Inhaltszusammenfassung für Minebea Intec X2 PR 5310
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Technische Dokumentation Prozess Indikator X2 PR 5310 949905053108-24 V Ausgabe 1.0.0 03.04.2023 Version 4.4.0 Minebea Intec GmbH, Meiendorfer Str. 205 A, 22145 Hamburg, Deutschland Tel.: +49.40.67960.303 Fax: +49.40.67960.383...
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Vorwort Unbedingt beachten! Alle Angaben in diesem Dokument sind – soweit nicht gesetzlich vorgegeben – unverbindlich für Minebea Intec und stehen unter Änderungsvorbehalt. Die Bedienung/Installation des Produk tes darf nur von geschultem, fach- und sachkundigem Personal durchgeführt werden. Bei Schrift wechsel über dieses Produkt bitte Typ, Bezeichnung und Versionsnummer/Seriennummer sowie alle mit dem Produkt in Zusammenhang stehenden Lizenznummern angeben.
Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung ............................7 1 .1 Lesen Sie die Sicherheitshinweise und das Handbuch ............7 1.2 So sehen Handlungsanweisungen aus ................... 7 1.3 So sehen Listen aus ........................7 1.4 So sehen Warnhinweise aus ..................... 7 1.5 ...
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4.3 Aufbau der Hardware ......................34 4.3.1 Mainboard ........................34 4.3.2 Analoges Wägeelektronik-Board ................35 4.3.3 Anschluss von analogen Wägezellen und Plattformen .......... 37 4.3.4 1×RS-232-Schnittstelle und 1×RS-485-Schnittstelle ..........48 4.3.5 Digitale Ein- und Ausgänge (3 In/3 Out) ..............58 4.3.6 ...
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6 .2.15 Feldbusparameter über Fronttasten eingeben ........... 136 6 .2.16 Systeminformationen anzeigen ................137 6.2.17 Konfigurationsdaten ausdrucken ................138 6.3 Weitere Funktionen über das Tastenfeld ................138 6.3.1 Fronttasten testen ..................... 138 6.3.2 Digitale Eingänge testen ..................139 6.3.3 ...
1. Einleitung | 7 1 Einleitung Lesen Sie die Sicherheitshinweise und das Handbuch – Lesen Sie die Sicherheitshinweise und das Handbuch aufmerksam und vollständig durch, bevor Sie mit dem Produkt arbeiten. – Diese sind Teil des Produktes. Bewahren Sie die Sicherheitshinweise gut erreichbar und sicher auf.
1. Einleitung | 1.5 - Hotline | 8 VORSICHT Warnung vor Personenschäden. VORSICHT vor möglicher eintretender Situation mit leichten, reversiblen Verletzungen als Folge, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. ACHTUNG Warnung vor Sach- und/oder Umweltschäden. ACHTUNG vor möglicher eintretender Situation mit Sach- und/oder Umweltschäden als Folge, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
2. Sicherheitshinweise | 9 2 Sicherheitshinweise Allgemeine Hinweise VORSICHT Warnung vor Personenschäden. Dieses Gerät wurde entsprechend den Sicherheitsbestimmungen für Mess- und Regeleinrichtungen für Schutzklasse I (Schutzleiteranschluss) gemäß IEC 1010/EN 61010 bzw. VDE 0411 gebaut und geprüft. Das Gerät hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen.
2. Sicherheitshinweise | 2.4 - Vor Inbetriebsetzung | 10 Vor Inbetriebsetzung ACHTUNG Sichtprüfung! Vor Inbetriebsetzung, nach Lagerung und Transport ist darauf zu achten, dass das Gerät keine mechanischen Schäden aufweist. Das Gerät darf nicht in Betrieb genommen werden, wenn es sichtbare Schäden aufweist und/oder defekt ist.
2. Sicherheitshinweise | 2.4 - Vor Inbetriebsetzung | 11 2.4.2 Gerät öffnen WARNUNG Arbeiten am eingeschalteten Gerät können lebensgefährliche Folgen haben. Beim Öffnen von Abdeckungen oder Entfernen von Teilen mit Werkzeug können spannungsführende Teile freigelegt werden. Es muss damit gerechnet werden, dass Kondensatoren im Gerät noch geladen sind, auch wenn das Gerät von allen Spannungsquellen getrennt wurde.
2. Sicherheitshinweise | 2.4 - Vor Inbetriebsetzung | 12 2.4.3 Versorgungsspannungsanschluss 2.4.3.1 Version 24 V DC 2.4.3.1.1 Schaltschrankgerät Das Schaltschrankgerät verfügt über keinen Netzschalter. Es ist sofort nach Anlegen der Versorgungsspannung betriebsbereit. Diese Version ist für 24 V Gleichspannungsanschluss ausgelegt. Die Versorgung wird über eine 2‑polige Steckverbin dung (-/24 V/+) hergestellt.
2. Sicherheitshinweise | 2.4 - Vor Inbetriebsetzung | 13 2.4.4 Schutzleiteranschluss 2.4.4.1 Version 24 V DC 2.4.4.1.1 Schaltschrankgerät Die Gehäuserückwand muss mit dem Schutzlei ter (mit Schraube (1) befestigen) verbunden wer den. 2.4.4.1.2 Tischgerät Das Gerät muss über den Schutzleiter (PE) im Steck verbinder an die Schutzerde angeschlossen werden.
2. Sicherheitshinweise | 2.4 - Vor Inbetriebsetzung | 14 2.4.5 Funkentstörung Das Gerät ist für den Betrieb im Industriebereich bestimmt und kann im Wohnbereich Funkstörungen verursachen, siehe Kapitel Funkentstörung. In diesem Fall kann vom Betreiber verlangt werden, angemessene Maßnahmen durchzuführen. 2.4.6 Fehler und außergewöhnliche Beanspruchungen Wenn anzunehmen ist, dass ein gefahrloser Betrieb nicht mehr möglich ist, so ist das Gerät außer Betrieb zu setzen und gegen unabsichtlichen Betrieb...
2. Sicherheitshinweise | 2.4 - Vor Inbetriebsetzung | 15 2.4.8.2 Elektrostatisch gefährdete Bauteile Dieses Gerät enthält elektrostatisch gefährdete Bauelemente. Bei allen Arbeiten am Gerät muss daher ein Potenzialausgleich (antistatischer Schutz) herbeigeführt werden. 2.4.8.3 Sicherungen auswechseln WARNUNG Beschädigung durch zu starke Erwärmung. Die Verwendung reparierter Sicherungen und das Kurzschließen des Sicherungshalters sind verboten! Es sind nur die in...
3. Gerätebeschreibung | 16 3 Gerätebeschreibung Allgemeine Hinweise Das Gerät ist mit einer sechsstelligen 7‑Segment- Anzeige und zusätzlichen Statusanzeigen ausgestattet. Die lokale Bedienung kann über 6 Doppelfunktionstasten ausgeführt werden. Das Gerät im Überblick – Genauigkeit 6.000 d (nach OIML R 76 Klasse III) für die Wägeelektronik –...
3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 17 3.2.1 Kommunikationsprotokolle Für die RS‑232-/RS‑485- Schnittstellen: – Fernanzeigenprotokoll – Drucker – SMA-Protokoll – ModBus-RTU-Protokoll Feldbus Slave (Optionen): ProfiBus‑DP – – DeviceNet – ProfiNet I/O – EtherNet/IP Gehäuse 3.3.1 Schaltschrankgehäuse Das Tastenfeld und die Anzeige bilden mit der Front eine Einheit. Die Kabel verbindungen werden auf der Gehäuserückseite hergestellt.
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3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 18 Abmessungen Rückansicht Seitenansicht alle Abmessungen in mm alle Abmessungen in mm Vorderansicht Schalttafelausschnitt Der Schalttafelausschnitt ist vor dem Einbau des Gerätes herzustellen. alle Abmessungen in mm alle Abmessungen in mm...
3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 19 3.3.2 Tischgehäuse Das Tastenfeld und die Anzeige bilden mit der Front eine Einheit mit dem Ge häuseoberteil. Alle Kabelanschlüsse befinden sich im Inneren des Gerätes. Die Kabel sind über die auf der Rückseite des Gerätes befindlichen Kabelverschraubungen zu verbinden.
3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 20 Vorderansicht Isometrische Ansicht alle Abmessungen in mm Seitenansicht Rückansicht alle Abmessungen in mm alle Abmessungen in mm...
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3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 24 Anschluss Beschreibung Analoge Wägeelektronik Es können analoge Wägeplattformen und analoge Wäge zellen (über einen Kabelverbindungskasten) angeschlos sen werden. 3 digitale Eingänge Es können z. B. Kontakteingänge realisiert werden. Bei spiel siehe Kapitel Digitale Eingänge. 3 digitale Ausgänge Es können z. B.
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3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 25 3.3.4.2 Tischgerät Grundsätzlich können die Kabel durch alle den Kabeldurchmessern entspre chenden Verschraubungen geführt werden. Die nachfolgende Abbildung zeigt einen Verkabelungsvorschlag. Pos. Anschluss Beschreibung Analoge Wägeelektronik Es können analoge Wägeplattformen und analoge Wäge zellen (über einen Kabelverbindungskasten) angeschlos...
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3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 26 Pos. Anschluss Beschreibung Versorgungsspannungsan = 24 V schluss Druckausgleichselement Es sorgt für einen Druckausgleich im Gerät. 3 digitale Ausgänge Es können z. B. Strom- bzw. Spannungseingänge reali siert werden. Beispiel siehe Kapitel Digitale Ausgänge. 3 digitale Eingänge Es können z. B.
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3. Gerätebeschreibung | 3.3 - Gehäuse | 27 3.3.4.3 Steckkarten Produkt Beschreibung Position PR 5310/20, ../21, ../ Analoger Ausgang 16 Bits, 0/4…20 mA Slot 1 30, ../31 Weitere Informationen siehe Kapitel A Analoger Ausgang naloger Ausgang. PR 5310/23, ../24, ../ ProfiBus-DP-V0 Slave mit 9,6 kbit/s… Slot 1 33, ../34 12 Mbit/s, Auto Baudrate Erkennung...
4. Geräteinstallation | 28 4 Geräteinstallation Allgemeine Hinweise Vor Beginn der Arbeiten das Kapitel 2 durchlesen und die Hinweise beachten! WARNUNG Warnung vor einer Gefahrenstelle und/oder vor Personenschäden Installationsarbeiten dürfen nur durch ausgebildetes und fachlich qualifiziertes Personal erfolgen, das die damit verbundenen Gefahren kennt und vermeidet oder sich davor schützt.
4. Geräteinstallation | 4.2 - Mechanische Vorbereitung | 29 – Versorgungsspannung anschließen. – Installation prüfen. Mechanische Vorbereitung 4.2.1 Lager- und Transportbedingungen ACHTUNG Sachschäden sind möglich. Unverpackte Geräte können durch stärkere Erschütterungen ihre Präzision verlieren, bei zu starken Erschütterungen kann die Sicherheit des Gerätes beeinträchtigt werden.
4. Geräteinstallation | 4.2 - Mechanische Vorbereitung | 30 4.2.3 Auspacken Gerät auspacken und auf sichtbare äußere Beschädigungen prüfen. Im Beschädigungsfall Hinweise im Kapitel Sicherheitsüberprüfung beachten. Originalverpackung für einen eventuellen Rücktransport aufbewahren. Vor dem Versand alle Kabel abziehen. 4.2.4 Lieferumfang prüfen –...
4. Geräteinstallation | 4.2 - Mechanische Vorbereitung | 31 Tischgerät Der Schirmanschluss erfolgt in der Kabelverschraubung, siehe Kapitel Montage eines Kabels mit Verschraubung. ACHTUNG Sachschäden sind möglich. Falls eine Verschraubung nicht benutzt wird, muss diese mit einem der mitgelieferten Verschlussstopfen bestückt werden. ACHTUNG Sachschäden sind möglich.
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4. Geräteinstallation | 4.2 - Mechanische Vorbereitung | 32 1. Überwurf-Schraubkappe (1) abschrauben. 2. Kappe (1) und Plastikkonus (3) auf das Kabel (2) schieben. 3. Bestücktes Kabel (5) durch die Stopfbuchse (6) führen. 4. Kabelschirm (4) über den unteren Teil am Plastikkonus (3) stülpen (ca. 10 mm).
4. Geräteinstallation | 4.2 - Mechanische Vorbereitung | 33 4.2.7 EMV-gerechte Installation 4.2.7.1 Schirme und Potenzialausgleich anschließen Schaltschrankgerät Schirme und Potenzialausgleich müssen in den Erdungsklemmen (1) ange schlossen werden. Tischgerät Schirme und Potenzialausgleich (1) müssen in der Kabelverschraubung (3), Erdungsklemme (2) und im Steckverbinder (PE) angeschlossen werden.
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 34 Aufbau der Hardware 4.3.1 Mainboard Auf dem Mainboard befinden sich folgende Bauteile: Pos. Bezeichnung Steckplatz für analoges Wägeelektronik-Board Steckplatz für Tastenfeld Steckplatz für Anzeige-Board Steckplatz für Steckkarten (Slot 1), siehe Kapitel Steckkarten Standard-Schnittstelle mit RS-232, RS-485, digitale Ein- und Ausgän...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 37 4.3.3 Anschluss von analogen Wägezellen und Plattformen 4.3.3.1 Allgemeine Hinweise Im Gerät ist ein Anschluss für die analoge Wägeelektronik fest eingebaut. Die Schnittstelle kann per Software konfiguriert werden. Hinweis: Das Wägezellen-/Plattformkabel wird im Tischgerät durch die Kabelverschraubung zum Steckverbinder geführt und dann angeschlossen, siehe Kapitel Tischgerät...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 38 Klemme des Wägeindikators Klemm Anschluss Beschreibung Farbe kontakt Meas. Signal/LC output grün – Meas. – Signal/LC output grau Supply Speisung/excitation Sense Sense weiß – Sense – Sense schwarz – Supply –...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 39 4.3.3.2 Anschluss einer analogen Wägeplattform mit 6-Leiter-Kabel Anschlussbeispiel Schaltschrankgerät ① Schirm ② Potenzialausgleich Anschlussbeispiel Tischgerät ① Schirm ② Kabelverschraubung ③ Potenzialausgleich...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 40 4.3.3.3 Anschluss einer Wägezelle mit 4-Leiter-Kabel Anschlussbeispiel Schaltschrankgerät Folgende Brücken zwischen den Klemmkontakten vorsehen: ① von + Supply (+V) nach + Sense (+S) ② von – Supply (-V) nach – Sense (-S) Weitere Anschlüsse: ③ Schirm ④ Potenzialausgleich...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 41 4.3.3.4 Anschluss einer Wägezelle mit 6-Leiter-Kabel Anschlussbeispiel Schaltschrankgerät ① Schirm ② Potenzialausgleich Anschlussbeispiel Tischgerät ① Schirm ② Kabelverschraubung ③ Potenzialausgleich...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 42 4.3.3.5 Anschluss von 2…8 Wägezellen (650 Ω) mit 6-Leiter Verbindungskabel Der Anschluss erfolgt über den Kabelverbindungskasten PR 6130/.. mit Verbindungskabel PR 6135/.. oder PR 6136/.. . Empfehlung – Kabelverlegung in Stahlrohr, das auf Erdpotenzial liegt. –...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 43 Anschlussbeispiel Schaltschrankgerät ① Kabelverbindungskasten ② Schirm ③ Der Kabelschirm ist mit dem Wägezellengehäuse verbunden. ④ Potenzialausgleich...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 44 Anschlussbeispiel Tischgerät ① Kabelverbindungskasten ② Schirm ③ Der Kabelschirm ist mit dem Wägezellengehäuse verbunden. ④ Potenzialausgleich ⑤ Kabelverschraubung...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 45 4.3.3.6 Anschluss von Wägezellen der Typenreihe PR 6221 Siehe Installationshandbuch PR 6221 und PR 6021/08, ../18, ../68S. 4.3.3.7 Prüfung des Messkreises Eine einfache Prüfung bei angeschlossenen Wägezellen kann mit einem Vielfachmessinstrument ausgeführt werden.
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 46 4.3.3.8 Anschluss von Wägezellen mit externer Speisung Wenn der Gesamtwiderstand der Wägezellen ≤75 Ω ist (z. B. mehr als 4 Wä gezellen mit 350 Ω), sind die Wägezellen extern zu speisen. Bei externer Spei sung der Wägezellen wird die interne durch eine externe potenzialfreie Spei...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 47 Anschlussbeispiel ① + externe Speisung ② 0 externe Speisung ③ - externe Speisung ④ Netzteil U = 24 V 0,5 A ⑤ Potenzialfrei ⑥ Potenzialausgleich...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 50 Blockschaltbild 4.3.4.1.1 Anschluss eines Ticketdruckers über RS-232 Folgende Drucker können angeschlossen werden: YDP05 YDP21...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 51 Schaltschrankgerät ① Schirm ② Potenzialausgleich ③ Drucker Tischgerät ① Schirm ② Potenzialausgleich ③ Drucker ④ Kabelverschraubung...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 52 Beispiel-Konfiguration PR 5310 Konfiguration Drucker Die Konfiguration des Druckers ist nicht vorge - [SI 070] [PrInt] [Port] [r sehen. S232] [ProtoC] [rtS.CtS] [bAu [9600] [PArIty] [nonE] [bit [StoP] [Coln 1…Coln 12] Siehe auch Kapitel Serielle Schnittstelle für den Drucker konfigurieren.
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 55 4.3.4.2.1 Anschluss der Fernanzeige PR 5110 über RS-485 An das Gerät kann die Fernanzeige PR 5110 über die interne RS-485-Schnitt stelle angeschlossen werden. Anschlussbeispiel Schaltschrankgerät ① D-Sub-Steckverbinder, 9-polig (male) ② Steckverbinder, 5-polig ③ Potenzialausgleich ④ Schirm Anschlussbeispiel Tischgerät ① D-Sub-Steckverbinder, 9-polig (male) ② Steckverbinder, 5-polig...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 59 Technische Daten Bezeichnung Daten Eingänge Eingänge 3 (CH 1, CH 2, CH 3) Spannung Logisch 0: U = 0…5 V bzw. offen Logisch 1: U = 10…28 V Passiv: externe Versorgung erforderlich Strom <7 mA @ 24 V <3 mA @ 12 V Schutz gegen Verpolung Frequenz...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 60 4.3.5.1 Digitale Eingänge Im Gerät sind 3 passive optoentkoppelte Eingänge für die Prozesssteuerung eingebaut. Blockschaltbild...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 61 Kontakteingang Schaltschrankgerät Tischgerät ① Schirm ② Netzteil U = 24 V 0,5 A...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 62 4.3.5.2 Digitale Ausgänge Im Gerät sind 3 Relais-Ausgänge mit potenzialfreien Umschaltkontakten für die Prozesssteuerung eingebaut. Blockschaltbild...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 63 Anschlussbeispiel für Relaissteuerung (Stromausgang) Schaltschrankgerät Tischgerät ① induktive Last, Freilaufdiode ② Schirm ③ Netzteil U = 24 V 0,5 A Wenn der Ausgang aktiv (wahr) ist, schaltet das Relais. Zum Schutz der Ausgangsschaltung sind Relais mit Freilaufdiode vorzuse hen.
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 64 Anschlussbeispiel für Spannungsausgang Schaltschrankgerät Tischgerät ① 2,2 kΩ /1 kΩ mit 24 V/12 V ② Schirm ③ Netzteil U = 24 V 0,5 A Wenn der Ausgang aktiv (wahr) ist, geht die Ausgangsspannung von 24 V/12 V auf 0 V. Als Lastwiderstand ist 2,2 kΩ/1 kΩ vorzusehen.
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 65 4.3.6 Analoger Ausgang Im Gerät ist ein aktiver analoger Ausgang fest eingebaut. Die Schnittstelle kann über die Fronttasten konfiguriert werden. Klemmkontakt Anschluss Schirm GNDI +0/4…20 mA...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 66 Technische Daten Bezeichnung Daten Externer Anschluss Steckverbinder (male), 3-polig Ausgang 1 aktiver Stromausgang: 20 mA, 10 V Ausgangsspannung über externen 500 Ω Widerstand Funktion Brutto-/Nettogewicht/Transparent/Selected, konfi gurierbar Bereich 0/4…20 mA, konfigurierbar Auflösung 16 Bits binär, 20.000 interne Teile @ 20 mA Linearitätsfehler @ 0…20 mA: 0,04 % @ 4…20 mA: 0,02 %...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 67 4.3.7 Analoger Ausgang & Profibus-DP-Schnittstelle Im Gerät ist ein aktiver analoger Ausgang und eine Profibus-DP-Schnittstel le fest eingebaut. Die Schnittstellen können über das Tastenfeld konfiguriert werden. Klemmkontakt Anschluss Schirm GNDI +0/4…20 mA Technische Daten siehe Kapitel Analoger Ausgang...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 68 4.3.8 ProfiBus-DP-Schnittstelle Mit dem Profibus-DP ist ein zentral gerichteter Datenaustausch zwischen Master und Slaves möglich. Der Master (z. B. Automatisierungssystem SPS) führt den zyklischen Austausch der Prozessdaten mit den Slaves (Antriebe, E/A) nacheinander, in einer festen Reihenfolge durch.
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 69 Technische Daten Bezeichnung Daten D‑Sub Steckverbinder, 9‑polig Externer Anschluss Übertragungsrate 9,6 kbit/s…12 Mbit/s, Auto Baudrate-Erkennung Verbindungsart Profibus-Netzwerk, Stecken/Lösen der Verbindun gen ohne andere Stationen zu beeinträchtigen. PROFIBUS-DP-V0 SLAVE nach IEC 61158 Protokoll –...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 70 ProfiBus-Verbindung Das Gerät ist der einzige/letzte Slave auf dem Das Gerät ist nicht der einzige/letzte Slave auf Bus. dem Bus. * Schirm an Steckergehäuse * Schirm an Steckergehäuse Belegung des 9-poligen D-Sub Steckverbinders Anschlussbelegung Signal Kennfarbe...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 71 4.3.8.1 ProfiBus-Adapterkarte für Tischgeräte Signal Kennfarbe Beschreibung RxD/TxD-N (negativ) nach Grün A-Leitung RS-485-Spezifikation Daten senden/empfangen RxD/TxD-P (positiv) nach B-Leitung RS-485-Spezifikation Daten senden/empfangen Im letzten Slave muss der Abschlusswiderstand eingeschaltet sein (ON).
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 72 4.3.8.2 Anschlussschema für einen Master mit drei Slaves ① Master (SPS) ④ Abschlusswiderstand ② Slave ON = eingeschaltet ③ letzter Slave OFF = ausgeschaltet...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 73 4.3.9 DeviceNet-Schnittstelle Der DeviceNet-Feldbus ist ein vollständiger DeviceNet-Adapter (Slave) mit CAN-Controller. Die Schnittstelle kann über die Fronttasten konfiguriert werden. Technische Daten Bezeichnung Daten Stiftleiste, 50‑polig Interner Anschluss Steckverbinder (weibl.), 5‑polig Externer Anschluss Übertragungsrate 125, 250 und 500 kbit/s...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 74 Bezeichnung Daten Kabellänge abhängig von Kabeltyp und Übertragungsrate: 100… 500 m Zertifikate – Kompatibel zur DeviceNet Spezifikation Vol 1: 2.0, Vol 2: 2.0 ODVA Zertifikat gem. Konformitätstestsoftware – Version A‑12 – Industrietauglich CE, UL und cUL Hinweis: Die EDS-Datei kann im Internet heruntergeladen werden: http://www.minebea-intec.com Belegung des 5-poligen Steckverbinders...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 75 4.3.9.1 LEDs Kennz. Beschreibung LED Netzwerkstatus LED Modulstatus Netzwerkstatus (NS) Zustand LED Beschreibung Bemerkungen Modul ist offline. keine Stromversorgung Dauer grün Modul ist online. Ein oder mehrere Verbindungen bestehen. Blinken 1 Hz grün Modul ist online. keine Verbindungen Dauer rot Kritischer Verbin...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 76 Modulstatus (MS) Zustand LED Beschreibung Bemerkungen Modul ist nicht initia – keine Stromversorgung – lisiert. Modul befindet sich im Status "SETUP" oder "NW_INIT". Dauer grün Modul ist initialisiert. Normalbetrieb Blinken 1 Hz grün Fehlende oder unvoll Das Gerät muss neu in Betrieb ständige Konfigurati...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 77 4.3.9.2 Anschlussschema für einen Master mit drei Slaves ① Master (Transciever) ③ letzter Slave ② Slave PR 5310/.. bezieht 33 mA aus der Busversor gung von DeviceNet.
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 78 4.3.10 EtherNet/IP-Schnittstelle Der EtherNet/IP-Feldbus ist ein vollständiger EtherNet/IP-Adapter (Slave) für den Netzwerkanschluss. Die Schnittstelle kann über das Tastenfeld konfiguriert werden. Technische Daten Bezeichnung Daten Stiftleiste, 50‑polig Interner Anschluss 2× RJ‑45- Steckverbinder Externer Anschluss Übertragungsrate 100 Mbit/s, Vollduplex...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 79 4.3.10.1 LEDs Kennz. Beschreibung LED Netzwerkstatus LED Modulstatus grün: blinkt bei Daten verkehr (Activity) gelb: leuchtet bei einer bestehenden Verbin dung (Link) Netzwerkstatus (NS) Zustand LED Beschreibung Bemerkungen Modul ist offline –...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 80 Modulstatus (MS) Zustand LED Beschreibung Bemerkungen Modul ist nicht initia – keine Stromversorgung – lisiert Modul befindet sich im Status "SETUP" oder "NW_INIT". Dauer grün Modul ist initialisiert Normalbetrieb Blinken 1 Hz grün Fehler nach Prüfung Fehler ist nach Prüfung vorhan...
4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 81 4.3.11 ProfiNet I/O-Schnittstelle Der ProfiNet I/O-Feldbus ist ein vollständiger ProfiNet I/O-Adapter (Slave) mit CAN-Controller. Die Schnittstelle kann über das Tastenfeld konfiguriert werden. Technische Daten Bezeichnung Daten Stiftleiste, 50‑polig Interner Anschluss 2×...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 82 Hinweis: Die XML-Datei kann im Internet heruntergeladen werden: http://www.minebea-intec.com ACHTUNG Feldbusparameter Empfehlung für z. B. S7 Siemens Feldbus-Einstellung Slave: DHCP [on] wie vorgegeben (default) benutzen und den Master als DHCP- Server aktivieren (W [IP Adr durch IO controller zuweisen]). ACHTUNG Gerätenamen Slave - Master Es muss ein eindeutiger Gerätenamen aus dem Master heraus vergeben...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 83 4.3.11.1 LEDs Kennz. Beschreibung LED Netzwerkstatus LED Modulstatus grün: blinkt bei Daten verkehr (Activity) gelb: leuchtet bei einer bestehenden Verbin dung (Link) Netzwerkstatus (NS) Zustand LED Beschreibung Bemerkungen Modul ist offline. –...
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4. Geräteinstallation | 4.3 - Aufbau der Hardware | 84 Modulstatus (MS) Zustand LED Beschreibung Bemerkungen Modul ist nicht initia – keine Stromversorgung – lisiert. Modul befindet sich im Status "SETUP" oder "NW_INIT". Dauer grün Modul ist initialisiert Normalbetrieb Blinken 1 Hz grün Fehler nach Prüfung Fehler ist nach Prüfung vorhan...
5. Inbetriebnahme | 85 5 Inbetriebnahme Gerät einschalten Die Inbetriebnahme des Gerätes erfolgt über das Tastenfeld des Indikators. Wenn das Gerät an die Versorgungsspannung angeschlossen wird, werden die folgenden Informationen angezeigt: Gerätetyp PR 5310 Pr5310 Version der Firmware 01.00.00. Gewichtsanzeige 1350.50 kg Fehlermeldung, wenn keine Sensespannung an...
5. Inbetriebnahme | 5.6 - Überschreibschutz | 86 Überschreibschutz 5.6.1 CAL-Schalter Ein Überschreibschutz kann mittels CAL‑Schalter aktiviert werden, um die Metrologie-Parameter vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Schaltschrankgerät Der CAL-Schalter (1) befindet sich auf der Geräterückseite. Tischgerät Der CAL-Schalter befindet sich auf dem Mainboard und ist auf der Rückseite zugänglich, siehe Kapitel Tischgerät.
5. Inbetriebnahme | 5.7 - Gerät auf Fabrikeinstellungen zurücksetzen | 87 Gerät auf Fabrikeinstellungen zurücksetzen Hinweis: Ein Rücksetzen auf die Fabrikeinstellungen ist nur möglich, wenn der CAL- Schalter geöffnet ist. Der Neustart hat folgende Auswirkungen auf das Gerät: – Aktuelle Prozessschritte werden gelöscht. –...
6. Bedienung | 88 6 Bedienung Bedien- und Anzeigeelemente 6.1.1 Geräteanzeige Auf der Geräteanzeige können 6‑stellige Gewichtswerte (Ziffernhöhe 18 mm) mit Dezimalpunkt angezeigt werden. Pos. Bezeichnung positiver Wert negativer Wert Brutto-Gewichtswert liegt innerhalb ±¼ d um Null Gewichtswert Masseneinheit, möglich sind: t, kg, g, lb ▼...
6. Bedienung | 6.1 - Bedien- und Anzeigeelemente | 89 6.1.2 Tastenfeld Indikatortasten Taste Funktion Tarieren Das aktuelle Bruttogewicht wird im Taraspeicher abgelegt, sofern – das Gewicht stabil ist. – sich das Gerät nicht im Fehlerstatus befindet. Die Funktion ist von der Konfiguration abhängig. Gewichtsart auswählen Netto-Brutto-Tara Nullsetzen...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 91 drücken, um auszuwählen. drücken, um die Ziffernstellen auszuwählen. drücken, um die Ziffer zu erhöhen/verringern. 8. "OK" drücken, um die Eingabe zu bestätigen. 9. "Exit" drücken, um ein Menü zu verlassen. SAVE Wurde ein Parameter geändert, erscheint auf der Anzeige.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 92 C P · Metrologieparameter – 0 10 MEAtIM Messzeit – 0 11 FILtEr Digitalfilter – 0 12 FCut Filterfrequenz – 0 13 tStMod Testmodus –...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 96 S I · Serielle Schnittstellen – 0 70 PrInt Drucker: Schnittstelle konfigurieren, siehe Kapitel Serielle Schnittstelle für den Drucker konfigurieren – 0 71 rEMdSP Fernanzeige: Schnittstelle konfigurieren, siehe Kapitel Serielle Schnittstelle für die Fernanzeige konfigurieren...
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 97 I F · Informationen – 0 90 SoFt.VE Software Version – 0 91 SLot EMPty leer oder PR 5310-Kartentyp – 0 92 rS-232 Der RS232-Schnittstelle zugewiesenes Protokoll –...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 98 6.2.2 Datum & Uhrzeit drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige. 2. "OK" drücken. Cd 000 erscheint auf der Anzeige ( blinkt). dt 068 sooft drücken (7×), bis erscheint.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 99 6.2.3 Internen Wägepunkt neu justieren Beispiel: Max (Höchstlast) 600 kg Teilungswert 0,2 kg Totlast mit leerer Waage einstellen. Hinweis: Bei Start einer neuen Justierung hat das Gerät folgende Voreinstellung: Max 3000 kg Teilungswert 1 kg Start...
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 100 drücken, um den Dezimalpunkt um 1 Nachkommastelle nach links zu -----.-kg setzen 11. "OK" drücken. 00300.0kg erscheint auf der Anzeige ( blinkt). (3×) drücken, um die Ziffer für 600,0 kg einzustellen.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 101 Ein Gewichtswert für die Totlast erscheint auf der Anzeige. 25. "OK" drücken. 00000.0kg Die Totlast wird gesetzt. erscheint auf der Anzeige. Span festlegen (Cd 004) 26. "OK" drücken. Cd 004 erscheint auf der Anzeige.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 102 Cd 005 erscheint auf der Anzeige. 37. "OK" drücken. uVolt.d erscheint auf der Anzeige. 38. "OK" drücken. Das Messsignal in µV/d erscheint auf der Anzeige. 39. "OK" drücken. Cd 006 erscheint auf der Anzeige.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 103 6.2.4 Totlast des internen Wägepunktes ändern Falls durch Umbauten der Mechanik sich die Totlast (Gewicht leere Waage/ leerer Behälter) geändert hat, ist wie nachfolgend beschrieben zu verfahren. Start 1.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 104 Abspeichern und Beenden 14. "Exit" drücken. SAVE erscheint auf der Anzeige. 15. "OK" drücken. erscheint auf der Anzeige. 16. "OK" drücken. SAVE ... erscheint während der Speicherzeit auf der Anzeige. 17.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 105 Totlast berechnen Äquivalente Eingangsspannung [mV/V] = Totlast × Wägezellenempfindlichkeit [mV/V]/ Wägezellenkapazität (Nennlast E × Wägezellenanzahl) Wägezellenempfindlichkeit C = Nennkennwert C (siehe Technische Daten der Wägezelle). Normalerweise braucht die Totlast (unbelastete Waage oder leerer Behälter) nicht berechnet zu werden.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 106 6.2.5 Justierdaten des internen Wägepunktes anzeigen Vorgehensweise drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige. 2. "OK" drücken. Cd 000 erscheint auf der Anzeige ( blinkt).
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 107 dEAdLo erscheint auf der Anzeige. 14. "OK" drücken. Der mV/V-Wert für die Totlast erscheint auf der Anzeige. 15. "OK" drücken. Cd 004 erscheint auf der Anzeige. 16. "OK" drücken. SPAn erscheint auf der Anzeige.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 108 6.2.6 Justierdaten für Totlast und Max anzeigen Normalerweise sollten bei der Inbetriebnahme alle Einstellungen des Gerätes dokumentiert/ausgedruckt werden. Falls ein Gerät im Fehlerfall durch ein anderes ersetzt und keine neue Justierung durchgeführt wird, sind die Werte für die Totlast und die Höchstlast (Max) in mV/V unbedingt erforderlich.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 109 13. "OK" drücken. Der mV/V-Wert für die Höchstlast (Max) erscheint auf der Anzeige. 14. Den angezeigten Wert notieren. 15. "Exit" drücken, um das Setup-Menü zu verlassen. 6.2.7 Metrologieparameter eingeben drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 110 Nachfolgend sind Beispiele von Störsignalen für die unterschiedlichen Filtertypen abgebildet: Bessel-Filter Aperiodisches Filter Butterworth-Filter Tschebyscheff-Filter Ein Digitalfilter kann nur eingeschaltet werden, wenn eine Messzeit ≤160 ms eingestellt ist. Auswahl des Digitalfilters (Filtercharakteristik): kein, Bessel, Aperiodisch, Butterworth, Tschebyscheff Sind keine besonders hochfrequenten Schwingungen im laufenden Be...
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 111 CP 012 FCut [Grenzfrequenz] Je kleiner die Grenzfrequenz, desto träger ist das Messverhalten und stabiler ist das Messergebnis. Eingabe: 0,1…80,00 Hz Die Einstellmöglichkeit ist von der Messzeit abhängig. FCut Der Parameter ist nur auswählbar, wenn das Digitalfilter...
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 112 CP 020 ZEtStP [Nullnachführungsschritt] Wenn ein Gewichtssprung größer des eingestellten Wertes auftritt, arbeitet die automatische Nachführung nicht mehr. Einstellbarer Bereich für die Schritte der automatischen Nachführung: 0,25…10,00 d CP 021 ZEttIM [Nullnachführungszeit] Zeitintervall für die automatische Nullnachführung.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 113 6.2.8 Grenzwerte 6.2.8.1 Funktionen der Grenzwerte Jeder Grenzwert besteht aus Einschalt- und Ausschaltpunkt, um eine Hystere se definieren zu können. Die 3 Wertepaare werden nach dem gleichen Sche ma eingegeben.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 114 Beispiel 2: Sind die Grenzwerte 1 und 2 (Limit 1 und Limit 2) für "Ein" und "Aus" gleich (on = off), – schaltet der Ausgang 1 (Limit 1 out) "Ein" (ON), wenn das Gewicht (Wgt) den Wert übersteigt.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 115 6.2.8.2 Grenzwerte konfigurieren drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige. 2. "OK" drücken. Cd 000 erscheint auf der Anzeige ( blinkt). drücken. 4. Die einzelnen Parameter auswählen und ggf. ändern, siehe Kapitel Parametertabelle (SEtuP) Parameter auswählen.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 117 6.2.9 Digitale Eingänge konfigurieren Für jeden der 3 Eingänge kann sowohl für die Signalwechsel von 0 nach 1 (on) als auch für den Signalwechsel von 1 nach 0 (off) eine Aktion festgelegt werden, siehe Kapitel Aktionen festlegen.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 118 Ion.Cnd erscheint auf der Anzeige. 9. "OK" drücken. nonE erscheint auf der Anzeige. b16=1 drücken, um die Bedingung auszuwählen (hier: Bedingung Grenzwert 1 aus = aktiv), siehe Kapitel Bedingungen festlegen.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 119 6.2.9.1 Aktionen festlegen Für alle digitalen Eingänge können Aktionen ausgewählt (Bits gesetzt) werden (siehe Tabelle). Die SPM-Adressen für die digitalen Eingänge siehe Kapitel Systemdaten. Auswahlliste für die Aktionen Aktion SPM-Bit Beschreibung...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 120 6.2.10 Bedingungen festlegen 1on.Cnd 3on.Cnd Zusätzlich können die Merker auch unter … 1oF.Cnd 3oF.Cnd … mit einer Bedingung verknüpft werden. Auswahlliste für die Bedingungen Bedingung SPM-Bit Beschreibung none …...
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 121 Bedingung SPM-Bit Beschreibung b64 = 0 X64 = 0 Merker Bit 1 nicht gesetzt, nach "Netz- ein" werden Merker zurückgesetzt. b65 = 0 X65 = 0 Merker Bit 2 nicht gesetzt, nach "Netz- ein"...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 122 Bedingung SPM-Bit Beschreibung b64 = 1 X64 = 1 Merker Bit 1 gesetzt, nach "Netz-ein" wer den Merker zurückgesetzt. b65 = 1 X65 = 1 Merker Bit 2 gesetzt, nach "Netz-ein" wer den Merker zurückgesetzt.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 123 Funktion SPM-Bit Beschreibung b39 = 0 X39 = 0 Gewicht nicht unterhalb Null oder ober halb Max b48 = 0 X48 = 0 Nur für den internen Gebrauch. b49 = 0 X49 = 0 Nur für den internen Gebrauch.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 124 Funktion SPM-Bit Beschreibung b39 = 1 X39 = 1 Gewicht unterhalb Null oder oberhalb b48 = 1 X48 = 1 Nur für den internen Gebrauch. b49 = 1 X49 = 1 Nur für den internen Gebrauch.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 125 Beispiel: Ausgang 1: SPM-Bit [X35 = 1] Ausgang 1 wird wahr (aktiv), wenn der Gewichtswert unter Null geht. Ausgang 2: SPM-Bit [X33 = 0] Ausgang 2 bleibt wahr (aktiv), solange das Gewicht nicht über Max geht. Ausgang 3: SPM-Bit [X36 = 1] Ausgang 3 wird wahr (aktiv), wenn das Gewicht auf Null ±¼...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 126 6.2.12 Analogen Ausgang konfigurieren Parametertabelle Parameter Auswahl Beschreibung [Modus] [Aus] Analoger Ausgang ist unbenutzt. [Transparent] Ausgabe des Wertes in D30. Das Gerät wird via SPS gesteuert. [Brutto] Ausgabe des Bruttogewichts in D8.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 127 Parameter Auswahl Beschreibung [Bei >Max] [linear] Bei einem Gewicht >Max bleibt der analoge Ausgang bestehen. Das ist nur möglich, wenn der Ausgangswert für Max <20 mA ist. [0 mA] Bei einem Gewicht >Max wird der Ausgang auf 0 mA gesetzt.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 128 GroSS erscheint auf der Anzeige. drücken, um den entsprechenden Modus auszuwählen, siehe Parametertabelle. 7. "OK" drücken. Ao 051 erscheint auf der Anzeige. 8. "OK" drücken. AnA.rnG erscheint auf der Anzeige. 9.
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6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 129 out.>20 erscheint auf der Anzeige. 21. "OK" drücken. 20 MA erscheint auf der Anzeige. drücken, um den entsprechenden Ausgangswert auszuwählen, siehe Parametertabelle. 23. "OK" drücken. Ao 055 erscheint auf der Anzeige.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 130 6.2.12.1 Analogausgangsanpassung Der Ausgangsstrom lässt sich in kleinen Bereichen anpassen. Das ist dann erforderlich, wenn kleine Abweichungen vom nominalen Wert in einer angeschlossenen SPS auftreten. drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 131 6.2.13 Bedienparameter eingeben drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige. 2. "OK" drücken. Cd 000 erscheint auf der Anzeige ( blinkt). 3. Die einzelnen Parameter auswählen und ggf. ändern, siehe Kapitel Parametertabelle (SEtuP) Parameter auswählen.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 132 [Druck -Taste] oP 065 PrtkEy diSAbl Die Funktion der Taste kann gesperrt und wieder freigegeben EnAbLE werden. oP 066 tStkEy [Test -Taste] diSAbl Die Funktion der Taste kann gesperrt und wieder freigegeben EnAbLE werden.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 133 StoP [Stoppbits] Zeichenende bei Übertragungsprotokollen Auswahl: 1, 2 Coln 1 Coln 12 Nur bei RS-232: [Zeile 1…12] … ModE Nur bei RS-485: [Modus] HALF FuLL Auswahl: [Halbduplex] , Vollduplex mit jeweils den Zeilen Coln 1 Coln 12...
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 134 6.2.14.2 Serielle Schnittstelle für die Fernanzeige konfigurieren drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige. 2. "OK" drücken. Cd 000 erscheint auf der Anzeige ( blinkt).
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 136 StoP [Stoppbits] Zeichenende bei Übertragungsprotokollen Auswahl: 1, 2 ModE Nur bei RS-485: [Modus] HALF FuLL Auswahl: [Halbduplex] , Vollduplex 6. "Exit" drücken, um das Setup-Menü zu verlassen. 7.
6. Bedienung | 6.2 - Konfiguration und Justierung über das Tastenfeld | 137 EtherNet/IP dEUnEt [Feldbus] dHCP [DHCP] Auswahl: ein , aus ein = DHCP ist aktiviert. Die Netzwerkadresse wird automatisch zugewiesen. aus = Ist DHCP nicht aktiviert, müssen die Adressen manuell eingegeben werden.
6. Bedienung | 6.3 - Weitere Funktionen über das Tastenfeld | 138 IF 092 Rs-232 [RS-232-Schnittstelle] Anzeige: kein, Drucker, Fernanzeige, SMA, ModBus-RTU IF 093 Rs-485 [RS-485-Schnittstelle] Anzeige: kein, Drucker, Fernanzeige, SMA, ModBus-RTU IF 094 Rtc.bat [Batteriestatus] bAt oK bAt nOt oK Anzeige: ok , nicht ok 4.
6. Bedienung | 6.3 - Weitere Funktionen über das Tastenfeld | 139 erscheint auf der Anzeige. 4. "OK" drücken. kEy-0 erscheint auf der Anzeige. 5. Die Tasten drücken. Auf der Anzeige erscheint die entsprechende Tastenkennung, siehe nachfolgend. kEy-1 kEy-2 kEy-3 kEy-4 kEy-5 kEy-6...
6. Bedienung | 6.3 - Weitere Funktionen über das Tastenfeld | 142 6.3.5 RS-485-Schnittstelle testen drücken und 2…3 Sekunden gedrückt halten. SEtuP erscheint auf der Anzeige. drücken. tESt erscheint auf der Anzeige. 3. "OK" drücken. erscheint auf der Anzeige. (4×) drücken. rS485 erscheint auf der Anzeige.
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6. Bedienung | 6.3 - Weitere Funktionen über das Tastenfeld | 143 7. "OK" drücken. Durch Drücken der Taste wird die Zählung entsprechend den Parametereinstellungen erhöht. Jedes Drücken der OK-Taste fügt dem Ausgang 1,000 mA hinzu (bis hin zu 20,000 mA). 8. "OK" nochmals drücken, um die Schritte 7 und 8 zu wiederholen. Der analoge Ausgang ist defekt, wenn der analoge Ausgangsstrom nicht wie beschrieben gemessen werden kann.
7. Modbus-Protokoll | 144 7 Modbus-Protokoll Allgemeine Beschreibung Das im Gerät implementierte ModBus-Protokoll ermöglicht eine schnelle, ein fache und zuverlässige Kommunikation zwischen einem PC oder einer SPS und bis zu max. 99 Geräten. Mit dem ModBus-Protokoll kann auf alle Daten zugegriffen werden, die in der SPM-Tabelle der jeweiligen Applikation veröffentlicht sind.
8. SMA-Protokoll | 145 8 SMA-Protokoll Allgemeine Beschreibung Das Protokoll der "Scale Manufacturers Association" (SMA) stellt einen ein fachen Zugriff zur Waage zur Verfügung. Damit können Daten gelesen oder Funktionen ausgeführt werden. Als Schnittstelle wird die RS-485 verwendet. Feste Einstellungen der Schnittstelle sind 8 Bit, keine Parität und 1 Stoppbit. Die Befehle an das Gerät sind druckbare ASCII-Zeichen und starten mit <LF> = 0A hex und enden mit <CR> = 0D hex.
9. Feldbus-Schnittstelle | 146 9 Feldbus-Schnittstelle Allgemeine Hinweise Der PR 5310 kann unter einen Kommunikations-Master (z. B. Siemens S7 ProfiBus) als Feldbus-Slave eingebunden werden. Die Aktualisierungsrate beträgt 50 ms. Der Feldbus tauscht zyklisch mit jedem Slave seine Daten aus. Das heißt: In jedem Zyklus wird der gesamte Datenbereich geschrieben und gelesen, auch wenn sich keine Dateninhalte ändern.
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 148 Feld Größe Funktion Write data 4 Bytes Zu schreibende Daten als binärer 32-Bit-Wert mit Vorzeichen. Datentyp: DINT Read_Value_Select 1 Byte Funktion zur Auswahl der Leseanforderung Write_Value_Select 1 Byte Funktion zur Auswahl der Schreibanforderung ResPower 1 Bit PowerFail wird zurückgesetzt.
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 149 Lesefenster (MISO) Byte Feld Beschreibung Read data (MSB) Enthält die zu lesenden Da ten, z. B. Bruttowert. Read data Read data Read data (LSB) Read_Value_Selected Read_Value_Select (Funkti on) aus dem Schreibfenster wird gespiegelt, wenn die Daten in "Read data"...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 150 Feld Größe Funktion CmdBusy 1 Bit Das Gerät ist mit einer Funktion beschäftigt (z. B. Warten auf Stillstand für Tarieren) CmdError 1 Bit Das Gerät hat die Abarbeitung eines Befehles unterbrochen (z. B. innerhalb der definierten Stillstandwartezeit konnte StandStill nicht er...
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 151 9.2.2 Daten lesen und schreiben mit Funktionsnummern 9.2.2.1 Daten lesen Vorgehensweise: 1. Die Funktionsnummer als Read_Value_Select in Byte 4 des Schreibfensters schreiben (z. B. Nettogewicht). 2. Warten, bis in Byte 4 des Lesefensters das Read_Value _Selected dem Read_Value_Select des Schreibfensters entspricht.
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 152 9.2.2.2 Daten schreiben Vorgehensweise: 1. Warten, bis Write_Active = 0 im Lesefenster (Slave ist zum Empfang neuer Daten bereit). 2. Wert in Byte 0-3 des Schreibfensters schreiben. 3. Funktionsnummer als Write_Value_Select in Byte 5 des Schreibfensters schreiben.
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 153 9.2.2.3 Bits schreiben Neben den Control-Bits in Byte 6/7 können weitere Bits direkt mit Write_Value_Select gesetzt und ggf. zurückgesetzt werden. Zum Setzen der Bits 80…124 wird die entsprechende Funktionsnummer in Write_Value_Select geschrieben (siehe Kapitel Funktionsnummern). Zum Rücksetzen der Bits 80…89 wird die entsprechende Funktionsnummer + 128 (208…217) in Write_Value_Select geschrieben.
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 154 9.2.3.2 Steuerungs-Bit schreiben Einige Gerätefunktionen können durch direktes Setzen von Bits in Byte 6 und 7 (control bytes) des Schreibfensters ausgeführt werden. Aktion des Masters Reaktion des Slave Bit im Control Byte setzen. Funktion wird ausgeführt.
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 155 9.2.4 Warten auf das Resultat der Aktion Wurde eine Aktion eingeleitet, die längere Zeit benötigt, kann zusätzlich das Ende der Bearbeitung abgewartet werden. Aktion des Masters Reaktion des Slave Bit setzen, siehe Kapitel Bits schreiben oder Steuerungs-Bit...
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 156 9.2.5 Funktionsnummern Funktionsnummern werden vom Master (SPS) an MOSI geschrieben und vom PR 5310 in MISO reflektiert. – Funktionsnummer 0: I/O-Statusbits (Lesen), siehe Kapitel Funktionsnum mer 0: I/O-Statusbits (Lesen) – Funktionsnummer 1: Waagenstatus (Lesen), siehe Kapitel Funktionsnum...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 157 9.2.5.1 Funktionsnummer 0: I/O-Statusbits (Lesen) Dynamischer Status Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 Byte 0 Input 3 Input 2 Input 1 Byte 1 Output 3 Output 2 Output 1 Byte 2 Limit 3...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 158 Feld Funktion CenterZero Der Gewichtswert ist innerhalb CenterZero (0 ±0,25 d). InsideZSR Der Brutto-Gewichtswert liegt innerhalb des Nullstellberei ches. Standstill Waage befindet sich in Stillstand. OutOfRange Unter Null oder über Max (SKE). Messsignal liegt über dem zulässigen Bereich von 36 mV.
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 159 9.2.5.3 Funktionsnummer 2: Zustand von zustandsgesteuerten Aktionsbits (Lesen) Anzeige Signalzustand Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 Byte 0 Byte 1 Byte 2 87: Get...
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 160 Byte Beschreibung 1: UNIT Ein Byte für Gewichtseinheit, Inhalt in dezimaler Darstel lung 0…255 2 = g (Gramm) 3 = kg (Kilogramm) 4 = t (Tonnen) 5 = lb (Pfund) 2: STEP Ein Byte für Teilungswert, Inhalt in dezimaler Darstellung 0…255 1 = Teilungswert "1"...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 161 Byte Beschreibung Letztes Fehlerbyte, siehe ebenfalls Bit CmdError , Nummer 3: LASTERROR von LAST‑ERROR: 30 = Gewicht < Totlast 31 = Stillstand nicht erreicht (z. B. beim Tarieren). 35 = Gewicht überschreitet den erlaubten Bereich. 40 = CAL-Schalter geschlossen.
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 162 9.2.5.6 Funktionsnummer 5: Gerätetyp und Softwareversion (Lesen) Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 Byte 0 TYPE MSB Byte 1 TYPE LSB Byte 2 MAINVERSION Byte 3 SUBVERSION...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 163 9.2.5.9 Funktionsnummer 8…22: Gewichtsdaten (Lesen) Brutto, Netto, Tara werden als DINT-Festpunkt abgelegt. Der tatsächliche Datenwert wird von DINT und EXPO wie folgt abgeleitet: (-EXPO) Wert = Auslesen × 10 Real DINT Funktionsnummer 8 Aktueller Bruttowert Funktionsnummer 9 Aktueller Nettowert, wenn tariert;...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 164 9.2.5.11 Funktionsnummer 30, 31: Festwerte (Lesen/Schreiben) Funktionsnummer 30 Festwert für Analogausgang, Wert (num) 0…20000 entspricht 20 mA Festwert für Festtara, siehe auch SetFixTare, Get Funktionsnummer 31 FixTare in Kapitel Datenaustauschbereich. 9.2.5.12 Funktionsnummer 80…92: Zustandsgesteuerte Aktionsbits (Schreiben) Hinweis: Bits setzen, siehe Kapitel Bits...
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9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 165 Funktionsnummer 90 Für interne Verwendung reserviert. Funktionsnummer 91 Für interne Verwendung reserviert. Funktionsnummer 92 Für interne Verwendung reserviert. 9.2.5.13 Funktionsnummer 112…124: Übergangsgesteuerte Aktionsbits (Schreiben) Bits setzen, siehe Kapitel Bits schreiben. Sobald das Bit gesetzt wurde, wird es intern zurückgesetzt und der Vorgang wird bearbeitet, dies erfolgt übergangsgesteuert (zum einmaligen Schreiben).
9. Feldbus-Schnittstelle | 9.2 - Waagenprotokoll | 168 9.2.7 Spezielle Hinweise für DeviceNet und EtherNet/IP Bei diesen Feldbus-Typen ist die Reihenfolge der Bytes (gilt nur für Worte und einzelne Bytes) vertauscht. Bei Langworten tritt dieses Problem nicht auf, weil es durch die Firmware kompensiert wird.
10. SPM | 169 10 SPM 10.1 Allgemeine Hinweise Der für den Anwender zugängliche Speicher ist das so genannte SPM (Scratch Pad Memory). In ihm sind viele interne Daten abgelegt, über die Gewichte, Status und Reporte ausgelesen und Steuerdaten geschrieben werden können. Auf die SPM-Tabelle kann über ModBus-Kommunikation und Feldbus mit SPM-Schnittstelle zugegriffen werden.
10. SPM | 10.3 - Adressierung | 170 Datentyp Beschreibung Wertebereich TIME_OF_DAY time of day (only) 00:00:00.00 bis 23:59:59.99 DATE_AND_TIME date and time of day siehe DATE und TIME_OF_DAY STRING variable-long charac max. 255 Zeichen (ISO) ter string WSTRING variable-long wide max.
11. Fehlermeldungen | 174 11 Fehlermeldungen 11.1 Fehlermeldungen Messkreis Die interne Wägeelektronik kann Fehlermeldungen generieren, die auf der Anzeige dargestellt werden. Anzeige Fehler Ursache Error 1 – Interner Rechenüberlauf Falsche Justierwerte Error 2 – Messsignal liegt über Max + (x d) Falsche Einstellung.
11. Fehlermeldungen | 11.2 - Generelle Fehlermeldungen | 175 11.2 Generelle Fehlermeldungen Anzeige Fehler und mögliche Ursache Err 10 Test ist aktiv, kein Bruttogewicht. Err 11 Kein Gewichtswert (z. B. falsche Eingabe). Err 12 Wägepunkt ist nicht gestartet/in Standby. Err 14 Wägepunkt ist eine Zeit lang beschäftigt, zeigt keine Fehler...
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11. Fehlermeldungen | 11.2 - Generelle Fehlermeldungen | 176 Anzeige Fehler und mögliche Ursache Err 70 Tarieren ist aktiv. Err 71 Gewichtsfehler tritt bei der Justierung über Frontbedienung auf, wenn die Verbindung zum Wägepunkt unterbrochen ist. Err 73 Totlast <-0,1 mV/V Err 74 Arithmetischer Überlauf Err 75...
11. Fehlermeldungen | 11.3 - Fehlernummern @ "LAST_ERROR" | 177 11.3 Fehlernummern @ "LAST_ERROR" 11.3.1 Wägepunktfehler Nummer Anzeige Ursache test active Test ist aktiv, keine Gewichtswerte. cal active Justierung ist aktiv, keine Gewichtswerte. no standstill Kein Stillstand der Waage. tare is active Tarieren ist aktiv.
12. Wartung/Reparatur/Reinigung | 178 12 Wartung/Reparatur/Reinigung 12.1 Wartung Wartungsarbeiten dürfen nur unter Beachtung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen durch autorisiertes Fachpersonal ausgeführt werden, das die damit verbundenen Gefahren kennt. Das Gerät regelmäßig warten und überprüfen. Die Fristen sind vom Betreiber festzulegen, sollten jedoch nicht länger als ein Jahr sein.
12. Wartung/Reparatur/Reinigung | 12.3 - Lötarbeiten | 179 12.2.2 Batterie für Datum/Uhrzeit wechseln Bei Unterschreitung des spezifizierten Spannungswertes oder Defekten ist die Batterie durch den Minebea Intec Kundendienst oder eine gleichwertige Fachkraft zu ersetzen. Entsorgung siehe Kapitel Entsorgung. Lebensdauer siehe Kapitel Datum-/Uhrzeit-Puffer. 12.3 Lötarbeiten Am Gerät sind keine Lötarbeiten erforderlich/zulässig.
13. Sicherheitsüberprüfung | 180 13 Sicherheitsüberprüfung Ein gefahrloser Betrieb der Waage (Wägeplattform/Wägeeinrichtung + Wäge indikator) ist nicht mehr gewährleistet, – wenn das Verbindungskabel sichtbare Beschädigungen aufweist. – wenn die Wägeplattform/Wägeeinrichtung und der Wägeindikator nicht mehr arbeiten. – nach längerer Lagerung unter ungünstigen Verhältnissen. –...
Service-Adressen zur Reparaturannahme und Rücknahmestellen stehen in der dem Produkt beiliegenden Produktinformation sowie auf unserer Inter netseite (www.minebea-intec.com). Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Service-Mitarbeiter vor Ort oder an unsere Service-Zentrale. Minebea Intec GmbH Reparaturzentrum Meiendorfer Straße 205 A 22145 Hamburg, Deutschland Tel.: +49.40.67960.333 service.HH@minebea-intec.com...
15. Spezifikation | 182 15 Spezifikation 15.1 Lieferumfang Pos. Bezeichnung Prozess-Indikator Sicherheitshinweise 9499 059 40001 15.2 Allgemeine technische Daten Die Kenndaten gelten nach einer Anwärmzeit von mindestens 60 Minuten (Referenztemperatur 23 °C). 15.2.1 Datum-/Uhrzeit-Puffer Die Lithium-Batterie dient als Puffer für den Datum-/Uhrzeit-Chip und als Puffer für die Versorgungsspannung, damit das Gerät wieder eingeschaltet werden kann.
15. Spezifikation | 15.4 - Wägeelektronische Daten | 185 15.4 Wägeelektronische Daten 15.4.1 Wägezellen Wägezellentyp DMS-Zellen 6- oder 4-Leiter-Technik möglich. Speisespannung = 12 V – für I = 160 mA – für max. 8 Wägezellen mit je 650 Ω – 4 Wägezellen mit je 350 Ω Sense-Spannungs Unterschreitung von U überwachung +4…-4 V wird erkannt.
16. Anhang | 16.2 - Zertifikate | 193 Ex-Geräte Modell Bestell-Nr. Beschreibung PR 5310/12 9407 1 5310 11 1 Basis, 24 V DC, Tischgerät, Zo ne 2/22 PR 5310/32 9407 1 5310 31 1 Basis, analoger Ausgang, 24 V DC, Tischgerät, Zone 2/22 PR 5310/35 9407 1 5310 34 1...
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16. Anhang | 16.2 - Zertifikate | 194...
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16. Anhang | 16.2 - Zertifikate | 195 български (bg) čeština (cs) dansk (da) Декларация за съответствие Prohlášení o shodě Overensstemmelseserklæring 1. Модел на продукта / Номер на продукта / 1. Model výrobku / číslo výrobku / platné pouze 1. Produktmodel / produktnummer / gælder kun валидно...
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16. Anhang | 16.2 - Zertifikate | 196 Deutsch (de) Eλληνικά (el) español (es) Konformitätserklärung Δήλωση συμμόρφωσης Declaración de conformidad 1. Produktmodell / Produktnummer / gilt 1. Μοντέλο προϊόντος / αριθμός προϊόντος / 1. Modelo de producto/número de producto / ausschließlich für Projekt-Nr.: ισχύει...
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16. Anhang | 16.2 - Zertifikate | 197 eesti keel (et) français (fr) hrvatski (hr) Vastavusdeklaratsioon Déclaration de conformité Izjava o sukladnosti 1. Tootemudel / tootenumber / kehtib vaid 1. Modèle / numéro de produit / valable 1. Model proizvoda / broj proizvoda / vrijedi järgmise projekti puhul: uniquement pour le numéro de projet: samo za broj projekta:...
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16. Anhang | 16.2 - Zertifikate | 198 latviešu valoda (lv) malti (mt) nederlands (nl) Atbilstības deklarācija Dikjarazzjoni ta’ konformità Conformiteitsverklaring 1. Produkta modelis / produkta numurs / derīgs 1. Mudell tal-prodott / numru tal-prodott / validu 1. Productmodel / productnummer / uitsluitend tikai projektam Nr.: biss għan-numru tal-proġett: geldig voor projectnummer:...