Seite 1
Hochdruckreiniger HPWG4-210-900-W 4-Takt Benzinmotor Handstart, Kaltwasser Hochdruckpumpe Reinigungsdruck bis zu 210 bar / Fördermenge bis zu 900 l/h Benutzer- und Wartungshandbuch DE D0908 Stand 08-2009 Modell: HPWG4-210-900-W Reinigungsdruck: max. 210 bar Fördermenge: max. 900 l/h Antrieb: 389 ccm Benzinmotor Handstart...
Vorwort Sehr geehrter Kunde, bitte nehmen Sie sich die Zeit dieses Handbuch vollständig und aufmerksam durchzulesen. Es ist wichtig, dass Sie sich vor der Inbetriebnahme mit den Bedienungselementen sowie mit dem sicheren Umgang Ihres Gerätes vertraut machen. Dieses Handbuch sollte immer in der Nähe des Gerätes aufbewahrt werden, um im Zwei- felsfall als Nachschlagewerk zu dienen und sollte gegebenenfalls auch etwaigen Nachbesit- zern ausgehändigt werden.
1. Sicherheitshinweise Die Anweisungen in diesem Handbuch müssen ggf. durch die jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften und technische Normen ergänzt werden. Sie erset- zen keine Normen oder zusätzliche (auch nicht gesetzliche) Vorschriften, die aus Sicherheitsgründen erlassen wurden. Dieses Gerät darf nicht in hochgefährlicher oder explosionsgefährdeter Umgebung benutzt werden! 1.1.
1.6. Risiken durch den Hochdruck-Wasserstrahl Richten Sie den Wasserstrahl nie auf Menschen, Tiere, elektrische Teile oder das Gerät selbst. Sollten Sie sich oder eine andere Person dennoch durch den Wasser- strahl verletzt haben, dürfen Sie die Wunde nicht als simple Schnittwunde ansehen. Konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt.
2. Spezifikation Hochdruckreiniger mit 4-Takt Benzinmotor für den Heim- und Gewerbebedarf. Reinigungs- mittel können dem Wasser über einen mitgelieferten Saugschlauch zugeführt werden. Montiert auf Stahlrohrrahmen mit Radsatz. 2.1. Technische Daten Modell HPWG4-210-900-W Kennzeichen Antrieb Verbrennungsmotor Betriebsart Hochdruckpumpe mit Keramikkolben Arbeitsdruck...
3. Vor der Inbetriebnahme 3.1. Kontrolle der gelieferten Ware Je nach Vertriebskanal kann es möglich sein, dass das Gerät bereits mit Öl befüllt ausgeliefert wird. Vermeiden Sie daher im Zuge der Installations- oder Inbetrieb- nahmearbeiten ein Kippen von mehr als 30° in alle Richtungen! Nach Empfang des Gerätes ist empfohlen zu kontrollieren ob die Ware mit dem im Auftrag, Frachtbrief oder Lieferschein angeführten Komponenten übereinstimmt.
3.3. Ölkontrolle des Motors Öl ist das wichtigste Betriebsmittel des Motors. Verwenden Sie nur qualitativ hochwertiges, voll-/teilsynthetisches Motoröl 0W30 oder 5W40 für Benzinmotoren. Kontrollieren Sie vor jedem Motorstart den Ölstand! MAXIMAL Am Ölmeßstab finden Sie eine Minimal- und Maximal- MINIMAL markierung - der Ölspiegel sollte sich bei waagrechter Maschine innerhalb dieser Markierungen befinden.
3.5. Wahl des richtigen Aufstellungsortes Die Umgebungstemperatur am Aufstellungsort, darf 40°C nicht übersteigen und +5°C nicht unterschreiten. Die maximale Einsatzhöhe beträgt 1.000m über dem Meeresspiegel. • Der Untergrund muss tragfähig, eben und rutschfest sein. Des weiteren muss der Aufstellungsort Schutz vor Naturkräften (wie Regen, Schnee, Hagel, Sturm, Flut, Frost oder übermäßige Hitze) sowie Schutz vor Luftverunreinigungen (wie Schleifstaub, Elektrosmog, Flusen, Rauch, Öl, Nebel, Dämpfe, Motorabgase oder andere Schmutz- stoffe) bieten.
3.6.2. Zuleitung durch Ansaugen Dieser Hochdruckreiniger kann das benötigte Wasser aus einem Behälter, Teich oder ei- nem anderen Wasserreservoir mit stehendem Wasser ansaugen. Das Ansaugen aus einem Fließgewässer (z.B. Bach) ist nicht möglich. Bitte beachten Sie, dass die maximale Ansaughöhe von 0,5m nicht überschritten werden darf.
4. Inbetriebnahme 4.1. Vorbereitende Schritte • Stellen Sie den Hauptschalter (rote Wippe) auf Stellung AUS (OFF). • Die Motorpumpe durchläuft bei der Endkontrolle einen Probelauf. Je nach Vertriebs- kanal können Motoröl und geringe Mengen Treibstoff bereits vorgefüllt sein, kontrol- lieren Sie vor jedem Start den Motor- und Hydraulikölstand wie im Kapitel 3.3. sowie 3.4.
4.3. Verwendung • Stellen Sie bei laufendem Motor zwingend si- cher, dass der Sperrhebel der Pistole eingelegt ist, bevor Sie eine Düse montieren oder wech- seln. • Wählen Sie die für sie passende Düse und montieren Sie diese an der Lanze: Kupplungs- ring zurückziehen, Düse einstecken und Kupp- SPERRHEBEL lungsring lösen.
4.3.3. Reinigungsmittelzugabe Sollten Sie Reinigungsmittel beimengen wollen, montieren Sie die dafür vorgesehene schwarze Düse (bei Verwendung einer anderen Düse wird das Mittel nicht gefördert). Niemals lösungsmittelhaltige Flüssigkeiten oder unverdünnte Säuren ansaugen (z.B. Benzin, Farblösungsmittel, Heizöl). Bei Verwendung von zusätzlichen Reinigungsmit- teln die Vorschriften des Herstellers beachten.
4.5. Für längere Lagerung vorbereiten ACHTUNG das Gerät muss zwingend vor Frost geschützt gelagert werden. Frost zer- stört die Hochdruckpumpe und das Zubehör! • Pistole, Lanze und Druckschlauch demontieren • Motor starten und 1 Minute ohne Wasserzufluss laufen lassen, somit wird das restliche Wasser aus dem Pumpenkörper entfernt.
5. Instandhaltung Regelmäßiges Service und Wartung verlängert die Lebensdauer und gewährleistet einen störungsfreien Betrieb. Das für die Instandhaltung bzw. Reinigung zuständige Personal muss technisch dazu befähigt sein, die jeweiligen Arbeiten durchzuführen. Gestatten Sie niemals nicht befähigten Personen Tätigkeiten an egal welchem Bau- teil dieses Hochdruckreinigers durchzuführen.
5.3.2. Kontrolle des Zuleitungsfilters Nach dem Schraubanschluss der Wasserzuleitung befindet sich ein kleines Metallsieb, wel- ches die Hochdruckpumpe vor Fremdkörpern schützt. Kontrollieren Sie dieses Sieb in re- gelmäßigen Abständen auf Beschädigung oder Verschmutzung. • Entfernen Sie die Wasserzuleitung und sehen Sie in den Zulei- tungsanschluss hinein (bei mangelndem Licht Taschenlampe zu Hilfe nehmen).
5.4. Instandhaltung Motor Motoren sind technisch komplexe Mechanismen mit einer Vielzahl von beweglichen Teilen. Diese sind zum Teil hohen mechanischen, thermischen und chemischen Einflüssen durch die Umwelt und den Verbrennungsprozess unterworfen. Die richtige Wahl der Betriebsmit- tel (Treibstoffe, Öle) sowie die sorgfältige Pflege und Wartung verlängert die Lebensdauer Ihres Motors.
5.4.2.2. Kerzenbilder Normaler Zustand Diese Zündkerze ist in einem normalen, guten Zustand. Der Isolator besitzt eine grau-weiße bis gelb-graue Färbung. Die Kerze arbeitet im optimalen Temperaturbereich. Hier stimmt der Wärmewert, die Zündung bzw. das Gemisch sind richtig eingestellt, die Elektroden sind nicht abgenutzt, haben meist nur geringste Ablagerungen und die Kerze hat den richtigen Elektrodenabstand.
Gebrückte Elektroden In den alten Motorradzeiten, als der Kraftstoff schlecht war, kam dieses Problem häufiger vor. Zwischen den Elektroden hat sich durch Ablagerungen eine Brücke gebildet - die Kerze hatte “einen Faden gezogen”. Zweitakter waren hier besonders empfindlich. Hier hilft Reinigen und die Verwendung von besserem Kraft- stoff sowie hochwertigem Öl.
Mittel-/Masselektrode durch Motorklingeln angeschmolzen Mittel- und/oder Masseelektrode geschmolzen, sind dieser Stelle unkontrollierte Glüh-Zündungen und hohe Temperaturen aufgetreten. Ein falscher Wär- mewert, überhitzte Ventile, magere Vergasereinstel- lung oder Nebenluft könnte der Auslöser gewesen sein. Auch übermäßige Ölkohleablagerungen und scharfe Kanten im Verbrennungsraum kommen als Übeltäter in Frage. Über- prüfen Sie daher alle Punkte und montieren Sie neue Kerzen laut Vergleichstabelle.
oder der Ölsensor (Schwimmerschalter) defekt. Öffnen Sie in diesem Fall Steckverbinder CN11. Sollte der Fehler weiterhin bestehen so ist vermutlich der Ölsensorcontroller defekt. Läuft die Maschine nun, so ist vermutlich der Ölschwimmerschalter defekt. In seltenen Fällen kann der Fehler im Ölsensorcontroller Temperaturabhängig sein. Wenn die Maschine z.B.
5.4.4. Kontrolle der Treibstoffzufuhr Anhand des Kerzenbildes konnten Sie vielleicht bereits feststellen das die Benzinzufuhr zu gering ist. (Kerze trocken, fast keine Ablagerungen, Isolator weiss). Prüfen Sie zuerst ob ausreichend Treibstoff im Tank ist. Sehen Sie in den Tank hinein ob Fremdkörper, Rost, oder im Winter kleine Wölkchen aus Eiskristallen sichtbar sind.
5.4.6. Luftfilter reinigen Öffnen Sie den Luftfilterkasten indem sie die Verschraubung (Kordelschraube oben) öffnen. Entnehmen Sie den Luftfilter und kontrollieren Sie diesen auf Risse oder Löcher. Der Luft- filter kann in warmen Wasser ausgewaschen werden (trocknen lassen). Reinigungsintervall: Alle 6 Monate / 300 Betriebsstunden Nach Bedarf tauschen Manchmal ist eine Verschmutzung durch feine Partikel nicht mit freiem Auge ersicht- lich.
5.4.8. Drehzahleinstellung und Ausregelverhalten Die Standgasstellschraube wird so gewählt, dass die Pumpe nach dem Warmlauf bei der kleinsten Stellung des Leistungswahlreglers nicht abstirbt. Die Drehzahl des Motors und somit direkt die Pumpenleistung wird über den Leis- tungswahlregler eingestellt. Die Vollgasstellschraube kann so gewählt werden, dass sie die von Ihnen gewünschte maximale Fördermenge begrenzt.
5.4.9. Auspuff und Abgasfarben Fehlzündungen im Auspufftrakt können durch lockere Schrauben am Auspuffkrümmer ver- ursacht werden. Kontrollieren Sie in diesem Fall den festen Sitz der Krümmerschrauben sowie den Einwandfreien Zustand der Auspuffdichtungen. Der Auspuff sollte dicht und ohne Beschädigungen sein. Übermäßige Ablagerungen im Auspuff müssen entfernt werden.
5.4.12. Motor Demontage Zerlegen Sie den Motor fachgerecht. Demontieren Sie keine Teile die nicht zerlegt werden müssen. Versuchen Sie die Demontage von abgedichteten bzw. beweglichen Teilen wie Kolben und Kolbenringen zu vermeiden. Demontieren Sie keine Teile im heißen Zustand (außer Zündkerze, Vergaser und Zündmagnet) um Verformungen zu vermeiden. Manche Teile müssen bei der Demontage markiert werden, wie Kolbenringe, Zylinderkopf- dichtung etc.
5.6. Mögliche Probleme und Lösungen Fehler Grund Lösung Strahldüse falsch montiert Strahldüse kontrollieren Zu wenig Wasser Mindest Zuflussmenge 15 l/min Undichtheit im Hochdruck- Alle Verschlüsse und Schläuche bereich kontrollieren Düse verlegt Düse reinigen Zuleitungsfilter verstopft Filter reinigen Kein oder sehr nied- riger Druck (bei Defektes Ventil Kontaktieren Sie ihren Händler...
6. Sonstiges 6.1. Garantiebedingungen Die Garantiedauer dieses Gerätes beträgt 12 Monate ab Zustellung zum Endverbraucher, längstens jedoch 14 Monate nach dem Lieferdatum. Unter dem Lieferdatum ist jenes Datum zu verstehen welche bei der Auslieferung auf dem jeweiligen Transportschein (Lieferschein oder Rechnung) angeführt ist. Garantiegrenzen Sollte dieses Gerät professionell, häufig und dauernd in Gebrauch stehen, obwohl die oben angegebene Frist von 12 Monaten noch nicht abgelaufen ist, verfällt die Garantie automa-...
6.2. Konformitätserklärung Wir, die Rotek Handels GmbH Handelsstrasse 4 2201 Hagenbrunn Österreich erklären hiermit, dass dieser Hochdruckreiniger in der von uns in Verkehr ge- brachten Ausführung den einschlägigen, grundlegenden Anforderungen ent- spricht, welche in folgenden EG Richtlinien und deren Änderungen festgelegt sind: 98/37/EWG ( Robert Rernböck, Geschäftsführer )