Herunterladen Diese Seite drucken
Gebrauchsanweisung
ventilgeregelte Bleibatterien
Typ OGiV: SBL / SBL HR
Nenndaten:
• Nennspannung U
:
N
• Nennkapazität C20
• Nenntemperatur T
:
N
• Lüftungsanforderungen
• Nennentladestrom: I
= I
N
20
Batterietyp:
Montage durch:
Inbetriebnahme durch:
Sicherheitskennzeichen angebracht durch:
Gebrauchsanweisung beachten und sichtbar in der Nähe der Batterie anbringen!
Arbeiten an Batterie nur nach Unterweisung durch Fachpersonal!
Rauchen verboten! Keine offene Flamme, Glut oder Funken in die Nähe der Batterie
bringen, da Explosions- und Brandgefahr!
Bei Arbeiten an Batterien Schutzbrille und Schutzkleidung tragen!
Die Unfallverhütungsvorschriften sowie VDE 0510-485-2, VDE 0105-1 beachten!
Säurespritzer im Auge oder auf der Haut mit viel klarem Wasser aus- bzw. abspülen.
Danach unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Danach mit Säure verunreinigte Kleidung
mit Wasser auswaschen!
Explosions- und Brandgefahr, Kurzschlüsse vermeiden! Achtung! Metallteile der
Batterien stehen immer unter Spannung, deshalb keine fremden Gegenstände oder
Werkzeug auf der Batterie ablegen!
Elektrolyt ist stark ätzend! Im normalen Betrieb ist Berührung mit dem Elektrolyten
praktisch ausgeschlossen. Elektrolyt kann nur durch unsachgemäße Behandlung, z.B.
durch Überladung, an den Ventilen oder am Gehäuse in Folge mechanischer Beschä-
digung austreten. Wenn Sie in Kontakt mit Elektrolyten gekommen sind, bitte reichlich
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen!
Blockbatterien/Zellen haben ein hohes Eigengewicht! Auf sichere Aufstellung achten!
Nur geeignete Transporteinrichtungen verwenden.
Wiederverwertbares Wirtschaftsgut, gehört nicht in den Hausmüll!
Zurück zum Hersteller
Altbatterien mit diesem Zeichen sind wiederverwertbares Wirtschaftsgut und müssen
dem Recyclingprozess zugeführt werden. Rücknahmeverpflichtung gemäß BattG,
Melderegisternummer: 21000144
Verschlossene Bleibatterien bestehen aus Zellen,
bei denen über die gesamte Brauchbarkeitsdauer
kein Nachfüllen von Wasser zulässig ist. Als Ver-
schlussstopfen werden Überdruckventile verwen-
det, die nicht ohne Zerstörung geöffnet werden
können.
1. Inbetriebnahme
Vor der Inbetriebnahme sind alle Blöcke auf mecha-
nische Beschädigung, polrichtige Verschaltung und
festen Sitz der Verbinder zu prüfen. Folgende Dreh-
momente gelten für Schraubverbindungen:
M5
M6
M8
2-3 Nm
4-5,5 Nm
5-6 Nm
Gegebenenfalls sind die Polabdeckungen aufzu-
bringen. Batterie polrichtig bei ausgeschaltetem
Ladegerät und abgetrennten Verbrauchern an die
Gleichstromversorgung anschließen (positiver Pol
an positive Anschlussklemme) Ladegerät einschal-
ten und gemäß Punkt 2.2 laden.
2. Betrieb
Für den Aufbau und Betrieb dieser Batterien gilt die
EN IEC 62485-2. Die Batterie ist so aufzustellen,
dass zwischen einzelnen Blöcken eine umgebungs-
bedingte Temperaturdifferenz von >3K nicht auftre-
ten kann. Temperaturen >20°C verkürzen die Ge-
brauchsdauer, je 10°C Überhöhung um 50%.
2,0 V x Zellenzahl (12 V / 6 V)
20stdg. Entladung
20°C
entsprechend EN IEC 62485-2
C
/20h
N
2.1 Entladen
Die dem Entladestrom zugeordnete Entladeschluss-
spannung der Batterie darf nicht unterschritten wer-
den. Sofern keine besonderen Angaben des Herstel-
lers vorliegen, darf nicht mehr als die Nennkapazität
entnommen werden. Nach Entladungen, auch Teil-
entladungen, ist sofort zu laden.
2.2 Laden
Anwendbar sind alle Ladeverfahren mit ihren Grenz-
werten gemäß DIN 41773-1 (lU-Kennlinie). Je nach
Ladegeräteausführung
fließen während des Ladevorgangs Wechselströme
M10
durch die Batterie, die dem Ladegleichstrom überla-
gert sind (< 0,1C (A) effektive Welligkeit). Diese über-
14-22 Nm
lagerten Wechselströme und die Rückwirkungen von
Verbrauchern führen zu einer zusätzlichen Erwär-
mung der Batterie und Belastung der Elektroden mit
möglichen Folgeschäden (siehe Punkt 2.5). Anlage-
bedingt kann bei folgenden Betriebsarten (gem. VDE
0510-485-2) geladen werden.
a) Bereitschaftsparallel- und Pufferbetrieb
Hierbei sind die Verbraucher, die Gleichstromquelle
und die Batterie ständig parallel geschaltet. Dabei ist
die Ladespannung die Betriebsspannung der Batterie
und gleichzeitig die Anlagenspannung. Bei Bereit-
schaftsparallelbetrieb ist die Gleichstromquelle jeder-
zeit im Stande, den maximalen Verbraucherstrom
und den Batterieladestrom zu liefern. Die Batterie
liefert nur dann Strom, wenn die Gleichstromquelle
date:
date:
date:
und
Ladegerätekennlinie
1
ausfällt. Die einzustellende Ladespannung beträgt
2,275 V ± 0,005 V (20°C) x Zellenzahl bei Reihen-
schaltung, gemessen an den Endpolen der Batterie.
Beim Pufferbetrieb ist die Gleichstromquelle nicht in
der Lage jederzeit den maximalen Verbraucherstrom
zu liefern. Der Verbraucherstrom übersteigt zeitweilig
den Nennstrom der Gleichstromquelle. Während die-
ser Zeit liefert die Batterie Strom. Sie ist nicht jeder-
zeit vollgeladen, jedoch ist die Erhaltungsladespan-
nung von 2,275 V/Zelle bei 20°C x Anzahl der Zellen
bei Reihenschaltung ausreichend, um eine Wieder-
aufladung zu gewährleisten. Eine Verbraucher- und
zellenzahlabhängige Abstimmung sollte im Einzelfall
mit dem Batteriehersteller erfolgen.
b) Umschaltbetrieb
Beim Laden ist die Batterie vom Verbraucher ge-
trennt. Zur Verkürzung der Wiederaufladezeit kann in
einer ersten Ladestufe die Batterie mit einer Span-
nung von 2,35 V – 2,4 V/Zelle aufgeladen werden bis
zu einem Zeitpunkt, an dem der Ladestrom auf 0,07
C(A) (t1) fällt. Die Ladedauer der ersten Phase wird
zum Erreichen dieses Wertes gemessen. Während
einer zweiten Phase des Wiederaufladens wird eine
Spannung von 2,35 V – 2,4 V/Zelle angewendet,
wobei die Wiederaufladezeit der zweiten Phase 50%
der ersten Phase sein sollte (t2 = 0,5h). Bei Über-
schreiten von t2 = 0,5t1 wird die Spannung auf die
Erhaltungsspannung von 2,275 V/Zelle (± 0,005 V)
zurückgeführt.
c) Batteriebetrieb (Lade /Entladebetrieb)
Der Verbraucher wird nur aus der Batterie gespeist.
Das Ladeverfahren ist anwenderabhängig und mit
dem Batteriehersteller abzustimmen.
2.3 Erhalten d. Vollladezustands/Erhaltungsladen
Es müssen Geräte mit den Festlegungen nach DIN
41773-1 benutzt werden. Sie sind so einzustellen, dass
die Zellenspannung im Mittel 2,275 V ± 0,005 V beträgt.
2.4 Ergänzungs- und Ausgleichsladung mit 2,4V/Z
Vor erstmaliger Inbetriebnahme ist eine Ergän-
zungsladung der Batterien durchzuführen und zu
protokollieren. Ausgleichsladungen sind erforderlich
nach Tiefentladung und ungenügender Ladung. Die
Batterieoberflächentemperatur darf dabei 45 °C nicht
überschreiten; ggf. ist das Laden zu unterbrechen
bzw. auf Ladeerhaltung umzuschalten. Das Ende
der Ergänzung- / Ausgleichsladung ist erreicht, wenn
Ladespannung und Ladestrom innerhalb von zwei
Stunden keine Veränderung mehr zeigen. Batterien,
die nachträglich in einen Batterieverbund als Ersatz
eingebaut werden, müssen vor der Montage vollstän-
dig aufgeladen werden.
2.5 Überlagerte Wechselströme
Während des Wiederaufladens bis 2,4 V/Zelle gemäß
den Betriebsarten Punkt 2.2 darf der Effektivwert des
Wechselstroms kurzzeitig 0,1 C(A) betragen. Nach
dem Wiederaufladen und dem Weiterladen (Erhal-
tungsladen) im Bereitschaftsparallelbetrieb oder Puf-
ferbetrieb darf der Effektivwert des Wechselstroms
5 A / 100 Ah Nennkapazität nicht überschreiten.
2.6 Ladeströme
Der Ladestrom sollte 0,1-0,3 CA (bezogen auf die
Nennkapazität der Batterie) nicht überschreiten.
2.7 Temperatur
Der empfohlene Betriebstemperaturbereich für Blei-
batterien beträgt 10°C bis 30°C. Der ideale Betriebs-
temperaturbereich beträgt 20°C ± 5 K. Höhere Tem-
peraturen verkürzen die Brauchbarkeitsdauer. Die
technischen Daten gelten für die Nenntemperatur
20°C. Niedrigere Temperaturen verringern die verfüg-
bare Kapazität. Das Überschreiten der Grenztempe-
loading

Inhaltszusammenfassung für SSB SBL

  • Seite 1 Gebrauchsanweisung ventilgeregelte Bleibatterien Typ OGiV: SBL / SBL HR Nenndaten: ausfällt. Die einzustellende Ladespannung beträgt • Nennspannung U 2,0 V x Zellenzahl (12 V / 6 V) 2,275 V ± 0,005 V (20°C) x Zellenzahl bei Reihen- • Nennkapazität C20 20stdg.
  • Seite 2 Ausnahmeverordnungen. tion der Erhaltungsspannung wird benötigt, um einer Überladung bei höheren Temperaturen und einer 8. Technische Daten SBL + SBL HR Unterladung bei niedrigen Temperaturen entgegen Kapazitäten (CN) bei verschiedenen Entladezeiten (tN), bis zur zulässigen Entladeschlussspannung zu wirken. Der empfohlene Kompensationsfaktor be- (US) bei Temperatur 25°C.
  • Seite 3 Gebrauchsanweisung ventilgeregelte Bleibatterien Typ OGiV: SB / SBLV Nenndaten: ausfällt. Die einzustellende Ladespannung beträgt • Nennspannung U 2,0 V x Zellenzahl (12 V / 6 V) 2,275 V ± 0,005 V (20°C) x Zellenzahl bei Reihen- • Nennkapazität C20 20stdg. Entladung schaltung, gemessen an den Endpolen der Batterie.
  • Seite 4 ratur von 50°C ist unzulässig. Dauernde Betriebstem- bzw. außer Betrieb genommen, so sind diese voll- bzw. der Gefahrengutverordnung Eisenbahn (GGVE) peraturen über 40°C sind zu vermeiden. geladen in einem trockenen, frostfreien Raum unter- nicht als Gefahrengut behandelt, wenn diese gegen zubringen.

Diese Anleitung auch für:

Sbl hr