Elektrolok
BR 186
Art.-Nr. 04900 04901 04902 04903 04904 04906 04907
04908 04909 04910 04911 04915 04917
DAS vorbilD
Bombardier TRAXX ist ein Markenname von Bombardier für
„locomotives platform for Transnational Railway Applica-
tions with eXtreme fleXibility" (immer in Großbuchstaben als
TRAXX geschrieben). Sie stellt eine Bombardier Transportati-
on hergestellte Lokomotivfamilie dar, die sowohl elektrische
als auch dieselelektrische Lokomotiven für den mittelschwe-
ren Güter- und Reisezugverkehr umfasst. Die Loks sind bei
vielen europäischen Bahngesellschaften im Einsatz. Darunter
sind auch elektrische Mehrsystemlokomotiven, die für den
grenzüberschreitenden Verkehr benutzt werden. Nachdem
Anfang der Neunziger Jahre mit der Beschaffung der BR 128,
145 und 146.0 als Nachfolgelokomotiven für die aus den
Fünfzigern und Sechzigern stammenden Elektrolokomotiven
begonnen wurde, ist ab 2000 durch geänderte Strukturen im
internationalen Güterverkehr und neue Sicherheitsbestim-
mungen diese Konstruktionen überarbeitet worden. Neue
crashoptimierte Fahrzeugaufbauten und Mehrsystemtech-
nik bei den E-Loks prägten das Erscheinungsbild der Fahr-
zeuge. Bei den Mehrsystemloks sind in den meisten Fällen
auch unterschiedliche Sicherungssysteme, die für den Ein-
satz in verschiedenen Ländern angepasst sind, vorhanden.
Mit unterschiedlichen Baureihennummern wird zum Teil eine
Eingliederung der Maschinen für unterschiedliche Ausstat-
tungen und Einsatzzwecke ausgedrückt. Die TRAXX 2E Fa-
milie ist dadurch gekennzeichnet, dass für eine E-Lok und
eine Diesellok der gleiche Lokkasten verwendet wird. Statt
dem Unterflurtrafo wird ein Dieseltank eingebaut und im
Dachbereich gibt es statt Pantographen eine Auspuffanlage
und eine Kühleinrichtung. Ein Seitenwandpanel wird für den
Kühler bei der Diesellok durchbrochen ausgeführt. So entste-
hen auch beim Vorbild aus einem Baukasten recht kosten-
günstig elektrische Einsystem- (TRAXX DC), Mehrsystemloks
(TRAXX MS BR 186) und dieselelektrische Loks (TRAXX DE BR
245 und BR 285) für universelle Einsatzzwecke.
DAS MoDEll
Das Modell ist eine maßstäbliche Nachbildung der TRAXX
2E Lokomotivfamilie. Entsprechend der Ausführung ist die
Ausstattung der Dachsektion und der Unterfluraggregate
im Modell angepasst. Ein Motor mit zwei Schwungmassen
treibt alle Radsätze an. Zur Erhöhung der Zugkraft haben
zwei Radsätze jeweils einen Haftreifen. Die Stromabnahme
erfolgt von allen Radsätzen oder auch wahlweise von der
Oberleitung. Die Beleuchtung des Modells wechselt mit der
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135
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Fahrtrichtung. Das Modell ist mit Kurzkupplung und Norm-
aufnahme für die Kupplungen nach NEM 358 ausgestattet.
Zur Ausrüstung mit einem Decoder für Digitalbetrieb hat
das Modell eine Schnittstelle PluX12. Zur weiteren Detail-
lierung sind Zurüstteile für die Pufferbohle beigelegt. Diese
können entsprechend des Einsatzes des Modells optional
angebracht werden.
Das Modell ist ausreichend gefettet. Ein Nachfetten oder
Nachölen mit säure- und harzfreien Öl oder Fett (Art.-Nr.
08973) ist erst nach ca. 100 Betriebsstunden erforderlich.
Zur Sicherung der Stromannahme sind die Radschleifer von
Verunreinigungen zu befreien. Dazu eignet sich das Reini-
gungsdestillat (Art.-Nr. 08977).
Das Oberteil des Modells ist von oben auf das Fahrwerk mit
je zwei seitlichen Rastungen aufgesteckt. Durch Spreizen des
Oberteils nach außen werden diese gelöst. Das Oberteil kann
dann nach oben abgezogen werden.
Für den Oberleitungsbetrieb ist kein Umschalter mehr vor-
gesehen. Die Dachstromabnehmer sind beständig mit den
Rädern einer Lokseite verbunden. Für einen Oberleitungs-
betrieb sind die lackierten Dachstromabnehmer an den
Gelenken und der Palette von Farbe zu säubern, damit sie
stromleitend werden. Stört im Falle des gemischten Betrie-
bes mit Diesel- und Dampfloks die Verbindung der Dachstro-
mabnehmer mit den Rädern einer Lokseite, so sind die Zulei-
tungsdrähte von den Drehgestellen dieser Seite zum Kontakt
des Dachstromabnehmers zu unterbrechen.
bezeichnet) sind wir gezwungen worden, die Entstörbauele-
mente für unsere Triebfahrzeuge anzupassen. Das heißt, die
Kapazität des Entstörkondensators am Motor ist verdoppelt
worden. Das hat zur Folge, dass bei einer hochfrequenten
Ansteuerung des Motors ein höherer Strom durch diesen
Kondensator fließt. Eine solche hochfrequente Ansteuerung
erfolgt im Digitalbetrieb ohne eingebauten Decoder (Fahren
auf Adresse "0"). Es ist möglich, dass der Strom so hoch
wird, dass die Zentrale dies als Motorkurzschluss wertet
und gänzlich abschaltet. Zumindest erfolgt aber eine Über-
lastung der Entstörbauelemente, was mit einer so starken
Erwärmung einher geht, dass sich die angrenzenden Plaste-
teile der Lokomotiven verformen können. Aus diesem Grund
ist der Betrieb dieser Modelle mit verstärkter Entstörung im
Digitalbetrieb ohne Decoder nicht möglich.
– 1 –
Vorsicht: Durch die Verschärfung der EMV Verträg-
!
lichkeitsprüfung 2008 (gemeinhin als Funkentstörung
366982 / 08.07.2015