Monomer gefüllt, woraufhin sich dieser ausdehnt, auffüllt und sich an die Form des intramedullären Kanals des Patienten anpasst. Die Aushärtung des in den Ballon gefüllten Monomers beginnt erst, nachdem die IlluminOss Lichtquelle (436 nm) aktiviert wurde. Das ausgehärtete Implantat sorgt für eine optimale Längs- und Rotationsstabilisierung des betroffenen Knochens.
Das photodynamische Knochenstabilisierungssystem ist zur Ausrichtung und Reduktion von Frakturen vorgesehen. Die Knochenfrakturen werden unter Verwendung einer minimal invasiven Technik und minimaler Gewichtsbelastung des Knochens stabilisiert. Diese Behandlungseinheit von IlluminOss ist für die Behandlung von Metakarpalknochen, Phalangen, Schlüsselbein, Radiusknochen, Ulna, distalem Radiusknochen, Olekranon und Fibula vorgesehen.
Reposition erfolgen. • Den Bildverstärker für eine AP-Ansicht des Humerus positionieren. • Die Länge des Humerus vom Humeruskopf bis zur Fossa olecrani messen und von der gemessenen Distanz 3 cm abziehen. • Eine Messlehre parallel zum Humerus halten, so dass ein Ende am proximalen Humerus anliegt.
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Röntgensystemen gemessen werden. ▶Handhabung des Implantats Schützen Sie das Implantat vor scharfen Gegenständen. Das IlluminOss-Implantat besteht aus einem dünnwandigen PET-Ballon. Bringen Sie keine Instrumente (K-Drähte, Schrauben, Nahtnadeln, Klammern oder andere Instrumente) in Kontakt mit dem Implantat, bevor es vollständig ausgehärtet ist, da dies das Implantat beschädigen oder beeinträchtigen kann.
Lagerung des Patienten und chirurgischer Zugang Zur Veranschaulichung wird eine proximale Humerusfraktur (Abbildung 4) beschrieben. Der Zugang zum Humerus erfolgt mittels einer minimalinvasiven Inzision in den M. deltoideus, durch die eine kanülierte Ahle (8 mm) in den Kanal eingeführt werden kann (Abbildung 5).
Der Arm kann über dem Brustkorb adduziert werden, um einen besseren Zugang zum proximalen Humerus zu erhalten. Hinweis: Da der IlluminOss-Katheter flexibel ist, ist ein lateraler Zugang und eine laterale Einführung der Schleuse in den Kanal möglich, um die Rotatormanschette weiter zu schonen.
Warnung: Wenn nach der Aufbohrung für die Vorbereitung des medullären Kanals und zur Gewährleistung einer angemessenen Knochenstabilität andere orthopädische Fräser verwendet werden, darf kein IlluminOss-Implantat mit einem kleineren Durchmesser als der größte verwendete Fräser eingesetzt werden. Aufbohren mit einem Kopffräser Für den Fall, dass proximale oder metaphysäre Aspekte des...
Aufbohrens des Knochens mit hoher Geschwindigkeit vorsehen, muss dies vor Einführung und/oder Platzierung des IlluminOss-Implantats erfolgen, um den Ballon vor einem versehentlichen Kontakt mit dem Fräser zu schützen. FÜR DIE VORBEREITUNG DES IMPLANTATS UND DIE VERFAHRENSSCHRITTE MIT DEN NÄCHSTEN ABSCHNITTEN FORTFAHREN.
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Spritze gezogen. 15- Die mit dem Monomer gefüllte Spritze am Katheter angebracht lassen. 16- Das IlluminOss-Implantat kann jetzt implantiert werden. Hinweis: Nachdem das Implantat vorbereitet und der Katheter mit Monomer vorgefüllt wurde, das Implantat sofort in den Eingriffsbereich einbringen. Wenn das...
Einführen der Schleuse in den Kanal Den Dilatator in die abreißbare Schleuse einführen. Die Position des Führungsdrahts im Kanal auf beiden Seiten der Fraktur fluoroskopisch bestätigen (Abbildung 20). Den Dilatator und die abreißbare Schleuse über den Führungsdraht in den intramedullären Kanal und über die Frakturstelle hinweg Abbildung 20 einführen (Abbildung 21).
Dazu den Sperrhahn öffnen und mit mäßigem Druck den Spritzenkolben drücken (Abbildung 25). Sobald am Spritzenkolben Widerstand zu spüren ist oder wenn der Kolben nicht mehr weiter vorgeschoben werden kann, den Sperrhahn schließen (Abbildung 26). Abbildung 25 Die Frakturausrichtung erneut fluoroskopisch überprüfen. Um das Implantat vollständig aufzufüllen, werden eventuell mehrere Durchstechflaschen mit Monomer benötigt.
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Eine Beschädigung der Lichtleiterfaser kann zum • Faserbruch oder zu einer maßgeblichen Reduzierung der an das Implantat abgegebenen Lichtintensität führen, was eine unvollständige Aushärtung des flüssigen Monomers zur Folge hat. Abbildung 28 Das Ende der Lichtleiterfaser vom Papierträger, mit dem sie am Katheter befestigt ist, entfernen.
Katheter vom Implantat trennen (Abbildung 39). Den Stabilisator aus der Inzision entfernen. Die Fixierung • und Entfaltung des IlluminOss-Implantats in der AP- und der lateralen Ansicht röntgenologisch beurteilen. Nach Abschluss des Verfahrens den Timer-Schlüssel entfernen Abbildung 38 und entsorgen und die Light-Box ausschalten.
Platte und Schraubfixierung erforderlich sein kann. Hierzu gehören beispielsweise extreme Trümmerbrüche, Humerusfrakturen im mittleren Schaftbereich, Torsionsfrakturen, kleine Kanäle, die höheren Belastungen ausgesetzt sind. Nach Aushärtung des IlluminOss-Implantats kann der gebrochene Knochen zusätzlich durch Platte und Schrauben fixiert werden, indem querverriegelnde Kortikalisschrauben durch das IlluminOss-Implantat eingebracht werden.
Postoperative Versorgung Je nach Bedarf Wundverschluss und Immobilisierung durchführen (steriler Verband, elastische Bandage, Gipsverband oder andere bedarfsgerechte Versorgung). Hinweis: Die Einhaltung der Anweisungen für die postoperative Versorgung ist, wie bei jedem Verfahren, sehr wichtig. Wenn die Behandlung bei einem unkooperativen Patienten durchgeführt wurde, der offensichtlich keine Anweisungen befolgen kann, müssen zusätzliche Schritte eingeleitet werden, um die postoperative Compliance sicherzustellen.
Klickgeräusch zu hören, was auf die Aktivierung des Verschlusses hinweist). POTENTIALAUS- Im OP-Saal GLEICHSSTECKER Einen optimale Aufstellplatz für die IlluminOss Light-Box NETZSTECKERBEFESTIGUNG bestimmen. Die Light-Box muss an einer zum OP-Tisch praktisch gelegenen Stelle so positioniert werden, dass sich Abbildung 2. Komponenten der Light-Box der Lichtleiter nahe dem Operationssitus befindet.
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Hinweis: Wenn die rote Leuchte „Lampe wechseln“ aufleuchtet, kann das System nicht weiter verwendet werden, da es bei der Selbstdiagnose als nicht mehr betriebsfähig eingestuft wurde, oder weil die Lampe die Höchstzahl von 500 Betriebsstunden erreicht hat. In diesem Fall muss die Lampe durch Fachkräfte von IlluminOss ausgewechselt werden.
HINWEIS: Je nach Position des Einführungspfades in den Kanal kann ein Tupfer mit beweglichem Schaft evtl. für leichteren Zugang zu den distalen Seiten des Kanals sorgen. Nachdem der Kanal gereinigt wurde, kann der Chirurg die Fraktur mit einem neuen IlluminOss-Implantat reparieren und stabilisieren.
Aushärtung stattgefunden hat. Falls gleichzeitige Frakturen von Tibia und Fibula der unteren Extremitäten eine chirurgische Reposition und Stabilisierung erfordern: sollte die Tibiafraktur vor der Verwendung des IlluminOss- Geräts zur Behandlung der Fibulafraktur mit herkömmlichen Methoden entsprechend behandelt werden.
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Gegenwart des Polymers initiiert die Polymerisation; dieser Schritt kann nicht rückgängig gemacht werden. Das Polymer muss dem photodynamischen Aushärtungssystem von IlluminOss für eine bestimmte Zeit ausgesetzt werden, um aktiviert zu werden und das Implantat vollständig auszuhärten. Ein teilweise ausgehärtetes Implantat kann nicht zur Durchführung eines Verfahrens verwendet werden.
Patientenpopulation muss angesprochen und überwacht werden. VORSICHTSMAßNAHMEN • Vor Gebrauch bitte Anweisungen lesen. • Vor der Verwendung des photodynamischen Knochenstabilisierungssystems von IlluminOss sollte der Chirurg durch spezielle Schulung und Erfahrung gründlich mit den Eigenschaften, Handhabungscharakteristika und der Anwendung des Systems vertraut sein.
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Das photodynamische Knochenstabilisierungssystem IlluminOss ist bedingt MRT fähig. Diese Informationen gelten für die gesamte Familie des photodynamischen Knochenstabilisierungssystems IlluminOss (Durchmesser 7 mm bis 22 mm und Längen von 60 mm bis 280 mm). Es wurden nichtklinische Tests und MRT-Simulationen durchgeführt, um die Worst-Case-Bedingungen zu ermitteln, unter denen nachgewiesen werden konnte, dass das photodynamische Knochenstabilisierungssystem IlluminOss bedingt MRT fähig ist.