Systembeschreibung RDC683 / 883 / 884 Serie
3 Funktionsumfang und -möglichkeiten
Alle Sensoren (Endlagenschalter der Klappen sowie die Meldekontakte der
Rauchmelder wie Rauchalarm, Gerätestörung, verschmutzt oder Luftstrom) werden
an die RDC683 (bzw. RDC883 / RDC884) angeschlossen, ebenso die Aktoren
(Antriebe der motorischen Brandschutzklappen), die über die potentialfreien
Relaisausgänge der RDC683 angesteuert werden. Über eine zweiadrige Busleitung
werden diese Signale anlagenweise miteinander verknüpft und auf den
zugeordneten DDC-Controller aufgeschaltet.
Bei Auslösung einer BSK oder eines Rauchmelders kann mittels Einstellungen in
den BACnet-Objekten der RDC683 / RDC883 / RDC884 konfiguriert werden, dass
die zugeordnete RLT-Anlage abgeschaltet wird. So kann sichergestellt werden,
dass die Ventilatoren der Anlage abschalten bevor die BSK geschlossen ist und
somit Druckschläge im Kanalnetz vermieden werden. Hierzu ist ein Öffner-Kontakt
des Bussystems (SSM) in die Sicherheitskette der Ventilatoren einzubinden. Der
Kontakt öffnet bei Verlassen der AUF-Stellung der auslösenden Klappe.
Es besteht die Möglichkeit zu bestimmen, dass alle Klappen bei abgeschalteter
Anlage zu schließen sind. Die Endlagen aller betroffenen BSK werden dabei als
Zustandsmeldung "BSK geschlossen" an die GLT gemeldet. Im Gegensatz hierzu
wird bei Auslösung einer Anlagenabschaltung durch eine BSK die Endlage der
auslösenden Klappe als Gefahrmeldung "BSK gefallen" an die GLT übermittelt.
In Verbindung mit Modulen der RDC700-Serie können im ISP der Anlage alle
Meldungen der Komponenten durch Meldeleuchten in der Schaltschrankfront
angezeigt werden. Die RDC7xx können hierfür Datenpunkte auf den RDC683 /
RDC883 / RDC884 „abonnieren".
erfolgt über das Objekt „Structured-View". Hierüber wird eine Verknüpfung zum
physikalischen Datenpunkt oder einem Datenpunkt im Fremdgerät hergestellt. Über
die Zuordnung von „Device" und „Object" wird der „Present Value" abgefragt. Durch
den aktivierten „CoV" findet eine kontinuierliche Überwachung statt.
Weiterhin kann bei Verwendung der RDC700 über deren Taster vom Schaltschrank
aus ein Funktionstest angetriggert werden (maximal 32 Klappen pro Taster
adressierbar).
Mit den RDC700 als Lokale Vorrangbedienebene gemäß EN DIN 16484/VDI3814
besteht außerdem die Möglichkeit, dass je Anlage mit einem einzigen Taster alle
Klappen gemeinsam über das Bussystem ohne Ansteuerung durch den DDC-
Controller geöffnet (-NOT Auf-) und mit einem anderen Taster geschlossen (-NOT
Zu-) werden können. Dadurch wird eine ordnungsgemäße Übernahme der BSK-
Steuerung durch den Controller beim nächsten Anlagenstart ermöglicht.
romutec GmbH
Die Verknüpfung der Datenpunkte im Netzwerk
Version 1.06
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