Paxton Net2 Handbuch

Übersicht

Nur sehr wenige Standorte verfügen über einen freien, offenen Bereich um den zu kontrollierenden Eingang herum, weshalb verschiedene Faktoren berücksichtigt werden müssen, bevor die Freisprech-Schnittstelle und das Lesegerät optimal montiert werden.
Funksignale verhalten sich nicht immer so, wie man es erwarten würde. Ein Mobiltelefon, das in einem Teil des Geländes vollen Empfang anzeigt, verliert das Signal nur wenige hundert Meter entfernt vollständig. Dafür gibt es viele Gründe, darunter die Nähe von Gebäuden, Wänden und sogar Bäumen oder Büschen.

Problembereiche

Um die bestmögliche Lesereichweite zu erzielen, müssen Sie zunächst die potenziellen Probleme identifizieren und planen, diese zu vermeiden. Jede Störquelle wird die erreichbare Reichweite schrittweise reduzieren.
Metallische Objekte (Lagerbehälter, Zäune, Fahrzeuge usw.) sind am störendsten für das Hochfrequenzsignal, da sie jedes elektrische Feld stören. Funksignale haben auch eine physikalische Komponente, die dazu führt, dass sie von festen Objekten (z.B. Ziegelwänden, Glas, Bäumen usw.) abprallen und das endgültige, an der Schnittstelle gelesene Signal reduzieren.
Dies ist ein besonderes Problem, wenn sich das Objekt zwischen der Schnittstelle und dem Benutzer befindet.

Im obigen Diagramm befindet sich ein Metallzaun neben dem Eingang. Dieser schirmt die Schnittstelle vor jedem Benutzer ab, der sich von links nähert.
Die Mülltonnen rechts vom Eingang beeinflussen ebenfalls die Reichweite, indem sie das Signal im Bereich 'Fair' (Ausreichend) ablenken und das Signal vor einem Benutzer im Bereich 'Poor' (Schlecht) abschirmen.
Sie sehen, wir könnten die folgenden Seiten mit Dutzenden von Beispielen füllen, aber das würde immer noch keine Garantie für den perfekten Standort geben. Viele der Gegenstände, Fahrzeuge, Mülltonnen usw. können täglich auf dem Gelände bewegt werden.
Sie müssen beurteilen, ob umgebende Objekte aufgrund ihres Materials und ihrer Position einen Einfluss haben werden, und die Schnittstelle dann in ihrer optimalen Position montieren.

Lesegerät-Position

Probleme treten auf, wenn der Benutzer sich in oder in der Nähe eines Fahrzeugs befindet, das die Kommunikation mit dem Lesegerät blockiert oder stört. Zum Beispiel haben metallisierte Tönungsfolien auf Glas einen großen Einfluss auf die erzielte Reichweite.
Ein zweites Lesegerät der P-Serie kann als zweiter 'Wake-up'-Sender verwendet werden; vielleicht eines auf jeder Seite einer breiten Straße, um eine bessere Abdeckung zu gewährleisten. Lesegeräte sollten nicht so positioniert werden, dass sich ihre aktiven Felder überlappen und stören (z.B. sollte der Abstand beim P200 2 x 2,5 m betragen).
Richten Sie das System wie gewohnt mit einem einzigen Lesegerät ein. Sobald dies funktioniert, schalten Sie die Schnittstelle aus, entfernen Sie dieses Lesegerät und schließen Sie das zweite an die Schnittstelle an, damit dessen Firmware aktualisiert werden kann. Sie können nun beide Lesegeräte parallel 'Farbe für Farbe' an die Schnittstelle anschließen.
Wenn zwei Lesegeräte der P-Serie in Reichweite voneinander montiert sind (z.B. Pkw- und Lkw-Verkehr), sollte nur eines davon zum HF-Sender aufgerüstet werden. Installieren Sie ein Lesegerät wie gewohnt und schließen Sie den Firmware-Upgrade-Prozess ab. Schalten Sie das System aus und verbinden Sie das zweite Lesegerät parallel mit dem Datenkabel von der ACU (Beschriftung Net2 Control Unit) mit der Schnittstelle. Die ACU empfängt dann Daten von der Freisprech-Schnittstelle oder dem zweiten Lesegerät der P-Serie.

Schnittstellenposition

Die beste Richtlinie für die Positionierung ist die 'Sichtlinie' – wenn Sie die Schnittstellenposition von der beabsichtigten Annäherungslinie des Benutzers klar sehen können, sollte dies in Ordnung sein. Oft muss in repräsentativen Bereichen ein Kompromiss eingegangen werden, da der Benutzer häufig verlangt, dass die Schnittstelle über der Decke verborgen wird. Auch hier hat das Material von Fliesen, Trägern und Beleuchtungskörpern einen Einfluss.

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die Schnittstelle direkt dem Benutzer zugewandt ist – wie in Abb. 1 gezeigt.

In Abb. 2 ist die Schnittstelle dargestellt, wie sie in einem Deckenhohlraum platziert wäre. Benutzer würden sich der Schnittstelle daher 'von der Kante' nähern, bis sie direkt unter der Schnittstelle stehen.

In Abb. 3 ist die Schnittstelle 'seitlich' zum Benutzer ausgerichtet, wie es beim Annähern an eine Tür entlang eines Korridors der Fall sein kann. Auch hier wird die Reichweite reduziert, bis sie vor der Tür stehen.

Beide oben genannten Beispiele können bei Innentüren akzeptabel sein, sollten aber extern vermieden werden, wo normalerweise die maximale Reichweite erforderlich ist.

Langstrecken-Lesegerät – 5 Meter

Das Langstrecken-Lesegerät enthält sowohl eine Schnittstelle als auch einen verstärkten Sender der P-Serie. Bei der Verwendung an einer Fahrzeugschranke ist die 'Annäherungslinie' vorhersehbar. Das Gerät kann daher so positioniert werden, dass es direkt auf den Benutzer/das Fahrzeug zeigt und eine klare Reichweite von 5 Metern bietet.
In einigen Fällen, in Fahrzeugen, kann ein Tastendruck erforderlich sein, entweder aufgrund von metallisierter Tönung oder erhöhten Metallanteilen, die beide Störungsursachen sind. In solchen Szenarien mit größeren Fahrzeugen oder Fahrzeugen mit metallisierter Tönung drücken Sie einfach die dafür vorgesehene Taste auf der Freisprech-Schlüsselkarte, um den Zugang zu erhalten und die zusätzliche Interferenz beim Annähern an das Langstrecken-Lesegerät zu bekämpfen.

Schlüsselkartenbedienung – Tastenbetätigung

Für diese Funktion gelten dieselben Einschränkungen, die zuvor für den normalen Freisprechbetrieb erörtert wurden. Auch hier wird die maximale Reichweite nur bei einer klaren Sichtlinie ohne umgebende reflektierende/absorbierende/dazwischenliegende Objekte erreicht.
Die erweiterte Reichweite wird häufig in Hauptzugangs- oder Parkplatzbereichen eingesetzt. Es sind zusätzliche Faktoren zu berücksichtigen – zum Beispiel ist die Annäherung oft durch Maschendrahtzäune begrenzt, manchmal auf beiden Seiten. Die Krümmung der Zufahrt um Gebäude, Container usw. unterbricht ebenfalls die klare 'Sichtlinie' (siehe Diagramm unten).
Durch die Verwendung von mehr als einer Freisprech-Schnittstelle (HFI) können Sie die Reichweite und Abdeckung erhöhen.

Das Anschließen eines ACU-Ports an mehrere parallel verdrahtete Schnittstellen ermöglicht deren Positionierung entlang einer Zufahrt. Die Gesamtlast des ACU-Lesegerät-Ports sollte 500 mA nicht überschreiten.
(Ein einziges Lesegerät der P-Serie muss vorübergehend an jede Schnittstelle angeschlossen werden, wenn eine neue Schlüsselkarte initialisiert werden muss – siehe Schlüsselkartenanweisungen Ins-30037-US oder Ins-30038-US)
Die Schlüsselkarte wählt nur eine Schnittstelle zur Kommunikation aus und erstellt daher bei Verwendung mit Net2 nur ein Ereignis pro Tastendruck. Es gibt zwei Tasten auf der Karte, sodass zwei Gruppen (In/Out) (Ein/Aus) erstellt werden können, um zu verhindern, dass die falsche Gruppe reagiert.

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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