Sicherheitshinweise
Nebenluftvorrichtungen wirken mit der Abgasanlage und
der Feuerstätte zusammen. Es wird deshalb empfohlen,
vor dem Einbau den zuständigen Bezirksschornsteinfe-
germeister zu informieren.
Die einwandfreie Funktion ist nur gewährleistet, wenn
die nachfolgenden Hinweise beachtet werden:
Nach DIN 4795 Abschnitt 3.1 sind Nebenluftvorrichtun-
gen (Zugbegrenzer) an Feuerstätten, Verbindungsstücken
(Abgasrohr) oder an Abgasanlagen zulässig, wenn diese
im Unterdruck betrieben werden.
Nebenluftvorrichtungen dürfen nur im Aufstellraum der
Feuerstätte oder in angrenzenden, mit dem Aufstellraum
in Verbrennungsluftverbund stehenden Räumen angeord-
net werden. Ausnahmen sind mit Zustimmung des
Bezirksschornsteinfegermeisters möglich, wenn zwischen
dem Aufstellraum der Feuerstätte und des Zugbegrenzers
etwa gleiche Druckverhältnisse mit maximal 4 Pa
Differenz herrschen (gleiche Gebäudeseite).
Achtung:
Beim Einbau müssen geltende Gesetze, Richtlinien,
Verordnungen und Normen beachtet werden.
Nebenluftvorrichtungen sollten nur hinter einem evtl.
vorhandenen Abgasschalldämpfer eingebaut werden, da
vor einem Abgasschalldämpfer Überdruck in der Verbin-
dungsleitung auftreten kann. Bei mehrschaligen Abgas-
anlagen darf der Einbau einer Nebenluftvorrichtung in die
Schornsteinwange nur durch eine Fachfirma vorgenom-
men werden.
Sonderfall Feuerstätten für feste Brennstoffe
Die Betriebsbedingungen bei Festbrennstofffeuerstätten
(Verbrennungsrückstände, Temperaturen) erfordern den
Einbau des Zugbegrenzers im senkrechten Teil der Ab-
gasanlage. Hierbei muss ein Mindestabstand von 40 cm
zur Sohle eingehalten werden. Wenn sichergestellt
werden kann, dass dem Einbau in die Verbindungsleitung
nichts entgegen spricht (z.B. Verschmutzung, Tem-
peratur), ist dieser Einbauort vorzuziehen. Zwangsge-
steuerte bzw. kombinierte Nebenluftvorrichtungen sind
nicht zulässig.
Maßnahmen bei einem Schornsteinausbrand
Der Zugbegrenzer muss vor dem Ausbrennen des
Schornsteins aus der Abgasanlage entfernt und durch
eine Verschlusskappe ersetzt werden. Nach dem Wieder-
einsetzen ist die Funktion erneut zu prüfen.
Technische Daten
Typ
012(E) / 012 RaRo(E) /
012 Mu(E) / 012-E SA
Einbauort
012 Mu(E) Zum Einmauern
in die Schornsteinwange
012 RaRo(E) Verbindungsleitung
Ø 100–180
012-E SA Verbindungsleitung
Ø 130, 150 bzw. 180
Luftgruppe
1–4
Einstellbereich
10-30 Pa (0,1–0,3 mbar)
Einsatzbereich
bis maximal 15 m wirksamer
Schornsteinhöhe bei einer
Nennweite des Schornsteins
von nicht mehr als 200 mm
Material
012 – aluminierter Stahl
012 E – Edelstahl
Registrier-Nr.
NL 112
Montage Anschlussstück „012 MU(E)"
(Zum Einmauern in die Schornsteinwange)
Zunächst ist unter Berücksichtigung der Sicherheits-
hinweise und den Geräteabmessungen ein geeigneter Ein-
bauort festzulegen. Die optimale Austrocknung des
Schornsteins ist bei einer Montage der Nebenluftvorrich-
tung etwa 0,2 Meter unterhalb der Decke zu erwarten. Der
geringste Schmutzanfall ist unterhalb der Abgaseinführung
zu erwarten. Zur Schornsteinsohle muss ein Abstand von
mindestens 40 cm eingehalten werden. Zum Einmauern
des Anschlussstückes ist ein Durchbruch von zweck-
mäßiger Größe zu erstellen. Das Anschlussstück ist gemäß
Abb. 1 mit senkrecht ausgerichteter Vorderkante (analog
Abb. 3) sorgfältig einzumauern.
Abb. 1