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Anleitung
Aros
Das Nurflügelmodell „Sirion" kann in unterschiedlichen Varianten geliefert werden:
1. als reiner Flügel mit Winglets, ohne Rumpf, ohne Wölb-Landeklappen, nur über die kombinierten
und über V-Mischer angesteuerten Quer-Höhenruder.
2. Mit Rumpf zu Unterbringung von Komponenten der Empfangsanlage und des erforderlichen
Trimmbleis (ca. 200 bis 350 g je nach Bauausführung und Finish)
3. Mit Rumpf (gleiche Ausführung) für die Verwendung des Sirion als Elektrosegler. Hierzu bietet
der Rumpf genügend Platz auch für Motoren mit großem Durchmesser und für größere
Akkupacks. Ein Antriebskonzept ab ca. 200 Watt Eingangsleistung ist ausreichend, darüber wird
der Steigfug entsprechend kräftiger. Für Zugantrieb ist ein spezieller Rumpf erhältlich.
4. Mit zusätzlichen Wölb-Landeklappen zur Beeinflussung der Fluggeschwindigkeit. Diese können
auch nachträglich jederzeit selbst ausgeschnitten und verkastet werden. Die Lagerung ist auf der
Unterseite vorgesehen und in Neutralstellung ist die Oberseite spaltfrei, daher ist nur ein
Ausschlag nach unten möglich und nötig. Die Abtrennung wird, falls bei der Bestellung des
Modells nicht bereits geordert, durch zwei Schnitte mit einem scharfen Messer jeweils auf der
Ober- und Unterseite im Abstand von 43 und 45 mm von der Endleiste vorgenommen. Die Länge
beträgt 400 mm beginnend bei 40 mm neben der Wurzelrippe. Die Wirkung der Klappen zeigt
primär eine Verlangsamung, auch bei starkem Wind. Die Auftriebsbilanz wird sowohl beim
Thermikfliegen als auch beim Bremsen zur Landung nur wenig verändert.
Zur Verstärkung verschiedener Klebevorgänge werden die beigelegten Baumwollflocken verwendet.
Hiermit wird der Zwei-Komponenten-Kleber bzw. das Harz eingedickt (nicht zu trocken).
Zum Halten des Modells beim Start kann direkt hinter dem Schwerpunkt mittig eine Fingeröffnung
angebracht werden; für den Hochstarthaken wird 15 bis 50 mm davor eine Bohrung passend zum
Gewinde des Hakens angebracht. Einfacher ist der Start mit einem Katapult, für das der Haken
etwas weiter vorne in die integrierten Verstärkungsleisten eingeschraubt wird. Hierbei hält man das
Modell auf dem rechten Unterarm liegend an der Nasenleiste fest und läßt es dann nach dem
Spannen des Gummis durch Öffnen der Hand davonsteigen. Bei Verwendung des Rumpfes hält man
den Segler am Rumpfende, den Elektrosegler hält man in Rumpfmitte und schaltet erst nach dem
Katapultstart den Motor ein.
Anlageneinbau
Die Quer-Höhenruderservos werden entsprechend der Zeichnung direkt bei den Rudern eingebaut.
Das Ruderhorn wird in einen entsprechend auszunehmenden Hohlraum des Ruders mit genügend
eingedicktem Harz eingeklebt. Der V-Ausschnitt liegt aus aerodynamischen und statischen Gründen
ebenfalls auf der Oberseite und wird später mit einer Spaltabdeckung versehen.
Die optionalen Wölbklappenservos werden direkt vor der Flächensteckverbindung eingesetzt. Der
Empfänger, der Akku und das nötige Trimmblei können statt im Flügel auch im Rumpf untergebracht
werden, falls dieser eingesetzt wird. Andernfalls wird vor dem Wölbklappen-Servo auf der einen
Seite der 600 - 1000mAh-Akku eingebaut, auf der anderen Seite der Empfänger. Für die Antenne ist
in einer Tragfläche auf der Unterseite ein Bowdenzugleerrohr verlegt.
Die Teile werden in der richtigen Position auf die Tragflächenunterseiten gelegt und die Umrisse der
(möglichst knappen) auszuschneidenden Klappe aufgezeichnet. Die beiden Klappen werden mit
einem scharfen Messer herausgeschnitten und aufbewahrt. Sie werden später auf der Innenseite
verschliffen und mit Glasgewebe belegt, damit sie als Deckel für die Anlagenschächte dienen
können.
Die Schächte werden nun vorsichtig (um die Oberseitenbeplankung und Gewebeverstärkung nicht
anzuschneiden) mit scharfer Klinge vom Styropor befreit. Hierbei darauf achten, daß man möglichst
glatte und senkrechte Seitenwände erhält.
Der gesäuberte Schacht wird mit 80g-Gerwebe zweilagig vollständig ausgekleidet (auch die
Oberbeplankung); bzw. kann alternativ 1mm-Sperrholz verwendet werden, welches vor dem
Einkleben auf den Schachtboden (Oberbeplankung) sorfältig zugeschnitten und vorgebogen werden
muß. Es ist in jedem Fall darauf zu achten, daß die Schachtseitenverstärkung guten Kontakt zur
Unterseitenbeplankung hat; hier eventuell mit eingedicktem Harz bzw. Zwei-Komponenten-Kleber
nachspachteln.