diesen
Filtern verfälscht wird. Der Einsatz einer
Messwasserpumpe ist sinnvoll, wenn das
Messwasser nicht mit ausreichend Druck (minde-
stens 0,15 bar am Anschluss der Messtafel) zur Ver-
fügung steht. Auch bei weiten Strecken zwischen
Entnahmestelle und Messtafel werden lange
Verzögerungszeiten durch diesen Anlagenaufbau
vermieden.
Die Pumpe fördert das Messwasser über die weite
Strecke in einer Ringleitung an der Messtafel vorbei
und nur ein Teilstrom wird für die eigentliche Mes-
sung entnommen. Keinesfalls darf das Drosselven-
til ganz geschlossen werden, da sonst sehr lange
Verzögerungszeiten die Regelung erschweren. Zu-
dem würde das Wasser in der Pumpe stark erwärmt,
was zu Messfehlern führen kann. Ein Manometer in
der Ringleitung ist hilfreich beim Einstellen des Dros-
selventils.
Die Messtafel EASYPOOL ist druckfest bis 6 bar,
d. h. das Messwasser kann problemlos in Druck-
leitungen zurückgeführt werden. Beachten Sie aber,
dass das Druckgefälle ausreichend groß und gleich-
bleibend ist, dass heißt der Druck darf maximal
+/- 10% schwanken.
4.2 Elektrischer Anschluss
Für die allgemeine Elektroinstallation sind die orts-
üblichen Vorschriften (DIN, VDE, ...) zu beachten.
Elektroarbeiten immer vom Fachmann ausführen
lassen!
Der elektrische Anschluss der EASYPOOL be-
schränkt sich im wesentlichen auf das Einstecken
des Netzsteckers in eine geeignete Netzsteckdose.
Die pH- und Redox-Einstabmessketten werden mit
dem BNC-Stecker an den Messverstärker ange-
schlossen, die Chlormesszelle und der Temperatur-
sensor über Reihenklemmen im elektronischen Reg-
ler. Beachten Sie auch die Betriebsanleitungen für
den Regler und die Messzellen.
5. Inbetriebnahme
5.1 Einbau der Sensoren
Die pH- und Redox-Einstabmessketten werden mit
den mitgelieferten Pg13,5-Verschraubungen von oben
in den Acrylblock eingesetzt, der Temperaturfühler
unten seitlich mit der kleineren Kabelverschraubung
(M12x1,5) Verschraubung.
Der Temperatursensor wird auf dem Metallschutz-
rohr eingespannt.
Hinweis:
Heben Sie die Schutzkappen der Glaselektroden auf.
Sie werden bei Außerbetriebnahme der Messtafel
zum Feuchthalten und zum Schutz der Elektroden
benötigt.
5.2 Einschalten des Messwassers
Das Nadelventil am Durchflusswächter wird so ein-
gestellt, dass der Schwimmer in der mittleren Stufen-
bohrung schwebt, nur dann schaltet der integrierte
Reedkontakt und gibt die Dosierung frei. Das gilt
nur für große Becken. Dort wird z.T. über Nacht die
Filterströmung reduziert, um Energie zu sparen (zu-
lässig nach DIN19643). Wenn ausreichend
Messwasser fließt, fangen die Glaskugeln in der
Chlormesszelle an zu rotieren.
Bei zu starker Durchströmung schwimmt der
Schwebekörper bis zur obersten Stufenbohrung auf
und der Reedkontakt unterbricht wieder – der Reg-
ler schaltet die Dosierung ab.
Nur wenn der Schwebekörper in der mittleren Stufe
schwebt ist eine einwandfreie Messung und ein dau-
erhaft störungsfreier Betrieb gewährleistet. Bei zu
schwacher Durchströmung, ist das Messsignal nicht
zuverlässig. Bei zu starker Durchströmung, wird die
Messzelle in Mitleidenschaft gezogen und ver-
schleißt zu schnell.
5.3 Kalibrieren der Messverstärker
Das Messwasser kann an dem vorgesehenen Kugel-
hahn entnommen werden. Bevor die Messverstärker
kalibriert werden, sollte das Messwasser ca. eine
Stunde fließen, da insbesondere die Chlormesszellen
eine Einlaufphase benötigen, bevor stabile
Messwerte abgegeben werden. Das Kalibrieren der
Messverstärker erfolgt unabhängig vom Fabrikat in
den gleichen Schritten. Die Vorgehensweise im Ein-
zelnen entnehmen Sie bitte der Bedienungsanlei-
tung der Messverstärker bzw. Regler.
Bevor Sie die Elektroden entnehmen, schließen Sie
die beiden Kugelhähne am Eingang und Ausgang
der Messtafel. Zum Kalibrieren des pH-
Messverstärkers benötigt man zwei Pufferlösungen.
Sie sollten den zu erwartenden Messbereich ein-
grenzen (z.B. Pufferlösungen pH 6,8 und 9,28 für
Messwerte um pH 7).
Hinweis:
Vor dem Entnehmen der Elektroden, schließen Sie
bitte den Zu- und Ablaufhahn. Die pH-
Einstabmesskette kann während der Kalibrierung in
die Halterung vorn am Acrylblock eingehängt wer-
den.
Lutz-Jesco GmbH
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